Gibt es einen politischen Islam?

  • Wie kann man der europäischen Gemeinschaft der Muslime das Politische in ihrer Religion austreiben ? Geht sowas überhaupt ?

    Ich denke, die einzige Möglichkeit dürfte Geschichtsfälschung sein, inklusive Vernichtung der Werke muslimischer Religionsgelehrter und Historiker aus früheren Jahrhunderten und natürlich die Hadithsammlungen müssten massiv verändert werden. Der Koran kann wohl so bleiben, denn er lässt verschiedene Auslegungen zu, jedenfalls wenn man kein arabischer Muttersprachler ist.


    Eine muslimische Reformbewegung müsste entstehen, die den Prozess lostritt. Dann gäbe es in vielleicht 100 Jahren einen alternativen "Europa-Islam". Ob es eine einfachere, schnellere Möglichkeit gäbe, glaube ich nicht.

  • Ich meinte den Mossad.....die Racheaktion, politisch angeordnet....

    Richtig, aber der Namensgeber des besagte Schwarze September war ein gepflegte Bürgerkrieg in Jordanien. Initriert von dern dortigen Palästinensern die glaubten mit Hilfe Syriens sich Jordanien enzuverleiben und das Hashemitenkönigreich zu stürzen. Jenes Scheitern wiederum eine Machtrevolte in Syrien auslöste, was sich auch in Irak wiederspiegelte... was eine "Verlagerung" der PLO nach dem Libanon verusachte etc. etc. etc. und eben eine aparte Terrorwelle quer durch die Region verursachte.

    Daher ist wohl anzunehmen das die Problemlösung a la Mossad in den Zeiten nicht gerade ungewöhnlich war und auch vor Ort von vielen Seiten auch arabischer jetzt nicht gerade so richtig abgelehnt wurde.

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind

  • Eine muslimische Reformbewegung müsste entstehen, die den Prozess lostritt. Dann gäbe es in vielleicht 100 Jahren einen alternativen "Europa-Islam". Ob es eine einfachere, schnellere Möglichkeit gäbe, glaube ich nicht.

    Na ja, dann sollten wir uns mal darauf einrichten, daß es bis dahin noch viele rollende Köpfe gibt....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....


    Ich bin zum Glück KEIN Europäer.....



  • Richtig, aber der Namensgeber des besagte Schwarze September war ein gepflegte Bürgerkrieg in Jordanien. Initriert von dern dortigen Palästinensern die glaubten mit Hilfe Syriens sich Jordanien enzuverleiben und das Hashemitenkönigreich zu stürzen. Jenes Scheitern wiederum eine Machtrevolte in Syrien auslöste, was sich auch in Irak wiederspiegelte... was eine "Verlagerung" der PLO nach dem Libanon verusachte etc. etc. etc. und eben eine aparte Terrorwelle quer durch die Region verursachte.

    Daher ist wohl anzunehmen das die Problemlösung a la Mossad in den Zeiten nicht gerade ungewöhnlich war und auch vor Ort von vielen Seiten auch arabischer jetzt nicht gerade so richtig abgelehnt wurde.

    Ah ja, der Mossad ist fuer allerhand "Problemloesungen" anderer Laender legitimiert.

    Nun wuesst ich sehr gerne, was der Schwarze September, der Buergerkrieg in Jordanien mit dem politischen Islam, den Oesterreich verbieten moechte, zu tun hat.

  • Ah ja, der Mossad ist fuer allerhand "Problemloesungen" anderer Laender legitimiert.

    Genauso wenig wie die PLO und Ihre Gewaltklone legitimiert war Ihren menschenverachtenen Terror in die Welt rauszutragen und/oder Bürgerkriege in den Ländern anzuzetteln welche diese als Flüchtlinge einst aufgenommen haben.

    Nun wuesst ich sehr gerne, was der Schwarze September, der Buergerkrieg in Jordanien mit dem politischen Islam, den Oesterreich verbieten moechte, zu tun hat.

    Das ergab sich aus der Diskussion. So einfach.

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind

  • Ich weiss schon, dass das Thema "politischer Islam" vieles hergibt - bishin zur juedischen Golda Meir. Dann ergaenze ich, was du nicht weisst oder erwaehnen moechtest:


    Zum jordanischen Buergerkrieg ist der Gruender der Volksfront zur Befreiung Palaestines (PLFP), der griechisch-orthoxe Christ, Marxist, George Habash zu erwaehnen. Seine Aktionen im Rahmen eines "radikalen Widerstandes" waren die blutruenstigsten in der Geschichte des Kampfes der Palaestinenser gegen Israel.

    Was hat das mit politischen Islam zu tun?

