Quo vadis Germania?

  • Ja. Die sind identisch mit dem Veganer, der Tofu mit Chemiebaukasten in sich hineinstopft.

    Im Retortenfleisch dürfte kaum was Schädliches drin sein.

    Aber, dass Fleisch aus Massentierhaltung voll von Stresshormonen (ich habe die mal in einer Spaghetti Bolognese, die ich dummerweise in der Uni-Mensa zu mir nahm, noch so richtig 'schön' rausgeschmeckt) ist und der Antibiotikaeinsatz dort alles andere als gesund, liegt auf der Hand.

    Was das Tofu betrifft, das als aus "kontrolliert ökologischer Landwirtschaft" gekennzeichnet ist, halte ich den "Chemiebaukasten" für ein Gerücht.


    Und, wo wir gerade dabei sind: Mit den veganen Pasten ist es genauso wie mit Fleisch, manche schmecken (mir) richtig gut, andere eben nicht.

    Ah, und weil ich das zurzeit hier ständig von "Ideologien" lese: Ich würde darauf wetten, dass hier im Forum so einige aus rein ideologischen Gründen niemals eine vegetarische Paste auch nur probieren würden.

    Da geben sich die beiden verbohrten Seiten nicht viel, auch wenn es derzeit in Mode ist, über die Grünen zu schimpfen. ;)

  • […] ich habe die mal in einer Spaghetti Bolognese, die ich dummerweise in der Uni-Mensa zu mir nahm, noch so richtig 'schön' rausgeschmeckt […]

    Welche Geschmacksrichtung geben die Stresshormone (in der Uni-Mensa liegt die Zugabe von Stresshormonen ja auf der Hand, schließlich hat die Natur jene Hormone ja überhaupt erst hervorgebracht, um Stresssituationen mit größerer Wahrscheinlichkeit wohlbehalten zu überstehen)


    Im Germanien der Gegenwart wäre es also angeraten, Tartar von Meerschweinchen nach einem anstrengendem Mathetest zu essen…

  • Im Retortenfleisch dürften kaum was Schädliches drin sein.

    Im Retortenfleisch wie gezüchtet ganz sicher nicht. In dem, was hinterher rein kommt, um den Geschmack hinzubekommen, schon.


    Und, wo wir gerade dabei sind: Mit den veganen Pasten ist es genauso wie mit Fleisch, manche schmecken (mir) richtig gut, andere eben nicht.

    Ah, und weil ich das zurzeit hier ständig von "Ideologien" lese: Ich würde darauf wetten, dass hier im Forum so einige aus rein ideologischen Gründen niemals eine vegetarische Paste auch nur probieren würden.

    Da geben sich die beiden verbohrten Seiten nicht viel, auch wenn es derzeit in Mode ist, über die Grünen zu schimpfen. ;)

    Ich schreibs mal so: Ich esse, wenn ich in der Pampa bin, auch schon mal vegetarische Bolognese zu den Nudeln. Warum? Weil es halt praktisch ist und schmeckt. Und weil ich es mir leisten kann, denn ein Schnäppchen ist die tatsächlich gut schmeckende nicht. Zuhause gibts dann wieder welche mit Hack vom Metzger und Gemüse aus dem Garten. Das ist für mich auch völlig normal. Was ich gar nicht normal finde ist, dass sich eine Partei hinstellt und meint mir vorschreiben zu müssen, was ich Donnerstag zu essen habe und was nicht. Zumal sich dieser "Politikstil" so oder so ähnlich durch die Themen zieht. Dazu muss man nicht verbohrt sein, da reicht auch nachdenken.

  • Im Retortenfleisch wie gezüchtet ganz sicher nicht. In dem, was hinterher rein kommt, um den Geschmack hinzubekommen, schon.

    Gewürze, Pfeffer, Salz, ... Kräuterbutter? :)

    Ganz prinzipiell sehe ich erstmal keinen Grund, weshalb aus Zellkulturen stammendes Fleisch grundlegend anders schmecken müsste als natürliches ... Klar, in natürlichem Fleisch herrscht ein interessanterer Wechsel verschiedener Gewebsarten, plus Knochen(mark) etc., aber mal abwarten wie diese Produkte am Ende tatsächlich aussehen und schmecken.

    Ich würde mich dem Thema gegenüber als "neugierig-abwartend" bezeichnen.

    Aber ob ich ein geeigneter Maßstab bin, ist natürlich wieder eine ganz andere Frage: Ich finde ja auch Insekten als Nahrung höchst interessant.


