Judenhass in Deutschland ...

  • Die Intifada war kein Krieg gegen Israel. Es war ein Aufstand gegen die Besatzer. Ein Kampf der Steine gegen Panzer.

    Dabei starben 1346 Palaestinenser, darunter 276 Kinder, Israel verlor 127 Soldaten.

    Die israelische Rechtsanwaeltin Felica Langer hat in ihrem Buch " Zeit der Steine" u.a. ueber die Intifada geschrieben und wollte nicht laenger ein "Feigenblatt" der Militaerjustiz in den besetzten Gebieten sein. Sie hat ihre Anwaltskanzlei demonstrativ geschlossen, um damit gegen ein Unrechtssystem zu protestieren, das einem Volk jegliche Rechte verweigert. Auch die deutsche Journalisten Roswitha von Benda schrieb darueber ein Buch: ..."dann werden die Steine schreien. Die Kinder der Intifada." Empfehlenswert.


    Die Hauptverantwortung fuer das Scheitern des Oslo-Prozesses liegt bei Israel, das sich von vornherein in den Verpflichtungen zu wenig definitiven Schritten verpflichtet hatte, diese Verpflichtungen auesserst zoegernd umsetzte und seine gewaltbetonte, veraechtliche und schikanoese Behandlung der Palaestinenser unveraendert fortsetzte. Das wichtigste Problem des Oslo-Prozesses, die juedischen Siedlungen, deren unverminderter Fortbestand und mehr noch, der ungebremste Siedlungsbau - in der Westbank - der bis heute weiter geht.


    Ghandi hat vorgemacht, wie man englische Kolonialherren mit einer friedlichen Revolution besiegt.

    Israel laesst eine friedliche Revolution nicht zu. Miko Peled, der Sohn des Generals, begleitete seinen palaestinensischem Freund mehrmals zu Demonstrationen, die friedlich und gewaltfrei woechentlich in verschiedenen Doerfern und Staedten in der Westbank stattfinden. Die Betonung liegt auf gewaltfrei, darauf bestehen sie Organisatoren. Wie ploetzlich doch Schuesse fielen, seitens der "Verteidungsarmee" und Steine flogen... seitens israelischer Undercover-Agenten, das alles beschreibt Peled sehr glaubwuerdig.

    Kritik an den palaestinesischen Fuehrung ist durchaus legitim. Allerdings sehe ich die Hauptverantwortung fuer die scheinbare Unsloesbarkeit des Nahostkonflikts nicht an deren Unfaehigkeit, sondern an Israel, an dessen Mythen, Leugnung der Nakba, Missachtung jeglicher Resolution.

    Ja, es faellt sehr schwer, sich mit den "Umstaenden" zufrieden zu geben, manchmal ist es sogar unmoeglich. Wer mein Beispiel des Unternehmers, der sehr deutlich zum Ausdruck bringt, wie problematisch allein die Wasserversorgung fuer sein Unternehmen ist, nicht versteht, sorry, der hat noch nie aehnliches erlebt. Und wie erst ergeht es den Landwirten, fuer die die Wasser ihre Existenz bedeutet.

    Der deutsche Hydrogeologe Clemens Messerschmidt in Ramallah kennt die Problematik. Er luegt nicht.

  • Nochmal Kater, bau nicht schon wieder an deinem Potemkin'schen Dorf. Fast alle Länder der "Umma" bauen mit Israel Beziehungen auf bzw. arbeiten zusammen. Die einzigen die den Palästinensern die gegen jene die Stange halten sind die Iraner via der libanesischen Hizbollah.

    Du musst schon unterscheiden zwischen der "UMMA", die keineswegs solche Beziehungen unterstützt Und den Regimes in den islamisch geprägten Staaten, dIe USA-hörig Beziehungen anstreben, weil sie die Methoden Israels zu ÜBerwachung und Kontrolle der eigenen Bevölkerungen zum Machterhalt schätzen.

  • Die Intifada war kein Krieg gegen Israel. Es war ein Aufstand gegen die Besatzer. Ein Kampf der Steine gegen Panzer.

    Dabei starben 1346 Palaestinenser, darunter 276 Kinder, Israel verlor 127 Soldaten.....

    Ihrer Zustandbeschreibung und den Rechtfertigungsgründen für den Widerstand widerspreche ich ja nicht. Ich halte es nur für die falsche Strategie. Das Modell Ghandis und ebenso Martin Luther Kings hat der Welt die Briten und die Amerikanischen Weissen als die Bösen vorbeführt und nicht deren Opfer. Im israelischen Konflikt ist das anders. Es gibt keine Einigkeit, wer der Böse ist.


    Auch bei Ghandi und M.L.King hatte es Versuche gegeben, Gewalt zu provozieren. Malcom X, der parallel als islamischer Kämpfer gegen den Rassismus seine Leute zu gewaltsamen Widerstand aufgefordert hatte, war gescheitert. Martin Luther King hingegen predigte die Gewaltfreiheit bei Protesten.


    M.L.King und seine Bewegung waren es, die Kennedy überzeugen konnte, gegen die Rassentrennung vorzugehen. Anlass waren insbesondere die Bilder über das brutale Vorgehen der Polizei gegen schwarze Schulkinder, die friedlich demonstriert hatten. Das hätte nicht funktioniert, wenn sie zuvor Steine auf die Polizisten geworfen hätten.


