Ende Militäreinsätze: Überlasst Drittländer ihrer eigenen Dynamik, bei der Entwicklung zu einer friedlicheren Zivilisation. Auch wenn es weh tut.

  • Mali, Afghanistan, Irak, Libyen, Äthiopien, Somalia usw. Überall wo patriarchalische Clankulturen die Struktur der Gesellschaften bestimmen, sollten wir uns fernhalten und diese sich selbst überlassen. Die humanitäre Idee ist an diesen Ländern gescheitert.


    Es sollte nicht mehr unser Problem sein, wenn die Bewohner dieser und weiterer Länder noch hundert oder zweihundert Jahre gegenseitigen Abschlachtens benötigen, bis sich sich endlich zu einer friedlichen Gesellschaft nach europäischem Vorbild entwickelt haben.


    Die westliche Welt versucht seit 50 Jahren mit Billionen Euro an Einsatz für humanitäre, militärische oder wirtschaftliche Hilfe, die Entwicklungsländer zu befrieden. Und auch, wenn damit nicht nur humane Interessen verfolgt wurden, und weitere "Mitspieler" versucht haben, diese Bemühungen zu sabotieren, liegt das Scheitern der westlichen Welt vor allem am Wesen der Menschen dieser Länder.


    Für den Aufbau einer friedlichen Gesellschaft braucht es eine Mehrheit an Bewohnern, die nicht mehr bereit sind, ihr privates Recht, oder das was sie dafür halten, in die eigene Hand zu nehmen. Grundlage jeder Gesellschaft ist eine Kultur der Gewaltkontrolle. In der Menschen das Gewaltmonopol dem Staat überlassen. Es braucht Bewohner, die nicht die Interessen des eigenen Clans über alles andere stellen und allzu leicht bereit sind, ihre Konflikte und Konkurrenzen auch gewalttätig auszuhandeln.


    Es sind Gesellschaften, in denen ständig neue Generationen "junger Männer" heranwachsen, die sich sehr leicht von zynischen korrupten "Führungsfiguren" gegeneinander aufhetzen lassen und ohne Nachdenken wie blutrünstige Hunde übereinander herfallen. Und die sich bei alledem auch noch als Helden fühlen.


    Es sind Länder, in denen die Zugehörigkeit zu einer "Miliz" oder "Rebellen-Bewegung" zur Einkommensquelle geworden ist. Und zu einer Möglichkeit, die eigenen niedrigsten menschlichen Macht-Instinkte wahllos an den Mitmenschen und angeblichen Gegnern ausleben zu können.


    Es gibt in diesen Ländern zu viele von ihnen und sie wachsen zu schnell nach. Und die Menschen, die darunter leiden müssen, die Opfer, sind zugleich auch jene, die ihre archaischen, patriarchalischen Clan-Kulturen gegen jegliche demokratischen Einflüsse verteidigen, so als ginge es um die Unschuld ihrer Töchter. Die Opfer sind zugleich jene, die ihre rückständige Kultur an ihre Kinder weitergegeben haben und so diese militante Brut erst in die Welt gesetzt. Warum sollten die Eltern der westlichen Welt ihre Söhne und Töchter, sowie Erträge ihrer Arbeit opfern, um diese Menschen, die friedlich leben wollen, aber ohne sich und ihre Kultur zu ändern, vor sich selbst zu beschützen?

  • Der letzte Beitrag von FrauLuna enthielt keinerlei Bezug zum Threadthema und wurde deshalb in den thematisch passenden Thread verschoben.

    Link: Der wahre Islam


    @ FrauLuna

    Bitte unterlasse es, deine "Islam"-Beiträge wahllos in alle Threads zu verteilen. Das ist nicht nur gegen die Forenregeln, sondern auch respektlos gegenüber den Threaderöffnern und Mitdiskutanten.

