Lisa Eckhart wurde ausgeladen, weil sie sich rassistisch geäußert haben soll

  • Der Begriff "Mohrenkopf" für ein Gebäck war von Anfang rassistisch, dazu bedarf es keiner Deutungshoheit, und es macht die Sache nicht besser, dass der Begriff 150 Jahre alt und in die Alltagssprache eingegangen ist. Aber Substitute hat dankenswerterweise einen Link eingestellt, der zeigt, wie tief der Alltagsrassismus bei uns noch verwurzelt ist: Dass sogar Leute, die - vielleicht in guter Absicht - gegen die Verwendung eines rassistischen Begriffs einschreiten, sich nicht vorstellen können, dass ein "Neger" Inhaber eines Restaurants sein kann ...

    Eben. Jene haben sich über den Restaurantnamen als rassistisch beschwert aber gleichzeitig ( Quote):


    „Viel rassistischer ist, dass ihr dachtet, der schwarze Mann kann nicht der Chef sein, sondern höchstens ein Spüler. Denkt mal drüber nach.“

    Da steht aber auch:


    "....Für ihn hat das Wort keinen rassistischen Hintergrund, sagt er. „Das stammt aus dem Mittelalter und bezeichnete damals einfach Menschen mit dunkler Hautfarbe. Ich bin selbst ein Mohr und stolz darauf. Ich habe mir das nicht ausgesucht, ich bin so geboren....“


    und:

    "...Aber mit der Sprachpolizei wird man Rassismus nicht bekämpfen. Und man könnte doch auch nicht beispielsweise nach Nigeria kommen und die Menschen auffordern, ihre Sprache zu ändern!“

  • Es gibt keine Sprachpolizei. Davon reden nur taffe Kerle , die sich ihres Starkdeutsch' rühmen und doch nur Sensibelchen sind, die keine Kritik vertragen können.

    Was Nigeria betrifft - den Witz habe ich nicht verstanden. Auch wenn Schwarze sich bei uns über rassistische Sprache mokieren - Meinungsfreiheit gilt auch für sie.

  • Es ist schon schwer mit der Sprache anundpfirsich. Übertreibungen sind ja ohnehin immer von Übel, und ich empfinde als besonders unangenehme Übertreibung, das Gendersternchen hörbar machen zu wollen, also Verkäufer*innen so auszusprechen, dass man meint, der/die Sprecher*in hätte einen Schluckauf.



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • Es ist durchaus ein Unterschied, ob ein Weißer sein Restaurant "Mohrenkopf" nennt oder ein Schwarzer. Jedenfalls heute noch, leider.

    Aber nur, weil das Moralapostel daraus machen wollen...und das ist der springende Punkt....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....


    Ich bin zum Glück KEIN Europäer.....



  • Dass sogar Leute, die - vielleicht in guter Absicht - gegen die Verwendung eines rassistischen Begriffs einschreiten, sich nicht vorstellen können, dass ein "Neger" Inhaber eines Restaurants sein kann ...

    Diese Leute schauen dann, so nebenbei bemerkt, mal in verschiedene afrikanische Staaten...wer da was hat oder nicht....

    Es gab mal ein schickes Land, da wurden die weißen Großfarmer enteignet und die Ländereien an XXX verteilt...

    Ein echtes Trauerspiel.....

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  • Wieso schreibst du nicht "an Neger verteilt"? Bleib doch authentisch.

    Ja, und es ist ein Trauerspiel, dass man heute keine Neger als Sklaven mehr halten kann. Amiland hat es da besser, da gibt es wenigstens noch Neger, die einem die Einkäufe zum Auto tragen ...

  • Der Begriff "Mohrenkopf" für ein Gebäck war von Anfang rassistisch, dazu bedarf es keiner Deutungshoheit, und es macht die Sache nicht besser, dass der Begriff 150 Jahre alt und in die Alltagssprache eingegangen ist. […]

    In Deutschland hat das "Mohrenkopf" genannte Gebäck erst gegen Ende des 19. Jahrhundert Verbreitung gefunden, das ist wahr, im französischen Sprachraum ist der Tête de Nègre seit 191 Jahren bekannt… in der ohnehin mehrsprachigen Schweiz musste das Gebäck mehrmals schon umbenannt werden. Dann muss jetzt also auch "Othello" von den Spielplänen außerafrikanischer Bühnen gestrichen werden…

  • Wieso schreibst du nicht "an Neger verteilt"? Bleib doch authentisch.

