Political Correctness und die nachträgliche "Korrektur" vormaliger Presseerzeugnisse

  • In den 1980er Jahren hat David Alen Harvey das Fotomaterial zu einer Reportage über die Prostitution Minderjähriger in Thailand geliefert, weswegen kürzlich ein Shitstorm über ihn hereingebrochen ist - jetzt distanziert sich seine Bildagentur von ihm - sein Pech, über ein Thema berichtet zu haben, das seit der #metoo-Kampagne Tabu ist… einst gefeierter Star der Pressefotografie wird er jetzt des Sexual Haressment bezichtigt.

  • Tja, die Welt hat sich verändert....

    Heute laufen ein paar Irre vor, und die restliche Herde hinterher....

    Ist nicht schön, dienst aber dem angeblichen Fortschritt, woll.....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....



  • Zwischen Reportage und Voyeurismus ist manchmal nur ein schmaler Grat, und für viele hängt die Lage dieses Grates vom Kulturkreis ab, aus dem berichtet wird. Ich kenne die Reportage nicht, und kann den "Shitstorm" (zu dem es leider keinen Link gibt) nicht beurteilen. Aber dass sich die Welt und damit auch Ansichten ändern, ist nichts Besonderes.

    Nach allem, was ich aus den zitierten Artikeln heraus gelesen habe, ging es bei der Suspendierung allerdings nicht um die Reportage (die mit #metoo so gar nichts zu tun hat), sondern um eine aktuelle Verfehlung.

  • und kann den "Shitstorm" (zu dem es leider keinen Link gibt) nicht beurteilen.

    Wer Google bedienen kann, braucht keinen Link.....war das nicht deine Aussage?

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....



  • Hier ist ein Link zu einem Artikel, in dem Kritik an der Reportage geübt wird. Ob das für die Bezeichnung "Shitstorm" reicht, kann jeder für sich beurteilen. Es geht wohl auch mehr darum, dass die Bilder ohne Wissen der Betroffenen gemacht wurden und außerhalb des Kontexts der Reportage öffentlich zugänglich sind.


    Nachtrag: Hier noch ein Beitrag des Deutschlandfunks, der mehr Licht in die Sache bringt als der FAZ-Artikel.

    2 Mal editiert, zuletzt von Dyl U. () aus folgendem Grund: Link ergänzt

  • […] Nach allem, was ich aus den zitierten Artikeln heraus gelesen habe, ging es bei der Suspendierung allerdings nicht um die Reportage, sondern um eine aktuelle Verfehlung.

    So aktuell ist 1989 nun auch nicht mehr… die aktuelle Verfehlung besteht darin, dass die Fotos aus dem Jahr 1989 noch zum Kauf angeboten wurden… immerhin zeigt der Fall David Alan Harveys, dass sich vor allem auch die Rechtsprechung geändert hat, und dass, was vor knapp mehr als 30 Jahren fotografiert werden durfte, heute einen Straftatbestand darstellt… bekanntlich hängen auch Kunstmuseen mittlerweile ihre barocken Aktgemälde ab, deren Anblick könnte Millennials verstören…