Bundeswehr-Freiwilligendienst

  • Logisch, nur ging es mir um das Einstiegsalter.

    Ist ja ok, aber es hat sich noch mehr geändert. Ich vermute mal, du bist irgendwann um 1970 geboren. Damit wäre deine statistische Lebenserwartung bei ca. 70 Jahren. Wer 2010 geboren wurde hat aber schon eine Lebenserwartung von knapp 80 Jahren.


    Gleichzeitig ist in den letzten 50 Jahren das Wissen der Menschheit in einem geradezu gigantischen Ausmaß gewachsen, Arbeitsweisen haben sich verändert, viele einfache Tätigkeiten sind durch Automatisierung verschwunden.


    Was machen wir?

    Entweder wir pressen immer mehr Stoff in eine gleich bleibende Zahl von Schuljahren oder wir lassen die Menge gleich und verzichten auf früher gelehrte Inhalte. Darunter leidet die breit gefächerte Basisbildung.

    Oder wir geben den jungen Menschen einfach mal ein Jahr mehr Zeit. Spielt es wirklich eine Rolle, ob jemand mit 16 oder 17 die Lehre anfängt? Oder der Student erst mit 20 anfängt zu studieren, und nicht, wie teilweise heute mit 17? Noch grün hinter den Ohren und nicht mal berechtigt, den Mietvertrag für seine Studentenbude zu unterschreiben?

    Ich habe letztens schallend gelacht, als ich erfahren habe dass eine Uni Elternabende veranstaltet für Eltern minderjähriger Studenten.

    https://www.sueddeutsche.de/bi…efung-interview-1.4006940

    „Fürchte nicht menschlich zu sein, fürchte, nicht menschlich zu sein.“

    (Manfred Hinrich)


    Einmal editiert, zuletzt von Diogenes2100 ()

  • 1960 geboren

    Ich stimme dir ja zu. Mit 9 oder 10 Jahren Schule, dann Ausbildung, geht nicht mehr. Der Stoff in den traditionellen Faechern ist ja nicht weniger geworden und es werden in Zukunft immer mehr Faecher. Die Berufsbilder haben sich geaendert. Auch das Handwerk ist grossteils digitalisert. Und hier hinkt Deutschland hinterher. Digitale Lehrmittel, programmieren, ..... gehoert heute zur Grundausbildung wie rechnen, lesen und schreiben.

    Gehoert eigentlich in den Thread schulische Bildung.

  • Ist ja ok, aber es hat sich noch mehr geändert. Ich vermute mal, du bist irgendwann um 1970 geboren. Damit wäre deine statistische Lebenserwartung bei ca. 70 Jahren. Wer 2010 geboren wurde hat aber schon eine Lebenserwartung von knapp 80 Jahren.

    Meine Fresse!! Ick müsst ja schon längst über'n Deister sein -bei Jg.1941!

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Man muss es schon richtig machen, und wenn es richtig gemacht wird, gibt man jungen Menschen mit Praktika in realen Arbneitsstätten bessere Entscheidungsmöglichkeiten für eine spätere Berufswahl.

    Wenn dieser Staat wirklich an einer guten Vorbereitung junger Menschen für deren späteres Berufsleben sowie an einem guten Entwicklung des letzteren interessiert wäre, dann müsste sich extrem, viel ändern. 7% Schulbildungsversager (und das sind nur die offiziellen Versager ohne Abschluss) sind ein Armutszeugnis für diesen dummen deutschen Staat. Staat und Wirtschaft jammern über einen Facharbeitermangel, unternehmen aber nicht wirklich effizient etwas um diesem Mangel begegnen zu können. Lieber setzt man auf Billigbimbos aus aller Welt, wenn für die meist beschissenen Jobs sich niemand mehr freiwillig finden lässt.


    Erfolg und Spaß im Beruf war einmal. Die Bonzen müssen erst einmal von ihrem Egotrip herunter, damit sich Arbeit in Deutschland wieder lohnen kann.

