Seelsorge und Religion in der Bundeswehr

  • Bezueglich Bundeswehr und ihre Oeffentlichkeitsarbeit - oder wie soll man es verstehen, dass es bald womoeglich mehr Rabbiner als juedische Soldaten gibt?

    Geplant sind zehn Rabbiner, dazu Bueros und weiteres Personal. Lt. taz sind 48 Dienstposten fuer das Militaerrabbinat vorgesehen. Die Gesamtkosten werden jahrlich auf etwa 4,67 Millionen Euro beziffert.


    Frau Ministerin Kramp-Karrenbauer und der Herr Vorsitzende des Zentralrats feierten letztes Jahr die Unterzeichnung dieses Vertrags als historisch.


    "10 Rabbiner für höchstens 50 meist säkulare jüdische Soldaten? Für einen Gottesdienst nach jüdischen Vorschriften braucht es mehr als zehn erwachsene Teilnehmer – an einem Standort."


    Was tatsaechlich gewuenscht wird, ganz gewiss nicht nur von juedischen Soldaten, interessiert Kramp-Karrenbauer, genau wie ihre Vorgaengerin von der Leyen, eher weniger, naemlich bessere Ausruestung.


    Die schaetzungsweise 3000 muslimische Soldaten bleiben vorerst ohne Seelsorger. Ich denke mal, das wird ihrem Seelenheil keinen Abbruch tun.


    https://taz.de/Militaerrabbiner-bei-der-Bundeswehr/!5719845/

  • Richtig religiös sind Soldaten sowieso nicht, denn dann würden sie die Ansage "Du sollst nicht töten!" ernst nehmen, die in ihren religiösen Schriften steht, und hätten einen anderen Job.


    Wie's im Judentum ist, weiß ich nicht. Aber der Islam erlaubt die Verteidigung mit Waffengewalt (wird leider oft falsch ausgelegt, von Terroristen und so). Das Christentum eher nicht so. Da soll man seinen Feind lieben und die andere Wange auch noch hinhalten. :(

    Frag nicht, was dein Land für dich tun kann.

    Frag, was du gegen die AfD tun kannst!

  • Richtig religiös sind Soldaten sowieso nicht, denn dann würden sie die Ansage "Du sollst nicht töten!" ernst nehmen, die in ihren religiösen Schriften steht, und hätten einen anderen Job.


    Wie's im Judentum ist, weiß ich nicht. Aber der Islam erlaubt die Verteidigung mit Waffengewalt (wird leider oft falsch ausgelegt, von Terroristen und so). Das Christentum eher nicht so. Da soll man seinen Feind lieben und die andere Wange auch noch hinhalten. :(

    Die Wange hinhalten - wie im Ersten und Zweiten Weltkrieg.

    Das Christentum erlaubt keine Waffengewalt zur Verteidigung? . Vom Islam scheinst du viel zu wissen, vom Judentum willst du nichts wissen, oder tust du nur so?

    Selten so viel Bullshit gelesen.

  • Das Christentum erlaubt keine Waffengewalt zur Verteidigung?

    Sofern die Sprüche des Nazareners noch Geltung haben, ist den Christen absoluter Pazifismus geboten. Dass die sich oft nicht daran halten, ist ein anderes Thema. Das Christentum ist so extrem weltfremd, dass Christen quasi gezwungen sind dagegen zu verstoßen.

    Frag nicht, was dein Land für dich tun kann.

    Frag, was du gegen die AfD tun kannst!

  • Mag sein, ich werde mir ueber keine Religion ein Urteil anmassen. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass Juden, Christen und Muslime allesamt gegen die Grundsaetze ihrer Religion verstossen - aus dem einen Grunde, weil sie Menschen sind.

  • BTW, dass der Islam wehrhaft ist, liegt an seiner Geschichte. Mohammed selber war ein großer Feldherr, der viele Schlachten siegreich geschlagen hat.


    Aber er war lange nicht der einzige. Die restliche Geschichte des Islams ist voller Kriegshelden:

    https://en.wikipedia.org/wiki/…f_Muslim_military_leaders

    Im Westen kennt man von diesen Leuten, bis auf Salahuddin Ayyubi und Khalid ibn Walid, wohl kaum einen.


    Die jüdische Geschichte ist IMHO weniger militärbezogen. Sie hatten damals Zoff mit einem Pharao aus Ägypten, aber sie sind geflohen und haben sich nicht gewehrt. Erst mit der Staatsgründung des neuzeitlichen Israels fanden auch die Juden, dass es manchmal besser ist zu kämpfen.

    Frag nicht, was dein Land für dich tun kann.

    Frag, was du gegen die AfD tun kannst!

