Rund ums Geld

  • Da wir einen solchen noch nicht haben, möcht ich einen solchen anbieten.

    Ausschlaggebend war ein Artikel bei Heise.


    Zitat

    Welt der Zombie-Gläubiger

    Geld- und Schuldenblase ohne Bezug zur Realwirtschaft: Wie geht es weiter?


    ...

    Kurz: Es wurden 2020 enorm viele neue Papiere in die Welt gebracht, die einen Anspruch auf eine Wirtschaftsleistung darstellen, die gar nicht vorhanden ist. Viele Geld- und Vermögensinhaber leben also in einer Illusion, dem Irrglauben, dass ihre Geld- und Anleihedepots noch voll werthaltig sind. Das sind sie aber schon längst nicht mehr. Wir leben in einer Welt von Zombie-Gläubigern.

    https://www.heise.de/tp/featur…e-Glaeubiger-5040440.html


    Was denkt ihr? Können wir finanztechnisch so weiter machen, einfach Geld drucken und auf reale Ansprüche unserer virtuellen Anlagen bestehen?

    Ein Wirtschaftssystem ist nur so gut, wie es die nächste Krise meistert. Wer fällt hintern runter und wer steckt sich den Mehrwert ein?

    Oder sollte Geld gar keinen realem Wert im Materiellen hinter sich haben?


    Oder ist etwa unser "Finanzsystem" so stark, dass man darüber eigentlich gar nicht reden braucht? Alles Panikmache?


    Lasst euch aus!


    mfg

  • Es wird irgendwann einen Schuldenschnitt geben, einen Reset, bei dem es viele Pleiten gibt, viele Menschen ihre Ersparnisse und privaten Rentenansprüche verlieren und die Schuldner ihr Eigentum und auch die Staaten wieder bei Null anfangen. Wahrscheinlicher ist, dass das nicht global, sondern eher auf nationaler Ebene mal hier und mal dort passiert. Ein Weltuntergang wäre das nicht. Es ist nur schlecht, wenn man als Privatmann hohe Schulden hat, wenn es passiert, denn private Schulden sind bei so einem Ereignis nicht unbedingt vergessen und bleiben, vielleicht auch nur zum Teil, erhalten oder belastetes Grundvermögen ist dann weg.

    Da man nicht wissen kann, wann es einen Reset gibt, ist es am besten man hat keine hohen Schulden. Von daher war es für mich gut, dass es 2007 nochmal glimpflich abgelaufen ist, sonst wäre ich wahrscheinlich mein zweites, vermietetes Haus und alle meine Lebensversicherungen los gewesen. Jetzt sieht es da für mich schon wesentlich besser aus, wenn es zu einem Reset kommt, beziehungsweise verliere ich dann nicht viel. Das Bisschen, was ich in den Finanzmärkten und in Krypto habe ist für mich reine Zockerei und keine Geldanlage und zusätzliche Alterssicherung wie das Betongold.

  • Was denkt ihr? Können wir finanztechnisch so weiter machen, einfach Geld drucken und auf reale Ansprüche unserer virtuellen Anlagen

    Nein, auf keinen Fall, der mitdenkende Bürger sollte sich absichern, indem er Assets erwirbt, die sich nicht beliebig staatlicherseits vervielfältigen oder bei Bedarf einfrieren lassen, Assets, deren Name mir aber gerade leider nicht einfällt ... ich werde ja schließlich auch nicht jünger ... ;)


    Oder sollte Geld gar keinen realem Wert im Materiellen hinter sich haben?

    Da Materie ohnehin nichts anderes als verdichtete Energie ist, wundere ich persönlich mich immer über die Differenzierung zwischen 'physischem' und 'virtuellem' Geld. :)

  • Da Materie ohnehin nichts anderes als verdichtete Energie ist, wundere ich persönlich mich immer über die Differenzierung zwischen 'physischem' und 'virtuellem' Geld.

    Wenn unser Geld unseren physikalischen Gesetzen unterliegen würde, dann wäre Geld, hinter dem ein physischer Wert steht schwerer. ;)


    mfg

  • Wenn unser Geld unseren physikalischen Gesetzen unterliegen würde, dann wäre Geld, hinter dem ein physischer Wert steht schwerer. ;)


    mfg

    Ja, gäbe es nur 'schweres' und/oder per Algorithmus in seiner Menge limitiertes Geld, wäre die Gefahr der Entwertung der Vermögen unzähliger Menschen deutlich geringer.