  • Vielleicht solltest Du mal die Hintergründe der westlichen Interventionen in diesen Staaten eruieren! Es ging nie um humanitäre Ziele und echte Entwicklungshilfe! Zudem solltest Du fragen, wer die Waffen für die Konflikte geliefert hat und die radikalen sowie Warlords finanzierte und ausbildete??? Auch kann man eine Stammesgesellschaft mit feudalistischen oder semifeudalistischen Strukturen nicht in den Sozialismus katapultieren, das mußten die Ostblockstaaten, an der Spitze die UDSSR bitter erfahren! Gesellschaftliche Entwicklung ist eben ein objektiver Prozess! Die Westliche Politik ist voll gescheitert. Aber die Rüstungs-und Waffenhandelslobby hat prächtig Profit gemacht und leider haben zu viele die Märchen von den humanistischen Zielen geglaubt.:(:(:(:evil::evil::evil::!::!::!:

  • Vielleicht solltest Du mal die Hintergründe der westlichen Interventionen in diesen Staaten eruieren! ...

    Sie sehen das ganz richtig und ich habe das auch nicht übersehen.

    Es gibt in allen diesen Ländern Interventionen verschiedener konkurrierender Länder, es gibt ausländische Provokateure und Waffenlieferungen.


    Aber man sollte sich auch einmal fragen, warum haben diese Provokateure und Waffenlieferanten speziell in diesen Ländern soviel Erfolg?


    Weil sie dort das optimale Menschenmaterial vorfinden, die man leicht aufhetzen und bewaffnen kann. Und die schnell bereit sind sich in blutige Schlachten zu begeben. Die Waffen schießen schließlich nicht von allein.


    Ihre Argumentation ignoriert, dass auch diese Stammeskulturen einen freien Willen haben und dass diese eine Verantwortung für ihr Schicksal und handeln haben.


    Die konkurrierenden Milizen rekrutieren sich in den meisten Fällen aus den "Sprößlingen" großer oft verfeindeter Familienclans, die sich teils seit hundert und mehr Jahren in ihren jeweiligen Landesteilen entwickelt haben. Und einige auch schon so lange verfeindet sind.


    Sie stellen auch ganz richtig fest: "...[dass] man eine Stammesgesellschaft mit feudalistischen oder semifeudalistischen Strukturen..." nicht kurzfristig verändern kann. Es hat sich aber gezeigt, dass diese sich auch nicht langfristig ändern lassen. Weil sie so leben wollen.


    Genau das ist deren Problem: Sie wollen in Frieden leben, aber lehren ihre Kinder, dass ein richtiger Mann bereit sein muß, seine Familie, seinen Clan auch mit Gewalt zu verteidigen. Sogar in Deutschland, gibt es solche Strukturen, wo Familien in ganzen Gruppen blutrünstig übereinander herfallen. Und weil es hier nicht so leicht ist an Schusswaffen zu kommen nimmt man Knüppel und Messer.


    Es sind diese Kulturen, die den fortwährenden gewaltbereiten Nachwuchs hervorbringen, der frühzeitig darauf vorbereitet wird, seinen Clan, dessen Ehre und Interessen mit allen Mitteln und auf Befehl, zu verteidigen.


    Und meine These ist wie gesagt, dass die Opfer dieser Entwicklung selbst dazu beigetragen haben, weil sie ihre Kinder, besonders die männlichen Nachkommen, im Sinne dieses renitenten rückständigen Wertesystems erziehen. Und zu einem Teil trägt auch die leicht zur Aggressivität neigende Mentalität dieser Menschen bei.


    Wir sollten uns konsequent von ihnen fernhalten und sie sich selbst überlassen. Denn was die tatsächlich wohlmeinende humanitäre und militärische Hilfe betrifft, die es ja auch immer gegeben hat, war sie letzlich für die verfeindeten Parteien doch nur ein willkommenes Instrument um dieses unselige Wertesystem zu verteidigen.