  • Ich ueberlasse die Belehrung ueber den Islam lieber studierten Islamwissenschaftlern als wikipedia. Der Prophet wurde in eine kriegerische Zeit hinein geboren und auch deswegen sollte man den Koran im historischen Kontext verstehen.

    Ausserdem interessiert mich viel mehr das Leben und Wirken der Anhaenger der verschiedenen Religionsgemeinschaften und da sehe ich unter der Christenheit wenig, dessen sie sich ruehmen kann.

  • ... Die jüdische Geschichte ist IMHO weniger militärbezogen. Sie hatten damals Zoff mit einem Pharao aus Ägypten, aber sie sind geflohen und haben sich nicht gewehrt. Erst mit der Staatsgründung des neuzeitlichen Israels fanden auch die Juden, dass es manchmal besser ist zu kämpfen.

    Du solltest mal nachlesen, wie die Juden sich in den Besitz ihres "von Gott versprochenen" neuen Landes gebracht haben, nachdem sie aus Ägypten geflohen sind.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Landnahme_der_Israeliten

    „Fürchte nicht menschlich zu sein, fürchte, nicht menschlich zu sein.“

    (Manfred Hinrich)


  • Der Prophet wurde in eine kriegerische Zeit hinein geboren und auch deswegen sollte man den Koran im historischen Kontext verstehen.

    So schaut es aus. Mohammed hat auch viel Gutes getan, zB. den Status der Frauen aufgewertet und den Anstoß zur Abschaffung der Sklaverei gegeben. Er hat die arabischen Stämme vereint und damit den Beginn eines Weltreichs begründet. Er war irgendwie schon ein Genie.

    Frag nicht, was dein Land für dich tun kann.

    Frag, was du gegen die AfD tun kannst!

  • Du solltest mal nachlesen, wie die Juden sich in den Besitz ihres "von Gott versprochenen" neuen Landes gebracht haben, nachdem sie aus Ägypten geflohen sind.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Landnahme_der_Israeliten

    Danke für den Hinweis! Die jüdische Geschichte hat mich bisher wenig interessiert. Da habe ich noch viele Wissenslücken zu füllen. :)

    Frag nicht, was dein Land für dich tun kann.

    Frag, was du gegen die AfD tun kannst!

  • Du solltest mal nachlesen, wie die Juden sich in den Besitz ihres "von Gott versprochenen" neuen Landes gebracht haben, nachdem sie aus Ägypten geflohen sind.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Landnahme_der_Israeliten

    Wohl wahr. Das war ein einziger und sehr blutiger Eroberungskrieg. Allein schon die Vollstreckung des von Gott befohlenen "Bannes". Den Bann vollstrecken hieß, ein feindliches Volk kommplett auszulöschen, alles zu töten. Männer, Frauen, Kinder, Säuglinge, Haus- und Nutztiere. Lupenreiner Genozid auf Gottes Befehl.

  • In dem von dir verlinkten Artikel, steht ja auch das Folgende, was sicherlich nicht verkehrt ist:


    Zitat

    Wenn es der Bundeswehr nicht um die Interessen jüdischer Soldaten geht, worum dann? Laut dem Zentralrat sollen die Militärrabbiner neben ihrer Arbeit als Seelsorger im Werteunterricht die nichtjüdischen Soldaten unterrichten und damit antisemitischen Stereotypen entgegenwirken.

    Das hat die Bundeswehr dringend nötig. Immer wieder decken journalistische Recherche antisemitische Vorfälle in der Bundeswehr auf, von Hitlergrüßen über rechtsextreme Chats oder gesammelten NS-Devotionalien. Im August berichtete der Spiegel, der Militärische Abschirmdienst prüfe derzeit 638 rechtsextreme Verdachtsfälle.

    Ich weiß jetzt nicht, worum es dir genau geht. Darum, dass es zwar Rabbiner für jüdische Soldaten, aber keine Imame für muslimische Soldaten gibt? Dazu ist zu sagen, dass das vor allem daran liegt, dass es anders als für das Judentum keine zentrale muslimische Organisation gibt, mit der der deutsche Staat einen Staatsvertrag abschließen könnte. Geplant ist das sehr wohl.


    Zitat

    Geplant sei, dass muslimische Geistliche über "Gestellungsverträge" an die Bundeswehr gebunden werden sollten. Das bedeutet, dass der Staat mit einem einzelnen Verband ein Abkommen über die Kooperation bei der seelsorgerlichen Betreuung schließt. Auch hier plant das Ministerium mit einer "niedrigen einstelligen" Anzahl Geistlicher.

    https://www.dw.com/de/milit%C3…eswehr-geplant/a-48169724

  • Nein, es geht mir nicht um die Seelsorge muslimischer Soldaten.

