Gibt es einen politischen Islam?

  • Ich habe den Threadtitel in "Gibt es einen politischen Islam?" geändert. Meine Antwort lautet glasklar: Ja.

    Beispiele sind meiner nach alle sogenannten islamischen Gottesstaaten, in denen die Religion vorgibt, was Recht und Gesetz ist - teilweise unabhängig davon, ob das den allgmeingültigen Menschenrechten widerspricht oder nicht. Und in denen die Religion die Basis oder auch nur das Feigenblatt für jegliche Politik darstellt.

  • 39 Mordopfer in 11 Jahren lassen zumindest darauf schließen, dass eine derartige Barbarei sehr selten vorkam.

    Tja, die Aussies. .waren ja schon im 1 WK aufgrund ihrer "robusten" Kriegsführung bei den Deutschen berüchtigt. Wenig Gefangene und dafür viele...Souveniers...

    Zurück zu Afghanistan, auch ein Schlachtfeld das durch die Jahrhunderte bekannt dafür war das die hiesigen Kombattanten gewisse Behandlungsweisen den gefangenen Kriegsgegnern angedeien liessen. Was die andere Seite dementsprechend auch motivieren konnte.

    Und die Australier dort, haben die sich wiederum in ihrer Handlungsweise auf Jesus Christus berufen ? So mit dem Ausruf Deus vult oder so ?

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind

  • ... teilweise unabhängig davon, ob das den allgmeingültigen Menschenrechten widerspricht oder nicht.

    Es gibt auch eine islamische, sharia-basierte Version der Menschenrechte.

    https://www.humanrights.ch/cms…er_Erklaerung_der_OIC.pdf


    Wer aus der politisch linken Ecke kommt, dem dürfte einiges davon ziemlich sympathisch sein, zB das:

    Zitat

    Artikel 14:
    Jeder Mensch hat das Recht auf rechtmäßige Einkünfte, sofern sie nicht durch Monopolisierung, Betrug
    oder Schaden für sich oder andere erzielt wurden. Wucher (riba) ist absolut verboten.

  • Es gibt auch eine islamische, sharia-basierte Version der Menschenrechte.

    Artikel 14:

    Jeder Mensch hat das Recht auf rechtmäßige Einkünfte, sofern sie nicht durch Monopolisierung, Betrug

    oder Schaden für sich oder andere erzielt wurden. Wucher (riba) ist absolut verboten.


    ^^:D;(:D... Ja genau, ich mache mit denen seit über 20 Jahren Geschäfte mit Ihren Hauseigenen Produkte bzw. Materialien damit sie diese überhaupt verarbeiten können. Noch grössere Wucherer, PseudoübersOhrhauer und MöchtegernoberschlaueBazaris gibt es auf der ganzen Welt nicht. Da wird jeder blass, aber nicht vor Neid... genial... wenn diese Systeme da mal einst implodieren, egal auf welcher Seite des Golfs werden die "doofen" Gläubigen mal sehen wo im Westen die Ihre Milliarden gebunkert haben. Auch genau die, die jeden Freitag Ihre Aniti-westliche Alibishow abziehen. War mal kurz zu erheischen als der olle Rafzahnschani das Zeitliche gesegnet hat....

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind

  • Aus dem verlinkten Artikel geht ja hervor, was nach dem Urteil des EuGH aus 2009 in Deutschland geändert wurde und dass die neuen Regelungen vom EuGH gebilligt wurden:


    Sicherungsverwahrung ist also nach wie vor möglich und in bestimmten Fällen ohne Frage auch erforderlich.


    Warum sollte ein Terrorist nicht in der Sicherungsverwahrung landen, wenn klar erkennbar ist, dass er weiterhin eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt?

    Wenn ich das nicht falsch verstanden habe, gilt diese, vom EuGH gebilligte, Regelung für psychisch kranke Täter:


    "Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Übergangsregelungen der nachträglichen Sicherungsverwahrung für psychisch kranke Gewalttäter in Deutschland gebilligt." siehe hier


    Islamistisch geprägte Gewalttäter sind ja nun nicht psychisch krank im wörtlichen Sinne. Auf die bezog ich mich. Was macht man mit einem verurteilten Täter von dem man weiß, dass er mit großer Wahrscheinlichkeit zum Wiederholungstäter wird, der aber sein Strafmaß abgegolten hat. Ich weiß das ist eine schwierige Kiste. Man kann ja keine Spezialparagraphen für islamistische Terroristen einführen. Das würde jedem rechtsstaatlichen Prinzip widersprechen.


    Was also tun?

  • Ich habe den Threadtitel in "Gibt es einen politischen Islam?" geändert. Meine Antwort lautet glasklar: Ja.

