• Seit ungefähr vier Wochen protestieren in Belarus die Menschen gegen Lukaschenko und seine Politik. Allein in Minsk gingen gestern ca. 150.000 Menschen auf die Straße.

    Bereits vor den Wahlen am 9. August 2020, bei denen sich Lukaschenko nach bereits 26 Jahren erneut auf den Thron setzen ließ, gaben die Menschen in Belarus ihrem Unmut freien Lauf und solidarisierten sich mit den oppositionellen Kräften im Land. Seit der Wahl nimmt die Gewalt der Polizei und auch des Militärs gegen die Demonstranten stetig zu. Unvergessen das Bild von Lukaschenko in in schusssicherer Weste und mit Gewehr, das wohl auch dem Letzten klarmachen sollte, dass er gewillt ist, jeglichen Widerstand zu brechen.

    Verhaftungen sind an der Tagesordnung. Führende Oppositionelle werden des Landes verwiesen, verschwinden oder landen im Knast.


    Heute trifft sich Lukaschenko mit Putin und das Thema wurde auf die Agenda des UN-Menschenrechtsrates gesetzt.


    Zitat

    Unter dem Druck der andauernden Massenproteste trifft sich der belarussische Staatschef Alexander Lukaschenko zu einem Krisengespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin - zum ersten Mal seit der umstrittenen Wahl im August in Belarus (Weißrussland). Vorab gab sich der Kreml zurückhaltend: Bei dem Treffen am Schwarzen Meer gehe es um Schlüsselfragen bei der Entwicklung der strategischen Partnerschaft beider Länder. Es sei nicht geplant, Dokumente zu unterzeichnen oder eine Pressekonferenz abzuhalten, hieß es.

    Putin hatte Lukaschenko damals zwar prompt zu dessen Wiederwahl nach 26 Jahren an der Macht gratuliert. Später bezeichnete er die Abstimmung jedoch als nicht ideal.

    ...

    Die Demokratiebewegung fordert Gespräche über einen Ausweg aus der Krise. Die Opposition sieht Swetlana Tichanowskaja als die wahre Wahlsiegerin. Die Gegner Lukaschenkos hoffen darauf, dass Putin sich einem Machtwechsel in dem Land nicht in den Weg stellt. Allerdings hat Lukaschenko immer wieder betont, seine Macht notfalls bis zum Tod zu verteidigen. Tichanowskaja rief in einem Internet-Livestream im Internet am Sonntagabend dazu auf, im Kampf gegen Lukaschenko nicht nachzulassen.

    https://www.swr.de/swraktuell/belarus-festnahmen-100.html

  • Na, mal sehen, was die beiden alten Haudegen aushecken. Im folgenden Artikel wird zusammengefasst dargestellt, dass die beiden wohl doch nicht so dicke sind, wie es auf den ersten Blick scheint. Andererseits dürfte Putin schon aus strategischen Gründen daran interessiert sein, dass Belarus nicht in oppositionelle Hände fällt.


    Zitat

    Der belarusische Präsident Lukaschenko ist zu einem Krisengespräch mit Russlands Staatschef Putin nach Sotschi gereist. Das Verhältnis zwischen den "Bruderstaaten" ist zurzeit eher unterkühlt.

    https://www.tagesschau.de/ausland/belarus-225.html

  • .............dass die beiden wohl doch nicht so dicke sind, wie es auf den ersten Blick scheint. Andererseits dürfte Putin schon aus strategischen Gründen daran interessiert sein, dass Belarus nicht in oppositionelle Hände fällt.


    https://www.tagesschau.de/ausland/belarus-225.html

    Putin hat nicht vergessen, dass Lukatschenko es war, der die Loslösung von Belaruss von der UdSSR betrieben hat und damit die Weltmachtposition ebenso schwächte, wie die Ukraine unter Krawschik oder Kasahkstan unter dem Nursultan (Herrscher des Lichts) Nasarbajew sowie der ganze Islamische Unterleib. Wenn PUTIN dem Westen trauen könnte, hätte er sicher nichts gegen ein Belorussland mit einer anderen Führung. nur ist Russland durch die Osterweiterung der NATO schon einmal vorgeführt worden, als Gorbatschow sich auf den Westen in naiver Weise verlassen hatte.

