Corona/Covid-19

  • Wenn ich ihn richtig verstehe, ist die angeblich in UK endeckte Mutation bloß ein Gerücht.


  • Verrückter Dachdecker will Angestellte feuern, wenn sie sich impfen lassen. :D :D :D


  • Auf welche Experten sollen wir nun hören?


    Zitat


    Wirtschaft gegen einen harten Lockdown

    https://www.mdr.de/nachrichten…t-gegen-lockdown-100.html


    Zitat


    Merkels Beraterkreis hält harte Lockdown-Maßnahmen für sinnvoll

    https://www.rnd.de/politik/loc…QOEJBK7EOSUQAA6RPXJI.html


    Das Privatleben wurde heruntergefahren. Strenge Hygienemaßnahmen eingeführt und kleine Firmen, meist aus dem Dienstleistungssektor, geschlossen.

    Das Argument der Großen ist, dass Ansteckungen eher im Privatem statt finden und nicht in Großbetrieben. Warum dann Gastronomie und solch recht unbedenkliche Dienstleistungen (Friseur, Baumärkte, etc) dicht gemacht wurden, ergibt wenig Logik.

    Ich will das hier nicht werten oder beurteilen, ich möchte nur den Widerspruch in der Argumentation aufzeigen. Denn wenn solch Behauptung aufgestellt wird, dass ja Ansteckungen meist im privaten Bereich stattfinden, dann frag ich mich, wie das noch mehr eingeschränkt werden soll.

    Ausgangssperre für alle, außer man geht auf Arbeit?

    Lebensmittelausgabe, statt Einkauf im Supermarkt?

    Medizinische Masken vorschreiben?


    Seit November verschärfen wir stetig die Maßnahmen für Privatpersonen, kleine Unternehmen und Behörden. Wir schränken ein, wo es nur geht. Schaut man aber auf die Zahlen, dann scheint es so, als hätten diese Maßnahmen bisher nicht viel gebracht. Wo die Zahlen hoch sind (Menschen Ü70), reagieren wir mit Isolation, statt Intelligenz.

    Homeoffice soll nun eine Lösung sein. Was eigenartig erscheint, denn wenn das Argument lautet, dass wir uns eher im Privatem anstecken, dann ist das ja kontraproduktiv.


    Ich hatte hier ja dieses Dokument der Bundesregierung aus 2012 verlinkt. Wem das nicht aufgefallen ist, hier nochmal der Link:

    https://www.bbk.bund.de/Shared…20?__blob=publicationFile


    Grad der Passus einer Virusinfektion und die Auswirkungen und Maßnahmen, die dazumal erdacht wurden, waren schon recht gut. Ich kann jedem nur empfehlen, dies einmal zu überfliegen. Denn die im Anhang 5 befindliche Risikobewertung ist recht interessant.


    Ich bin mal über einen Beitrag eines kleinen Lokalblattes gestolpert.


    Zitat


    Das Zusammentreffen z.B. vieler Jugendlicher ist ein Corona-Hotspot - keine Frage. Aber das Virus scheint nach dem Verhalten Söders - wie auch anderer Politiker - an den Toren der Großkonzerne Halt zu machen. Während alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte des Einzelhandels wie z.B. Schuhläden, schließen müssen, haben der Versandhandel wie Amazon und Co freie Hand. Gerade diese Unternehmen sind Hotspots erster Klasse - die Corona-Schutzvorschriften werden dort kaum umgesetzt und fast gar nicht kontrolliert.

    https://www.lokalkompass.de/bo…avon-ausgenommen_a1486164


    Auch ich muß, wie wahrscheinlich viele auch, meiner Arbeit nachgehen. Unser Hygienekonzept ist recht gut, ist aber kein Garant, dass man sich nicht ansteckt. Wenn man dann noch mit Kunden zu tun hat, die auf dem "Masken-Ohr" taub sind, dann haben wir zB das Recht, diese von unseren Wertstoffhöfen wegzuschicken und nicht zu "bedienen".

    Schaut man aber in Produktionsbetriebe, dann ist man dort schon etwas anhängiger von den Kollegen.

