Karikaturen - lustig oder beleidigend, erlaubt oder nicht?

  • In dem dänischen Fall mit der verunstalteten Meerjungfrau geht es ums Urheberrecht und geklagt haben die Erben des Urhebers. Die Strafe von 40.000 Euro erging wegen Verletzung des Urheberrechts.

    Ok ... wobei das Urheberrecht bei 'uns' mittlerweile auch oft absurde Blüten treibt und den Fortschritt hemmt ... Ausufernde Urheberrechte und geradezu leidenschaftliche, detailverliebte Bürokratie in allen Lebensbereichen - die neue 'Religion' des Westens? ;)

  • Ok ... wobei das Urheberrecht bei 'uns' mittlerweile auch oft absurde Blüten treibt und den Fortschritt hemmt ... Ausufernde Urheberrechte und geradezu leidenschaftliche, detailverliebte Bürokratie in allen Lebensbereichen - die neue 'Religion' des Westens? ;)

    Das stimmt und trifft ja auch auf den dänischen Fall zu, wo die Erben der Urheber eine Klage nach der anderen erheben und kräftig Geld machen. Aber darum gings ja nicht ...

  • Zum Glück in westlich orientierten Ländern nicht....da hat Religion und deren "Wahrzeichen" einen minimalen Stellenwert....und in der Politik nix und nothing zu suchen....

    Ich fürchte, du unterliegst, angesichts der Verquickung von Kirche und Staat (und einem doch noch relativ hohen Prozentsatz gläubiger Christen), einem gewissen Wunschdenken.


    Allerdings sehe ich es ebenfalls als großen Fortschritt an, dass hier 'Religion' - wie alles andere auch (z. B. Politik und Wissenschaft) - kritisiert werden darf und auch nicht als humorfreie Zone betrachtet wird.


    Hätte die Kirche in westlich geprägten Ländern noch so viel Macht wie früher, sähe das aber vermutlich auch hier anders aus.

  • Hätte die Kirche in westlich geprägten Ländern noch so viel Macht wie früher, sähe das aber vermutlich auch hier anders aus.

    Völlig unbestreitbar. Das ganze war aber auch ein langwieriger Prozess und unsere Elterngeneration hatte darunter noch zu leiden. D.H. das Gesetze hier auch durch den moralischen Kodex der Religionskirchen geprägt waren. Und natürlich die letzten großen Aufreger in unserer Zeit, hier z.B. Leben des Brian oder auch Pasolini etc.


    Nur haben wir haben aber den Unterschied, der auch hier oft genug negiert wird das nicht nur der Islam als eine Art "Indentitätsstiftung" eine Renaissance erlebt, sonderngleichzeitig mit einer wiederkehrenden Form des Konservatismus, einer Orthodoxie in einer schon fast Baukastenförmigen Weise.


    In sofern haben wir das Eigentümliche das die "westliche Welt" eine Abkehr zu den hier ansässigen Religionen erlebt und zunehmend atheistisch wird bzw. sich Ihre Heilslehren irgendwie zusammenbastelt während anderswo der "islamische Frühling" durch die Länder weht.


    in dem Zusammenhang fallen mir immer wieder die Worte Scholl-Latours ein......

  • ... während anderswo der "islamische Frühling" durch die Länder weht.

    Das sehe ich persönlich auch nicht positiv für Fortschritt und Weiterentwicklung der Menschheit.


    Ich sollte noch hinzufügen, dass z. B. in den USA ein ähnliches, von radikalen Christen ausgehendes Phänomen zu beobachten ist, was letztlich gar jemanden wie Trump ins Präsidentenamt 'spülte'.

  • Ich sollte noch hinzufügen, dass z. B. in den USA ein ähnliches, von radikalen Christen ausgehendes Phänomen zu beobachten ist, was letztlich gar jemanden wie Trump ins Präsidentenamt 'spülte'.

    Naja, Trump wurde definitiv nicht hauptsächlich durch die Evangelikalen ins Amt "gespült" sondern durch den Durchschnitts John Doe und eben eine Menge Frauen mittleren Alters die Ihn trotz oder auch seiner Machosprüche gewählt haben. Leider haben uns eben unsere Qualitätsmedien oft genug glauben lassen das wir uns vor allen mit deR Yes-we-scan Egide dort auf einer geistigen Augenhöhe beweg(t)en.

    Das dem nicht so ist beweisen der Schock und die Ungläubigkeit mit Trumps Präserschaft.

    Der Grundstock in einer Glaubensidentität im christlichen Sinne ist dort wesentlich tiefer als das man es mit evangelikal abtun bzw. beschreiben kann so wie wir es hier in Europa gern tun.

