• Äh ja.. da werden mal wieder viel Klischees bedient. Der böse Westen. Hungerstrategie, Schurkenstaat. Mehr Tote als....


    ( Das die Russen und auch die Chinesen fast sämtlich die angrenzenden Turkvölker und Ihre oft einstig selbstständigen Staaten gewaltsam "befrieden" - und da eigentlich genauso wenig zu suchen haben - geschenkt... das würde beim Bashing nur stören )


    Interessant ist das unter der verleumdeten Einsatzzeit der westlichen Allianz die Zahl der Einwohner Afghanstans nochmal wie in die Höhe geschnellt ist und sonstig die Lebensumstände wie waren ? Weil es denen so schlecht ging ?


    Und wie war das mit den Apologeten die hier auch in diesen Forum wähnten das man die "traditonellen" Kräfte Afghanistans ( die Taliban ) mal lieber machen lassen sollte und überhaupt die Ursrprünglichkeit und Lebensweise der Afghanen ( kontra der vermeintlich aufoktroierten und übergestülpten , westlichen Lebensphilosphie ) die bessere Alternative für das Land und seine Einwohner wären ?


    Wo sind diese Träumer jetzt ?


    Keiner wagt sich scheinbar an diese lang gedeutete Heuchelei bzw. die Erkenntnis das man mit einem paternalistischen Mittelalter eben doch kein Land unter diesen Vorraussetzungen im 21 Jahrhundert führen kann, auch unter Anbetracht der vielen, verkehrten Einflußnahmen von Aussen der letzten Jahrzehnte.


    Und auch wenn der böse Westen mit Milliarden ( aus seinen verhassten, kapitalistisch erbrachten Mehrwert ) die Not für die nächste Zeit lindert, was ist danach ?


    Die Afghanen stimmen zwar gerade mit Ihren Füssen ab was Sie nicht haben wollen, haben sich aber aus diversen Gründen die auch in der Geschichte, in der ethnischen Zusammensetzung, den diversen sozialen Gruppen und dem Zusammenwirken derselben nicht gezeigt was Sie für ihr Land wollen.


    Und genau das ist das gesamtafghanische Problem.


    Die einzigen die zeigen was Sie wollen ist die Volksgruppe der Paschtunen aus denen Hauptsächlich die Taliban sich rekrutieren. Good or bad.


    Und so lange die Afghanen daran selbst nichts ändern werden Sie Flüchtlinge bleiben und alle so weiter machen wie bisher.

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind

  • Zitat:

    "Nachdem der Westen den Bombenkrieg gegen die Taliban verloren hat, führt er ihn als Hungerkrieg gegen die unschuldige Bevölkerung fort. Unter der Führung der USA hat der Westen fast alle internationalen finanziellen Hilfen für die afghanische Bevölkerung gestoppt, die sich wie andere Entwicklungsländer schon lange nicht mehr selbst ernähren kann.

    Zwei Drittel der Afghanen hungern, weil der Westen ein schlechter Verlierer ist, dem es in anderen Kulturkreisen nie wirklich um Menschenrechte, sondern immer nur um Macht geht.

    Einziger Profiteur dieses Hungerkrieges ist der IS, der terroristische Herausforderer der Taliban, der diesen vorwirft, inzwischen viel zu gemäßigt zu sein. Er verübt einen grauenvollen Terroranschlag nach dem anderen, um die wegen des Hungerkriegs praktisch zahlungsunfähigen Taliban noch weiter zu schwächen. Afghanistan steuert dadurch auf einen weiteren Bürgerkrieg zu, dessen Preis erneut die afghanische Bevölkerung zahlen würde.

    Klimawandel meets Bevölkerungsexplosion. Wo sind eigentlich die Unterstützer/Paten der Taliban (Pakistan etc...)? Und wer zieht beim IS-K die Fäden? Die Taliban sind in wenigen Tagen mit den Rebellen des Pandschirtals fertig geworden, wie man hört mit Unterstützung des pakistanischen ISI ("Ausbilder", Drohnen, Flugzeuge, Aufklärung)? Gibt es keine Unterstützung gegen des IS-K, oder möchte man eine zersetzende Kraft im Land? Reicht es nur für militärische Hilfe?

    Zitat

    Die Hungerstrategie des Westens ist auch kurzsichtig. Über die Hälfte der afghanischen Bevölkerung sitzt auf gepackten Koffern. Sie will raus aus Afghanistan:

    -wegen der Taliban, denen viele Afghanen nicht glauben, dass sie aus den Fehlern ihres Schreckensregimes vor 25 Jahren gelernt haben und jetzt eine gemäßigtere Politik planen;

    -wegen der Hungerstrategie des Westens und

    -aus Furcht vor einem weiteren Bürgerkrieg.

    Bis zu 500.000 Afghanen versuchen schon jetzt über Pakistan und Iran nach Europa zu kommen. Wenn sich die Hungerkrise verschärft, könnte auf Europa ein Flüchtlings-Tsunami zukommen, der alles übertrifft, was Europa in den letzten Jahren erlebt hat. Die Hungerstrategie des Westen nimmt den Afghanen die letzte Hoffnung, dass in Afghanistan ein menschenwürdiges Leben möglich ist.

