Auswandern

  • Ich habe bezüglich des Themas "Auswandern" nur einen von Wudi eröffneten Thread im Archiv gefunden.

    Obwohl ich mich erinnere, hier an anderer Stell schon über die Thematik diskutiert zu haben, finde ich gerade keinen passenden Thread. Falls es ihn doch gibt, einfach dorthin verschieben.


    Mich würde interessieren, wo ihr leben wolltet, wenn nicht in Deutschland?


    Ich habe zwar recht viel Zeit in Asien verbracht, auch weil meine Frau Indonesierin ist, aber so richtig gut gefällt mir die Entwicklung dieses Landes (Indonesien) momentan nicht, und auch in anderen asiatischen Ländern werden die Einreise-Aufenthaltsbedingungen langsam immer komplizierter. Nicht, dass Asien kein Thema mehr wäre, aber mich interessieren auch andere Regionen. Südmarika sehr, aber meine Frau findet von dort aus die Reisen zu ihrer Familie nach Indonesien zu strapaziös ...


    In letzter Zeit habe ich mich ein wenig über Portugal informiert.

    Neben dem angenehmen Klima, gutem Essen und tollen Landschaften (wir waren bereits als Touristen dort) fielen mir zwei Dinge besonders positiv auf (die vermutlich für andere nun wiederum überhaupt keine Rolle spielen würden):

    - Homeschooling ist in Portugal erlaubt und ...

    - Nun ja ... ;)


    Hauskauf oder -bau stelle ich mir insgesamt jedoch eher kompliziert vor (gemäß der rudimentären Infos, die ich bisher habe).

    Wer hat mehr zum Thema Portugal anzumerken? Was ist typisch, was wäre wichtig zu wissen? Ohne jetzt zu sehr in deine Privatsphäre vordringen zu wollen: Wohnst du nicht sogar dort Bicyclerepairmen ? ;)


    Welche Länder interessieren euch denn so, bin immer neugierig ...? ;)

  • Mein fester Plan ist es, mit Beginn des Ruhestandes, Teilzeitauswanderer zu werden - dazu habe ich mir (ziemlich langweilig) die Kanaren ausgesucht.


    Winter dort, Sommer hier - ganz einfach, weil das Wetter dort konstant gut ist, es aber nicht weit entfernt von der Heimat ist.

    Dazu spare ich mir schon jetzt das Geld zusammen, um nachher ein kleines Haus kaufen zu können, was ich im Winter bewohne und im Sommer vermiete.


    Man sollte immer im Hinterkopf haben, dass in den meisten Ländern halt die soziale und medizische Absicherung bei weitem nicht so gut wie in Deutschland ist.


    Aus Erfahrungen im Bekanntenkreis weiß ich, dass Auswandern nur ordentlich funktioniert, wenn man die Landessprache gut beherrscht. Auch muss Jedem klar sein, dass niemand dort auf Einen wartet - insbesondere was Arbeitsplätze betrifft.

    Laut einer Studie ist einer vom fünf AfD-Wählern genau so dumm wie die anderen Vier

  • In der Schweiz könnte ich mir vorstellen, zu leben. Weil ich dort Wurzeln habe. Ein Häuschen mit Grundstück ist auch da.

    Aber bisher hat mich noch nicht die Abenteuerlust gerufen. DE gefällt mir einfach.

    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

  • Ich bin bereits ausgewandert und einmal ist genug. Wichtige Fragen vor Auswanderung zu klaeren, ist die Sprache... beherrsche ich mindest einige Grundkenntnisse der Sprache des Landes, in das ich auswandern moechte? Wie leicht oder schwer ist diese zu erlernen? . Sich vorab nicht nur theoretisch auf das Wunschland vorbereiten, sondern einigemale zu bereisen. Auswanderer vor Ort zu befragen. Gesundheitssystem, Krankenversicherung abfragen.

    Die TV Reportage ueber die Auswanderung eines Rentnerehepaares nach Kambodscha zeigte, wie man es nicht machen sollte.

    Ich bin an sehr vielen Laendern interessiert, ist aber doch nicht gleichbedeutend, dass ich den Wunsch hege, in eines dieser Laender auszuwandern. Doch wenn man schon traeumen darf, dann im Sommer nach Norwegen und im Winter nach dem Oman.

    Portugal ist sicher eine gute Wahl, wenn sonst alles stimmt, u.a. die genannten Fakten.

  • Hauskauf oder -bau stelle ich mir insgesamt jedoch eher kompliziert vor (gemäß der rudimentären Infos, die ich bisher habe).