    Umkleide und/oder Waschräume/Duschen sind da die kritischen Bereiche.

    Bisher war es Angestellten auch möglich in Betriebskantinen weiterhin ihre Mahlzeiten einzunehmen.


    Berichte von Freunden zeigen auch, dass solch Probleme und ähnliche Situationen fast überall gleich sind.


    Wie seht ihr die Forderungen der Industrie? Wer hat Recht und auf wen sollten wir hören?


    mfg

  • Was gibt es eigentlich insgesamt für Möglichkeiten, die Ansteckungszahlen zu verringern?

    Der Lockdown gefällt niemandem, aber sich anzustecken, gefällt auch niemandem.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Ich musste letzte Woche einen Tag ins Büro fahren, also in Berlins Mitte. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Es war eine Katastrophe. Lange Takte, zu viele Leute. Total volle Busse und Bahnen.

    Ich frage mich, warum man das die ganze Zeit zulässt, Blumengeschäfte und Frisöre aber schließt. Zwei Branchen, in denen sich Hygienekonzepte und Abstandsregeln hervorragend umsetzen lassen.


    Also die öffentlichen Verkehrsmittel wären für mich ein sinnvoller Ansatzpunkt. Mehr Busse und Bahnen. Unbedingt. In Berlin zumindest.

  • Dort steht, dass die Bundesregierung die Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar durchsetzen will. Und nicht, dass der Lockdown bis Mitte Februar erstmal verlängert wird.

    Das ist schon richtig, aber wenn die Bundesregierung diese Verlängerung will, dann wird sie in diesen alternativlosen Zeiten sicher auch beschlossen werden - und frühzeitig deren nächste Verlängerung angekündigt werden… Es sollen ja Herrn Spahn beispielsweise Forderungen nach echtem Lockdown zu Ohren gekommen sein, Und die Medien schüren dieses Bedürfnis nach strengerem und längerwährendem Stubenarrest extra, so dass Kanzleramt und Ministerpräsidenten gar nichts anderes übrigbleibt, als, schon wegen ihrer Beliebtheitswerte in den nächsten demoskopischen Umfragen, dafür zu sorgen, dass Angst und Schrecken (vor möglicher Ansteckung) mindestens bis zur Bundestagswahl erhalten bleiben…

  • Ich musste letzte Woche einen Tag ins Büro fahren, also in Berlins Mitte. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Es war eine Katastrophe. Lange Takte, zu viele Leute. Total volle Busse und Bahnen.

    Daran sieht man, wie blöd die Leute sind. Würden sie die Pandemie ernst nehmen, gäbe es gar keine überfüllten Busse. Nun sehen wir auch, wieso angebliche Lockdowns bei uns nicht richtig funktionieren. :(

  • Und die Medien schüren dieses Bedürfnis nach strengerem und längerwährendem Stubenarrest extra, so dass Kanzleramt und Ministerpräsidenten gar nichts anderes übrigbleibt, als, schon wegen ihrer Beliebtheitswerte in den nächsten demoskopischen Umfragen, dafür zu sorgen, dass Angst und Schrecken (vor möglicher Ansteckung) mindestens bis zur Bundestagswahl erhalten bleiben…

    Das sind solche Sätze, die mich sehr befremden, weil Du ein solcher Idiot ja eigentlich nicht bist, der die täglichen NEUEN Sterbefälle und Überlastung der Krankenhaus-Intensivstationen völlig übersieht. Ich könnte mir aber denken, dass Du Dich mit dem Querdenker-Getue entweder interessant machen willst, oder aber auch, dass Du in Deinen Socken schlotterst und Dich selbst damit beruhigen willst.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • […] Würden sie die Pandemie ernst nehmen, gäbe es gar keine überfüllten Busse. […]

    Die Busse sind möglicherweise deswegen gut gefüllt gewesen, weil, wie zizou geschrieben hat, die Fahrplantakte gestreckt waren, also die Busse des verringerten Fahrgastaufkommens seltener gefahren sind, als vor dem Lockdown… und ihren Einkauf des täglichen Bedarfs müssen sie auch während der Pandemie vornehmen, oder Arztbesuche. Oder eines der Test-/Impfzentren war ihr Fahrtziel…

