Die ehemalige BRD

  • Die Sache mit den Genossenschaftsbauern und den bewährten Strukturen kenne ich von der Gegenseite. Einer meiner Verwandten hatte einen gut florierenden Bauernhof. Am Tag, als seine Tiere aus dem Stall geholt und in den der Genossenschaft gebracht wurden, hat er sich umgebracht.


    Apropos Wettbewerbsfähigkeit: Warum gab es in der DDR dauernd irgendelche "Nahrungsgüter" nur unter der Hand?

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Apropos Wettbewerbsfähigkeit: Warum gab es in der DDR dauernd irgendelche "Nahrungsgüter" nur unter der Hand?

    Diese Nahrungsmittel gingen in den Export Richtung Westen.Bei der ausgeprägten Devisenknappheit gab's dazu keine Alternative.Jedefalls keine,die dem ZK geschmeckt hätte.

  • Die Sache mit den Genossenschaftsbauern und den bewährten Strukturen kenne ich von der Gegenseite. Einer meiner Verwandten hatte einen gut florierenden Bauernhof. Am Tag, als seine Tiere aus dem Stall geholt und in den der Genossenschaft gebracht wurden, hat er sich umgebracht.


    Apropos Wettbewerbsfähigkeit: Warum gab es in der DDR dauernd irgendelche "Nahrungsgüter" nur unter der Hand?

    1958/60 war 1989 lange vorbei! und die Zwangskollektivierung war ein Fehler, doch es fehlte in den 50er Jahren fast alle Technik, um die Flächen vernünftig zu bewirtschaften! Somit waren LPG, MTS und weitere kooperative Einrichtungen wirtschaftlich notwendig, weil eine bäuerliche Subsistenzwirtschaft die Ernährung der Bevölkerung nicht zu sichern vermochte!

  • 1958/60 war 1989 lange vorbei! und die Zwangskollektivierung war ein Fehler, doch es fehlte in den 50er Jahren fast alle Technik, um die Flächen vernünftig zu bewirtschaften! Somit waren LPG, MTS und weitere kooperative Einrichtungen wirtschaftlich notwendig, weil eine bäuerliche Subsistenzwirtschaft die Ernährung der Bevölkerung nicht zu sichern vermochte!

    Die genossenschaftliche Grundidee war/ist nicht verkehrt (s.Raiffeisen),jedoch wurde diese Idee in der DDR in miserabelster Weise verhunzt. Sowohl in den NBL als auch BRD alt gibt's genügend Beispiele dafür,wie's besser geht-und Gewinn abwirft.

  • Meine DDR-Gewährsleute haben immer gesagt, die DDR hätte sich gut ernähren können, wenn sie nicht so viel an den Großen Bruder hätte abführen müssen. Dem ging es ja noch dreckiger und ging es lange dreckig, wenn nicht sogar heute noch, wo keiner hinschauen kann.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Meine DDR-Gewährsleute haben immer gesagt, die DDR hätte sich gut ernähren können, wenn sie nicht so viel an den Großen Bruder hätte abführen müssen. Dem ging es ja noch dreckiger und ging es lange dreckig, wenn nicht sogar heute noch, wo keiner hinschauen kann.

    Der große Bruder nahm nicht nur Nahrungsmittel, als Reparation ging kurz nach Ende des WK II so manch Industriebetrieb komplett nach Osten.

    Fiktion: mit 'nem Marshall-Plan gäb's die DDR möglicherweise noch heute ,vorausgesetzt das ZK hätte was von Wirtschaft verstanden

  • Bist schon 'ne Nummer. Beschwerst dich die ganze Zeit ueber zu niedrige Loehne und gleichzeitig prangerst du den Konsum an.

    Sollen sich die Leute ihr Geld unter das Kopfkissen legen? Macht sicher Sinn.

    Sorry Wudi, mit dieser geistigen Tieffliegerei bist du selber schon so 'ne Nummer. Konsum ist nicht gleich Konsum und auch du solltest mal ein wenig über deinen wohlgenährten Bauchnabel hinausblicken und kapieren , dass Menschen, die mit geringen Löhnen abgespeist werden bestimmt nicht den Konsum abfeiern, den ich hier klistiere.