  • Ein Buch....


    Zitat


    „Mythos Geldknappheit“ – Maurice Höfgens neues Buch über die Modern Monetary Theory (MMT) , ein Werk zwischen ökonomischen Mythen, progressiver Reformpolitik und „ökonomischem Wahnsinn“

    ...

    US-Präsident Joe Biden glaubt, dass Geld ähnlich „wie Saatkorn“ ein knappes Gut ist, und Wolfgang Schäuble erklärte noch als Finanzminister, dass Banken nur als Vermittler zwischen Sparern und Kreditnehmern agieren. Beide irren sich, meint der Ökonom und Betriebswirt Maurice Höfgen, denn beide haben eine falsche Vorstellung von der Funktionsweise des Geldsystems. Geld schöpften die Banken vielmehr aus dem Nichts, und Geld sei auch keine knappe Naturressource, sondern eine menschliche Erfindung, die keiner natürlichen Beschränkung unterliegt.

    Der Autor spart auch nicht mit Kritik.


    Zitat


    Überraschend ist allerdings, dass Höfgen im Rahmen seiner Reformdiskussion nicht nur den ökonomischen Mainstream attackiert, sondern auch nicht mit Kritik am eigenen Lager spart. So würden Politiker des progressiven Spektrums regelmäßig in eine Falle hineintappen, wenn sie den Ausbau des Sozialstaats mit Steuererhöhungen für Reiche finanzieren wollen. Dies würde nämlich nur die Realisierung der Reformen erschweren und zugleich makroökonomische Irrtümer verfestigen. „Ein Verständnis des Geldsystems macht das Robin-Hood-Framing – ´Nehmet den Reichen und gebet den Armen´ – überflüssig“, schreibt Höfgen.

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=70454


    Umdenken muß niemand, nur verstehen. Aber wer will das schon? ;)


    mfg

  • Im Islam ist das Hawala-System üblich, d. h. Personen befördern persönlich Geld in unbestimmten Mengen von Land zu Land. So umgeht man Vorschriften im Bankenwesen in Deutschland zum Beispiel und begeht damit Straftaten nach deutschem Recht.


    Hier ist mal wieder Hawala-in-Action:



    Der Islam untergräbt deutsche Gesetze.

    Der im Grundgesetz geregelte Amtseid aller deutschen Regierungsmitglieder:

    Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.

  • Im Islam ist das Hawala-System üblich, d. h. Personen befördern persönlich Geld in unbestimmten ...

    Wie viel Milliarden wurden durch Banken und deutsche Kreditinstitute, nicht zuletzt mit Cum-Ex Geschäften illegal am deutschen Fiskus vorbeigeschleust ?

    War das jetzt das besonders christliche Moment das hier gegen deutsche Gesetze verstößt ?


    Der einzige Unterschied zu deinen genannten Verbrechern in Blick auf die deutschen Bankster in Nadelstreifen wie jemand wie Olarius (Warburg Bank ) ist das letztere durch deutsche Politiker wie Scholz ( jetzt Bundes Finanzminister, damals HHer OB ) wie Tschentscher

    ( damals Finanzsenator, jetzt HHer OB ) oder Pawlecyk oder Johannes Kahrs etc. mit Ihren Assozialitäten voll gedeckt wurden.

    Die Einzelheiten bitte selbst ergooglen.


    Und alle Beteiligte laufen noch frei Rum bzw. werden noch unter hohen Zustimmungswerten gewählt....

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind

  • Die sollen an den Hammelbeinen gepackt und verurteilt werden!

    Der im Grundgesetz geregelte Amtseid aller deutschen Regierungsmitglieder:

    Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.

  • Der Islam untergräbt deutsche Gesetze.

    Gelegentlich poppen Geistliche (ich sag jetzt nicht welcher Religion) Knaben oder minderjährige Mädchen.

    Untergräbt deren Kirchen deutsche Gesetze oder sinds "nur" die Religionsangehörigen??

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Thema Geld.

    Im Islam ...

    Das erinnert mich an die Geschichte des Biologiestudenten, der sich vor jeder Prüfung auf Fragen über den Elefanten vorbereitete, mit dem er sich täglich beschäftigte.


