Zivilisationen in der Milchstraße

  • Denke ich nicht.

    Allerdings glaube ich, dass etwaige Zivilisationen nicht so leicht aussterben, wenn es nicht eine atomare Ursache gibt. Sie können sich sehr ändern, zurückfallen oder was weiß ich. Aber, was auch immer bleibt, wird sich wieder irgendwie entwickeln. Wo auch immer.

    Die Erde wird früher oder später auch nicht mehr bewohnbar sein für Menschen. Wo unsere Spezies dann ist, bleibt offen.

    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

  • Ich würde es nicht so eng sehen, also nicht nur menschliche Zivilisiationen.

    Rom als Zivilisation ist auch nicht ausgestorben, sondern hat sich verändert.

    Der Grundgedanke ist, dass eine hochentwickelte Spezies sich im Universum verbreitet und sich neue Lebensräume erschließt. Also nicht auf ihren Ursprungsplaneten begrenzt ist.

    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

  • Besuche schon mal gar nicht, denn auch Leben auf anderen Planeten kann Physik nicht überlisten oder neu erfinden.

    Überlisten nicht, aber sich möglicherweise in ferner Zukunft neuer Technologien bedienen.

    Man könnte sich z. B. theoretisch die "spukhafte Fernwirkung" zunutze machen, indem man einen computerbestückten Satelliten zu einem sehr weit entfernten Sonnensystem sendete. Sobald er angekommen wäre, könnte man die verschränkten Teilchen in diesem Computer, egal wie weit er von der Erde entfernt wäre, mit den sich auf der Erde befindenden korrespondierenden Teilchen in Echtzeit steuern. ;)

    Wenn eine andere Zivilisation uns ebenfalls einen auf Quantenverschränkung basierenden Computer vor die Tür setzen würde, könnten wir uns theoretisch ohne Zeitverzögerung mit ihr 'unterhalten' und der Beschränkung durch die Lichtgeschwindigkeit eine lange Nase drehen.


    So genial diese Idee auch ist, verlange bitte nicht von mir, sie im Detail zu verteidigen. Die Details sollen dann bitte die im Jahr 3000 lebenden Wissenschaftler ausarbeiten (ich kann mich schließlich nicht um alles kümmern!). :)

  • die im Jahr 3000 lebenden Wissenschaftler

    Ähm, ich sehe in diesem Jahr keine Menschen mehr auf der Erde.

    Es sei denn, man dreht sich um 180 Grad und überwindet alle unsere Schwächen und Beklopptheiten.

    Aber sowas zu hoffen ist naiv.


    Deine Idee mit den Signalen ist ja gut und schön nur wie soll so ein Ding in akzeptabler Zeit an Ort und Stelle gebracht werden?


    mfg

  • [...]

    Man sollte nur nicht darauf hoffen, dass wir das letztlich bestätigen können. Also durch Kommunikation oder Beobachtung. Besuche schon mal gar nicht, denn auch Leben auf anderen Planeten kann Physik nicht überlisten oder neu erfinden. Denn letztlich müssen Signale oder eben Materie ja auch über die unvorstellbaren Distanzen transportiert werden.

    Allein deshalb wird diese Diskussion und eben auch die Suche immer nur theoretisch betrachtet werden.

    [...]

    Biologen bei der "Forschung Universum" haben inzwischen Modelle entwickelt für evolutionäre Entwicklung die von unserer Erde sich fundamental unterscheidet. Es könnte sich selbst auf Planeten Leben entwickelt haben, die für uns unbewohnbar sind. Planeten die radioaktiv sind, eine andere Atmosphäre haben, z.B. aus Methan usw. usf.


    Solche Lebewesen könnten eine ganz andere Physik entdeckt haben, welche uns unbekannt ist und umgekehrt. Es würde nur Schnittmengen geben zu uns.


    Es ist ein Fehler davon auszugehen, unsere physikalischen Entdeckungen seien die einzig richtigen Beschreibungen der Realität.

    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

  • [...]