  • Wenn dieser Staat wirklich an einer guten Vorbereitung junger Menschen für deren späteres Berufsleben sowie an einem guten Entwicklung des letzteren interessiert wäre, dann müsste sich extrem, viel ändern. 7% Schulbildungsversager (und das sind nur die offiziellen Versager ohne Abschluss) sind ein Armutszeugnis für diesen dummen deutschen Staat. Staat und Wirtschaft jammern über einen Facharbeitermangel, unternehmen aber nicht wirklich effizient etwas um diesem Mangel begegnen zu können. Lieber setzt man auf Billigbimbos aus aller Welt, wenn für die meist beschissenen Jobs sich niemand mehr freiwillig finden lässt.


    Erfolg und Spaß im Beruf war einmal. Die Bonzen müssen erst einmal von ihrem Egotrip herunter, damit sich Arbeit in Deutschland wieder lohnen kann.

    Ja und Nein. Im Vergleich zu früheren Zeiten übernahmen hier die Betriebe vielmehr Weiterbildung und Ausbildung als Heute. Das ist wohl bei immer wenigeren Firmen der Fall. Man verlässt sich da auf den Staat. Und der muss auch im Vergleich zu früher natürlich auch mehr investieren. Einmal in Lernmittel und Möglichkeiten als solche, anderseits aber auch in Förderung.

    Und bei aller gerechtfertigten Kritik an Globalisierungsauslagernden Unternehmen und sogenannten Fachkräftemangel, viele Teile der Gesellschaft hängen sich schon ordentlich selber ab. Gift einmal hier die Verführungskünste unserer medialen Welten und ein völlig irreales Leben in irgendwelchen Blasen.

    Und nein, das ist nicht ein Umkehrschluß alles "von oben" zu schlucken, aber es ist eine immer mehr wachsende Art von Selbstverblödung.


    On top jede Menge die sich ausgegrenzt fühlen aber selbst im Privaten, eine komplett andere Sprache und Kultur leben. Hier erwartet man von den betroffenen Lehrkörpern und auch dem System dann herkulische Aufgaben und negiert charmant die dementsprechende Selbstverantwortung der Betroffenen.

  • VZ

    Es ist ja nicht nur die Weiterbildung und Ausbildung. Es sind viele weitere Bereiche, aus denen sich die Unternehmen, speziell Großunternehmen, zurückgezogen haben. In den 50er und 60er Jahren entstanden bezahlbare Wohnungen en Masse für die benötigten Arbeitskräfte, oft in Laufweite der Fabrikationsstätten. Die Kindergärten in Siemensstadt in Berlin wurden von Siemens eingerichtet und betrieben, für lange Zeit, bis die Stadt sie übernahm. Viele Unternehmen haben sich seit dieser Zeit aber mehr und mehr aus der gemeinsamen Verantwortung aller für die Gesamtgesellschaft verabschiedet und stellen nur noch Arbeitsplätze zur Verfügung, der Rest wird und wurde dem Staat überlassen.

    „Fürchte nicht menschlich zu sein, fürchte, nicht menschlich zu sein.“

    (Manfred Hinrich)


  • Es ist ja nicht nur die Weiterbildung und Ausbildung. Es sind viele weitere Bereiche, aus denen sich die Unternehmen, speziell Großunternehmen, zurückgezogen haben. In den 50er und 60er Jahren entstanden bezahlbare Wohnungen en Masse für die benötigten Arbeitskräfte, oft in Laufweite der Fabrikationsstätten....

    Richtig. Nur muss man da aber auch erwähnen das die Städteplanungen seit Jahrzehnten einen stetigen Wandel erlebten, gut oder schlecht.....Mal sollten alle Fabrikationsstädten raus aus den Städten an den äussersten Rand oder gleich auf die Plaine. Die Anbindungen waren mesit mager und nur aufs KFZ ausgerichtet... mal retour, dann aber bitte schön nur kleinteilig und "sauber".... und jetzt ist der Zug, dank Betongold und internationalen Immobilienspekulationen sowieso abgefahren....

  • Viele Unternehmen haben sich seit dieser Zeit aber mehr und mehr aus der gemeinsamen Verantwortung aller für die Gesamtgesellschaft verabschiedet und stellen nur noch Arbeitsplätze zur Verfügung, der Rest wird und wurde dem Staat überlassen.