  • Was auch nur entfernt mit dem Thema zu tun hat :

    Wo und wie australische Streitkraefte das Toeten lernten, naemlich in Afghanistan, wo Soldaten Zivilisten die Kehle durchgeschnitten haben und Gefangene hingerichtet haben sollen.


    https://www.welt.de/politik/au…low....socialflow_twitter


    https://www.faz.net/aktuell/po…rbrechen-zu-17059575.html


    Beschwerden von Einheimischen und Menschenrechtsgruppen wurden als Taliban-Propaganda abgetan oder als Versuch, eine Entschaedigung zu erhalten.

  • Cool...endlich mal einer, der Arsch in der Hose hat.....

    Voll cool, echt. Die Rede ist wohl von Sebastian Kurz.


    Um gegen diejenigen vorgehen zu koennen, die selbst keine Terroristen sind, aber den Naehrboden dazu bereiten, soll ein Strafbestand "Politischer Islam" geschaffen werden.

    Die Definition fuer diese Bezeichnung muesse erst noch ausgearbeitet werden, waehrend sie gleichzeitig ein strafrechtliches Verbot dafuer plant.

    Der oesterreichische Islamwissenschaftler Ruediger Lohlker weist darauf hin, dass es keine taugliche Definition dafuer gebe.

    Dazu und mehr hier:


    https://www.heise.de/tp/featur…8RkdFrHUNmMhrqRU0biUcuXbD

  • Einzelfaelle also. Verstehe.

    Nein, du verstehst nicht.


    Wir wissen zB. nichts über die Verteilung der 39 Verbrechen innerhalb der 11 Jahre. Ob sich das ganze zeitlich mehr in den früheren Jahren zugetragen hat, oder ob eine Tendenz zur Zunahme besteht (mehr Verbrechen in jüngerer Vergangenheit).


    Mangels Informationen laufen wir Gefahr zu "Querdenkern" zu werden.

  • Nein, du verstehst nicht.


    Wir wissen zB. nichts über die Verteilung der 39 Verbrechen innerhalb der 11 Jahre. Ob sich das ganze zeitlich mehr in den früheren Jahren zugetragen hat, oder ob eine Tendenz zur Zunahme besteht (mehr Verbrechen in jüngerer Vergangenheit).


    Mangels Informationen laufen wir Gefahr zu "Querdenkern" zu werden.

    Nee, das verstehe ich nun wirklich nicht.

    Im Verlauf der Untersuchungen wurden ueber 400 Zeugen gehoert, 20 000 Dokumente und 25 000 Bilder gesichtet. Verlangst du Einsicht in den Untersuchungsbericht. ?

  • Mittlerweile ist auch bekannt, dass der Terroranschlag verhindert hätte werden können, wenn die österreichischen Behörden nicht massiv versagt hätten. Sowohl von den deutschen als auch von den slowakischen Behörden gab es entsprechende Warnungen zum Attentäter, doch das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung reagierte nicht.

    Der ehemalige Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) und der amtierende Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) schieben sich nun gegenseitig die Schuld zu, wer für das Versagen des BVTs verantwortlich ist. Die Ursache des Problems war also nicht ein Mangel an Kontrolle oder zu wenig Überwachung,

    ----

    Schade, dass niemand bereit ist darüber zu reden. Stattdessen wird schnell nach neuen Möglichkeiten gesucht.

    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

  • Mittlerweile ist auch bekannt, dass der Terroranschlag verhindert hätte werden können, wenn die österreichischen Behörden nicht massiv versagt hätten. Sowohl von den deutschen als auch von den slowakischen Behörden gab es entsprechende Warnungen zum Attentäter, doch das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung reagierte nicht.

    Der ehemalige Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) und der amtierende Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) schieben sich nun gegenseitig die Schuld zu, wer für das Versagen des BVTs verantwortlich ist. Die Ursache des Problems war also nicht ein Mangel an Kontrolle oder zu wenig Überwachung,

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    Schade, dass niemand bereit ist darüber zu reden. Stattdessen wird schnell nach neuen Möglichkeiten gesucht.

    Das hört man öfter, dass ein Täter als Gefährder bekannt war. Was befremdlich ist, dass man nicht rechtzeitig aktiv wird. Nicht nur in Österreich. Da scheint etwas bei der Überwachung dieser Personen gründlich schief zu laufen.

  • Einerseits haben wir die Rechtssprechung, wo es zum aktuellen Thema um die Sicherheitsverwahrung an sich geht, andererseits gibt es Personen vor denen die Gesellschaft geschützt werden muss.


    Nun wissen wir, die Sicherheitsverwahrung ist verfassungswidrig so wie sie ist. Schön und gut. Und jetzt? Sollen wir Leute, die eine Gefahr darstellen jetzt wieder laufen lassen? Ich sage extra ganz allgemein "Leute" egal mit welchem Hintergrund.

