• Ich bitte um Entschuldigung.

    Vielleicht bin ich zu nahe dran an den Geschehnissen in Halle/Saale.

    Schließlich bin ich Mansfelder und habe ca. 20 jahre, nach der "Wende" in Halle gearbeitet.

    Ich kenne die Räumlichkeiten, Straßen und Orte in denen dieser Terrorakt geschehen ist.

    Der Terrorist kam aus dem Mansfelder Land.


    Fakt ist, dass der Täter erreicht hat was er wollte:

    Aufmerksamkeit insgesamt und Bewunderung bei Gleichgesinnten.

    Selbst während der Gerichtsverhandlung kann er sich oft ein Grinsen nicht verkneifen.

    Ich gehe also davon aus, dass das Geschöpf wahllos und mit Freude tötete, um nicht zu sagen: aus Spaß.

    Das ist krank, so wird behauptet. Doch ist das wirklich Geisteskrank?

    Eine Bestätigung dieser Diagnose würde diesem sogar Knast ersparen und ein lockeres betreutes Wohnen im Heim ermöglichen.


    Die Todesstrafe ist unvereinbar mit den Menschenrechten.

    Jedoch, ist dieses Geschöpf ein Mensch?


    Ich bin für die Wiedereinführung der Todesstrafe!

  • Deine Naehe an den Geschehnissen mag deinen Wunsch fuer die Wiedereinfuehrung der Todesstrafe erklaeren, grimmstone.

    Es gibt viele Gruende, die dagegen sprechen.

    Nur mal drei Fragen:


    Gibt des einen Beweis dafuer, dass die Todesstrafe eine abschreckendere Wirkung hat als andere Strafmassnahmen?

    Nein!

    Bringt sie den Familien der Opfer Gerechtigkeit?

    Nein!

    Gibt es eine Justiz, die vor Irrtuemern gefeit ist?

    Nein!


    Sag es, wenn du es besser weisst.

  • Der Tod ist kein Strafe im Sinn des Wortes, er beendet nur das Leben eines Menschen.

    Weder hat sie Abschreckende Wirkung, noch hilft sie, etwas aus dem Fehlverhalten zu lernen.


    Ja, solch Typen sind für eine zivilisierte Gesellschaft das pure Gift und nicht akzeptabel.


    Eine wirkliche Strafe bedeutet für mich, dass der Betroffene sich selbst erkennt und merkt, dass er schlicht Mist gebaut hat. Ihm muß bewußt werden, dass seine Tat von der Mehrheit strikt abgelehnt wird.

    Im Fall eines Mordes würde ich einen Menschen nie wieder in Freiheit kommen lassen. Der Rest seines Lebens sollte aus der Einhaltung sehr strenger Regeln bestehen und aus sehr viel Arbeit, die natürlich körperlich anstrengend ist. .....so das Prinzip Steinbruch...

    Jeder Cent, der aus dieser Tätigkeit resultiert, sollte ausschließlich den Opfern/Hinterbliebenen zu Gute kommen.


    Legitimiert das Rechtssystem das töten eines Menschen, dann ist es nicht besser, als die Mörder selbst.


    ....my 2 cent...

  • Deine Naehe an den Geschehnissen mag deinen Wunsch fuer die Wiedereinfuehrung der Todesstrafe erklaeren, grimmstone.

    Auch ich habe 30 Jahre in der Gegend gewohnt. Ich kenne die Mentalität der Menschen.

    Ich bin aber auch für das Mansfelder Land ein Zugezogener. Ja, dort gibt es schon echt abschreckende Beispiele. Aber die gibt es in jeder Ecke Deutschlands. Jetzt nach gut 15 Jahren Sachsen muß ich aber gestehen, dass mir 10 simple Mansfelder immer noch lieber sind, als ein Dunkelsachse. ;)


    Trotzdem bin ich nicht der gleichen Meinung. Aber das mag halt daran liegen, dass ich kein "Mansfelder Grubenmuckel" bin.


    ...nix für ungut, Grimmi.


    mfg

  • Nein zur Todesstrafe. Hinrichtung ist geplanter Mord und die Justiz begibt sich auf das Niveau des Hinzurichteten.

    Mehr muss ich dazu wohl nicht schreiben.