  • Naja, Trump wurde definitiv nicht hauptsächlich durch die Evangelikalen ins Amt "gespült" sondern durch den Durchschnitts John Doe und eben eine Menge Frauen mittleren Alters die Ihn trotz oder auch seiner Machosprüche gewählt haben.

    Ja, ich sehe es aber eben doch so, dass die 'religiöse Rechte', unter anderem als Tea-Party-Unterstützerin Mitwegbereiter war, die allein durch ihre Lautstärke und Penetranz die Art des öffentlichen Diskurses stark beeinflusste, was letztlich einen Präsidenten wie Trump erst ermöglichte.


    Religiosität in fanatischer Form erzielt genau dort Erfolge, wo sie auf (finanzielle und die Bildung betreffende) Armut trifft. Das ist mittlerweile auch in Teilen der USA der Fall.

  • Ja, ich sehe es aber eben doch so, dass die 'religiöse Rechte', unter anderem als Tea-Party-Unterstützerin Mitwegbereiter war, die allein durch ihre Lautstärke und Penetranz die Art des öffentlichen Diskurses stark beeinflusste, was letztlich einen Präsidenten wie Trump erst ermöglichte.

    Religiosität in fanatischer Form erzielt genau dort Erfolge, wo sie auf (finanzielle und die Bildung betreffende) Armut trifft.

    Diese Lautstärke und "Penetranz"...

    Das ist mittlerweile auch in Teilen der USA der Fall.

    ....war aber dem Umstand des Erfolgs geschuldet weil genau diese Akzeptanz schon immer vorhanden war. Das ist doch der Punkt.

    Trump war so "schockierend" weil uns immer eingeredet wurde, vorallem während der Zeit des eloquenten Ostküsteneliten Obama's das wir alle auf einer Wellenlänge sind. Aber bis auf besagte Ostküstenenklaven oder hippe Communities in Kalifornien, S. Francisco etc. fand die USA hier doch medial gar nicht statt. Oder nur in der üblichen Ungläubigkeit bei einem weiteren Shoot-out, bei einem X-ten Amoklauf.

    Über das Selbstverständnis, das Lebensgefühl im Rust-belt, auf der flachen Plaine etc., höchstens wenn überhaupt mal im Kuriositätenkabinet irgendeiner Reportage hier und dort.

  • Diese Lautstärke und "Penetranz"...

    ....war aber dem Umstand des Erfolgs geschuldet weil genau diese Akzeptanz schon immer vorhanden war. Das ist doch der Punkt.

    Ne, lass uns mal beim Punkt "Religion" bleiben. Die USA sind ein gutes Beispiel dafür, dass Fanatismus eben nicht nur im Islam vorkommt - das war ja mein Punkt (und auch in islamischen Ländern sind nicht religiöse Gründe mit religiösen gemischt, nicht nur in den USA).

  • Ne, lass uns mal beim Punkt "Religion" bleiben. Die USA sind ein gutes Beispiel dafür, dass Fanatismus eben nicht nur im Islam vorkommt - das war ja mein Punkt....

    Gut. Aber trotzdem zuckt man erstmal bei einer Meldung wie aus Trier zusammen weil.... ?


    Und der hier festgestellte Fanatismus in den USA bricht sich in erster Linie nicht an irgendwelchen Karrikaturen oder in Augen einiger Betrachter an Obzonitäten mit Massakern Bahn.... Da gibt es bekanntlich andere Motive.

  • Diese Lautstärke und "Penetranz"...

    ....war aber dem Umstand des Erfolgs geschuldet weil genau diese Akzeptanz schon immer vorhanden war. Das ist doch der Punkt.

    Trump war so "schockierend" weil uns immer eingeredet wurde, vorallem während der Zeit des eloquenten Ostküsteneliten Obama's das wir alle auf einer Wellenlänge sind. Aber bis auf besagte Ostküstenenklaven oder hippe Communities in Kalifornien, S. Francisco etc. fand die USA hier doch medial gar nicht statt. Oder nur in der üblichen Ungläubigkeit bei einem weiteren Shoot-out, bei einem X-ten Amoklauf.

    Über das Selbstverständnis, das Lebensgefühl im Rust-belt, auf der flachen Plaine etc., höchstens wenn überhaupt mal im Kuriositätenkabinet irgendeiner Reportage hier und dort.

    Den realen Zustand der USA und wer die massive Einflußnahme auf deren Politik ausübt, haben MEARSHEIMER und WALT in ihrem umfassenden Werk: "DIe -ISRAEL-LOBBY" exakt beschrieben.:):):(