    Wer hat mehr zum Thema Portugal anzumerken? Was ist typisch, was wäre wichtig zu wissen? Ohne jetzt zu sehr in deine Privatsphäre vordringen zu wollen: Wohnst du nicht sogar dort Bicyclerepairmen ?

    Noch nicht. In 4 ( oder so ) Jahren sprechen wir uns wieder ;)....


    Meine Angetraute kommt aus Brasilien und wir haben uns da natürlich auch mit diesem Land eingehend, weit, weit vor Bolsonaro uns damit beschäftigt.

    Also, nach längeren hin und her, so vor 4-5 Jahren dann definitiv nao dazu. Nicht wegen der Kriminalität etc. sondern wegen der immensen Inflation = Lebensmittelpreise teils nur 20% unter unserem Niveau, wegen der schlechten infrastruktur ( speziell für Ältere ) im Norden bei den gleichzeitig völlig absurden Vorstellungen der Immobilienverkäufer vor Ort.


    Daher, und natürlich weil das Land extrem charmant ist haben wir uns dann als Alternative Portugal angeschaut. Auf dem letzten Drücker sozusagen weil die Preise dort von Reise zu Reise ( es war ja dann kein Urlaub sondern ein Wohnung/bzw. Häuser besichtigen..) immer mehr stiegen. Vor allen weil wir vor hatten uns irgendwie rund um Lissabon anzusiedeln, nicht in den mir ewas zu drögen Süden. Und natürlich weil Lissabon eines meiner Lieblingsstädte nach Paris, London und Kopenhagen ist. Leider fanden das zu dieser Zeit Madonna, Monica Bertolucci, John Malkovitsch etc. auch... was sich selbst bis in meine extrem lausige Preisklasse auswirkte. Also insofern das wir nichtmal Ansatzweise daran denken konnten dort hinzukommen wo es eigentlich bei den ersten Besuchen hingehen sollte....


    Also, erstmal natürlich, wie immer wichtig, was will man selbst minus der übertriebenen Erwartungen die man an das ganze Umfeld stellt. Was wir ( und ich ganz persönlich ) wollten war klar:

    Möglichst in der Nähe zum Meer, gesunde Infrastruktur, ÖNVP, Cafe's, EInkaufsmöglichkeiten in einer 5 Minuten range, Krankenhaus, Ärzte dicht ran....

    Der Traum von einer historischen Bude war natürlich ( zum Glück ) schnell ausgeträumt, die Grösse, auch aufgrund meiner bescheidenen Barmittel stutzte sich auf irgendwas um 75 QM ( Ausbaufähig ) mit rundum Balkon aber mit einer, trotz Urbanität schönen Aussicht zurecht. ( 1 Stock, obere Doppelhaushälfte ). Aufs Meer gucken heißt 50 m zum Eckcafe gehen, von dort Blick auf das selbige, auf den Hafen ( Als Hamburger...), auf die Altstadt, und die darunter liegende Marina, Fischereihafen + Flanierboulevard etc etc. Strand 20 min. zu Fuß oder mit der Fähre zur gegenüberliegenden Halbinsel die ins Meer reinschaut....

    So siehts aus. 35 KM von Lissabon entfernt.


    Ablauf ? Extrem easy gemessen an anderen Standards..... Wir haben natürlich nach 2-3 etwas gewöhnungbedürftigen Free-Lance Maklern ( REMAX) einen "Guten" gefunden der auch ungefähr verstand was wir ( ich:P) wollten. Und auch hier, das wirklich letzte Objekt war es dann.

    Adminstrative Abwicklung war in der Municipal Setubal auch absolut klasse, das ganze war alles online bzw. ohne irgendwelche händisch zu bewegenen Papierrollen von statten gegangen. Notar und Grundbuchamt waren dort eins, alles auf dem Bildschirm gegengelesen ( vorbereiterer, gängiger Kaufvertrag ) und Mittags waren wir fertig. Am nächsten Morgen konnten wir uns schon via Mausklick als neuer Eigentümer sozusagen ausweisen....


    Also kein Vergleich zu den wochenlangen, wilhelminischen Procedere welches ich hier in D. beim Verkauf der Liegenschaft meines Seniors erlebt habe...


    Das was danach gekommen ist bzw. kam ist dann evtl. ein weiterer Fred wert.

  • Muss "man" beim Thema "Auswandern" gleich an Länder ausserhalb Deutschlands denken oder kann ein solche Auswandern auch innerdeutsch passieren? Vor meinem Ruhestand war bei uns (beste Ehefrau von allen +mir)die Überlegung,uns in Richtung Küste zu verdrücken,so zwischen dänischer Grenze und Middelburg/NL. Wasser,Wind,Möwen usw.,usw. war so unsere Vorstellung.Dann aber: wie leben wir uns ein,welche Kontake,Bekanntschaften oder gar Freundschaften sind möglich.Wie kämen wir klar,wenns uns gesundheitlich schlecht oder noch übler geht? Was würde aus unserer Verwandtschaft,den alten Freunden,guten Nachbarn usw.?