    Aus dem verlinkten Artikel geht ja hervor, was nach dem Urteil des EuGH aus 2009 in Deutschland geändert wurde und dass die neuen Regelungen vom EuGH gebilligt wurden:


    Zitat

    2013 trat ein neues Gesetz zur Sicherungsverwahrung in Kraft. Für alle Taten, die vorher begangen wurden, galten und gelten die strengen Übergangsregeln, die das Bundesverfassungsgericht 2011 aufstellte. "Drinbleiben" mussten nur Menschen, von denen eine hochgradige Gefahr für schwerste Gewalt- oder Sexualstraftaten ausgeht. Diese Gefahr muss sich aus konkreten Umständen ergeben.

    Jedes Jahr muss überprüft werden, ob der Sicherungsverwahrte tatsächlich noch gefährlich ist. Und vor allem: Die Unterbringung muss sich deutlich von der Strafhaft unterscheiden. Dazu zählen auch bessere Therapieangebote.

    Auch die Neuregelung von 2013 gestattet unter besonders strengen Voraussetzungen die nachträgliche Sicherungsverwahrung.

    Sicherungsverwahrung ist also nach wie vor möglich und in bestimmten Fällen ohne Frage auch erforderlich.


    Warum sollte ein Terrorist nicht in der Sicherungsverwahrung landen, wenn klar erkennbar ist, dass er weiterhin eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt?

  • Um gegen diejenigen vorgehen zu koennen, die selbst keine Terroristen sind, aber den Naehrboden dazu bereiten, soll ein Strafbestand "Politischer Islam" geschaffen werden. ...


    Der oesterreichische Islamwissenschaftler Ruediger Lohlker weist darauf hin, dass es keine taugliche Definition dafuer gebe. ...


    Zum Thema liegt es doch irgendwie auf der Hand zu klären ob es einen politischen Islam gibt. :kopfkratz: Vielleicht wäre sogar ein Threadtitel "Gibt es den politischen Islam ?" viel treffender, als die sich teilweise um den österreichischen Kanzler oder mangelhaft arbeitende Sicherheitsbehörden oder die bekannten Vernebelungs- und Ausweichtaktiken drehende Diskussion.


    Für mich gehört die Frage ob es einen politischen Islam gibt ganz klar mit ja beantwortet und eine genaue Definition dafür zu finden war schon lange fällig. Ich nenne hier mal das in Deutschland am deutlichsten hervortretende Beispiel der DITIP, eines muslimischen Dachverbandes der vollständig unter der Kontrolle der staatlichen, türkischen Religionsbehörde steht. Sie nennt sich selbst Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion, beziehungsweise ist das die Übersetzung der Abkürzung. Das ist nur ein Beispiel. Es wird sich zur Muslimbrüderschaft oder iranisch-religiösen Interessengruppen ähnliches finden, nur haben die weniger Einfluss. Unter diesem Eindruck ist es aber aus meiner Sicht fast schon lächerlich, die Existenz eines politischen Islam zu leugnen und es ist ebenfalls offensichtlich, dass es hier ganz und gar nicht nur um Terrorismus geht. Es geht um die Verbreitung von sozialen Regelungen und Subkulturen, die den Werten der Aufklärung widersprechen. Was wäre daran unpolitisch ?

  • Unter diesem Eindruck ist es aber aus meiner Sicht fast schon lächerlich, die Existenz eines politischen Islam zu leugnen und es ist ebenfalls offensichtlich, dass es hier ganz und gar nicht nur um Terrorismus geht. Es geht um die Verbreitung von sozialen Regelungen und Subkulturen, die den Werten der Aufklärung widersprechen. Was wäre daran unpolitisch ?

    Wer den politischen Islam leugnet, tut das zumeist doch nur, um Ahnungslosen die Angst vor dem Islam zu nehmen. Diese sehen den Islam als etwas total Fremdartiges an, was sie auch schon ohne poltische Komponente erschaudern lässt.


    Mustafa Kemal hat damals versucht, den Islam zu kastrieren, um die Türkei zur westlichen Wertegemeinschaft kompatibel zu machen. https://en.wikipedia.org/wiki/…orms#Reformation_of_Islam

    Sein Vorhaben kann man wohl als gescheitert betrachten. Gläubige Muslime freut das. Denn kein Mensch kann eine Religion abändern, die Gott höchstpersönlich für die ganze Menschheit geschaffen hat.

  • zizou

    Hat den Titel des Themas von „Österreich will politischen Islam kriminalisieren“ zu „Gibt es einen politischen Islam?“ geändert.