    Das ist doch längst im Westen angekommen. Die Taliban und der Westen (Europäer und Amerikaner) verhandeln gerade in Doha. Man versucht noch ein paar Zugeständnisse aus den Taliban heraus zu pressen und gesichtwahrend aus dem Schlamassel heraus zu kommen (vergesst die Mädchenschulen auf lange Frist). Dann werden die restlichen Gelder (das was noch übrig ist) hoffentlich frei gegeben. Und das wars dann...


    Das "Umbauprojekt" Naher und Mittlerer Osten ist gescheitert! Niemand ist mehr bereit für die Proxy-Wars zu zahlen und keiner will weitere Flüchtlingsströme. Die vorhandenen Ressourcen werden für ander Dinge benötigt. Als nächstes wird es Syrien treffen. Eigentlich will man nur noch raus ohne das hinter einem sofort alles zusammenbricht oder zumindest ein Contaiment gewährleistet ist. Ja, das ist zynisch und ja, man kann es sagen "Ihr wart gewarnt" (aber was hilft es?). Der Westen, speziell die Amerikaner gehen und in Europa werden die Schotten dicht gemacht.

    Ich bin nur für das verantwortlich was ich schreibe, nicht für das was du verstehst!


    "Der Zynismus ist meine Rüstung, der Sarkasmus mein Schwert und die Ironie mein Schild."

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  • Es wundert mich, dass noch keiner hier über den "Großen Zapfenstreich" geschrieben hat, der am Mittwoch vor dem Bundestag stattgefunden hat!?


    Im Internet wurde dieses Thema ja wieder kontrovers diskutiert, von Lob bis Nazi-Vergleiche und üblen Schimpftirade das wir Deutschen uns nicht geändert haben. Der "Große Zapfenstreich" ist ein Gradmesser dafür wie schnell die Hutschnur mittlerweile hochgeht.


    Und ja, wenn man über den geschichtlichen Ursprungs dieses militärischen Protokolls nicht informiert ist und die Fackeln und Uniformen sieht, dann kann man zu emotionalen Reaktionen aktiviert werden.


    Hier der Ablauf aus einer nicht staatlichen Quelle.

  • VZ

    Das ganze Thema wurde auf Twitter hochgezogen. Es wundert mich schon länger, in welcher Form diese Plattform in Deutschland die Themensetzung bestimmt, so das sich immer wieder bundesweit relevante Medien mit einem Thema beschäftigen. Deshalb hatte ich auch hier eine kleine Politopia Umfrage dazu eingestellt. Ausgspunkt im obigen Fall (Großer Zapfenstreich) war ein Tweet von Jan Böhmermann. Und plötzlich sehen sich bundesweit Politiker und Medienleute dazu genötigt Statements abzugeben.

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  • Die einzigen die zeigen was Sie wollen ist die Volksgruppe der Paschtunen aus denen Hauptsächlich die Taliban sich rekrutieren.

    Wer die Waffe in der Hand hält, der tut sich möglicherweise aber auch ein ganz klein wenig leichter damit, zu zeigen, was er will, als z. B. eine Frau, die vielleicht gerne studieren würde, am liebsten sogar ohne 'Kopfschmuck', oder als ein einfacher Familienvater, der eben besser darin ist, ein einfacher Familienvater zu sein, als darin, sich einen Kampf auf Leben und Tod mit irgendwelchen Wahnsinnigen zu liefern, die nichts zu verlieren und keine Angst vor dem Tod haben ...

  • Es wundert mich, dass noch keiner hier über den "Großen Zapfenstreich" geschrieben hat, der am Mittwoch vor dem Bundestag stattgefunden hat!?

    Diese paramilitärische Alibi-Veranstaltung mit der den von der Politik allein gelassenen Soldat(inn)en und deren Angehörigen ein bisserl verlogenes Betthupferle geboten werden sollte, ist eigentlich keine Zeile wert.

  • Diese paramilitärische Alibi-Veranstaltung mit der den von der Politik allein gelassenen Soldat(inn)en und deren Angehörigen ein bisserl verlogenes Betthupferle geboten werden sollte, ist eigentlich keine Zeile wert.

    Aber hätte man die Heimkehr der Truppen wortlos übergangen, wär´s auch nicht recht gewesen. Der eine oder andere Soldat mag es nämlich ganz anders sehen, ob seine Gedankenwelt jedermanns Welt ist, oder nicht.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Aber hätte man die Heimkehr der Truppen wortlos übergangen, wär´s auch nicht recht gewesen. Der eine oder andere Soldat mag es nämlich ganz anders sehen, ob seine Gedankenwelt jedermanns Welt ist, oder nicht.

    Wenn man die Truppen nicht in sinnlose Kriege schickt, die nur dem Profit der Rüstungsindustrie dienen,( den USA kostete der Afghanistan-Krieg 1000 Milliarden US-$, davon gingen 850 Milliarden an die Rüstungsfirmen), muss man auch keine Heimkehr feiern, zumal der Einsatz miserable Ergebnisse hatte und 56 soldaten sinnlos ihr Leben opfern mußten sowie der Steuerzahler mit offiziell 13 Milliarden Euro geschröpft wurde!:(:(:(:!:

  • Deine Analyse ist richtig, hat aber mit einem "Zapfenstreich" zu Ehren der Heimkehrer und zum Gedenken der Gefallenen nichts zu tun.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.