    Man betrachte nur Afghanistan und dessen aktuellen Rückfall in die Barbarei. Es befindet sich unabhängig von den Kriegen mit Russland und später USA, seit über 40 Jahren auch in einem Bürgerkrieg. Aber auch der ISAF Einsatz hat die ethnischen Konflikte der Region bis heute nicht auflösen können. Und jetzt beschränkt man den Blick nur auf die Taliban. Und alle anderen seien unschuldige Opfer.

  • Man betrachte nur Afghanistan und dessen aktuellen Rückfall in die Barbarei. Es befindet sich unabhängig von den Kriegen mit Russland und später USA, seit über 40 Jahren auch in einem Bürgerkrieg. Aber auch der ISAF Einsatz hat die ethnischen Konflikte der Region bis heute nicht auflösen können. Und jetzt beschränkt man den Blick nur auf die Taliban. Und alle anderen seien unschuldige Opfer.

    Afghanistan's "Rückfall" war ja Hauptsächlich dem Umstand geschuldet das man den bösen Geist ( Taliban ) den man einst geweckt bzw, ins Leben gerufen nicht wieder in die Flasche zurück bekommen hat. Man hat seinerzeit im kalten Krieg archaische Strukturen gepflegt und gepampert um Kanonenfutter gegen die Russen zu schaffen.

    Das Blöde war nur das man sogar während oder noch jahrelang mit den einstigen Allierten ( Pakistan ) genau diese Geister beschützt hat während zeitgleich

    Natosoldaten im Kampf gegen diese verheizt wurden. Noch absurder ging es eigentlich kaum noch und insofern wurde damals wie heute die Öffentlichkeit mit hanebüchenen Unsinn als Rechtfertigung abgespeist....

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind

  • Es sind jedoch nicht die archaischen Kulturen, die die Menschheit bedrohen, sondern der globale Imperialismus der USA und des Westens, der seine Interessen gegen die Interessen der Mehrheit der Menschheit, sogar gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung, durchsetzt! Weder Somalia, noch Afghanistan oder ein anderes Entwicklungsland haben den Westen bedroht oder gar angegriffen. Selbst Osama bin Laden hat sich erst feindlich erwiesen, als die USA in Saudi Arabien militärisch sich gegen den Irak postioniert haben! Seine Familie war sogar mit dem BUSH-CLAN eng befreundet!:(:(:(:!:

  • Mali, Afghanistan, Irak, Libyen, Äthiopien, Somalia usw. Überall wo patriarchalische Clankulturen die Struktur der Gesellschaften bestimmen, sollten wir uns fernhalten und diese sich selbst überlassen. (....)

    Syrien hast Du vergessen. Was heißt hier: "wir sollten uns fernhalten"? Der Westen hat sich längst in diese Länder eingenistet, destabilisiert, in die Steinzeit gebombt. Haben diese Länder die Du hier aufgeführt hast, die Amerikaner eingeladen und um die "Zwangsdemokratisierung" gebeten? All diese Länder waren vor der Intervention fremder Mächte stabil und gesellschaftlich recht freizügig. 1960 flanierten z.B. afghanische Frauen/Mädchen noch in kurzen Röcken durch Kabul, obwohl dieses Land dem konservativen Islam zugehörig war. Die Besatzer der Russen und Amerikaner haben dieses Land regelrecht vergewaltigt und in die Steinzeit befördert. Aus den ehemaligen Freiheitskämpfern der Mujaheddin, die die Amerikaner gegen Russen unterstützten, wurden plötzlich "Taliban", die jetzt als Feinde der "freien Welt" dargestellt werden. Diese Schizophrenie war auch im Irak zu erkennen. Die Brutkastenlüge führte zur flächendeckenden Bombardierungen dieses Landes, wobei 2 Millionen Zivilisten gestorben sein sollen. Die verwendete Uranmunition hat zudem große Landflächen für tausende Jahre verstrahlt, die zu Missbildungen bei Neugeborenen führte. In Syrien ist diese Schizophrenie noch markanter. Zwei Apache Hubschrauber kreisen minutenlang über einen Konvoi der ISIS. Kein Schuss fällt. Der Konvoi der ISIS fühlt sich auch nicht angegriffen und folgt relaxt seines Weges. Warum auch? Diese Terrororganisation ist der Nachfolger der Al - Kaida, die von den Clintons erschaffen wurde. Herrlich. Die Kurden sollen jedoch ganz, aber ganz sicher gegen die ISIS gekämpft haben, deren Hauptverbündeter die USA sind. Fakt ist jedoch, dass die meisten Kurden der PKK/YPG Mitglieder der ISIS waren. Der Kreis schließt sich.