    Beispiele sind meiner nach alle sogenannten islamischen Gottesstaaten, in denen die Religion vorgibt, was Recht und Gesetz ist - teilweise unabhängig davon, ob das den allgmeingültigen Menschenrechten widerspricht oder nicht. Und in denen die Religion die Basis oder auch nur das Feigenblatt für jegliche Politik darstellt.

    Gibt es Religionen die nicht politisch sind? Ich finde nein. Nur halt ist es beim Islam extremer und oefters die Regel.

    Ist eine Religion politisch ist auch entscheidend wie viel Einfluss sie auf Staat und Gesellschaft hat.

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • Gibt es Religionen die nicht politisch sind? Ich finde nein. Nur halt ist es beim Islam extremer und oefters die Regel.

    Ist eine Religion politisch ist auch entscheidend wie viel Einfluss sie auf Staat und Gesellschaft hat.

    Guter Einwand. Letztlich regelt nahezu jede Religion auch das Zusammenleben. Bei uns gibt es auch ein Kirchenrecht. Es hat zwar keinen Einfluss auf unsere Regierung, wirkt aber trotzdem noch in das gesellschaftliche Leben. Zum Beispiel bei Arbeitnehmern, die in Einrichtungen mit kirchlicher Trägerschaft arbeiten. Und Gnade sei uns Gott, würde die katholische Kirche hier regieren.

  • ^^:D;(:D ... Ja genau, ich mache mit denen seit über 20 Jahren Geschäfte mit Ihren Hauseigenen Produkte bzw. Materialien damit sie diese überhaupt verarbeiten können. Noch grössere Wucherer, PseudoübersOhrhauer und MöchtegernoberschlaueBazaris gibt es auf der ganzen Welt nicht. Da wird jeder blass, aber nicht vor Neid... genial... wenn diese Systeme da mal einst implodieren, egal auf welcher Seite des Golfs werden die "doofen" Gläubigen mal sehen wo im Westen die Ihre Milliarden gebunkert haben. Auch genau die, die jeden Freitag Ihre Aniti-westliche Alibishow abziehen. War mal kurz zu erheischen als der olle Rafzahnschani das Zeitliche gesegnet hat....

    Im Orient herrscht nunmal eine krasse Abzocker-Kultur. Das ist historisch bedingt, ganz anders als hier,


    Ein guter Geschäftsmann, im westlichen Kapitalismus, strebt maximale Käuferzufriedenheit an. Das bedeutet Kundenbindung, Folgeaufträge, und letztlich Prosperität und Zufriedenheit für alle Beteiligten.


    Im Orient hatte man es zumeist mit fahrenden Händlern zu tun, oder mit Laufkundschaft von weit her. Als Resultat entwickelte sich ein Geschäftsgebaren, das man in unseren Gefilden als kriminell bezeichnen würde. Blöd ist nur, dass dieser Modus Commercium bezüglich einer lokalen Population zu viel Unfrieden führt. Als der Islam aufkam, wollten seine Macher auch diese Problem adressieren.


    Übrigens findet man im Koran und den Hadithen viele ökonomische Bezüge. Man merkt deutlich, dass die damalige Gesellschaft eine Gesellschaft der Händler war. Mekka war ein wichtiger Knotenpunkt des Warenflusses der damaligen Zeit.

  • Guter Einwand. Letztlich regelt nahezu jede Religion auch das Zusammenleben. Bei uns gibt es auch ein Kirchenrecht. Es hat zwar keinen Einfluss auf unsere Regierung, wirkt aber trotzdem noch in das gesellschaftliche Leben. Zum Beispiel bei Arbeitnehmern, die in Einrichtungen mit kirchlicher Trägerschaft arbeiten. Und Gnade sei uns Gott, würde die katholische Kirche hier regieren.

    Irgendwie versuchen doch Religionen ihren Glaube auch politisch durchzusetzen. In dem recht unreligioesen Deutschland halt mit bedeutungslosen Kleinparteien.

    In stark religioes gepraegten Laendern sind es halt keine kleinen Parteien und bestimmen die Politik. Unterschied zwischen den Religionen mache ich da nicht.

    Schauen wir nur mal in die USA mit all den Sekten.


    In Irland hat die Rkk durch Kindesmissbraeuche an Einfluss verloren. In Irland galten sehr lange biblische Gesetze.

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • [...]

    Für mich gehört die Frage ob es einen politischen Islam gibt ganz klar mit ja beantwortet und eine genaue Definition dafür zu finden war schon lange fällig. Ich nenne hier mal das in Deutschland am deutlichsten hervortretende Beispiel der DITIP, eines muslimischen Dachverbandes der vollständig unter der Kontrolle der staatlichen, türkischen Religionsbehörde steht. Sie nennt sich selbst Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion, beziehungsweise ist das die Übersetzung der Abkürzung. Das ist nur ein Beispiel. Es wird sich zur Muslimbrüderschaft oder iranisch-religiösen Interessengruppen ähnliches finden, nur haben die weniger Einfluss. Unter diesem Eindruck ist es aber aus meiner Sicht fast schon lächerlich, die Existenz eines politischen Islam zu leugnen und es ist ebenfalls offensichtlich, dass es hier ganz und gar nicht nur um Terrorismus geht. Es geht um die Verbreitung von sozialen Regelungen und Subkulturen, die den Werten der Aufklärung widersprechen. Was wäre daran unpolitisch ?