    Ergo: stay at home-und da sind wir noch.Obwohl unsere Freunde in British Columbia herzlich erfreut wären,wenn wir ihnen in der 250 Seelen-Weltstadt Silverton Gesellschaft leisteten.

  • Winter dort, Sommer hier - ganz einfach, weil das Wetter dort konstant gut ist, es aber nicht weit entfernt von der Heimat ist.

    Dazu spare ich mir schon jetzt das Geld zusammen, um nachher ein kleines Haus kaufen zu können, was ich im Winter bewohne und im Sommer vermiete.

    Ja, das kann aber auch so "eine Sache" werden. Das vermieten. Sprich ungewollten Ärger hinsichtlich dessen was dabei finanziell am Ende rauskommt.

    Man sollte immer im Hinterkopf haben, dass in den meisten Ländern halt die soziale und medizische Absicherung bei weitem nicht so gut wie in Deutschland ist.


    Aus Erfahrungen im Bekanntenkreis weiß ich, dass Auswandern nur ordentlich funktioniert, wenn man die Landessprache gut beherrscht. Auch muss Jedem klar sein, dass niemand dort auf Einen wartet - insbesondere was Arbeitsplätze betrifft.

    Absolut. Medizinisch ist man aber dort gut aufgehoben wo man auch auf eine persönliches Umfeld zurück greifen kann was einen unterstützt und hilft. Wärst Du in D. ( im Alter ) und im Notfall hier in Sachen medizinische Versorgung auf dich alleine gestellt würde dich das System hier aber auch genauso zügig kaputtmachen.

    Und klar, Sprache ist Bedingung und natürlich arbeitstechnische Unabhängigkeit.

  • Vor allen weil wir vor hatten uns irgendwie rund um Lissabon anzusiedeln, nicht in den mir ewas zu drögen Süden. Und natürlich weil Lissabon eines meiner Lieblingsstädte nach Paris, London und Kopenhagen ist. Leider fanden das zu dieser Zeit Madonna, Monica Bertolucci, John Malkovitsch etc. auch... was sich selbst bis in meine extrem lausige Preisklasse auswirkte. Also insofern das wir nichtmal Ansatzweise daran denken konnten dort hinzukommen wo es eigentlich bei den ersten Besuchen hingehen sollte....

    Lissabon ist wirklich toll, ich persönlich fand Porto aber schöner.


    Ein Land welches ich wirklich interessant finde ist Costa Rica. Als Altersruhesitz würde mich Sizilien reizen aufgrund des Klimas und der Geschichte/Kultur. Die Angebote der Bürgermeister einiger Dörfer Häuser für wenig Geld zu erwerben und diese zu renovieren finde ich spannend.

    Aber wie sieht die Versorgung im Alter aus und wie ist der Nahverkehr geregelt?Und dann ist da leider noch das Problem mit den schwarzgekleideten Männern:/.

  • Aber wie sieht die Versorgung im Alter aus und wie ist der Nahverkehr geregelt?Und dann ist da leider noch das Problem mit den schwarzgekleideten Männern:/.

    Aber: der Undertaker trägt hierzulande doch auch nicht Kunterbunt

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Mein fester Plan ist es, mit Beginn des Ruhestandes, Teilzeitauswanderer zu werden - dazu habe ich mir (ziemlich langweilig) die Kanaren ausgesucht.

    Klingt gut!


    Aus Erfahrungen im Bekanntenkreis weiß ich, dass Auswandern nur ordentlich funktioniert, wenn man die Landessprache gut beherrscht. Auch muss Jedem klar sein, dass niemand dort auf Einen wartet - insbesondere was Arbeitsplätze betrifft.

    Ich denke, die Sprache zu lernen macht ohnehin das Leben interessanter.

    Und Arbeiten? Das tun dort dann doch höchstens meine Verdauungsenzyme nach dem Verzehr eines leckeren portugiesischen Festmahls und meine vom Sonnenscheinen aktivierten Neurotransmitter beim fröhlichen Überqueren synaptischer Spalten. ;)

  • Muss "man" beim Thema "Auswandern" gleich an Länder ausserhalb Deutschlands denken oder kann ein solche Auswandern auch innerdeutsch passieren?

