Rigaer-Straße 94

  • Sind das nicht in der Mehrzahl "normale" Touristen ?


    Kenne ich vom Kiez, nur umgekehrt.

    Ich würde diese Leute als politische Gaffer bezeichnen.So was wie die Rigaer ist ja in "der Provinz" nahezu unbekannt und daher so schön gruselig....

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

  • Mal ganz davon abgesehen,dass das kein freistehendes Haus ist und damit durch fehlenden Brandschutz auch noch andere Anwohner gefährdet werden, sollten die Besetzer froh sein, dass ihnen etwaige Mängel aufgezeigt werden.

    Lustig ist auch, dass diese "Autonomen" sich zwei Anwälte halten können und auch ansonsten die Vorzüge dieses demokratischen Schweinestaates gerne nutzen.


    Meine Vermutung - Wäre das ein freistehende Haus, wäre es länsgt warmsaniert worden.

    Laut einer Studie ist einer vom fünf AfD-Wählern genau so dumm wie die anderen Vier

  • Das glaube ich eher weniger.....vielleicht gibbet dann ein Replik von "Full Metal Jacket".....

    Ginge vermutlich fast gewaltfrei, reicht mit "Andeutungen" ( Drohungen ist ein schlimmes Wort :)) Ich war lange genug in diesem Milieu. Die Besetzer wuerden "freiwillig" ausziehen.

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • Das dürfte schon daran scheitern, dass er ihn ja - gerichtlich festgestellt und auch objektiv nachzuweisen - nicht mal kontrollieren darf und kann.

    Wurde doch.

    Zitat

    Dass die Hausbewohner immer wieder erklärten, dass sie natürlich am meisten am Schutz ihres Hauses vor Bränden interessiert sind, und daher auch feuerfeste Türen eingebaut haben, damit nicht irgendein rechter Brandstifter zündeln kann, wie es bereits in vielen Städten passiert ist, wurde stets ignoriert. Doch spätestens im Mai dieses Jahres schien der Konflikt um den fehlenden Brandschutz sein rechtsstaatliches Ende gefunden zu haben. Da hatten sich die Hausbewohner mit dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg darauf geeinigt, dass eine Beamtin den Brandschutz im Gebäude prüfen kann, allerdings müssten die Polizei und auch der angebliche Eigentümer, eine Briefkastenfirma, die sich vor Gericht mehrmals nicht ausweisen konnte, draußen bleiben.

    Die Beamtin war drei Mal im Haus, prüfte sehr akribisch und die Bewohner beseitigten die Mängel auf eigene Kosten und mit eigener Arbeitskraft. Das müssten doch eigentlich auch Konservative vorbildlich finden, die ja immer wieder mal auf die Eigeninitiative der Mitbürger beschwören. Ein Hausbewohner berichtet, dass es nicht einfach war, die Beamtin des Bezirks davon zu überzeugen, ohne Polizeibegleitung das Haus zu betreten. Schließlich ist die Kunde von den bösen, bösen Chaoten aus der Rigaer Straße 94 weit verbreitet.

    https://www.heise.de/tp/featur…e-Eskalation-6111575.html


    ...huch, ein Sublink. Na dann folgen wir diesem mal zu rbb24...


    Zitat

    Wem gehört die Rigaer Straße 94?


    Wer ist der Eigentümer der Rigaer Straße 94?

    Im Grundbuch ist seit dem 27. August 2015 die Firma Lafone Investments Ltd. aus Großbritannien als Eigentümerin eingetragen. Die Firma hat ihren Sitz in London.

    Aha, also ein Investment-Fond aus GB.


    Zitat


    Wer steht hinter dieser Firma?

    Lafone Investments Limited hat zwei Gesellschafter: Die Firma Coraline Ltd. hält 94 Prozent der Anteile an der Lafone Investments Ltd. Ein ukrainischer Gesellschafter hält die übrigen 6 Prozent der Anteile. Das geht aus dem Beschluss des Landgerichts Berlin vom 19.08.2020 vor, der dem rbb vorliegt.

    https://www.rbb24.de/politik/b…lin-fragen-antworten.html


    Wenn du dich nun über solch Konstrukt informieren willst, dann schau mal in "Klare Worte", denn das ist ua Thema in der MONITOR Sendung, die ich verlinkt habe.


    Wir reden hier also defakto von einer Firma, die unser Land um unsere Steuern bescheißt.

    Nicht nur das, sie ist nicht mal in der Lage erforderliche Nachweise zu liefern, wer Vertreter und wer Chef ist.


    Einen Versuch machen wir mal noch...

    Zitat

    Der Vorsitzende Richter stellte gleich zu Beginn die Prozesstauglichkeit der Eigentümerfirma infrage. Aus den ihm vorliegenden Unterlagen sei nicht ersichtlich, dass die Firma Lafone Investments Limited, die von sich behauptet, im nordenglischen Durham ihren Sitz zu haben, ordnungsgemäß geführt sei. Demzufolge sei auch nicht ersichtlich, ob die Vertretung durch den anwesenden Eigentümer-Anwalt Nikolaus Bernau rechtmäßig sei.

    „Die Lafone ist eine Briefkastenfirma ohne Briefkasten“, hatte Rigaer-Anwalt Lukas Theune schon vor Prozessbeginn zur taz gesagt. Dem Gericht übergab er einen Schriftsatz, der diesen Beweis führte. Darin wird etwa geschildert, wie Freunde der Rigaer Straße Ende 2017 im Businesspark in Durham vergeblich nach der Lafone suchten. An der angeblichen Adresse fanden sich allerdings weder Geschäftssitz noch Briefkasten. „Diese Firma ist hier nicht bekannt“, habe der Pförtner des Hauses gesagt, so eine der damaligen Besucherinnen.

    https://taz.de/Eigentuemer-der-Rigaer-Strasse-94/!5602839/


    Also stimmt da nicht mal eine Adresse.

    Was nu? Folgen wir der Argumentation der rechtskonservativen Spinner, die sich sträuben , solch Konstrukte als solches zu benennen, was sie sind, nämlich Steuerhinterzieher (Grunderwerbssteuer).

    Oder wollen wir, dass es hier mit Recht und Ordnung zugeht?

    Wenn letzteres, dann sollten wir nicht auf die CDU und Finanzkonsorten hören, sondern genau die Verhinderer einer gerechten Besteuerung von Spekulationsobjekten an die Karre fahren, denn eben diese CDU hat, was wir im MONITOR Beitrag erfahren, eine solche Regelung aus dem Gesetz ersatzlos streichen lassen.


    Es ist halt Wahlkampf. :)


    mfg

  • ... VZ ...

    Nur - solche Konstrukte sind nun mal in Deutschland und vor allem der EU rechtens. Sogar der Staat hat da in anderer Konstellation kräftig mitgemacht. Was nichts daran ändert, das jemand genau dieses Grundstück nebst Gebäude drauf auf der Basis geltender Gesetze erworben hat. Ob der nur einen Briefkasten irgendwo hängen hat, spielt überhaupt keine Rolle. Gut, wir reden von Berlin. Aber auch denen traue ich zu, Vollmachten und Ident des Vertreters und des Käufers geprüft zu haben. Auf alle Fälle wurden ja Rechnungen bezahlt, Mieten verbucht und Anschreiben beantwortet. Und - wer hats erfunden?


    Und was Heise betrifft: Noch bestimmen in diesem Land nicht Extremisten, wer wann den Brandschutz kontrolliert. Auch wenn der Eindruck erweckt wird, als hätten "Aktivisten" die Kontrolle quasi herbeigesehnt.