    Ganz genau! Hier zeigt sich auch IMHO wie undurchdacht die Idee ist.

    Den Islam auf diese Weise etablieren zu wollen, ist völlig legitim und muss in unserer freien, demokratischen Gesellschaft, welche die Menschenrechte durchsetzt, selbstverständlich sein. :thumbup:


    Dazu benötigen wir aber die Kontrolle, damit radikale Kräfte, gewalttätige Extremisten in diesem Prozess nichts zu suchen haben.


    ----

    BTW: puhhh.... Religion, eigentlich eine Beleidigung des gesunden Menschenverstandes. :saint:

    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

  • [...]

    Mustafa Kemal hat damals versucht, den Islam zu kastrieren, um die Türkei zur westlichen Wertegemeinschaft kompatibel zu machen. https://en.wikipedia.org/wiki/…orms#Reformation_of_Islam

    Sein Vorhaben kann man wohl als gescheitert betrachten. Gläubige Muslime freut das. Denn kein Mensch kann eine Religion abändern, die Gott höchstpersönlich für die ganze Menschheit geschaffen hat.

    IMHO hat Kemal dem Islam einen großen Gefallen getan indem er Kirche, Staat strikt getrennt hat.

    Ohne die Türkei würden "muslimische Staaten" insgesamt schlechter wegkommen.

    AFAIK war Erdogan in einer Hinsicht auch voraussichtig, Abschaffung der Todesstrafe.


    Es mag vielleicht an meiner Naivität liegen, aber ohne die Türkei hätte ich viel, viel größere Zweifel, dass eine "Islam-Gesellschaft" kompatibel mit Menschenrechten ist.

    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

  • In Irland hat die Rkk durch Kindesmissbraeuche an Einfluss verloren. In Irland galten sehr lange biblische Gesetze.

    Das war eher "the final straw"... für Abtreibung, Scheidungen etc. dafür immer "rüber" ins heißgeliebte England, da hatten die Menschen schon vorher die Schnauze voll. Und trotzdem, Iren und Religion...

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind

  • IMHO hat Kemal dem Islam einen großen Gefallen getan indem er Kirche, Staat strikt getrennt hat.

    Ohne die Türkei würden "muslimische Staaten" insgesamt schlechter wegkommen.

    AFAIK war Erdogan in einer Hinsicht auch voraussichtig, Abschaffung der Todesstrafe.

    Kemal wurde von der Ummah nie als Führer, sondern eher als Feind des Islams angesehen, was er letztlich auch war. Er hat eindeutige Dinge gesagt, die seine krasse Ablehnung des Islams belegen.


    Und Erdo ist ein Munafiq, ein Heuchler der auf frommen Muslim tut, doch der nur weltliche, egoistische Interessen verfolgt. Er ist das türkische Abbild eines Trump oder Putin.


    Das mit der Todesstrafe im islamischen Strafrecht ist besonders eigentümlich. Ehebruch zB. wird mit dem Tod bestraft, aber nur wenn 4 unabhängige Zeugen den Ehebruch bestätigen. Kann dieses Kriterium nicht erfüllt werden, ist die Person in ihrem Zuhause einzusperren, bis Gott ihr hilft wieder frei zu kommen.


    Ähnlich seltsam ist es mit den archaischen Körperstrafen, wie zB Amputation der Hand bei Diebstahl. Hand-ab war die Höchststrafe für Wiederholungstäter und wurde, den Erzählungen nach, ganze 5 Mal während der rund 600 Jahre islamischer Blütezeit angewendet.

  • Das hört man öfter, dass ein Täter als Gefährder bekannt war. Was befremdlich ist, dass man nicht rechtzeitig aktiv wird. Nicht nur in Österreich. Da scheint etwas bei der Überwachung dieser Personen gründlich schief zu laufen.

    Schief? Versuch das mal so zu sehen. Alles ist so gelaufen, wie man es erwartet hat.


    Danach darf man dann Gedächtnislücken haben und sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe schieben.


    mfg ;)

  • Es dürften nur die bekannt gewordenen Kriegsverbrechen sein, es gibt kein Interesse daran, die die Westalliierten in den von Ihnen heimgesuchten Ländern veranstalteten. :evil::evil::evil:

    Jaja, der böse Westen wieder. Ich wette, du gehörtest zu den paar 150%igen in der Zone, die keine Ausgabe des "Schwarzen Kanals" verpasst hat.

    Wann ist dein Unzug nach Russland, Genosse?