    Das ist eigentlich ultrasimpel zu erkennen und ich halte dich nicht für so naiv, als dass du das übersehen musst. Für den Fall, dass du weiter miese Löhne mit dummen übersteigerten Konsum zusammenbringen willst, zitiere ich das, was ich vor 3 Tagen in diesem Forum veröffentlichte:


    Zitat

    Wir leben in einem der reichsten Länder der Welt in dem beispielsweise auf rund 83 Mio. Einwohner 45 Mio. zugelassene (und nicht selten aufgeblasene) PKW kommen. Frankfurt zählt zu einem operativen Zentrum des weltweit agierenden Finanzkapitals und der vorhandene Reichtum versteckt sich gerade hier oft nicht. Da sehe ich es für dieses Land, dessen Politik und Gesellschaft sowie alle verantwortlichen Akteure als eine Beschämung, dass genau in dem selben Land bzw. der genannten Stadt Armut besteht, weil diese strukturell bedingt provoziert oder zugelassen wird. Eine Armut, die sich zwar oft zu verstecken sucht, das aber immer weniger kann.


    Zu den Strukturen, welche Armut und sozialen Ungerechtigkeiten zuarbeiten, gehören schlecht bezahlte Beschäftigungen und die sind im reichen Deutschland zum Massenphänomen und Bestandteil des Alltags geworden. Über Löhne wird in den meisten Ausschreibungen entweder geschwiegen oder werden verbale Nebelkerzen gezündet. 24% der Beschäftigten arbeiten sich in einem seit 2002 massiv ausgeweiteten Niedriglohnsektor arm (dieser Anteil betrug 1995 erst 15%) und reiche und wohlhabende Menschen lassen sich von niedrig entlohnten Menschen bedienen. Neofeudale Strukturen anstelle einer sozialen Marktwirtschaft, welche aus der Sicht vieler Menschen in das Exil geschickt wurde.

    RE: Der Beschiss an arbeitenden Menschen


    Diese neofeudalen Strukturen wurden in der Zeit des Bimbeskanzler Kohl aus der Gruft der Vorkriegszeit geweckt, ein Protests, der dann nach der Wende angesichts des politisch lancierten Zusammenbruchs der in den neuen Bundesländern vorhandenen Wirtschaft satt an Fahrt aufnahm. Die soziale Marktwirtschaft (mit der es die alte BRD auch nie so wirklich hatte) wurde in das Exil geschickt und der Kapitalismus ließ knapp 2 Jahre nah Begrüßungsfeld und Wiedervereinigungs-Trallela schamlos die Hose runter. Bimbes-Helmut Nachfolger versenkte diese Hose direkt in der Kanalisation und sonnte sich im spätkapitalistischen Exhibitionismus. Und zu allem Überfluss sollen all die als undankbar gelten, die diesen Exhibitionismus.schlichtweg nur übel und als mega-peinlich empfinden.

  • Vor 1949 gab es auch keine Ossi - Wessi - Vergleiche. Man identifiziert seit der Teilung die andere Seite Deutschlands mit dem ehemaligen Klassenfeind. Das ist unwürdig. M.E. haben beide Teile Deutschland das Beste aus ihrem Schicksal machen müssen,- und auch gemacht. Wenn man sich mit den Franzosen, Briten und Russen versöhnen kann, warum sollte es zwischen West-, und Ostdeutschland nicht klappen? Irgendwann sollte es mit gegenseitigen Vorwürfen genug sein, Es gibt wichtigere Dinge im Leben. Schließlich ist der Feind der Bayern der Saupreiß und umgekehrt. :D:D:D:D

  • Ganz ehrlich, ich nehm selten was persönlich. Ich versuche zu verstehen, wie es einer gemeint haben könnte, fühle mich aber nicht getroffen. Wie auch, mich kennt ja keiner hier.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • und sehr ungern eine Weile in den NBLs gearbeitet haben

    Aber die Buschzulage haben sie gern kassiert.


    Auch ich hatte ja, als BW-West Soldat die Möglichkeit. Ich hab dankend abgelehnt und sofort einen dummen Kommentar kassiert, statt 1500 DM/Monat.

    "Ich bin nur wegen der Kohle hier!" ...wörtliches Zitat des Schirrmeisters meiner Kompanie.


    Also mach hier keinen auf anständig, einige von den "Unwilligen" sind wegen der Kohle doch gern in den Osten, um den dummen Ossis das Arbeiten beizubringen. ;)

    Ich kann dir gern noch viel mehr Beispiele nennen, die du eh nicht registrieren willst oder glauben, denn ich bin ja nur der Jammer-Ossi, der wütend seine Meinung äußert, die leider etwas subjektiv ist.


