Rassismus - Sammelthread

  • zizou

    Hat den Titel des Themas von „Aldi Nord Berlin feuert Mitarbeiter wegen Rassismus“ zu „Rassismus - Sammelthread“ geändert.
  • Deutschland ist wieder in Aufregung. Im Netz wird diskutiert, ob das im Berlin richtig oder falsch war. Aldi zieht Konsequenzen und feuert Mitarbeiter wegen Rassismus.

    Hab mir das jetzt mal angeschaut...


    Meine Meinung


    Der Filialleiter hat aus verschiedenen Gründen falsch reagiert.

    Der Kunde, der das Vid gefilmt hat, war doch ein wenig zu engagiert. Warum? Na weil auch ich nicht in einem Supermarkt eine politische Diskussion führen will, ich will da einkaufen.


    Der N-Wort Sager, ob er das nun bewußt gemacht hat, weil seiner Meinung nach ein solcher grad in der nähe ist, kann nicht nachvollzogen werden.


    Moralisch/Ethisch gesehen war der Ausdruck natürlich voll daneben. Altbacken und zeugt von Ignoranz.

    In so fern wäre es besser gewesen, wenn der Filialleiter alle Beteiligten vor die Tür gesetzt hätte.

    Auch in meinem Servicebetrieb werden keine politischen Diskussionen geführt.

    Das erfordert viel "zurückstecken" und "Gelassenheit", wenn man Nazi-Sprech hört und eindeutig solche sich durch Klamotten und Tattoos ausweisen.


    Auch der Diskurs vor dem Laden zeugt nicht von geistiger Tiefe des Filialleiters. In so fern ein nachvollziehbarer Kündigungsgrund.


    Was die anderen Kunden angeht, hatte ich nicht das Gefühl, dass da einer irgendwie deeskalierend wirkte. Plötzlich war der Kritiker mit dunkler Hautfarbe der "Prügelknabe", weil er sich wohl genötigt fühlte, sich zu äußern. Das zeugt auch nicht grad von Kommunikationswillen und der Fähigkeit diese unaufgeregt zu führen.


    Alles in allem eine Situation, wie sie zu Hauff in D passieren. Schade, dass einige immer noch denken, sie wären Menschen, die über anderen stehen, weil ihre Meinung nun mal die richtige ist.


    Für das Gesamtbild ist dieses Video aber ein Anschauungsobjekt erster Güte, denn unsere Diskussionskultur ist mMn schon lange im Arsch.

    Jeder Minderperformer fühlt sich angegriffen, wenn mal eine Meinung nicht mit seiner harmoniert.

    Die einen beschränken sich auf "Mein Land, meine Nationalität, mein Recht!"

    Andere halten anderen gern ihre Unzulänglichkeiten vor, aber nicht um sie zur Vernunft zu bringen, sondern um sie in eine Ecke zu stellen.


    Der eigene Fundamentalismus ist das Maß und die Kontroverse ist die Beschimpfung.

    So geht aber Gesellschaft nicht, wenn sie funktionieren soll.

    Leider wird aber in den Diskussionen darüber nicht viel konstruktives gebracht.


    Was wäre, wenn der Filmemacher die N-Wortsager auf dem Parkplatz ruhig angesprochen hätte?

    zB so...

    Darf ich mal fragen, ob ihnen bewußt ist, dass das Wort "Negerküsse" Menschen wie mich beleidigt/diskriminiert? Wissen sie, mit was dieses Wort in Verbindung steht?


    Der Markt selbst ist Privatbesitz und so kann jeder Hausherr auch seine Regeln auslegen. Das macht jeder. Filialleiter und N-Wortsager haben sich hier völlig unangemessen und unentspannt verhalten. Woran das liegt, sei dahin gestellt.


