Zum Themencluster "Bildung" gehört auch das "Jugendwort des Jahres"

  • Seit 2008 wird praktisch alljährlich ermittelt, was unter Jugendlichen so an Sprachschöpfungen sich verbreitet und schließlich in dieser Altersgruppe zum zeittypisch relevanten Sprachgebrauch wird… im letzten Jahr hat keine Wahl stattgefunden, in diesem Jahr werden Vorschläge gesammelt, dann wird online über die Einsendungen abgestimmt - schließlich ist coronabedingt ja eine Versammlung (auch einer Jury) nicht so recht möglich… ein Vorschlag ist von Langenscheidt immerhin schon mal abgelehnt worden, aber man ist fest entschlossen, dieses Jahr wieder ein Wort zu küren.

  • Tatsächlich hat das ganze wohl weniger mit "Bildung" als mit Marketing zu tun.

    Jugendspezifische Sprache wird heutzutage wichtiger genommen als in früheren Zeiten. Und warum auch nicht? WENN die Jugend schon eigene Idiome prägt und nutzt, kann es nicht schaden, wenn sich deren Elterngeneration darüber informiert, um wenigstens noch in Teilen zu verstehen, worüber ihre Kiddies sprechen… in der Tat mag auch das "Jugendwörterbuch", das findige Wörterbuchverlage irgendwann auf den Markt gebracht haben, eine lohnende Anschaffung für Erzieher, Journalisten und das Personal in Jugendämtern etc. sein.