    Ich denke, "man" muss gar nichts. ;)

    Ländergrenzen sind ohnehin etwas künstlich vom Weltbewohner Mensch erschaffenes, insofern kannst du doch genauso den Ortswechsel innerhalb eines Landes als Auswandern (aus deiner vertrauten Umgebung) empfinden wie andere unter Auswandern den Umzug in ein anderes Land verstehen.

  • Und dann ist da leider noch das Problem mit den schwarzgekleideten Männern:/.

    Und ich dachte, das Problem mit den Schornsteinfegern, die sich, vom Staat legitimiert, Zutritt in jeden Ofen betreibenden Haushalt verschaffen dürfen, sei auf Deutschland beschränkt. ;)

  • Mein fester Plan ist es, mit Beginn des Ruhestandes, Teilzeitauswanderer zu werden - dazu habe ich mir (ziemlich langweilig) die Kanaren ausgesucht.


    Winter dort, Sommer hier - ganz einfach, weil das Wetter dort konstant gut ist, es aber nicht weit entfernt von der Heimat ist.

    Dazu spare ich mir schon jetzt das Geld zusammen, um nachher ein kleines Haus kaufen zu können, was ich im Winter bewohne und im Sommer vermiete.

    Finde ich vernuenftig. Ich frage mich oefters was Leute dazu bewegt als Rentner auszuwandern. Die haben an dem Ort vielleicht Urlaub gemacht, es gefiel ihnen gut, ....... Nur frage ich mich wieso sie diesen Schritt nicht in juengeren Jahren gemacht haben.

    Risiko. Wie weit kommt man mit der Rente? Vielleicht eine Fremdwaehrung? Was ist der Euro in Zuknft Wert? Wie entwickeln sich die Lebenshaltungskosten? Ganz schnell hat man 20 - 30% weniger zur Verfuegung.


    Vielleicht faengt bei diesen Leuten das Leben mit der Rente an. Man faengt dann an Traeume zu verwirklichen. Ein bischen spaet, finde ich.

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • Lissabon ist wirklich toll, ich persönlich fand Porto aber schöner.


    Ein Land welches ich wirklich interessant finde ist Costa Rica. Als Altersruhesitz würde mich Sizilien reizen aufgrund des Klimas und der Geschichte/Kultur. Die Angebote der Bürgermeister einiger Dörfer Häuser für wenig Geld zu erwerben und diese zu renovieren finde ich spannend.

    Aber wie sieht die Versorgung im Alter aus und wie ist der Nahverkehr geregelt?Und dann ist da leider noch das Problem mit den schwarzgekleideten Männern:/.

    Porto ist sehr schön, mittlerweile aber auch wie Lissabon extrem überlaufen...halt der übliche Fluch und Segen des Tourismus.

    Das mit dem Renovieren...wie gesagt, da kann man definitiv einen gesonderten Thread aufmachen..;).. und die schwarzen Männer ? In P. gIbt es extrem viele schwarze Frauen. Die in Schwarz rumlaufen sind glaube ich Witwen..mit denen kann man aber auch viel Lachen wie man überhaupt mit Leuten vor Ort gut ins Gespräch kommt und auch eingeladen wird. Also anders als bei uns. Und durch ihr koloniales Erbe ist der Rassismus nicht soo ausgeprägt wie z.B. anderswo.

  • Mich würde interessieren, wo ihr leben wolltet, wenn nicht in Deutschland?

    Also ich war noch nie dort, aber ich würde mir Neuseeland dafür anschauen. Die Bilder und Videos, die ich so gesehen habe, fand ich immer sehr faszinierend. Die Vielfalt einer grandiosen Natur verbunden mit guter Infrastruktur und einer geringen Sprachbarriere wären meine Hauptgründe. Was ich auf jeden Fall in Betracht ziehen würde und da gilt Ähnliches, wäre Vancouver. Da habe ich ja schon öfter geschrieben, dass ich von dieser sehr abwechslungsreichen Großstadt und ihrer fantastischen Umgebung, die von alpinen Betätigungsfeldern über endlose Wälder bis zum weiten Meer wirklich alles bietet was man sich so vorstellen kann sehr begeistert war. Auch wenn ich die Stadt interessant fand, würde ich aber nicht in diesen Hochhäusern wohnen wollen beziehungsweise überhaupt nicht in der Stadt, sondern in der Umgebung, aber so dass die Stadt gut zu erreichen ist.