    Viel cooler wäre gewesen, wenn der Filmemacher nach besagtem Wort bemerkt hätte, dass er keine Küsse verteilen kann, wegen der Maske. ;) ..aber ich bin ja kein Betroffener, also ist das nur eine Anmerkung von mir. :)


    mfg

  • Hab mir das jetzt mal angeschaut...


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    Für das Gesamtbild ist dieses Video aber ein Anschauungsobjekt erster Güte, denn unsere Diskussionskultur ist mMn schon lange im Arsch.

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    Ja und nein, sage ich mal so..... Neben diversen neuen Strömungen ( PC, Cancel Culture, Woke, ) die fast ausschließlich von aussen herangetragen werden, d.H. aus anderen Kulturen, hier meist aus dem Anglo-amerikanischen Raum haben wir das Problem das seit der Vergesellschaftung des Smartphones und der Unsozialmedien, jede, aber auch wirklich jede Knalltüte sich ermächtigt fühlt dementsprechend etwas zu publizieren. Das kann man Basisdemokratie nennen, zieht aber generell jeden Qualitätsstandard im gegenseitigen Miteinander ins Bodenlose. Sehen wir in den öffentlichen Medien oder auch generell in der Gesellschaftskultur die sich zunnehmend spaltet.

    Allein hier jemanden von einem Billigdiscounter heranzuziehen der unter in den allgemein bekannten Verhältnissen dort jobbt ( ob der sich nun höhnischer Weise Filialleiter nennen darf ) und dann erwartet wird das jener dort ein political correctes, Problem orientiertes Gespräch mit einem POC und einem alten ArXXXX zur allgemeinen Befriedigung aller zu Ende bringt *) ist genau auf dem derzeitigen Level wo irgendeine Schlauchbootlippige, 19 Jährige Schakeline als "Lifestylecoachberaterin und Fashionfluencerin in Ihren "Channel" lispelt. Egal wie Sie dabei sogar noch gesponsert wird. Beides ist flach. Spiegelt aber das Absurde unserer Zeit wieder.


    *) Das soll keinen hier entschuldigen, erinnert mich aber an die Szene der beiden Wachen im Leben des Brian vor der Kreuzigung....

  • Unter Farbigen versteht man nicht-weiße Menschen. Der Begriff entstammt rassistischen Ansichten[1] und historischen Rassentheorien. Er wird heute als problematisch angesehen. Besondere Bedeutung hatte und hat er in allen kolonialen Systemen, besonders der Rassentrennung.[2] Als Selbstbezeichnung war er nach einigen Auffassungen nie verbreitet.[3]

    Zum einen bezeichnet der Ausdruck speziell Personengruppen mit erkennbar dunkler Hautfarbe, als Synonym für den Ausdruck Schwarze, diverse Gruppen Indiens oder Aborigines. In weiterem Sinne bezeichnet er Personen, die nicht hellhäutig („weiß“) sind, also alle Nichteuropäer (und deren Nachfahren weltweit), in noch weiterem Sinne auch Südeuropäer dunkleren Einschlags, womit der Begriff in den Kontext der Arier-Rassentheorie gerät. Dazu kommen dann Aspekte der „Mischlingsfrage“, sodass man auf Definitionen wie „eine braune oder schwarze Hautfarbe habend“ oder erweitert „eine braune, schwarze, rote oder gelbe Hautfarbe habend“ kam.[4], wo sich neben der „schwarzen Rasse“ auch die „gelbe“ der „Asiaten“ und „rote“ der „Indianer“ findet, allesamt ebenfalls überkommene Konzepte des 18. und 19. Jahrhunderts.