    Authentisch ist, das die beschriebenen Großfarmen alle den Bach runter gegangen sind....sehr authentisch sogar.....

    Ja, und es ist ein Trauerspiel, dass man heute keine Neger als Sklaven mehr halten kann.

    Na wenn du das sagst....sach ma, ist das nicht rassistisch?

    Amiland hat es da besser, da gibt es wenigstens noch Neger, die einem die Einkäufe zum Auto tragen ...

    Na immerhin werden die von den Supermärkten dafür bezahlt....wenn solch ein Service hier üblich wäre, könnte ich mir das Szenario hier auch durchaus vorstellen.....vielleicht nationalistisch durchmischter....

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  • Was soll man zu solchem Stuss sagen ...

    Na vielleicht mal nach der Begründung fragen, warum er das in seinem Statement untergebracht hat....

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  • Aber lustig ist es schon, dass du immer für ihn antwortest.

    Lustig ist deine kommentierte Leseschwäche....

    Wo habe ich für ihn geantwortet? Und dann noch steigernd mit "immer"?

    Aber selbst wenn bisher auf Nachfragen nicht so reagiert wurde, wie du meinst es gewohnt zu sein, selbst dann rechtfertigt das nicht deinen Spruch....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


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  • Was soll man zu solchem Stuss sagen ...

    Aber in der Konsequenz.... Schließlich wurde dort heftigst in der Vergangenheit "black facing" betrieben, ob nun tatsächlich "visuell" oder eben mit einer rein weißen Besetzung. Ergo müsste nach neuester Auffassung jetzt ausschließlich mit einem People of Colour Interpreten gearbeitet werden.

  • In Deutschland das "Mohrenkopf" genannte Gebäck ... ...  schon umbenannt werden. Dann muss jetzt also auch "Othello" von den Spielplänen außerafrikanischer Bühnen gestrichen werden…

    Was soll man zu solchem Stuss sagen ...

    Ja, fällt schwer, aber man könnte sagen, dass es sich um eine Geschichte handelt, in der eine weiße Frau einen farbigen Mann liebt, was zu der Zeit der Entstehungsgeschichte der Oper eher ungewöhnlich war. Das weiß der Substi vielleicht gar nicht.

    Aber in der Konsequenz.... Schließlich wurde dort heftigst in der Vergangenheit "black facing" betrieben, ob nun tatsächlich "visuell" oder eben mit einer rein weißen Besetzung. Ergo müsste nach neuester Auffassung jetzt ausschließlich mit einem People of Colour Interpreten gearbeitet werden.

    Natürlich, und das ist auch leicht, denn es gibt fabelhafte farbige Opernsänger.



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • Der Vergleich von Othello mit Kayar Inar ist mir zu flach. Aber die Vergangenheit ist tot. Da es mittlerweile dank Bevölkerungsaustausch auch in Deutschland gute dunkelhäutige Schauspieler und Sänger gibt, brauchen wir Blackfacing nicht mehr. Und um sich über Dunkelhäutige lustig zu machen, brauchen wir es auch nicht, das können sie mittlerweile selbst, siehe Andrew Onuegbu.

  • Der Vergleich von Othello mit Kayar Inar ist mir zu flach. Aber die Vergangenheit ist tot. Da es mittlerweile dank Bevölkerungsaustausch auch in Deutschland gute dunkelhäutige Schauspieler und Sänger gibt, brauchen wir Blackfacing nicht mehr. Und um sich über Dunkelhäutige lustig zu machen, brauchen wir es auch nicht, das können sie mittlerweile selbst, siehe Andrew Onuegbu.

    Darum geht es immer noch nicht. Weder ein vor Jahrzehnten gemachtes Blackfacing ( weil oft genug aus Rassismus, siehe Film, farbige Künstler nicht auftreten durften oder konnten ) noch die heutige "Vorschrift" oder moralische Implikation einen farbigen Künstler nehmen zu müssen ist zielführend....