„Wer hat, der gibt” - Demo

  • Ein linkes Bündnis fordert: Millionäre zur Kasse! Sie wollen die Vermögenssteuer (die ruhende Vermögenssteuer) wieder einführen und die Reichen sollen für die Corona-Krise aufkommen. Natürlich sehen das die Vermögenden anders. Die FAZ hat geschrieben, dass wir Ungleichheit brauchen, damit wir uns weiterentwickeln.


    https://www.mopo.de/hamburg/-w…rgen-fuer-wirbel-37371864


    Zitat von Mopo.de:

    Zitat

    Sie ziehen durch Hamburgs Nobel-Viertel in Harvestehude, um die Millionäre zur Kasse zu bitten: Das Bündnis „Wer hat, der gibt” startete am Samstag eine zuvor angemeldete Demonstration – in der Hoffnung, dass die Reichen dieser Stadt den Corona-Geschädigten unter die Arme greifen.

    Nach offiziellen Angaben fanden sich insgesamt 1100 Teilnehmer zusammen. Die Polizei war mit einem großen Aufgebot vor Ort und stand auch mit Wasserwerfern und Pferden bereit. Die Schere zwischen Arm und Reich gehe immer weiter auseinander, sagte ein Redner zu Beginn der Veranstaltung.


    „Wir sind gekommen, um zu zeigen, dass es so nicht weitergehen kann und wir bereit sind, umzuverteilen.“ Dann wurde in Blöcken à 100 Menschen durch Hamburgs Nobel-Viertel marschiert.

    Hamburg: Corona-Demo mit Appell an Millionäre gestartet


  • Ich find die Aktion gut und richtig.

    Tja, in Hamburg regieren seit Jahrzehnten die "Sozen". Seit Jahren mit den Grünen. Und vor allen die letzteren wohnen mehrheitlich in recht gehobenen Stadtvierteln, bzw. die, die hip sind.


    Und seit ebenso vielen Jahren rollt durch die Stadtteile, schulligung, "Quartiere" mit verbliebenen Charakter ( sprich Altbaubestand ) die Gentrifizierungswelle. Ungebremst.Und die Verdichtung. Sprich, es wird jede noch so kleine Freifläche, vor oder hinter irgendwelchen Wohnräumen zugeschiXXXXX. Auf Kosten der Lebensqualität der Anwohner, der verbliebenen "Natur" etc.


    Und als tolle neue Idee wird jetzt die Bebauung der "Magistralen" propagiert. Sprich das Vollklotzen an den 4 oder 6 Spurigen, an den Aus und Einfallstrassen wo teils noch kleinteiliger Wohnungsbau oder Werkstätten etc. stehen. Also ein fantastischer, "cuning plan" unserer lokalen Wirtschaftsweisen....


    Das alles vom gleichen Politestablishment das ungestraft der Hamburger Warburg Bank fast 50 Millionen Euro zuschanzen, bzw. verhindern das diese an die Steuerzahler zurück gezahlt werden müssen.


    Daher oder also nee, da müssten ganz andere Leute besucht werden. Aber da ist schließlich der Staatsschutz vor.

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind

  • Der Titel ist nicht richtig gewählt, besser: "Wer hat, soll auch schnell geben dürfen" und dann hätte der offene Brief https://kontrast.at/muessen-mi…re-steuern-zahlen-corona/ ständig vom "Band" laufen müssen oder so ähnlich.

    Ich find die Aktion gut und richtig.


    Frdl. Grüße

    Christiane

    Irgendwer wird zukünftig die Corona- Schulden tilgen müssen und realistisch betrachtet, werden im Kapitalismus es nicht die Superreichen sein, sondern die normalen Bürger, es sei denn, es gibt eine umfassende Revolution.

  • Irgendwer wird zukünftig die Corona- Schulden tilgen müssen und realistisch betrachtet, werden im Kapitalismus es nicht die Superreichen sein, sondern die normalen Bürger, es sei denn, es gibt eine umfassende Revolution.

