Naturkatastrophen und -phänomene - Sammelthread

  • Dass ich das noch erleben darf, dass der Kater mit den Wald- und Grundbesitzern barmt.

    Wo bleibt da der sozialistische Gedanke?

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Du hast den Privatbesitz an Boden speziell erwähnt und mitverantwortlich gemacht. So, als ob Volkseigentum die Lösung wäre.

    VE muß nicht die Konsequenz des zu Ende Denkens sein.

    Auch der Staat kann Eigentümer sein. Land wird nur verpachtet, Kauf ist nicht möglich. Dann wären zB Kosten kalkulierbar und Brachflächen dienten nicht mehr der Spekulation.

    Der Sohn eines Arbeitskollegen wollte hier bei Leipzig ein Haus bauen. Das Baugrundstück wäre teurer, las das Haus selbst. Es stand lange unbebaut (das Gebiet is nicht mal erschlossen), so dass man annehmen kann, dass der Eigentümer einfach einen "guten Schnitt" machen wollte.

    Der Eigentümer hat in der Gegend noch einige Liegenschaften, die unbebaut vor sich hin meandern.


    Das wäre EINE Lösung. ....für die es wohl leider zu spät ist.


    VE ist KEINE Lösung! Da niemand mehr eine Staatsform braucht, die dieses verwaltet. Das scheitert eh am Personal. Man schiebst sich ja jetzt schon die Sahnestücke zu, was meinst du, wenn du was passiert, wenn eine Handvoll Egomanen ein VE betreuen? Wir haben in der jetzigen Form ja schon genug dieser Küngeler.


    Kauf wäre auch weiterhin eine Lösung, nur dann sollten in den Verträgen auch Klauseln verankert sein, die auch eingehalten werden müssen. Ausgeschlossen sollte aber werden, dass man damit spekulative Gewinne erzielt. Grund und Boden sollte solchen Mechanismen entzogen werden.


    Wo das hinführt, können wir doch genau sehen. Oder wie hoch sind die Grundstückspreise grad in München? :) ....von den Mieten fang ich gar nicht erst an.

  • Nun tu mal nicht so, als hätten Land- und Forstwirtschaft nichts mit dem derzeitigen Zustand unserer Umwelt zu tun. Die konventionelle Landwirtschaft ist weltweit einer der größten Umweltzerstörer und Klimakiller.

    Dass eine andere Landwirtschaft möglich ist und auch die Menschheit ernähren könnte, dürfte zumindest Leuten mit Sachverstand klar sein, doch solange der Profit wichtiger ist als der Tierschutz oder eine wissenschaftlich begründete Fruchtfolgegestaltung, wird sich wenig ändern und das Bauernsterben weitergehen.:(:(:(:!:

  • Volkseigentum bezeichnete im Sozialismus nichts anderes als das Vermögen des Staates. Und der Staat scherte sich einen Dreck um Umweltschutz. Die Vertreter des Staates scheuten auch nicht davor zurück, das Stasts-/Volkseigentum für eigene Zwecke zu nutzen: zum Beispiel wurden riesige Waldgebiete der Allgemeinheit entzogen, damit die Herrschaften ihrer Jagdleidenschaft frönen konnten und und und.

    Auch heute ist Staatseigentum nichts anderes als Volkseigentum. Es gehört der Allgemeinheit.

  • Und der Staat scherte sich einen Dreck um Umweltschutz.

    Natürlich. Devisen waren wichtiger.


    Auch heute ist Staatseigentum nichts anderes als Volkseigentum.

    Ist es nicht. In der BRD gibt es die Rechtsform "Volkseigentum" nicht.

    Und nur weil du in einem Wald spazieren gehen darfst, gehört dir davon nix.


    In der DDR hatten wenigstens die "Eigentümer", also das Volk, einen Anteil an diesem. Ich wurde nach der Wende sogar ausbezahlt. Das waren zwar nur 1700 DM aber immerhin. Bei Staatseigentum wäre das nicht möglich.


    mfg

  • Staatliches Eigentum heißt in der BRD nicht Volkseigentum, ist aber trotzdem kein Privateigentum. Es gibt Staatliche Forsten, kommunale Güter, stadteigene Museen usw - es heißt nur nicht "Volks...", weil dieser Begriff ein bißchen verbrannt ist. Wenn man bedenkt, dass nahezu ALLES in der DDR angeblich dem Volk gehörte, sind 1.700 DM als Rest ein lächerlicher Betrag.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Staatliches Eigentum heißt in der BRD nicht Volkseigentum, ist aber trotzdem kein Privateigentum. Es gibt Staatliche Forsten, kommunale Güter, stadteigene Museen usw - es heißt nur nicht "Volks...", weil dieser Begriff ein bißchen verbrannt ist. Wenn man bedenkt, dass nahezu ALLES in der DDR angeblich dem Volk gehörte, sind 1.700 DM als Rest ein lächerlicher Betrag.

    Das war lediglich der festgesetzte (politisch) Betrag, der meine Anteile an der LPG wiederspiegelte.

    Natürlich ein lächerlicher Betrag. Hätte ich den Boden materiell einfordern können, wäre dieses Grundstück (symbolisch) heute 170 000 € wert.

    Schon damals (1991) dominierte das Gefühl, dass man politisch verarscht wurde.


    ...da dies aber keine Naturkatastrophe war, sondern den politischen Entscheidungen der ersten Regierung nach der Wiedervereinigung geschuldet, lasse ich jetzt weitere Ausführungen zu der Verarsche, die jeder Ex DDR Bürger genießen durfte.