  • Die Busse sind möglicherweise deswegen gut gefüllt gewesen, weil, wie zizou geschrieben hat, die Fahrplantakte gestreckt waren, also die Busse des verringerten Fahrgastaufkommens seltener gefahren sind, als vor dem Lockdown… und ihren Einkauf des täglichen Bedarfs müssen sie auch während der Pandemie vornehmen, oder Arztbesuche. Oder eines der Test-/Impfzentren war ihr Fahrtziel…

    Nein, die Fahrplantakte wurden eben nicht gestreckt und das habe ich auch nicht beschrieben. Es ist der normale Wahnsinn in Berlin, der noch dadurch verstärkt wird, dass Busse und Bahnen regelmäßig ausfallen oder verspätet fahren. Soll heißen, der öffentliche Nahverkehr wurde der Pandemie nicht angepasst. Wenn man volle Busse und Bahnen bewusst in Kauf nimmt, kann man mindestens Frisöre offen lassen. Erst jetzt wird darüber disktutiert, wie man die Lage im öffentlichen Nahverkehr entspannen kann. Da kamen so Sachen wie man müsse einen Teil der Plätze absperren, aber auch der Einsatz von mehr Bussen und Bahnen.

  • Nein, die Fahrplantakte wurden eben nicht gestreckt und das habe ich auch nicht beschrieben. […]

    Du hattest ausdrücklich betont, dass es lange Takte wären, in denen die Busse verkehrten, als musste man als Leser wohl annehmen, es sei eine andere Taktfrequenz als üblicherweise. Es wäre ja unsinnig, den Fahrplantakt im Lockdown zu verkürzen, um die Fahrgastanzahl pro Bus auf ein bis zwei Leute zu begrenzen… wirtschaftlich läuft der Bus ohnehin nur bei Vollauslastung, und genau mit dem dann optimalen Spritverbrauch pro Personenkilometer werben ÖPNV-Betreiber ja für die "Umweltfreundlichkeit" des ÖPNV…

  • Wie seht ihr die Forderungen der Industrie? Wer hat Recht und auf wen sollten wir hören?

    Mit Vernunft. Man kann eine arbeitsteilige Gesellschaft nicht einfach zwei Monate lang stilllegen. Selbst dann, wenn man den menschlichen Faktor außer Acht lässt, klappt das nicht. Es ist ja nicht so, dass es bei der Forderung bleibt, so ein Krankenhaus müsse funktionieren. Dazu braucht man den tschechischen Arzt, jedenfalls hier zu Freistaat. Man braucht aber auch Arzneimittel, die irgendeiner herstellen und hinbringen muss. Man braucht Gase wie Sauerstoff in größeren Mengen. Auch die müssen hergestellt und rangekarrt werden. Man braucht jemanden, der bei Maschinenausfall in der Fabrik für den Sauerstoff das Problem wieder richtet und einen, der das Ersatzteil herstellt. Nur so als Beispiel. Da ist es doch wesentlich einfacher, dem Bürger die Kneipe zuzumachen. Der hat im Gegensatz zu MB auch keine Rechtsabteilung. Und was den Versandhandel betrifft: Der ist die derzeit einzige Möglichkeit für den Bürger Sachen zu beschaffen, die nun mal in knapp drei Monaten kaputt gehen und die teils helfen, größeren Schäden vorzubeugen. Oder das leben unter Notstandsbedingungen so halbwegs erträglich zu machen. Na gut, Politik war der Onlinehandel zunehmend ein Dorn im Auge. Was passiert eigentlich, wenn das deutsche Verteilzentrum zugemacht wird? So gut wie nichts. Bei amazon gibt es jede Menge Anbieter, die direkt versenden. Dauert zwei Tage länger, was solls. Und die polnischen Verteilzentren sind immer noch offen. Und auch in China direkt kann ich immer noch bestellen. Ich, aber eben nicht alle. Es erscheint auch wenig zielführend, Nägel und Schrauben nun einzeln aus China ranzuholen. Und auf die Idee, die AN beim Betreten der Betriebsstätte einem Schnelltest zu unterziehen kommt niemand?