  • Bicyclerepairmen

    grauer kater

    Incident now


    Ich danke für eure engagierten Antworten. Mit meinen Schlussfolgerungen aus dem enttäuschenden Ergebnis der Jahrzehnte Entwicklung in diesen Ländern bin ich ganz und gar nicht glücklich. Auch wenn ich von meiner Meinung inzwischen überzeugt bin.


    Eure Argumentation dreht sich leider nur um die äusseren Einflüße. Die bestreite ich aber garnicht. Aber die Selbstverantwortung der Menschen wird so gänzlich ausgeblendet.


    Deshalb wiederhole ich meine Grundthese noch einmal:


    Es ist die Kultur dieser Menschen, die sie letzlich selbst zu Opfern dessen macht, was sie hervorbringt. Nämlich ständig neue Generationen von jungen Männern, deren Gewaltbereitschaft zum Teil seit Jahrhunderten Konflikte zwischen Clans und Stammesgemeinschaften am Laufen hält. Alle diese Länder sind schon immer auch Bürgerkriegsländer gewesen. Deshalb waren sie für den Westen sehr leicht für intrigante Zwecke zu missbrauchen.


    Die äusseren Einflüße konnten nur deshalb so verheerende Wirkung auf diese Länder haben und bis heute wirken, weil die Menschen dort so sind wie sie sind und ihre Kultur sie dahin gebracht hat, wo sie jetzt stehen.


    Es sind die Menschen und ihr rückständiges Wertesystem, mit ihren Stammesgesellschaften und den patriarchalischen Clanstrukturen. Diese System wird bis heute auf jede neue Generation übertragen.


    In den Ländern deren Gesellschaften in Clanstrukturen geliedert ist, und die sich zum Teil über hundert Jahre feindlich gesonnen sind und bekämpfen, haben äussere Einflüsse zu einer erheblichen Steigerung der gegenseitigen Feindseligkeit und Gewaltbereitschaft geführt. Das war nur möglich, weil diese Menschen in ihrer rückständigen Kultur verharren, die z.B eine Regierung nur anerkennen, wenn der eigene Clan diese Regierung stellt. Die meisten Fehden werden von den Stämmen um die Vorherrschaft und Recourcen geführt. Anstelle sich um gerechte Aufteilung zu bemühen. Deshalb ist auch die Korruption in diesen Ländern am größten.


    Es bringt nichts, immer nur darauf herumzureiten, dass nur der Westen und Fremde Einflüße Schuld sind. Diese Menschen haben in Wahrheit so sehr ihren eigenen, leider meist primitiven Kopf, dass sogar Helfer mit ehrlichen Absichten sehr oft daran verzweifelt sind.


    Deshalb bitte nur noch solchen Einspruch, der sich gegen meine These der dominierenden Mitschuld dieser Leute am eigenen Schicksal richtet, anstelle sie zu entmündigen.

  • Afghanistan's "Rückfall" war ja Hauptsächlich dem Umstand geschuldet das man den bösen Geist ( Taliban ) den man einst geweckt bzw, ins Leben gerufen hat nicht wieder in die Flasche zurück bekommen hat. Man hat seinerseit im kalten Krieg archaische Strukturen gepflegt und gepampert um Kanonenfutter gegen die Russen zu schaffen.