    Natürlich würde ich so etwas nur tun, wenn ich wirtschaftlich abgesichert wäre. Entweder durch einen sicheren Job oder Geschäft oder durch Vermögen. In beiden Ländern möchte ich nicht wirtschaftlich abstürzen oder unterversichert krank oder auf Sozialsysteme angewiesen sein. Für mich ist der Zug mit dem Auswandern sowieso abgefahren. Da ich ja Ende des Jahres das Rentenalter erreiche, kann ich mich dann wochenlang aufhalten wo ich will und habe trotzdem meine gute und vertraute Basis Zuhause immer zur Verfügung. Eigentum im Ausland zu erwerben und nur für ein paar Monate dort aufzutauchen, halte ich für keine gute Idee. Man ist dann gebunden und belastet und praktisch gezwungen immer dorthin zu fahren. Dann lieber was Schönes mieten.

  • Finde ich vernuenftig. Ich frage mich oefters was Leute dazu bewegt als Rentner auszuwandern. Die haben an dem Ort vielleicht Urlaub gemacht, es gefiel ihnen gut, ....... Nur frage ich mich wieso sie diesen Schritt nicht in juengeren Jahren gemacht haben.

    Risiko. Wie weit kommt man mit der Rente? Vielleicht eine Fremdwaehrung? Was ist der Euro in Zuknft Wert? Wie entwickeln sich die Lebenshaltungskosten? Ganz schnell hat man 20 - 30% weniger zur Verfuegung.


    Vielleicht faengt bei diesen Leuten das Leben mit der Rente an. Man faengt dann an Traeume zu verwirklichen. Ein bischen spaet, finde ich.

    Ich gedenke ja nicht mit 63 abzunippeln, sondern noch mindestens 30 Jahre durchzuhalten - außerdem muss das nötige Kapital angespart werden.

    Wenn ich manchmal diese Auswandererreportagen sehe, wo Leute ohne Englischkenntnisse und 3000 Euro auf der Tasche in die USA auswandern und denken, Sie können ohne viel Aufwand eine Schnitzelbude eröffnen, dann pack ich mir immer an den Kopp.

    Bei so einem Schritt sollte von A wie Arzt bis Z wie Zusatzversicherung im Krankheitsfalle alles geplant sein.

    Mag sein, dass es in 15 Jahren anders ist, aber ich mag nun mal Sonne und Wärme.

    Beruflich hätte ich keine Lust mehr, in meinem Alter was Neues zu machen.

    War ja einige Zeit beruflich mal hier und mal dort, aber immer in einem kleinen Radius ohne groß Kontakt zur Aussenwelt.

    Mit Familie kann und will ich das nun nicht mehr.

    Laut einer Studie ist einer vom fünf AfD-Wählern genau so dumm wie die anderen Vier

  • Natürlich würde ich so etwas nur tun, wenn ich wirtschaftlich abgesichert wäre. Entweder durch einen sicheren Job oder Geschäft oder durch Vermögen. In beiden Ländern möchte ich nicht wirtschaftlich abstürzen oder unterversichert krank oder auf Sozialsysteme angewiesen sein. Für mich ist der Zug mit dem Auswandern sowieso abgefahren. Da ich ja Ende des Jahres das Rentenalter erreiche, kann ich mich dann wochenlang aufhalten wo ich will und habe trotzdem meine gute und vertraute Basis Zuhause immer zur Verfügung. Eigentum im Ausland zu erwerben und nur für ein paar Monate dort aufzutauchen, halte ich für keine gute Idee. Man ist dann gebunden und belastet und praktisch gezwungen immer dorthin zu fahren. Dann lieber was Schönes mieten.

    Das Mieten war für uns auch eine Option da wir erst auf dem letzten Drücker noch was gefunden habe.

    Da ich nicht rechtzeitig genügend angespart hatte war eben für mich auch der Gesichtspunkt mit meiner Rente irgendwo einigermassen gemütlich das Leben zu geniessen. Das wäre hier definitv nicht gelungen. Zumindest nicht dort wo ich mir das annähernd vorstellen könnte.

    Und obwohl ich ja "eingeborener" Hamburger mit allen drum und dran bin habe ich mich auch über die Jahre etwas entfremdet und fand in Portugal das wir mir zusagte. Wetter, ein bisschen Oldschoolige Lebensweise, gutes Essen und zumeist freundliche Menschen. Und vor allen, ich hätte hier niemals auch nur annähernd meinen selbst bescheidenen Lebensstandard halten können, zu sehr sind hier die Städte wie Hamburg gentrifiziert worden und der Fokus der Politik liegt halt zuviel wie möglich junge, "naive" aber finanziell belastbare Neubürger in die Viertel zu pressen. Auf Kosten der Alteingesessenen.

    Also ich hätte am Tage X der Rente sofort mein Barrio verlassen müssen. Und das nehme ich den Entscheidern hier sehr übel.