    Wenn eine andere Zivilisation uns ebenfalls einen auf Quantenverschränkung basierenden Computer vor die Tür setzen würde, könnten wir uns theoretisch ohne Zeitverzögerung mit ihr 'unterhalten' und der Beschränkung durch die Lichtgeschwindigkeit eine lange Nase drehen.

    [...]

    Bisher schließen der Großteil der Physiker das noch aus, und die Informationsübertragung ist an c gekoppelt.

    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

  • Bisher schließen der Großteil der Physiker das noch aus, und die Informationsübertragung ist an c gekoppelt.

    Ja, die Fernwirkung selbst funktioniert offenbar ohne Zeitverzögerung, aber es scheint(?) derzeit(?) unmöglich zu sein, das eine Teilchen gezielt zu beeinflussen, so dass dann das damit verschränkte, weit entfernte Teilchen ebenfalls gezielt beeinflussbar wäre.

  • Deine Idee mit den Signalen ist ja gut und schön nur wie soll so ein Ding in akzeptabler Zeit an Ort und Stelle gebracht werden?

    Na ja, ein mit dem Zehntel der Lichtgeschwindigkeit fliegender Satellit bräuchte z. B. etwa 42 Jahre bis zu Proxima Centauri ... ;)


    Nimm es nicht zuuu ernst, was ich geschrieben habe. Ich sehe Kommunikation mit weit entfernten Zivilisationen (und in noch größerem Maße Reisen durchs All) als extrem schwierig und vielleicht für immer unmöglich an, aber man sollte andererseits nicht vergessen, dass mittlerweile Dinge möglich sind, die die meisten Menschen vor 100 Jahren noch für völlig absurd gehalten hätten. Angesichts dieser hohen Geschwindigkeit, mit der sich Technologien verbessern bzw. neu erfunden werden und sich unser Wissen erweitert, will ich solche Dinge nicht definitiv ausschließen.


    Natürlich kann es auch gut sein, dass es den Menschen gar nicht mehr lange genug gibt, um an solche Ziele überhaupt denken zu können.

  • Na ja, ein mit dem Zehntel der Lichtgeschwindigkeit fliegender Satellit bräuchte z. B. etwa 42 Jahre bis zu Proxima Centauri ... ;)


    Nimm es nicht zuuu ernst, was ich geschrieben habe. Ich sehe Kommunikation mit weit entfernten Zivilisationen (und in noch größerem Maße Reisen durchs All) als extrem schwierig und vielleicht für immer unmöglich an, aber man sollte andererseits nicht vergessen, dass mittlerweile Dinge möglich sind, die die meisten Menschen vor 100 Jahren noch für völlig absurd gehalten hätten. Angesichts dieser hohen Geschwindigkeit, mit der sich Technologien verbessern bzw. neu erfunden werden und sich unser Wissen erweitert, will ich solche Dinge nicht definitiv ausschließen.


    Natürlich kann es auch gut sein, dass es den Menschen gar nicht mehr lange genug gibt, um an solche Ziele überhaupt denken zu können.

    Doch, ich nehm das ernst.

    Allein schon, weil ich so viele SF Filme gesehen habe und mich das zum Spezialisten macht. ;)


    Aber mal im ernst, bei solchen Szenarien gibt es eine Unmenge Faktoren die man diskutieren könnte.

    Technologie ist die eine Seite. Gesellschaftliche Entwicklung eine andere. Denn es ist ja auch wichtig, wie man mit solch Entwicklungen umgeht.

    Wir hier diskutieren hypothetisch und können erstmal alles in die Runde werfen. Es sieht schon anders aus, wenn international konkurriert oder kooperiert wird.

    Da wir hier auch über neue Energie reden werden wir wahrscheinlich nicht erleben, jedenfalls nach dem heutigen Stand, dass ideologisch verfeindete Länder irgendwie Kooperieren.


    Gehen wir hier optimistisch davon aus, dann können wir hier ausmalen und fantasieren bis die Schwarte kracht. :)


    Ein Zehntel Lichtgeschwindigkeit ist auch schon ambitioniert. ....das dürfte auch echt schnell sein, oder?