    Mich muntern aber solch Beiträge auf, wo die armen Wessis klagen, dass sie in den Osten mußten, weil das da ja soooo schlimm ist.... Pussy geheule von Typen, die Arbeit nur aus der Distanz kennen. :)


    Behalte die Erfahrungen aus deinem Microkosmos einfach für dich und verallgemeiner die nicht, dann bist du auch etwas näher an der Realität, die wir hier live erlebt haben.


    :cornut:

  • Dieses "deutliche mehr an persönlicher Freiheit" halte ich für ein Gerücht. Zu keinem Zeitpunkt bestand ein Interesse auf den Seiten der eigentlichen Machthaber daran, dass die Neubürger endlich einmal über sich und ihr Land in aller Ruhe und Freiheit entscheiden könnten, denn das hätte bedeuten können, das man die Ossis nicht so leicht hätte über den Tisch ziehen können, wie man das wollte und letztendlich vollführt hat.


    Viele Ossis mögen bei diesem über den über den Tisch ziehen weich in übervolle Warentische und Sitzpolster von Westautos geplumpst sein und es mag sein, dass das vielen genauso wie den meisten Wessis reicht. Erst kommt das Fressen und danach oft nichts. Meine Freiheitverständnis sieht etwas anders aus.

    Wir wollen mal klarstellen, dass es heute besser ist. Punkt!

    Leider aber mit Einschränkungen. Und natürlich steht das "Man hätte einiges besser machen können" immer oben drüber.

    Dummerweise hat man sich damals über das "wie man es besser macht" mehr Gedanken machen können.

    Da aber die Westdeutsche Politik von Wirtschaft und Industrie unterwandert war und bis heute ist, verkommt diese Floskel zu einer Sprechblase, die gern bedient wird aber eigentlich nichts bedeutet.


    In "Der deutsche Goldrausch" wird eindeutig festgestelt, dass hier Unternehmer gepampert wurden, die im Westen nicht mal ein Konto hätten eröffnen dürfen. Einige wurden sogar von Steuerprüfern gesucht, weil sie diese hinterzogen haben.

    Aber durch die Plünderung der Betriebe haben die dann ihre Schuld begleichen können. Also alles Gut! ;)


    Und wenn hier einige Vollhonks einfach behaupten, dass ALLE Betriebe in der DDR marode waren, der ist schlicht unwissend oder einfach nur dämlich.

    Die Sahnestücke gingen weg wie warme Semmeln! Patente und der Boden (Volkseigentum) wurden verschleudert und die Eigentümer bekamen nix.

    Dieser Beschiß an den Ossi saß tief und wurde auch als solche erkannt.


    Natürlich erkannten das auch einige Altbundesbürger. Ich kenne einige.

    Wenn aber wie hier, unisono die Meinung herrscht, dass alles alternativlos war und man ja nicht wußte und konnte weil deshalb und aus Gründen, dann ist das an Beschränktheit kaum noch zu toppen.


    Genau das ist auch für mich der Grund, warum man hier nicht über die alte Republik diskutieren will, sonder hier einen zweiten Thread installiert, um über die alte DDR zu labern.


    ....symptomatisch, finde ich. Denn nur wenige kennen ihr altes Land wirklich. Aber sie wollen den Neubundesbürgern erklären, wie sie gelebt haben. ...köstlich! :)


    mfg

  • Reg Dich ab. Ich könnte mit Eliza Doolittle auch sagen "Det hat jesessen, wa?"


    Davon abgesehen, dass ich hier noch keinen Beitrag gelesen habe, in dem ein armer Wessi klagt, dass er in den Osten musste, hab ich mit keiner Silbe "auf anständig gemacht", weil ich gar nicht behauptet habe, dass sie aus anderen Gründen gegangen sind als wegen der Buschzulage. Natürlich sind sie nur wegen der Kohle gegangen! Warum Du aber gleich behauptest, sie hätten Arbeit nur aus der Ferne gekannt, erschließt sich mir nicht. Alles faule Wessis? Auch habe ich nie gesagt, was genau wie war, sondern nur, wie ich es erlebt habe. Deshalb kannst Du Dir ruhig den Schaum vom Mund wischen, Dich hat keiner Jammer-Ossi genannt. Auch ich nicht, aber anscheinend schüttest Du alles, was Du mal gehört hast, über jeden Wessi, der von seinen eigenen Erfahrungen spricht.

    Schön, dass wenigstens Du keine Vorurteile hast :hurray:Das freut mich.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.