    Das Blöde war nur das man sogar während oder noch jahrelang mit den einstigen Allierten ( Pakistan ) genau diese Geister beschützt hat während zeitgleich

    Natosoldaten im Kampf gegen diese verheizt wurden. Noch absurder ging es eigentlich kaum noch und insofern wurde damals wie heute die Öffentlichleit mit hanebüchenen Unsinn als Rechtfertigung abgespeist....

    So nicht ganz richtig. Die Taliban um Mullah Omar waren eigentlich eine Reaktion auf die marodierenden Mujaheddinhorden nach dem Abzug der Sowjets. Afgahnistan versank im Bürgerkrieg zwischen den verschiedenen Warlords, es herrscten anarchistische Zustände und die Bevölkerung war den willkürlichen Übergriffen der jeweiligen Kämpfer schutzlos ausgeliefert. Mullah Omar und seine pastunischen Taliban bekämpften diese Zustände. Das wurde am Anfang durch die Bevölkerung auch begrüßt, brachten sie doch Frieden und Ordnung zurück, basierend auf einem Regelwerkl das jeder kannte - der Scharia. In Streitfragen entschied der örtliche Imam oder eine andere religiöse Autorität. Probleme entstanden dann, wenn die größtenteils aus Paschtunen bestehden Taliban in Gebiete eindrangen, in denen andere ethnische Minderheiten siedelten wie etwa Tadschiken, Usbeken oder schiitische Hazara. Und das die Regelauslegung und die von ihnen erlasenen Regeln immer strenger wurden, was wiederum dem saudisch wahabitischen Einfluss auf die Madrassas im pakistanischen Grenzland geschuldet ist. Die Taliban sind in den ländlichen, pastunischen gebieten geschätzt und respektiert, sons hätten sie sich nicht 20 Jahre lang so halten können. Die Taliban sind also ein indierektes Produkt des vom Westen unterstützten Kampfes gegen die Sowjets.


    Anders verhiet es sich bei Al Qaida. Diesen Feind hat sich der Westen selbst mit seiner Unterstützung der arabischen Freiwilligen unter der Führung von Abdallah Yusuf Azzam erschaffen, finanziert und ausgerüstet. Diese Kämpfer bildeten praktisch die Urzelle des heutigen globalen Dschihads.

    Ich bin nur für das verantwortlich was ich schreibe, nicht für das was du verstehst!


    "Der Zynismus ist meine Rüstung, der Sarkasmus mein Schwert und die Ironie mein Schild."

  • NETSUBJEKT - solche Erklärungsmuster wären mir ein bisschen zu flach, sorry to say.

    So könnte Dir jeder "Aussenstehende" seine Sorge anhand der neuen deutschen Rechten und der Vorkommnisse auch im Osten schlüssig erklären daß der Deutsche an sich immer irgendwie rechtsradikal ist.



    Ich habe ein paar Jahre im größeren islamischen Land der Erde gelebt und als christliche Langnase mit meiner damaligen Freundin unverheiratet unbehelligt inmitten des Molochs Jakarta zusammen verbracht. Warum das alles jetzt nicht mehr möglich ist hat eben auch ganz viel mit äußeren Einflüssen dort zu tun.

    Wer hatte ein Interesse daran, z.B. oder warum sind irgendwelche winzigen, von Europa abhängigen Minstaaten in Jugoslawien zu islamischen Fundihotspots geworden ?

    Das kommt doch nicht von alleine oder weil irgendwelchen Leuten vor Ort eine Erleuchtung gekommen ist oder es in deren Genen liegt etc etc.


    Afghanistan bestand ja auch nicht, trotz aller Traditionalität oder auch Abgeschiedenheit aus lauter islamischen Hardcore Fanatikern...

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind

  • - solche Erklärungsmuster wären mir ein bisschen zu flach, sorry to say.

    Das ist völlig ok. Ich poste hier, um meine Überzeugungen auf "Stichfestigkeit" zu prüfen.