    Verschaerfte Haftbedingungen sind haertere Strafen. Breivik geht es im Knast dreckig, saudreckig. Das waere ihm mit der Todesstrafe erspart geblieben.

  • Bringt sie den Familien der Opfer Gerechtigkeit?

    Nein!

    Vielleicht doch. In Bezug auf Rache.



    Der Tod ist kein Strafe im Sinn des Wortes, er beendet nur das Leben eines Menschen.

    Weder hat sie Abschreckende Wirkung, noch hilft sie, etwas aus dem Fehlverhalten zu lernen.

    Aus der Sicht der Hinterbliebenen ist das viel zu sehr auf den Täter bezogen.



    Verschaerfte Haftbedingungen sind haertere Strafen. Breivik geht es im Knast dreckig, saudreckig. Das waere ihm mit der Todesstrafe erspart geblieben.

    Ich stimme Dir zu und empfände einen dreckigen Kerker in dem der Mörder sich keine Sekunde wohlfühlen kann bis er den Löffel abgibt, als angemessene Strafe.


    Wenn aber zum Beispiel der Mörder eines meiner Kinder mir nach 15 Jahren irgendwo begegnen würde, wüsste ich nicht was ich täte, aber es würde wenigstens sehr weh tun...


    Es braucht mir keiner zu erzählen, dass in einem Mordprozess im Rechtsstaat nicht um Rache geht. Das weiß ich selbst. Aber dieses ohnmächtige Gefühl und der Hass auf den Täter braucht bei den Hinterbliebenen ein Ventil. Das wird aus meiner Sicht zu wenig berücksichtigt. Und die Entschädigung auch. Wenn ein Täter schon überlebt, dann soll er wenigstens für die Hinterbliebenen arbeiten. Wie ein Sklave und mindestens zwanzig Jahre. Ich würde noch einen Unterschied zu einem Mord im Streit oder Affekt machen, aber alle diejenigen, die aus perverser, sexueller Lust oder einfach so im Vorbeigehen jemanden ausknipsen, die soll es wenigsten besonders hart treffen.

  • Ich stimme Dir zu und empfände einen dreckigen Kerker in dem der Mörder sich keine Sekunde wohlfühlen kann bis er den Löffel abgibt, als angemessene Strafe.

    Da ist die Sache mit dem Rechtsstaat. Breivik hat eine saubere Zelle. Man faehrt die Psycho -Tour. Islolationhaft, 1 Fernsehkanal ( den, den er meisten hasst, also "Luegenpresse") und auch sonst bekommt er das serviert was er hasst. Man wird ihm auch taeglich auf's Brot schmieren welch ein Looser er ist. Schaetze auch, dass er meist eine Waerterin hat, Breivik ist Frauenhasser. Erniedrigung auf die feine Tour.

  • Todesstrafe?? Nein!!

    Es gibt hinlänglich Beispiele für unschuldig Verurteilte und Hingerichtete,deratiges ist nicht zu reparieren.

    Eine strenge Haft,von mir aus auch am Rande der Menschlichkeit,ohne Chance auf Entlassung-damit wäre ich einverstanden.Das hielte den Weg offen für Leute,deren Unschuld sich erst nach Prozessende herausstellte.Und dafür dann eine wirklich angemessene Entschädigung,sollte sich die Unschuld herausstellen.

  • Zitat

    Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

    Art 1

    (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

    (2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

    Dieser Artikel gilt auch für die übelsten Gewalttäter, Vergewaltiger, Päderasten und Mörder. Und somit wird aus sämtlichen Phantasien über dreckige Zellen, Zwangsarbeit im Steinbruch und ähnliches wohl nichts werden.

    „Fürchte nicht menschlich zu sein, fürchte, nicht menschlich zu sein.“

    (Manfred Hinrich)


  • Übel Phantasien sind entlastend, selbst wenn man weiß, dass es aus guten Gründen dazu nicht kommen wird.


    In Sachen Halle muss ich mal was loswerden: Die derzeitigen Gedenkfeiern sind irgendwie schräg, denn sie gelten denen, die gar keinen Schaden davongetragen haben außer einer kaputten Tür. Die wahren Opfer werden immer nur nebenbei erwähnt, ohne Namen, ohne Vita - Zufallsopfer halt.