  • ...Wenn PUTIN dem Westen trauen könnte, hätte er sicher nichts gegen ein Belorussland mit einer anderen Führung. nur ist Russland durch die Osterweiterung der NATO schon einmal vorgeführt worden, als Gorbatschow sich auf den Westen in naiver Weise verlassen hatte.

    Vielleicht hängt Putin auch nur an der Macht wie jeder andere ordinäre Diktator auch. Dann macht es auch Sinn, dass er jetzt auf Lebenszeit Präsident bleiben kann.

  • Vielleicht hängt Putin auch nur an der Macht wie jeder andere ordinäre Diktator auch. Dann macht es auch Sinn, dass er jetzt auf Lebenszeit Präsident bleiben kann.

    Manno, was uns "Westliche" korrupt erscheint ist in Wirklichkeit nur die reine Liebe zum eigenen Volk.

    Wie uns hier schon mehrfach erklärt wurde können wir das aufgrund unserer Sozialisation nicht erfassen...😭😭

  • Manno, was uns "Westliche" korrupt erscheint ist in Wirklichkeit nur die reine Liebe zum eigenen Volk.

    Wie uns hier schon mehrfach erklärt wurde können wir das aufgrund unserer Sozialisation nicht erfassen...😭😭

    Wenn du noch mal so ein Ding schreibst, geh ich sofort ein Bier trinken.....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....



  • Zitat: Im Unterschied zur Russischen Föderation entstand in Belarus keine Herrschaft der Oligarchen, die das Volksvermögen an sich brachten. Es gab keinen Abriss der aus der Sowjetunion überkommenen sozialen Strukturen. Die Arbeitskollektive auf dem Land arbeiteten weiter wie zuvor. Die Unternehmen blieben in staatlicher Hand. Die soziale Ordnung der Sowjetzeit blieb im Wesentlichen erhalten und die Versorgungslage der Bevölkerung stabil. Die Menschen waren vor Entlassungen geschützt. Eine politische Opposition, die Lukaschenkos Kurs nachhaltig hätte stören können, hat sich unter diesen Bedingungen nicht entwickelt.


    Zitat: Lukaschenko ist zudem, anders als seinerzeit die wechselnden Präsidenten in der Ukraine, nicht einer von vielen Oligarchen, die in beständigem Machtkampf die Pluralität – besser gesagt: das Chaos – des Landes repräsentiert haben. Er war, um es noch einmal zu betonen, der Garant dafür, dass in Belarus im Unterschied zum gesamten Nachfolgegebiet der Sowjetunion bisher keine Oligarchisierung des Volksvermögens stattfinden konnte. Ihn gewaltsam zu stürzen, würde bedeuten, das Tor für eine unkontrollierbare nachholende Privatisierung zu öffnen. Was das heißt, ist in Erinnerung an die Zustände der russischen Privatisierung nach 1991 auch denen bewusst, die heute gegen Lukaschenko protestieren.


    https://www.freitag.de/autoren…hier-ist-nicht-der-maidan


    Gefährlich für die Bevölkerung Belorusslands wird es dann, wenn diese nicht nur Lukaschenko stürzen sondern auch das Wirtschaftssystem. Siehe Ukraine.

  • Ja, man sieht es an den Bildern von den Demonstrationen, dass es der Bevölkerung unter Lukaschenko saugut geht. Besonders das Verhalten von Polizei und Militär gegenüber den Demonstranten und Oppositionellen sollte lobend erwähnt werden. Und dann erst die letzten demokratischen Wahlen. Lukaschenko liebt sein Volk, das merkt man. Es ist für jeden erkennbar, dass es ihm nur um das Wohlergehen der Bevölkerung geht, nicht um die Erhaltung seiner diktatorischen Machtposition. Natürlich. Ein weiterer lupenreiner Demokrat.

  • RT sendete gestern unkommentiert Bilder einer Live-Kamera von den Demonstrationen.

    Die abendlichen Tagesschau-Bilder zeigten eine Massendemonstration, die nichts mit der Stattgefundenen zu tun hatte.

    Doch, entschuldigt, der Sprecher meinte, es wären weniger Menschen auf der Straße gewesen.

    Er hatte recht.

  • Ja. Schön. Und was genau möchtest du damit zum Ausdruck bringen? Ein russischer Staatssender dürfte kaum ein Interesse an den anderen Bildern haben. Die haben es ja auch nicht so mit der Opposition. Die Russen.


    PS: Gibt es immer nur eine Demo in Belarus?