    Was Ihr Beispiel Nazis betrifft: Wenn es soweit kommen würde, dass die NPD stärkste Partei und den Bundeskanzler stellen würde, dann könnte niemand ernsthaft bestreiten, dass die Deutschen ihrem Wesen entsprechend mehrheitlich zu einer rechts-ideologischen Gesinnung veranlagt sind. Zumal sie eine gewisse Anfälligkeit dafür schon im Nazideutschland gezeigt haben. Wobei man das nie von allen Deutschen behaupten kann. Und die AFD hat ja einigen Zulauf.


    Was wäre nun so falsch daran, anzunehmen, dass die Gesellschaftsformen und die Verhältnisse der Länder so sind, wie die Menschen eines Volkes mehrheitlich sind? Und dass deren Wesen auch die kulturellen Eigenarten und sogar die Art ihrer Religion bestimmen. Natürlich gibt es neben den Mehrheiten auch Abweichler oder fortschrittliche Leute. Aber die haben in der Regel Probleme, sich gegen diese Mehrheit durchzusetzen.


    Ich denke mir, jedes Volk hat diejenige Gesellschaftsform und auch die sozialen Verhältnisse, die dem Wesen und der Mentalität der Mehrheit entspricht.


    Völker mit archaisch patriarchalischen Familien-Strukturen, in denen ein Familien-Oberhaupt darüber bestimmen kann, wie jedes Familienmitglied zu leben hat, was es lernen und arbeiten und wen es heiraten soll, sind die Keimzelle Autokratischer bis despotischer Herrschaftsverhältnisse. In solchen Ländern wählen die Menschen keine Demokraten, sondern die "starke Hand" eines Alleinherrschers.

    Wie auch von ihrem Familienoberhaupt, erwarten sie von einem solchen Herrscher Orientierung und Schutz ihrer Interessen.


    Blickt man auf die Türkei dann ist Erdogan der Prototyp eines Familienpatriarchen. Er bezeichnet sein Volk auch als "seine Kinder". In den Großstädten leben viele fortschrittlichere Menschen. Aber ausserhalb im ländlichen Raum, wird er von den meisten Menschen geliebt. Hier hat er seine Mehrheiten.

    Und sogar in Deutschland leben Türken, die ihn gerne als Bundeskanzler wählen würden.


    Das bedeutet jedoch im Umkehrschluß nicht, dass in Ländern, die von Despoten regiert werden immer Clankulturen leben.

  • NETSUBJEKT Im Zusammenhang mit Deinen Thesen würde mich einmal interesieren wie Du zu Gary Fullers Theorie zum Youth Bulge stehst. Immerhin einem der zentralen Ansätze in der internationalen Konfliktforschung.


    Hälst Du es für möglich, das z.B. auch Gesellschaften wie Deutschland wieder zurück fallen in patriachalische Clanstrukturen, sagen wir durch große Umwäzungen? Oder ist das ausgeschlossen? Sicherheit bietet zunächst einmal die Familie, als kleinste Zelle des gesellschaftlichen Zusammenlebens ("Blutsverwandschaft"), damit einhergehend dann in der Steigerung zum Clan und dann zum Stamm. Wann und unter welchen Umstände schließen sich Stämme zu Nationen zusammen (idR am Anfang patriachalisch beherrscht - an der Spitze steht ein König, später womöglich ein Kaiser). Wenn Du von Kultur sprichst dann ist das in Deinen Ausführungen erstmal ein verbindendes Band, der Kit der Gesellschaft, sei es Stamm, Königreich oder Nation, das die Gesellschaft zusammen hält und sie gleichzeitig gegenüber anderen Gesellschaften abgrenzt. Hier sind wir übrigens beim Thema Identität (Was bin ich und was bin ich nicht).


    Ich will Dich damit nicht aufs Glatteis führen, sondern es würde mich wirklich interesieren.


    Danke!

    Ich bin nur für das verantwortlich was ich schreibe, nicht für das was du verstehst!