    Eines Tages dachte sich ein Prüfer "Den frag ich jetzt mal was ganz anderes!". Als der Student den Raum betrat, sagte der Prüfer "Nun, wie ist das denn mit der Schlange? Erzählen Sie mir bitte etwas über die Schlange!"


    Der Student zögerte kurz, dann antwortete er: "Die Schlange ist wahrlich ein interessantes Tier. Sie verfügt über einen äußerst langgestreckten Körper, ... der so ähnlich aussieht wie der Rüssel eines Elefanten. Der Elefant ..." :D

  • Gelegentlich poppen Geistliche (ich sag jetzt nicht welcher Religion) Knaben oder minderjährige Mädchen.

    Untergräbt deren Kirchen deutsche Gesetze oder sinds "nur" die Religionsangehörigen??

    Das hat mit Geld was zu tun? Bezahlen die Priester die Ministranten? Wäre mir neu.

    Der im Grundgesetz geregelte Amtseid aller deutschen Regierungsmitglieder:

    Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.

  • Nur ein "Schmankerl" hier im Thread:

    Da schafft jemand über 13 Jahre lang jeden Tag ein Bild, verpackt diese Bilder dann in ein gängiges digitales Dateiformat, erhält für diese Datei schließlich von einem Käufer fast 70 Millionen kryptographisches Geld, der sichert sich seinen Besitz durch ein digitales Zertifikat und nun wird versucht, dieses Kunstwerk allen sichtbar zu machen.

    https://www.nzz.ch/wirtschaft/…ollar-verkauft-ld.1606240

    Via Bildschirm, der irre groß sein muss, um die einzelnen Bildchen zu erkennen.


    Wir sind verrückt geworden, irgendwie oder nicht?;)


    Frdl. Grüße

    Christiane

  • Wir sind verrückt geworden, irgendwie oder nicht?;)

    Das ist eine sehr gute Frage ... Ich vermute, die Antwort ist "Jein".

    Irgendwie sind Kunstkäufer schon verrückt (ob nun von NFTs oder nicht), aber NFTs werden Teil der Zukunft sein, wie auch Kryptowährungen, Blockchain und DeFi.


    NFTs sind letztlich 'Super-Bitcoins'. Schon Bitcoins sind in ihrer Menge begrenzt, allerdings kann man zwei verschiedene Bitcoins nicht voneinander unterscheiden. Besitzt du einen Bitcoin, ist das, was du hast, nichts Einzigartiges. Besitzt du aber einen NFT, gibt es keinen zweiten, der exakt identisch ist. Das gilt z. B. auch für die Karten des Splinterlands-Spiels: Im gesamten Spiel gibt es z. B. nur 18 "Angel of Light", Goldfolienversion. Das sind ohnehin nur sehr wenige, aber dazu kommt, dass jede dieser Karten eine eindeutige Nummer besitzt (wodurch ihr kompletter 'Werdegang' - die Entstehung, alle Besitzerwechsel etc., nachverfolgbar bleibt) und somit 'einzigartig' ist. Diese Karten, als Beispiele für NFTs, können ebenfalls sehr teuer werden.


    Für Künstler bedeuten NFTs zugleich die Lösung eines in der 'physischen Welt' gewaltigen Problems: Sie können aufgrund ihrer Einzigartigkeit und Fälschungssicherheit nicht kopiert und dann als Fälschung verkauft werden!

  • Mal etwas Futter für diesen Thread....


    Zitat

    Notenbanken nehmen Inflation ernst – außer der EZB

    https://www.heise.de/tp/featur…sser-der-EZB-6307508.html


    Viele Finanzexperten kritisieren die Politik der EZB. Diese redet seit einigen Monaten die reale Inflation schön und faseln von "mittelfristig", während andere schon handeln.


    Im Artikel wird ein Beitrag eines Journalisten aus der Wirtschaftswoche zitiert, der sich Gedanken gemacht hat, warum die EZB so starr am Kurs festhält...

    Zitat


    "Angesichts der weltweiten Preisentwicklung und der Reaktion anderer Zentralbanken darauf kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die EZB sich ihr stabilitätspolitisches Weltbild immer wieder so zurechtzimmert, dass es zu ihrem prioritären Wunsch passt, die hochverschuldeten Südländer auf Dauer mit Niedrigzinsen durchzufüttern", resümiert Malte Fischer in der WirtschaftsWoche.

    Das wäre leider nicht sonderlich nachhaltig und würde mehr Schaden anrichten, als es nützen würde.


    mfg