    Alles was die Rendite schmälert wird abgeschafft,insbesondere,wenn's AG sind oder aber Betriebe in der Hand von mehr oder weniger obskuren Investmentfonds.

    Der olle Patriarch,so viel Macken er auch hatte,war dagegen der reinste Menschenfreund.

  • Der olle Patriarch,so viel Macken er auch hatte,war dagegen der reinste Menschenfreund.

    Die "ollen" Patriarchen hatten im Schnitt auch als Lebensaufgabe Ihr Werk an die nächste Generation weiter zu reichen. Nur wurde das den Nachkommen irgendwann zu mühselig und Sie "setzten" ein, stifteten, verscherbelten, versumpften in Marrakesch oder wenn überhaupt, sahen als Lebensentwurf vor mit 50 überhaupt nicht mehr arbeiten zu wollen.


    Kann man im persöhnlichen ja voll verstehen, ist aber im Gesamtwirtschaftlichen für eine ehemals führende Industrienation und für das gesellschaftliche Gesamtwohl allgemein halt ziemlich suboptimal. Schon jetzt ist vieles entkernt und kommt nur noch mit dem einstig guten Namen dieser Patriarchen als Aushänger über die Runden. Aber das ist in abzusehender Zeit auch vorbei.


    Und überhaupt, der "Entrepreneur" des 2.0 der im Hier und Jetzt oft genug so scheinheilig mit Sofaecke und Tischfussball rüberkommt beutet seine Blauäugigen vom Teamassistenten bis zum Content oder Trafficmanager, Head of Customer Success etc. genauso aus wie früher.

  • Erinnert mich an die Gesellschaft für Sport und Technik (GST) der DDR.

    Diese wurde übrigens von Josef Stalin gegründet.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft_für_Sport_und_Technik

    Die hatte ganz andere Ziele, und man konnte für wenige Mark den Führerschein für alle Klassen Fahrzeuge erwerben, eine Ausbildung, die heute junge Menschen mit bis zu mehreren tausend Euro bezahlen müssen.

  • Die hatte ganz andere Ziele, und man konnte für wenige Mark den Führerschein für alle Klassen Fahrzeuge erwerben, eine Ausbildung, die heute junge Menschen mit bis zu mehreren tausend Euro bezahlen müssen.

    Na ja,da war dann auch noch die Schiessausbildung,die die jungen Leute so peu a peu an den Dienst in der NVA heranführen sollte,einschliesslich der obligatorischen politischen Indoktrination.

    Übrigens: Führerscheinausbildung macht auch die Bundeswehr.....

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Na ja,da war dann auch noch die Schiessausbildung,die die jungen Leute so peu a peu an den Dienst in der NVA heranführen sollte,einschliesslich der obligatorischen politischen Indoktrination.

    Übrigens: Führerscheinausbildung macht auch die Bundeswehr.....

    Nur bei der GST wurde man MItglied, machte den Führerschein und trat problemlos wieder aus.!:)

  • Übrigens: Führerscheinausbildung macht auch die Bundeswehr.....

    Stimmt, da hab ich A,BCE und F4 gemacht.....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....



  • Nur bei der GST wurde man MItglied, machte den Führerschein und trat problemlos wieder aus.!:)

    Ich hatte mit 14 schon den GST Führerschein für Motorräder erworben und bin die sogenannte "Militär-Patrouille" gefahren (auf Westdeutsch: Enduro-Sport).

    Weder wurde ich politisch indoktriniert, noch habe ich an irgendeiner Schießausbildung teilnehmen müssen.


    Ich staune immer wieder, wie gut Wessis über uns bescheid wissen und wie fremd mir diese Aussagen vorkommen, weil sie so gar nicht in meine damalige Realität passen. Aber Wessis wissen anscheinend immer alles besser. ;)


    mfg

  • Warum soll man eigentlich nicht auch schießen lernen, wenn man im TV täglich nur Krimis zu sehen bekommt und weiss, dass der Klassenfeind nie schläft!^^^^^^^^:):evil::evil::saint::?::?::?:

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