Mehr Helene Fischer im Radio ....

  • ....das fordert der Bundestagsabgeordnete Sepp Müller(CDU) aus Sachsen-Anhalt.

    „Ich denke Genossen, mit der Monotonie des Yeah, Yeah, Yeah und wie das alles heißt, ja, sollte man doch Schluss machen“ Walter Ulbricht


    Es hat nur 30 Jahre gebraucht, wieder in der DDR anzukommen. Sepp ist 31.

    Helene Fischer wurde übrigens in Krasnojarsk geboren.


    https://dubisthalle.de/mehr-he…quote-fuer-deutsche-musik

  • Die hier wollen sogar 50 %. https://www.backstagepro.de/th…der-2020-04-01-24qj3gR2h9


    Da wird eh nix draus, die ARD, also der Zusammenschluss der Rundfunkanstalten Deutschland meint, das ist Unsinn, weil Sendungen gegen den Publikumsgeschmack führen zum Abschalten. https://www.backstagepro.de/th…and-2020-04-07-NQJTXhX8VN

    Die Arbeitsgemeinschaft hat übersehen, dass sie selber für den Geschmack des Publikums verantwortlich zeichnet. Platt gesagt.


    Frdl. Güße

    Christiane

  • Herr Müller fordert das Senden von mindestens 40 % deutschsprachiger Musik.

    In der DDR war es Vorschrift, dass 60 % der gesendeten oder in Diskotheken bzw. von Bands bei Auftritten gespielten Musik aus der DDR und ihren sozialistischen Bruderländern stammen musste und 40 % der Musik aus dem kapitalistischen Ausland stammen durfte.

    Wer kann, entdecke den Unterschied und erkenne, dass 30 Jahre noch nicht ausgereicht haben, um wieder in der DDR anzukommen.

  • […] Welche Krise?

    Im erstgenannten Link, dem internationalen, ist eine interessante Grafik, die die stetige Schrumpfung des Verkaufs physischer Tonträger (LP, CD) recht deutlich belegt. Dass jetzt "Streaming" Wachstumsraten zeigt, nützt weder dem Einzelhandel - noch dem Rundfunk… und den Musikern letztlich ebensowenig, weil deren Liveauftritte von den Streamingabonnenten nicht unbedingt besucht werden… der Rundfunk ist mit der in den 1980er Jahren erfolgten Liberalisierung (und Vergabe privater Rundfunklizenzen) vom Nachrichten- und Informationsmedium zum "Begleitmedium" herabgewürdigt worden, das Streaming entwertet die Raumbeschallung und das hierfür präferierte Repertoire nochmals.


    Ähnlich erging es dem Fernsehen, das mit zu vielen Sendern, die immerhin anfänglich die Wiederholung vormals gern gesehener Filme und Serien übernahmen, den Reflex des raschen Wegschaltens ("zappen") schürten… dies führt auch dazu, dass Produzenten achtgeben müssen, dass innerhalb der Wahrnehmungsschwelle von etwa 3 Sekunden der Reiz, auf dem Sendeplatz zu verweilen, fortwährend vermittelt werden muss… das widerspricht natürlich jedem Handlungs- und Spannungsaufbau - und jeder kompositorischen Finesse. Musik funktioniert medial nur noch in kürzestmöglichen repetitiven Mustern. Der kürzlich verstorbene Herbert Feuerstein hatte es, noch als MAD-Redakteur, so ausgedrückt: "Wie wenn Du Mutti beim Staubsaugen zuhörst."

  • Du sprachst von der Krise der Musikindustrie und nicht der Krise des Einzelhandels. Und ob jemand eine CD bei Amazon bestellt oder herunterlädt, ist Jacke wie Hose.

    Raumbeschallung war der Rundfunk schon immer. Bei Streaming habe ich immerhin die Möglichkeit, mir mein Repertoire selbst auszusuchen. Und Streaming sorgte für einen Rückgang der illegalen Downloads.


    Die "Krise der Musikindustrie" ist nur eine Krise deines (und Feuersteins) Musikgeschmacks und von dir herbeigeredet.

  • Herr Müller fordert das Senden von mindestens 40 % deutschsprachiger Musik.

    In der DDR war es Vorschrift, dass 60 % der gesendeten oder in Diskotheken bzw. von Bands bei Auftritten gespielten Musik aus der DDR und ihren sozialistischen Bruderländern stammen musste und 40 % der Musik aus dem kapitalistischen Ausland stammen durfte.

    Wer kann, entdecke den Unterschied und erkenne, dass 30 Jahre noch nicht ausgereicht haben, um wieder in der DDR anzukommen.

    Jetzt weiss ich auch,was mir soo fehlt: der Lipsi!!