    Da hätten wir dann aber ein Problem mit der Beschleunigung. Den berühmten "Trägheitsdämpfer" können wir, glaub ich, im Star Treck Universum lassen. Demzufolge dauert es dann wohl ein wenig, bis ein Objekt beschleunigt wird. Ohne Menschen etwas schneller als mit.


    Auch eine theoretisch funktionierende Raumkrümmung wäre ja denkbar. Obwohl dann die Frage steht: Mit welcher Energieerzeugung?


    Wenn ich aber ehrlich bin, dann rede ich lieber davon, ohne wirklich die Realität zu beachten. Denn leider wissen wir ja, dass wir eigentlich gar nichts wissen. ;)

    Ja, ein Planet kann spektral gesehen die Bedingungen für Leben erfüllen, habitable Zone und Lage können stimmen. Aber selbst das ist nur ein Indiz für die Möglichkeit der Existenz von Leben in irgendeiner Form.

    Eine Garantie ist es aber immer noch nicht.


    Von mir aus könne wir gern erstmal unseren Hinterhof richtig unter die Lupe nehmen. Also unser Sonnensystem. Allein was es da an irren Dingen (Gasriese Jupiter, die Saturnmonde, etc) zu entdecken gibt, ist schon immens.

    Das war ja damals im alten Forum der Grund, warum ich unseren Mond als erstes Ziel auserkoren hatte. Denn der würde ja eine ideale Ausgangsbasis darstellen. Nicht nur wegen der geringeren Schwerkraft und nicht vorhandener Atmosphäre, sondern auch wegen der Nutzung dort vorhandener Energiepotenziale.


    Hoffen wir, dass wir Menschen uns nicht in 100 oder 200 Jahren ausradiert haben. Dann könne wir uns gern nochmal hier treffen und schauen, welch Fortschritte wir bis dahin gemacht haben. :)


    ...ich besorg dann das Bier. 8o


    mfg

  • Dazu die Experten Calvin und Hobbes:


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    Die Frage die ich auch interessant finde, - wie wahrscheinlich ist es, dass eine hochentwickelte Zivilisation sich selbst vernichtet? Und könnte es das schon in der Milchstraße gegeben haben. Ausschließen kann man es nicht und normalerweise bin ich eher ein Skeptiker von dem Gedanken, intelligente Zivilisationen würden sich irgendwann selbst vernichten.

    Die Menschen waren in den letzten hundert Jahren schon oft nahe dran, das ganze höhere Leben auf ihren Planeten auszulöschen! Die gegenwärtige Situation, wo sich ein Herr Laschet kurz nach seiner Wahl erneut zu Hochrüstung Deutschlands und der Nato bekennt, in Strategischen Kreisen der Bundeswehr zur Beteiligung an einem Krieg der USA/Israels gegen den Iran geraten wird, muss man schon fragen, inwieweit noch Vernunft die Politik bestimmt.

  • Klar, es gibt Waffen in Überzahl, Atomkraft und fürchterliche Gifte, und als I-Tüpfelchen die menschliche Dummheit, aber trotzdem halte ich es für nicht sehr wahrscheinlich, dass menschliches Leben, oder überhaupt höheres Leben, komplett ausgelöscht wird. Derzeit werden wir immer und immer noch mehr...


    Diese Affen, die geklaute Handys und Brillen sofort nach der Tat ihren Opfern "verkaufen", geben zu den schönsten Hoffnungen Anlass. Die werden uns ersetzen.



    "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber"

  • Derzeit werden wir immer und immer noch mehr...

    Ich könnte mir vorstellen, dass es ähnliche Phasen wie die einer Bakterienkultur gibt, die irgendwann in die Absterbephase übergeht, sobald nicht mehr genug Substrat (in unserem Fall: sauberes Wasser, saubere Luft, Lebensmittel, Wälder, bewohnbarer Raum, adäquates Klima, ...) vorhanden ist:


    1280px-Bacterial_growth_curve_de.svg.png

    Quelle


    Es könnte natürlich auch sein, dass wir im wahrsten Sinne des Wortes noch die Kurve kriegen und irgendwie überleben.