    Es sieht so aus, als habe der Zentralrat und das Verteidigungsministerium bewusst ueber die Zahl von juedischen Soldaten in der Bundeswehr gelogen - der getaeuscht, um es etwas milder auszudruecken.

    Was gibt es besser fuer die PR einer Organisation mit zahlreichen rechtsextremen Vorfaellen, als sich mit zehn Rabbinern reinzuwaschen und der Zentralrat macht gerne mit. Welch ein Farce.

  • Na, um deine Vorwürfe zu bekräftigen bzw. zu belegen, bedarf es wohl mehr als eines Zeitungsartikels, meine ich. Was sollte das Verteidigungsministerium davon haben, unwahre Zahlen über jüdische Soldaten in Umlauf zu bringen? Und ich finde, jede Maßnahme gegen Antisemitismus ist eine gute Maßnahme. Du nicht?

  • Na, um deine Vorwürfe zu bekräftigen bzw. zu belegen, bedarf es wohl mehr als eines Zeitungsartikels, meine ich. Was sollte das Verteidigungsministerium davon haben, unwahre Zahlen über jüdische Soldaten in Umlauf zu bringen? Und ich finde, jede Maßnahme gegen Antisemitismus ist eine gute Maßnahme. Du nicht?

    Ich hatte mich deutlich ausgedrueckt, dass es u.a. um PR geht. Meine Kritik, du nennst es "Vorwuerfe" beziehen sich auf die geringe Zahl juedischer Soldaten, wobei es keine Rolle spielt ob es sich tatsaechlich um 50 oder den einst vorgegebenen 300 handelt. Antisemitismusbekaempfung ist zu begruessen, aber nicht jede Massnahme ist deswegen gut. 48 Dienstposten, sofern man sich auf die Angaben der taz verlassen kann, und 4,67 Millionen jaehrlich - ich glaube, es ginge viel billiger. Der Zentralrat der Juden ist der Vertragspartner dieses Deals und das Sprachrohr Netanjahus. Viele Juden in Deutschland und anderswo sehen sich keinesfalls vom Zentralrat vertreten. Dafuer gibts sogar Belege. <X

    Antisemitismusbekaempfung geht jedenfalls anders.


    So ganz nebenbei bemerkt: Wenn schon Militaerseelsorge, so ist eine Gleichbehandlug der verschiedenen Religionen und Nichtreligioesen noetig. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

  • Kann es sein,dass die Zahl der muslimischen Geistlichen in der BW bewusst so klein gehalten wird,um die politische Indoktrinierung aus Ankara so gering wie möglich zu halten?

    Noch gibt m.W. keine Imame, die ohne Einfluss türkischer Politik nur in Deutschland ausgebildet wurden. Nach allem,was bekannt ist, befinden sich unter en derzeit in D tätigen Imamen allerhand obskure Persönlichkeiten.

  • Alles gut und richtig, Seifert. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek sagte der taz, dass seine Organisation schon seit zwanzig Jahren fuer einen Militaerimam werbe.

    Man tut sich aus teils verstaendlichen Gruenden schwer um ein "passendes Gegenueber", doch wo ein Wille waere, waere auch ein Weg.

    Dein Wissen kann ich weder widerlegen noch bestaetigen, naemlich dass es keine in Deutschland ausgebildeten Imame bislang gibt. Ein Einfluss tuerkischer Politik ist m. E. nach so wenig wuenschenswert wie der Einfluss israelischer Politik. Nur wer fraegt bei den Rabbinern danach.?

    Hier nochmals ein Kommentar aus der taz, dem ich mich nur anschliessen kann.


    „Dieser Beistand muss jedoch immer völlig unabhängig von der Bundeswehr sein.“


    https://taz.de/Geistliche-Seel…-der-Bundeswehr/!5647318/

  • Noch gibt m.W. keine Imame, die ohne Einfluss türkischer Politik nur in Deutschland ausgebildet wurden.

    Pierre Vogel hat in Saudi Arabien den Islam studiert. Mit der Türkei hat er nichts zu tun. Der könnte das machen. Ob er will ist ein andere Frage. Ich glaube dass kein frommer Muslim für eine Armee arbeiten will, die auch schon seine Glaubensgeschwister in Nahost abgemurkst hat.

    Frag nicht, was dein Land für dich tun kann.

    Frag, was du gegen die AfD tun kannst!

  • Pierre Vogel hat in Saudi Arabien den Islam studiert. Mit der Türkei hat er nichts zu tun. Der könnte das machen.

    Natürlich...gerade der.....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....