    Das Geld, das von der Bundesregierung wegen Corona locker gemacht wurde, ist in der Regel dem normalen Bürger zugute gekommen und nicht nur ein paar Superreichen.

  • Irgendwer wird zukünftig die Corona- Schulden tilgen müssen und realistisch betrachtet, werden im Kapitalismus es nicht die Superreichen sein, sondern die normalen Bürger, es sei denn, es gibt eine umfassende Revolution.

    Volkswirtschaftlich betrachtet können viele normale Bürger/innen die Kosten der Pandemie nicht stemmen, weder jetzt noch morgen oder übermorgen. Und inzwischen dürften fast alle dieser Bürger/innen den Kanal gestrichen von der Vollkaskomentalität voll haben, die Politik und Bonzen seit Jahrzehnten zunehmend in diesem verstrahlten Deutschland beweisen. Ein paar Dumme, die sich für jeden Mist verantwortlich machen lassen, gibt es immer, aber angesichts der aktuellen Pandemie sollte den meisten Menschen klar geworden sein, wie schräg ungerecht die Verteilung in diesem Land läuft.


    Die Hoffnung auf eine umfassende Revolution in Deutschland erinnert zwar an das Warten auf Godot, aber eine umfassende Änderung der Politik wird kommen, ganz einfach weil sie kommen muss. Das Fass ist voll.

  • Das Geld, das von der Bundesregierung wegen Corona locker gemacht wurde, ist in der Regel dem normalen Bürger zugute gekommen und nicht nur ein paar Superreichen.

    Das sehe ich als eine sehr gewagte Behauptung. Ich habe außer wenigen Euros Mehrwertsteuerersparnis nichts von dem Milliardensegen, von dem wie schon oft gehabt Großkonzerne sich die fetten Scheiben abschneiden während kleine Klitschen den Untergang proben dürfen. Ich bin dem zur Folge auf Grund meiner Nicht-Vermögend-Situation auch nicht bereit mehr als maximal diese paar Euros in Zukunft zu stiften, die ich zunächst gespart und längst für Masken und Desinfektionsmittel (auch wenn das immer das preiswerte Angebot war) ausgegeben habe.


    "Mer gebbet nix."


    Die reichen Schweine sind dran, denn die haben es,

    weil sie uns seit Jahrzehnten in diesem deutschen Saustall ausbeuten können.

  • Tja, anstatt nur an dich selbst zu denken (offensichtlich hattest du zumindest keine Nachteile oder Verluste durch die Coronakrise), solltest du mal über den Tellerrand schauen. Verlängerung und Erhöhung des Kurzarbeitergeldes und Hilfen für Unternehmen, um Arbeitsplätze und Einkommen zu sichern. Hilfen für Familien. Die Finanzierung des durch Corona beanspruchten Gesundheitswesens, Entwicklung eines Impfstoffes und und und von daher ....

  • Tja, anstatt nur an dich selbst zu denken (offensichtlich hattest du zumindest keine Nachteile oder Verluste durch die Coronakrise), solltest du mal über den Tellerrand schauen. Verlängerung und Erhöhung des Kurzarbeitergeldes und Hilfen für Unternehmen, um Arbeitsplätze und Einkommen zu sichern. Hilfen für Familien. Die Finanzierung des durch Corona beanspruchten Gesundheitswesens, Entwicklung eines Impfstoffes und und und von daher ....

    Deine Behauptung, dass ich nu r an mich selbst denken würde, sehe ich als miese Unterstellung. Weise mir erst einmal nach, wo wo ein verhalten an den Tag legen würde, dass deine Unterstellung belegen könnte. Bin gespannt.


    Ich hatte bisher keine entscheidenden Nachteile oder Verluste durch die Coronakrise, muss aber wegen meinem Papa, der zur Hauptrisikogruppe gehört, schwer aufpassen und würde das auch sonst so machen um andere nicht zu gefährden. Ich habe nämlich durchaus einen Weitblick, den du mir frech und überheblich abzusprechen suchst.