    Ich schreibs mal so: Ich esse, wenn ich in der Pampa bin, auch schon mal vegetarische Bolognese zu den Nudeln. Warum? Weil es halt praktisch ist und schmeckt. Und weil ich es mir leisten kann, denn ein Schnäppchen ist die tatsächlich gut schmeckende nicht. Zuhause gibts dann wieder welche mit Hack vom Metzger und Gemüse aus dem Garten.

    Ich bin da auch viel pragmatischer als du (möglicherweise) denkst.

    Du glaubst doch nicht im Ernst, ich würde z. B. deinen leckeren Hasenbraten ablehnen, wenn ich die Gelegenheit dazu hätte, ihn zu 'testen', nur um eine Lanze für vegetarische Nahrung zu brechen? ;)

    Ich lasse auch jedem seine Freiheiten. Ich finde es allerdings prinzipiell nicht schlecht, über Alternativen zur Massentierhaltung nachzudenken. Das heißt nicht, dass ich Menschen verurteile, die diese Produkte aus diversen Gründen kaufen und konsumieren.


    Was ich gar nicht normal finde ist, dass sich eine Partei hinstellt und meint mir vorschreiben zu müssen, was ich Donnerstag zu essen habe und was nicht.

    Was die Grünen betrifft, sehe ich es so, dass sie durchaus immer wieder Anliegen in den Fokus rücken, die ich durchaus teile (nicht alle, aber einige). Die Art und Weise, wie sie das tun, ist nicht immer sehr 'glücklich' gewählt.

    Ich finde es z. B. absolut nichts Schlechtes, wenn Kantinen (freiwillig) öfter mal vegetarische Gerichte anbieten. Die Anregung an sich ist also 'voll ok'.

    Das vorschreiben zu wollen ist nicht 'ok', und war abgesehen davon auch einfach dumm.

    Wenn ich richtig informiert bin (ich bin mittlerweile gar nicht mehr so gut über Parteien informiert - mich interessiert der Politikzirkus irgendwie insgesamt immer weniger), haben sich aber auch die meisten Grünen längst vom "Veggie-Day" distanziert.

  • Gewürze, Pfeffer, Salz, ... Kräuterbutter? :)

    Ja, das sollte vielleicht auch dran. Ich hatte aber eher daran gedacht, dass man ja nun nicht nur einen homogenen Zellhaufen isst. Der hat Textur, Bestandteile und der Geschmack ist nicht nur vom genetischen Material abhängig, sondern vor allem auch von Bewegung, Ernährung des Tieres und dergleichen mehr. Das müsste nachgebildet werden, was wieder mehr oder weniger Chemie bedeutet. Drum schrieb ich: Ich werde die breitere Einführung wohl nicht mehr erleben.


    Wenn ich richtig informiert bin (ich bin mittlerweile gar nicht mehr so gut über Parteien informiert - mich interessiert der Politikzirkus irgendwie insgesamt immer weniger), haben sich aber auch die meisten Grünen längst vom "Veggie-Day" distanziert.

    Das war (glaub ich jedenfalls ) schon kurz nach Shitstorm und erst recht nach Wählerstimmenverlust widerwillig vom Tisch. Letztlich ist es (übrigens nicht nur bei den Grünen) immer das gleiche Schema: Man will etwas, man beschließt etwas. Irgendein großes Ziel. So weit, so normal. Nicht normal ist, dass das einzige was zwischen Beschluss und Ziel steht, scheinbar nur Luft und wohlfeile Worte stehen. Einzig sicher sind Zumutungen und finanzielle Belastungen. Auf die Idee, mal ein paar konkrete Gedanken zu Maßnahmen, Kosten, Ersatz zu äußern, kommt scheinbar niemand. Oder auf die Idee, es wäre eigentlich kein Verbot oder Zwang über Kosten notwendig, wenn statt dem ursprünglichen Produkt halt etwas besseres da ist - was auch etwas teurer sein kann. Das ist alles aus der Mode gekommen.

  • Hast Du wieder mal das im Threadtitel verborgene "Germania" übersehen oder nicht verstanden? Geh' mal in Deutschland mit Deiner 40-Euro-Jagdlizenz auf die Pirsch… oder mit Deiner "Angeln darf jeder"-Nahrungsbeschaffungslaune an einen deutschen See oder Bachlauf… das könnte eine recht kostspielige Mahlzeit werden!

    Und die letzte Mahlzeit!


    Denn wenn Millionen Germanen flintenschwingend, rutenwerfend und körbchensammelnd für 40€ im Jahr durch Gebüsch und Aue hüpfen würden, dann wäre in absehbarer Zeit kein Schnattern, kein Röhren, kein Grunzen und kein Plantschen in Germania Magna mehr zu hören.


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