    Stellen sie sich einmal vor, nach der Besetzung durch Israel, hätte es keine Intifada, keine Steine, keine Feinseligkeiten gegen die Israelis und nix gegeben. Und stattdessen hätten sie dort, wo sie leben konnten, einfach nur ihr Ding gemacht. Und sich auch bei friedlichen Protesten nicht hätten provozieren lassen.

    Welche Rechtfertigung hätte Israel dann noch gehabt, die Palästinenser so zu behandeln, wie sie das gegenwärtig tun? Dann wären in den Augen der Welt ausschließlich sie die Bösen gewesen.


    Wieviel mehr Palästinenser würden dann heute in Israel bzw. zusammen mit Israelis arbeiten und leben. Wenn sie keine Angst voreinander haben müßten? Nur darum geht es mir.

  • Im israelischen Konflikt ist das anders. Es gibt keine Einigkeit, wer der Böse ist.



    Stellen sie sich einmal vor, nach der Besetzung durch Israel, hätte es keine Intifada, keine Steine, keine Feinseligkeiten gegen die Israelis und nix gegeben. Und stattdessen hätten sie dort, wo sie leben konnten, einfach nur ihr Ding gemacht. Und sich auch bei friedlichen Protesten nicht hätten provozieren lassen.

    Welche Rechtfertigung hätte Israel dann noch gehabt, die Palästinenser so zu behandeln, wie sie das gegenwärtig tun? Dann wären in den Augen der Welt ausschließlich sie die Bösen gewesen.

    Der Böse ist immer der Aggressor. Der Zionismus ist lange vor dem Holocaust entstanden und hat spätestens seit Jabotinski ausschließlich auf Gewalt gesetzt, obgleich auch schon Herzl auf ethnische Säuberungen setzte, um den nationalistischen, ethnisch reinen Judenstaat in Palästina zu etablieren. Wo hätten die Palästinenser, die indigenen Einwohner Palästinas, denn "ihr Ding" machen können, wenn sie mittels Massakern und Zerstörung von mehr als 500 Orten während der NAKBA vertrieben wurden??? Der zionistische Apartheitsstaat hatte weder je noch heute eine Rechtfertigung, die Palästinenser so zu behandeln, wie er es praktiziert. Widerstand gegen Unterdrückung ist völkerrechtlich legitim und aufgrund der Menschenrechte geboten.

  • NETSUBJEKT.... und weshalb gibt es keine Einigkeit darueber, wer der Boese ist ? Deutschland stellt sich aus falsch verstandener historischer Verantwortung blind und taub gegen Israels Volkerrechtsverstoesse und Kriegsverbrechen, das gleiche gilt auch fuer die EU, ---ueber die Lobbyisten, die die Aussenpolitik der USA beeinflussen, ganz zu schweigen. Was tut die unfaehige Abbas Regierung Boeses gegen Israel?


    Dank Mandela wurde das Apartheid Regime Suedafrikas beendet. Wer in Deutschland - und nicht nur hier, Israel Apartheid vorwirft, bekommt die Antisemitismuskeule uebergezogen. Genau das passierte u.A. dem Historiker und Philosoph Mbembe, dem man nicht nur Antisemitismus vorwarf, sondern schlimmer noch Holocaustrelativierung.

    https://www.sueddeutsche.de/ku…emitismus-klein-1.4881441


    Ich sagte bereits, dass es genug Menschen in Palaestina gibt, die zur Gewaltfreiheit aufrufen und friedliche Protestmaersche gegen Mauer und Besatzung organisieren. Bil'in ist ein Beispiel dafuer.

    Stell dir mal vor, Israel haette die Resolutionen befolgt anstatt sich eines Drecks zu scheren. Es waeren keine Steine gegen Panzer geflogen.

    Weisst du, was zur Intifada gefuehrt hat? Hast du Ahnung ueber die absolute Kontrolle, die der israelische Staat ueber das palaestinensishe volk ausuebt?


    Zitat:" Tagtaeglich entscheiden die israelischen Behoerden, welche Gueter von Stadt zu Stadt transportiert werden duerfen. welche Geschaefte oeffnen duerfen, wer Kontrollpunkte und Uebergaenge passieren darf, wer seine Kinder in die Schule schicken darf, wer die Universitaeten erreichen kann, wer medizinische Behandlung erhaelt, die er braucht.

    Israel beschlagt Tag fuer Tag Eigentum Tausender Palaestinenser . Mal wird Besitztum aus "Sicherheitserwaegungen" einbehalten, mal mit dem Ziel, Land zu enteignen. In vielen Faellen erscheint die Entscheidung, Menschen um ihren Besitz zu bringen, vollkommen willkuerlich. Haueser, Ackerland Motorfahrzeuge, Elektrogeraete, Vieh. Alles und jedes kann nach Ermessen des Sektorenkommandanten oder eines Soldaten vor Ort beschlagnahmt werden. Manchmal "beschlagnahmen"Zahal-Soldaten sogar Menschen zu Uebungszwecken. Um Verhaftungen zu trainieren, dringen Soldaten mitten in der Nacht in ein Haus ein und nehmen einen der Bewohner fest, nur um ihn wenig spaeter wieder freizulassen."


    Aus Breaking the Silence. Israelische Soldaten berichten von ihrem Einsatz in den besetzten Gebieten.


    Die Besetzten haben das Recht auf Widerstand. Ich bewundere die Geduld dier Palaestinenser.

  • Und das Beste wäre ein palästinensischer Nelson Mandela. :)

    Nelson Mandela - lol. Seine Frau Winnie war ja so ein Goldschatz.

    „Im Übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.“

    Kurt Tucholsky, (09.01.1890 bis 21.12.1935)