    Der Mörder war einer, dem es ganz wurscht war, wen er umbringt, er dachte aber, beim Mord an Juden wird er in gewissen Kreisen bejubelt. Nun ist das nicht gelungen, aber irgendwen wird man doch mal umbringen können - also ersatzweise zwei Menschen, die er eigentlich nicht meinte, die aber herhalten mussten. Und die haben nicht nur ihr Leben verloren, sondern auch ihre Bedeutung. Bedeutung hat nur die Gemeinde, an die der Mörder nicht herankam. Irgendwie stört mich das.



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • Dieser Artikel gilt auch für die übelsten Gewalttäter, Vergewaltiger, Päderasten und Mörder. Und somit wird aus sämtlichen Phantasien über dreckige Zellen, Zwangsarbeit im Steinbruch und ähnliches wohl nichts werden.

    Was auch der Papst Franziskus in seiner neuesten Enzyklika "Fratello Tutti" erneut herausgearbeitet hat.

  • Übel Phantasien sind entlastend, selbst wenn man weiß, dass es aus guten Gründen dazu nicht kommen wird.


    In Sachen Halle muss ich mal was loswerden: Die derzeitigen Gedenkfeiern sind irgendwie schräg, denn sie gelten denen, die gar keinen Schaden davongetragen haben außer einer kaputten Tür. Die wahren Opfer werden immer nur nebenbei erwähnt, ohne Namen, ohne Vita - Zufallsopfer halt.

    Der Mörder war einer, dem es ganz wurscht war, wen er umbringt, er dachte aber, beim Mord an Juden wird er in gewissen Kreisen bejubelt. Nun ist das nicht gelungen, aber irgendwen wird man doch mal umbringen können - also ersatzweise zwei Menschen, die er eigentlich nicht meinte, die aber herhalten mussten. Und die haben nicht nur ihr Leben verloren, sondern auch ihre Bedeutung. Bedeutung hat nur die Gemeinde, an die der Mörder nicht herankam. Irgendwie stört mich das.

    Ein vollkommen verblendeter Irrer, der leider mit seiner Tat viel zu viel Aufmerksamkeit erregt hat, so dass eventuell wieder Irre glauben können mit ähnlichen Taten die Öffentlichkeit zu schockieren und die Gerichte zu beschäftigen.

  • Aus der Sicht der Hinterbliebenen ist das viel zu sehr auf den Täter bezogen.

    Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, wie du das meinst aber ich meinte mit "etwas draus lernen" auch jene, die planen in Zukunft ml etwas ähnliches zu tun. Das schafft nicht mal die Todesstrafe, denn sonst gäbe es ja nicht so viele, die eine Straftat begehen, die in einer solchen mündet.


    Und was die Hinterbliebenen betrifft, so sollte man hier darauf achten, dass solch Straftat nicht emotionalisiert wird. Also sowas wie Rachegedanken sind bei einer sachlich neutralen Justiz nicht hilfreich.

    Der Gedanke, dass sich der Delinquent damit abfinden muß, dass sein Leben die Hölle sein wird, welches er ab Urteil leben muß, sollte genug sein.


    mfg

  • Der Gedanke, dass sich der Delinquent damit abfinden muß, dass sein Leben die Hölle sein wird, welches er ab Urteil leben muß, sollte genug sein.

    Das ist leider zu wenig....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....



  • Du sollstest Strafrecht nicht mit Rache verwechseln.

    Was ist Strafrecht dann sonst?? Die Geschichte mit der Resozialisierung ist genauso haltlos wie die mit der abschreckenden Wirkung einer -wie auch immer gearteten- Strafe.

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Eine Strafe, die insofern keinen Erfolg hat, als der Delinquent nie mehr beweisen kann, dass sie gewirkt hat, ist pure Rache. Damit erweist sich der Strafende als dem Täter charakterlich ebenbürtig. Lebenslanges Einsperren kann nur dem Zweck dienen, den Täter an weiteren Taten zu hindern.



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • Du sollstest Strafrecht nicht mit Rache verwechseln.

    Ist für mich the same....wenn es mich betreffen würde, will ich ausgleichende Gerechtigkeit...auch in Form von Rache, wenn man es so nenen will....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....