  • Klar, es gibt Waffen in Überzahl, Atomkraft und fürchterliche Gifte, und als I-Tüpfelchen die menschliche Dummheit, aber trotzdem halte ich es für nicht sehr wahrscheinlich, dass menschliches Leben, oder überhaupt höheres Leben, komplett ausgelöscht wird. Derzeit werden wir immer und immer noch mehr...


    Diese Affen, die geklaute Handys und Brillen sofort nach der Tat ihren Opfern "verkaufen", geben zu den schönsten Hoffnungen Anlass. Die werden uns ersetzen.

    Wir haben genügend Affen bis in höchste Positionen, da müssen wir als Spezies nicht ersetzt werden!:):evil::(

  • Es gibt eine zeitliche und eine räumliche Unendlichkeit.

    Weil alles um uns herum endlich ist, verstehen wir die Unendlichkeit nicht.

    Also wird es, und gibt es, Zivilisationen in unendlichen Mengen.

    Wieviele es derzeit in der Milchstraße gibt, ist eine interessante Frage, nur momentan nicht beantwortbar.

  • Unterstelle ich mal,dass die Gesetze der Physik im gesamten Universum gelten, dann ist die Wahrscheinlichkeit,dass es da draussen noch "Leben" gibt sehr groß.Die Frage ist nur,ob derartiges Leben in der Lage ist,die extremen Entfernungen (nach menschlichem Physikverständnis) zu überwinden.Und das in einem Zeitraum,der der spezifischen Lebensspanne nahekommt.Ansonsten müssten diese Wesen in der Lage sein,auch generationsübergreifende Fahrten zu unternehmen.Mit allen damit verknüpften Problemen,von der Nahrungsmittelproduktion bis zu deren Entsorgun usw, Oder aber es gibt noch 'ne Physik,die der unseren nicht nicht entspricht und die lässt ggf. anderes zu

  • Unterstelle ich mal,dass die Gesetze der Physik im gesamten Universum gelten, dann ist die Wahrscheinlichkeit,dass es da draussen noch "Leben" gibt sehr groß.Die Frage ist nur,ob derartiges Leben in der Lage ist,die extremen Entfernungen (nach menschlichem Physikverständnis) zu überwinden.Und das in einem Zeitraum,der der spezifischen Lebensspanne nahekommt.Ansonsten müssten diese Wesen in der Lage sein,auch generationsübergreifende Fahrten zu unternehmen.Mit allen damit verknüpften Problemen,von der Nahrungsmittelproduktion bis zu deren Entsorgun usw, Oder aber es gibt noch 'ne Physik,die der unseren nicht nicht entspricht und die lässt ggf. anderes zu

    Vielleicht sind wir auf dieser generationenübergreifenden Fahrt?

  • [...] Oder aber es gibt noch 'ne Physik,die der unseren nicht nicht entspricht und die lässt ggf. anderes zu

    Es könnte sein, dass unsere Physik in einer noch mehr allumfassenden Physik aufgeht. Unsere Grenzen wären nur Grenzfälle einer alles voll erklärenden Physik.


    Es könnte aber auch sein, dass andere Lebewesen bereits etwas entdeckt haben, was wir noch nicht entdeckt haben. Z.B. Dunkle Materie, Dunkle Energie oder etwas ganz anderes.


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    In beiden Fällen würde unsere Physik ihre Gültigkeit behalten, aber trotzdem könnte sie im Widerspruch zu dem uns Unbekannten stehen.

    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

  • Vielleicht sind wir auf dieser generationenübergreifenden Fahrt?

    Wenn man die derzeitige Politik und die gegenwärtig wieder stattfindende Hochrüstung beurteilt, sind wir eher auf dem Weg zur Vernichtung unserer Spezies, trotz größerer Hirnleistung dümmer als die Dinosaurier, die wenigstens nicht selbst ihren Untergang bewirkten.