    Kommen wir zu den von dir benannten Momenten wie Verlängerung und Erhöhung des Kurzarbeitergeldes und Hilfen für Unternehmen, um Arbeitsplätze und Einkommen zu sichern.


    Dass die Milliarden an die Lufthansa und die Autoindustrie Arbeitsplätze und Einkommen sichern würden, kann glauben wer die nötige Naivität dafür mitbringt. Die Lufthansa wird sich in der Kriese staatlich subventioniert gesund schrumpfen und 22.000 Stellen abbauen. Die Hilfen für Familien halten sich mit 300 Euro pro Kind in sehr überschaubaren Grenzen, .die Menschen mit ALG 2 und H 4 spielen für die Politik wie die armen Teufel in Moria keine Rolle. Und von der Finanzierung des durch Corona beanspruchten Gesundheitswesens sowie die Entwicklung eines Impfstoffes profitiert (wie im kapitalistischen Gesundheitswesen üblich) die Privatwirtschaft.


    Dass dieser Staat bzw. dessen Politik in der Krise wirklich an alle denken würde kann nur glauben, der keine Ahnung hat. Der oder die dürfen auch gerne zahlen. Ich warne aber, Ahnungslosigkeit kann ganz schön teuer kommen.

  • Und weil nun deiner Meinung nach immer die Falschen profitieren, also die bösen Kapitalisten, was nu? Soll der Staat kein Kurzarbeitergeld zahlen, es nicht erhöhen und verlängern? Keinen Impfstoff entwickeln? Nicht die Behandlungskapazitäten erhöhen? Soll der Staat auf seiner Knete sitzen und zusehen, wie alles den Bach runtergeht (was ja vielleicht eh passiert)? Erzähl mal.

  • Und weil nun deiner Meinung nach immer die Falschen profitieren, also die bösen Kapitalisten, was nu? Soll der Staat kein Kurzarbeitergeld zahlen, es nicht erhöhen und verlängern? Keinen Impfstoff entwickeln? Nicht die Behandlungskapazitäten erhöhen? Soll der Staat auf seiner Knete sitzen und zusehen, wie alles den Bach runtergeht (was ja vielleicht eh passiert)? Erzähl mall


    Warm verzeichnest du was ich schrieb bzw. versuchst das?


    Ich sehe deinen Beitrag als extrem wenig konstruktiv.


    a) Wo habe ich behauptet, dass "immer" die Falschen profitieren?

    b) Die Frage, ob der Staat kein Kurzarbeitergeld zahlen bzw. nicht erhöhen und verlängern soll, sehe ich als polemisch und bezugslos zu dem was ich schrieb. Wo habe ich das Kurzarbeitergeld kritisiert?

    c) Wie kommst du dazu, aus meiner Kritik an den privatwirtschaftlichen Interessen bezogen auf einen künftigen Impfstoff die Hypothese zu entwickeln, dass ich gegen die Entwicklung eines solchen Stoffs wäre?

    d) Besonders dumm und zynisch sehe ich die Unterstellung, dass meine Politik dahin gehen könne, dass der Staat auf "seiner Knete" sitzen bleiben und zusehen soll, wie alles den Bach runtergeht.


    Schon mal daran gedacht, dass dieser Staat gar nicht auf einer Knete sitzen bleiben kann, die er gar nicht hat?


    Wie kommst du dazu, dass es anstelle der aktuellen Politik es nur diese strunzdummen Alternativen gäbe?


    Schon mal daran gedacht, dass es neben der Version nichts machen und der Version vieles unsozial zu machen auch die Version geben könnte es sozial gerecht zu versuchen?


    Bevor ich Bock bekommen könnte deine polemischen Traumwelten aufzuhellen, knips bitte erst mal selber das Licht an. Im Gegensatz zu den maßlos überbezahlten Dilettanten im Reichstag bekomme ich nämlich keinen Cent und sehe nicht ein, dass ich das simpelste 1x1 der Volkswirtschaft Leuten erkläre, die simpelste Dinge nicht erkennen wollen.