    Verwandte Ausdrücke:

    • Person of colour (Plural: people of colour) heute im deutschsprachigen Raum im politischen Diskurs eine gängige Selbstbezeichnung[5][6][7]
    • Colored in den USA, anfangs speziell Afroamerikaner und „Mischlinge“, auch „Indianer“ (Native Americans), später auch dunklere Latinos (Lateinamerikaner), worunter neben den dort „Mulatten“ genannten europäisch-afrikanischen auch die „Zambo“ genannten afrikanisch-indianischen „Mischlinge“ zählen
    • Coloured, Kleurlinge, Cape Coloured, Bruinmense, Bruin Afrikaners im Südafrika speziell für Menschen mit indigenen oder anderen Vorfahren differenzierter ethnischer, familiärer Wurzeln (in Unterscheidung zu Blacks/Black Africans, Whites und Indians/Asians, siehe Demografie Südafrikas[8]).[9][10][11] In Südwestafrika/Namibia hatte sich durch Einwanderung aus der Kapprovinz und von Walvis Bay diese Gruppenbezeichnung verbreitet.[12]
    • Sichtbare Minderheiten als „Personen, die weder Ureinwohner noch von kaukasischer Abstammung oder weißer Hautfarbe sind“. Erwähnt unter anderem im Gesetz zur Gleichbehandlung am Arbeitsplatz (Employment Equity Act) von 1996.[13]

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Farbiger


    :/ In den 90'er Jahren war Farbiger, Farbige, Farbige Menschen eigentlich IMHO relativ wertneutral und auch ein korrektes Wort im Gegensatz zu "Neger, Nigger".

    Aber politisch korrekt ist heute wohl nur

    Person of colour (Plural: people of colour) heute im deutschsprachigen Raum im politischen Diskurs eine gängige Selbstbezeichnung[5][6][7]


    Mein modernes Lieblingswort ist:

    Maximalpigmentiert


    das hat sogar einen wissenschaftlichen Bezug. ;)

    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

  • Die Schwarzen können sich ja selbst von mir aus "people of color" nennen. Ich nenne sie Schwarze.

    Wenn „Anti-Rassismus“ als ideologisches Vehikel zur Protektion und Förderung reaktionärer Migrantenkulturen instrumentalisiert wird, wird fortschrittlich-demokratischer Widerstand zur Pflicht.

    Hartmut Krauss



  • Die Schwarzen können sich ja selbst von mir aus "people of color" nennen. Ich nenne sie Schwarze.

    Schwarze gefällt mir persönlich nicht als Wort. Ich sehe mich selbst auch nicht als Weißer, sondern eher leicht schweinchenrosa. Also bisschen bunt quasi. Farbige gefällt mir daher.

    Farbige Menschen, Schwarzafrikaner - die Worte benutze ich auch weiterhin.

    Aber, wer politisch korrekt sein will, der müsste "people of color" sagen. Ziemlich lang. ;)


    PS:

    Schwarze_r, Person of Color (PoC),

    ggf. je nach Person Afrodeutsche_r,

    Schwarze_r Deutsche_r,

    Afroamerikaner_in oder

    Afrikaner_in, bzw. konkrete Benennung

    des Herkunftlandes

    Abwertend, Begriff entstand in der

    Kolonialzeit, generalisierend


    https://www.google.com/url?sa=…Vaw0Zxh23MWDIPz_O13gxYdry


    Die Begriffe aus der Kategorie: Begriff entstand in der

    Kolonialzeit, generalisierend

    wie Schwarzafrikaner sind alle schlecht.


    Aber der große Unterschied zwischen "people of color" und "Farbige Menschen" erschließt sich mir nicht. :whistling:

    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

  • Die Schwarzen können sich ja selbst von mir aus "people of color" nennen. Ich nenne sie Schwarze.

    Streng genommen sind Schwarz und Weiß Nichtfarben. Ich lehne es ab, Menschen nach Hautfarbe zu unterscheiden. Das führt nur zu Konflikten und bringt destruktive Erscheinungen wie den KKK und "Black Lives Matter" hervor. :(


    BLM ist ein trojanisches Pferd des Marxismus. Es geht denen nicht um Kampf gegen Rassismus, sondern sie wollen eine sozialistische Agenda pushen.