  • […] Die "Krise der Musikindustrie" ist nur eine Krise deines (und Feuersteins) Musikgeschmacks […]

    Auch die von Dir verlinkten Informationen wurde keinesfalls verschwiegen, dass dem angeblich gewinnträchtigen Jahr 2019 magere Jahre vorangegangen sind. Und Dein "Argument", des selbst-aussuchen-könnens des gespielten Repertoires beim Streaming verkennt, dass diese "Auswahl" nur die persönliche Filterblase festigt… Rundfunkredakteure wie John Peel oder Paul Baskerville vermochten es, ihre Hörer mit Neuerscheinungen bekanntzumachen, die sie sonst nie kennengelernt hätten.

    Ähnliches vollbringen Schallplattensammler - und der qualifizierte Einzelhandel, wenn man ihn denn bisweilen doch noch antreffen sollte… nur der physische Tonträger (das Album, in Einzelfällen vielleicht noch die einer Zeitschrift beigelegte Auswahl-CD) ist wirklich relevant, denn mit der Zahl der Streaming-Abonnements ist die Marktsättigung in absehbarer Zeit vorgegeben… und was will die Musikindustrie dann unternehmen?


    Aber Du entfernst das Gespräch wieder mal stark vom vorgegebenen Thema, denn das dreht sich doch um die Quote deutschsprachiger Musiktitel, die im konventionellen Rundfunk ausgestrahlt werden sollen - vor etwa vier Jahrzehnten sorgte der Überschwang der NDW schon für einen hohen Anteil nichtfremdsprachiger Musik on Air… aber derartige Moden sind rasch passé. Und de deutschsprachige Rap beispielsweise hatte letztes Jahr doch sogar die Preisverleihung des Echo zum Skandal umfunktioniert, und den Preis obsolet gemacht…


    In diesem Jahr ist der Schlager-Move wohl ausgefallen. Kein Wunder also, dass da einem Politiker eingefallen ist, dieser Spielart und ihrer wieder vermehrten Präsenz in den Rundfunkprogrammen eine Lanze zu brechen.

  • Aber Du entfernst das Gespräch wieder mal stark vom vorgegebenen Thema

    Du warst es, der irgendwas von "Krise der Musikindustrie" gelabert hat. Und dann noch Dinge völlig subjektiv darstellt. Warum schreibst du, "dass dem angeblich gewinnträchtigen Jahr 2019 magere Jahre vorangegangen sind" und nicht, "dass dem gewinnträchtigen Jahr 2019 angeblich magere Jahre vorangegangen sind"?

    Rundfunkredakteure wie John Peel oder Paul Baskerville vermochten es, ihre Hörer mit Neuerscheinungen bekanntzumachen, die sie sonst nie kennengelernt hätten.

    Ähnliches vollbringen Schallplattensammler

    Du willst damit sagen, Schallplattensammler sind grundsätzlich nicht in ihrer eigenen Filterblase gefangen, Streaming-Hörer aber ja? Albern.

  • Ich verstehe schon mal die Ausgangsforderung vom Herrn Müller nicht. Jetzt mal ausgehend von Sachsen und Rundfunk findet sich doch selbst im ÖR ein breites Angebot, welches (fast) jeden Musikgeschmack abdecken sollte. Und so DAB tatsächlich empfangen werden kann, wird es noch breiter und spezialisierter. Ich habe als Einzelner durchaus die tatsächliche Wahl, welche Musik ich hören möchte. Zwangsquoten machen das ja nicht besser. Sie zwingen Leute, Zeugs zu hören, was sie nicht hören wollen. Oder halt abzuschalten.

  • Ich verstehe schon mal die Ausgangsforderung vom Herrn Müller nicht. Jetzt mal ausgehend von Sachsen und Rundfunk findet sich doch selbst im ÖR ein breites Angebot, welches (fast) jeden Musikgeschmack abdecken sollte. Und so DAB tatsächlich empfangen werden kann, wird es noch breiter und spezialisierter. Ich habe als Einzelner durchaus die tatsächliche Wahl, welche Musik ich hören möchte. Zwangsquoten machen das ja nicht besser. Sie zwingen Leute, Zeugs zu hören, was sie nicht hören wollen. Oder halt abzuschalten.

    Sehe ich auch so. Und auch wenn ich es gern analog habe, ich neidisch auf diverse, riesige Plattensammlungen irgendwelcher Freunde schiele ist doch ein Fakt das ich dank Internetradio z.B. ein noch nie vorher dagewesendes Angebot geniesen kann. Da von konnten irgendwelche "Rundfunkredakteure" vor 25-35 Jahren nicht mal im Ansatz her von träumen.

  • […] Ich habe als Einzelner durchaus die tatsächliche Wahl, welche Musik ich hören möchte. […]

    Das schon. Funktionieren tut dies allerdings nur, wenn die von Dir bevorzugte Musik auf einem der von Dir zu empfangenen Kanäle ausgestrahlt wird… oder wenn das Radio ausgeschaltet bleibt, und Du eine Schallplatte auflegst…