  • Die reichen Schweine sind dran, denn die haben es,

    weil sie uns seit Jahrzehnten in diesem deutschen Saustall ausbeuten können.

    Ich weiß nicht, warum du alles immer wieder so negativ siehst. Meist ist jeder für seine Situation selbst mitverantwortlich. Bei allem was man in unserem Staat zu Recht zu kritisieren kann, sind die Reichen nicht generell Schweine und Deutschland ist auch kein Saustall; sondern ein Land in dem Milch und Honig fließt! Ich zahle gerne hohe Steuern und Abgaben, für jene, die es in unserem Land nötig haben.


    Nenne mir die Länder in denen es den Menschen in prekären Situationen besser geht als bei uns?

  • ...

    Nenne mir die Länder in denen es den Menschen in prekären Situationen besser geht als bei uns?

    Hier in diesem Thread ging es vor allem um die Möglichkeit/Bereitschaft, sich finanziell einzubringen, um prekäre Situationen zu vermeiden. Corona ist der Auslöser dazu, sollte aber generell angedacht werden. M. E.

    Und Herr Scholz (wenn ich richtig gelesen habe) überlegt gerade öffentlich, ab 200.000,-- Euro Monatseinkommen "Aufschläge" zu erheben. Wäre ein Modell.


    Frdl. Grüße

    Christiane

  • […] Herr Scholz (wenn ich richtig gelesen habe) überlegt gerade öffentlich, ab 200.000,-- Euro Monatseinkommen "Aufschläge" zu erheben. […]

    Das ist natürlich reiner Populismus, denn wer 2,4 Mio jährliches Einkommen bezieht, finde mit Sicherheit Möglichkeiten, durch gegenzurechnende Verluste etc. sein zu versteuerndes Einkommen unter diese magische Grenze zu drücken… und die deutsche Neidgesellschaft hält ja schon jeden für filthy rich, der das Doppelte des gesetzlichen Mindestlohns einstreicht, unabhängig davon, wie viel er dafür tatsächlich leistet. Und das Tollste an BuFinM Scholz' Rechnung ist, dass bei der Einkommensgrenze auch die ganzen Zusatzverdienste seiner Kollegen im Bundestag garantiert drunter bleiben…

  • wer 2,4 Mio jährliches Einkommen bezieht, finde mit Sicherheit Möglichkeiten, durch gegenzurechnende Verluste etc. sein zu versteuerndes Einkommen unter diese magische Grenze zu drücken…

    und die deutsche Neidgesellschaft hält ja schon jeden für filthy rich, der das Doppelte des gesetzlichen Mindestlohns einstreicht, unabhängig davon, wie viel er dafür tatsächlich leistet

    Auch das ist reiner Populismus.


    Aber wahrscheinlich hast du Recht. Es gab 2016 (aktuellere Zahlen gibt es nicht) gut 300.000 Steuerpflichtige, die mehr als 250.000 Euro Jahreseinkommen hatten, insgesamt rund 175 Mrd. Euro. Die Steuerzahlungen dieser Personengruppe lagen bei insgesamt rund 60 Mrd. Euro. Pro Prozent Erhöhung des Spitzensteuersatzes dürften grob gerechnet 1,5 - 2 Mrd. Euro Mehreinnahmen zu verzeichnen sein. Das ist jetzt nicht wahnsinnig viel. Gleichwohl gab es natürlich sofort Geschrei von CDU/CSU und FDP. :)

  • Ich weiß nicht, warum du alles immer wieder so negativ siehst.

    Das könnte daran liegen, dass du von den Problemen nicht betroffen bist, die ich beschreibe.


    Zitat

    Meist ist jeder für seine Situation selbst mitverantwortlich. Bei allem was man in unserem Staat zu Recht zu kritisieren kann, sind die Reichen nicht generell Schweine und Deutschland ist auch kein Saustall; sondern ein Land in dem Milch und Honig fließt! Ich zahle gerne hohe Steuern und Abgaben, für jene, die es in unserem Land nötig haben.

    Ich würde Menschen in gewisser Weise für ihre jeweilige Situation mitverantwortlich sehen, aber diese Aussage ist erst einmal unkonkret und sagt noch nichts über den Grad einer solchen Mitverantwortung aus. Und für die Bildung einer menschenverachtenden Einkommensungerechtigkeit sind in den seltensten Fällen die davon negativ betroffenen Menschen zuständig.


    Was können die Textilarbeiterinnen in Bangladesch dafür, dass sie schamlos ausgebeutet werden?


    Was können die Menschen, welche in Deutschland für ihre oft systemrelevante Arbeit unterbezahlt werden, denn bitte sehr dafür, dass auch sie de facto in diesem eigentlich stinkreichen Land ausgebeutet werden?


    Deutschland ist ein Land in dem nur für die Ober- und die oberen Teile der Mittelschicht Milch und Honig fließen, der größer werdende Rest geht vergleichsweise leer bis sehr leer aus - siehe die Arbeitssklaven beim Oberausbeuterschwein Tönnies. Im Fall von Tönnies (und nicht nur da) kommt deutlich zum Ausdruck, dass Deutschland einen satten Saustall abgibt. Dein Gejubel geht also schwer an der Realität vorbei, was aber nur sehr typisch für Menschen mit einem meist sehr hohen Einkommen ist. Die wollen meist nicht wissen wie sehr ungerecht es in diesem Land und erst satt ungerecht es in der Welt zugeht und was diese Ungerechtigkeiten mit ihrem Staus zu tun haben könnte. Dieses Motiv könnte auch deine Aversion gegen die Fluchthilfe erklären:


    Auch du willst nicht wissen, dass bzw. wie sehr viel beschämende Armut es in der Welt gibt und was das mit deinem Wohlstand zu tun haben könnte.


    Dabei könnte jede/r erkennen: Im Kapitalismus gilt grundsätzlich das Motto, dass Menschen mit Hilfe ihres monetären Kaptals weiteres Kapital generieren können und das auf eine teils derart dynamische Art und Weise, so dass diese Menschen ohne eigentliche Arbeit reich, superreich und absurd super-superreich werden können.


    Das letztere ist systembedingt nur wenigen Nasen vorbehalten. Das führt dann dazu, dass z.B. 8% der Weltbevölkerung rund 80% aller weltweiten Vermögenwerte besitzen. Was das für dien Rest der Weltbevölkerung bedeutet kann an Hand einfachen Berechnungen ausgeführt werden:


    Fiktiv:


    100% Weltbevölkerung :100 Vermögenwerte wären 1% Vermögenwert pro 1% Weltbevölkerung. Da könnte jeder Mensch gut leben.


    Real:


    a) 80 % Vermögenwerte : 8% Weltbevölkerung

    = 10% Vermögenwert pro 1% dieser 8 % der Weltbevölkerung


    b) 20% Vermögenwert : 92% Weltbevölkerung

    = 0, 29% Vermögenwerte pro 1% dieser 92 % der Weltbevölkerung


    Ein jeder Mensch der reicheren 8% der Weltbevölkerung besitzt also in einer ersten oberflächlichen Betrachtung durchschnittlich rund 34 Mal so viel wie ein Mensch der übrigen 92% Weltbevölkerung.


    Da die Durchschnittsbildung hier aber für den Popo taugt, kommen die eigentlich perversen weltweit bestehenden Eigentumsverhätnisse und die damit verbundenen Gegensätze erst in einer etwas differenzierter angelegten Betrachtung zum Ausdruck.


    Denn die reicheren 8% der Weltbevölkerung sind genauso wenig durchschnittlich reich wie die übrigen 92% durchschnittlich weniger reich bzw. arm wären. Richtig deutlich wird das in der Betrachtung, dass die 66 reichsten Menschen in etwa soviel wie die ärmere Hälfte der Menschheit. also rund 3,6 Mrd. Menschen besitzen.


    3.600.000.000 : 66 = 54.546.000


    Das bedeutet, dass ein jeder dieser 66 reichsten Menschen 54.546.000 Mal soviel wie ein armer Teufel aus der ärmeren Hälfte der Menschheit besitzt. Während diese armen Teufel pro Nase teils mit etwa 2 US-Dollar am Tag auskommen müssen (und damit nicht auskommen können) fahren die 66 reichsten Menschen pro gepuderten Näschen dann rund mindestens 109.920.000 US-Dollar am Tag ein.


    Das brauchen die hinten und vorne nicht und kann sich keiner von denen wirklich erarbeiten. 99,999 % des alltäglichen Kapitalzuwachs dieser Superreichen wird von den ärmeren Teilen der Weltbevölkerung erarbeitet bzw. geht auf Kosten von Mensch, Tier und Natur.


    Der unregulierte Kapitalismus bedeutet Armut und teils übles Elend für die meisten Menschen damit wenige Idioten einen Reichtum abfeiern können, mit dem diese Idioten nichts anzufangen wissen. Wer da als kleiner Fisch dieses System artig mit bejubelt, dem ist nicht mehr zu helfen.


    Zitat


    Nenne mir die Länder in denen es den Menschen in prekären Situationen besser geht als bei uns?


    Du versuchst mit dieser nutzlosen Frage die Armut von Menschen in klassisch ärmeren Ländern gegen die Armut in Deutschland auszuspielen. Du übersiehst dabei, dass Menschen sich sehr wohl mit der Situation von besser gestellten Menschen vergleichen und dass das eigentlich fast jede/r macht. Die Flüchtlinge wollen so leben wie der deutsche Otto Normalverbraucher und der will auch nicht leer im Vergleich zu Nasen ausgehen, die nicht fleißiger oder klüger sind als er selber sind. Dass eine Pfeife wie der unfähigste Verkehrsminister der Welt namens Andreas Scheuer rechtswidrig rund 700 Mio. € für die vergeigte PKW-Mait versemmeln darf und satte 22 000 Euro Ministergehalt jeden Monat einsackt, während die Krankpflegerin selbst in Zeiten der aktuellen Pandemie auf nicht mal auf ein Siebtel im Gehalt kommt, beweist in was für einer verschissenen Bananenrepublik wir leben, nur mit dem Unterschied, dass hier keine Bananen wachsen und die Deutschen eher so verklemmt wie das hiesige Wetter sind.

  • A[…] Es gab 2016 (aktuellere Zahlen gibt es nicht) gut 300.000 Steuerpflichtige, die mehr als 250.000 Euro Jahreseinkommen hatten, […]

    Na, wenn schon die fliehen… Meinungsbaum schrieb übrigens von 200.000,- Monatseinkommen, und so ein Jahr weist üblicherweise glatt ein Dutzend Monate auf… das Gros der Steuerflüchtlinge scheint also nur etwa ein Zehntel der Scholz'schein Sonderabzuugs_einkommensuntergrenze zu erreichen. Und wenn die schon auf den Bahamas sitzen, wird er bei niemandem 'was Abzugsfähiges vorfinden…

  • Meinungsbaum schrieb

    Zitat

    Herr Scholz (wenn ich richtig gelesen habe) überlegt gerade öffentlich, ab 200.000,-- Euro Monatseinkommen "Aufschläge" zu erheben.

    Ich habe nicht gelesen, dass Herr Scholz sich schon so konkret geäußert hat. Ich habe einfach mal versucht abzuschätzen, was die Erhöhung des Spitzensteuersatzes bringen könnte.

    Aber dass ein Jahr 12 Monate hat - vielen Dank, darauf wäre ich jetzt nicht gekommen.