    "Der Zynismus ist meine Rüstung, der Sarkasmus mein Schwert und die Ironie mein Schild."

  • Alpin, solche Entwicklung ist in den meisten ( natürlich nicht allen ) westlichen Staaten aber recht unwahrscheinlich weil hier der Verbund einer Familie, deren orginäre Bedeutung im Vergleich zu anderen Gesellschaften durch die Industrialisierung schon recht früh aufgebrochen wurde, heißt vor 150 Jahren

    ( oder so ) vielschichtige Bewegungen zulassen musste.

    Ferner sind wir nicht nur durch die geschichtlichlichen Ereignisse des 20 Jahrhunderts aber auch durch das moderne Leben ( nicht als Wertung ) dazu mehr veranlasst worden "individueller" zu sein. Und auch das in bezug zur "Identität".

    Wie das z.B. auf einander prallt kann man eigentlich sehr gut in der deutschen Wiedervereinigung sehen. Man hat damals ja, unter anderen Lafontaine die Bezeichnung "ich fühle mich als Europäer" schon übel genommen und das hat sich auch ( wieder unter anderen ) auf seinen politischen Erfolg ( in den betrefenen Regionen, sprich NBL's ) damals ausgewirkt.

    Die heutigen Generationen sind um ein vielfaches mobiler ( nein @.. et al, damit sind nicht die Flüchtlingsströme gemeint ) sondern sind dort zu Hause wo Sie sich wohlfühlen. Sehe ich aber auch an mir selbst und vielen anderen die jetzt erst erkennen das viele der geannten Begrifflichkeiten in dieser Richtung rein Staatstragener, politischer Natur sind und oft genug nicht zum Vorteil des Einzelnen. Sogar au contraire, selbst in der heutigen, zivilisierten Zeit wo man seine Staatsbürger wie früher einmal nicht mehr auf eine Fahne einschwören muss um Sie für ein nationales Motiv verheizen zu können. Das klappt ansatzweise anderswo ( USA ) zwar noch, ist aber ein anderes Thema....

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind

  • Gunnar Heinson hat das in Deutschland verbreitet, und es leuchtet mir völlig ein. Für mich ist das ein extrem wichtiger Faktor bei den Zuströmen aus islamischen Ländern und Afrika:

    https://www.nzz.ch/articleeo5x7-1.76650

  • Im Zusammenhang mit Deinen Thesen würde mich einmal interesieren wie Du zu Gary Fullers Theorie zum Youth Bulge stehst. Immerhin einem der zentralen Ansätze in der internationalen Konfliktforschung.

    Interessanter Wiki-Artikel: Eine Korrelation zwischen überdurchschnittlich hohem Anteil an jungen Menschen in einer Gesellschaft und deren Kriegsbereitschaft ist sicher nicht abwegig.

    In einem Artikel der Welthungerhilfe wird dieser Zusammenhang auch gesehen.


    Hinzu kommt die Annahme, dass Armut und Aussichtslosigkeit die Gewaltbereitschaft junger Menschen fördern. Was auch plausibel ist. Aber mir fehlt hier eine Abgrenzung der bloß hohen Gewaltkriminalität wie in Brasilien, Südafrika usw. von den echten militanten Bürgerkriegsphänomenen, die seit Jahrzehnten die Bildung zivilisierter Gesellschaften verhindern.


    Deshalb glaube ich, daß noch weiteres hinzukommen muß. Und das ist eine entsprechende Kultur mit einem Wertesystem das solche Entwicklungen hervorbringt. Denn die Konfliktbereitschaft ist bei den arabischen bzw. afrikanisch-muslimischen Völkern sehr viel größer, als zum Beispiel bei indischen oder asiatischen Völkern die ebenfalls Kinderreich sind. Also dort wo Buddhismus, Konfuzianismus, Hinduismus etc. besonders verbreitet sind.


    Vielleicht sollte man sicherheitshalber dafür sorgen, dass der Überschuss an jungen Männern in Deutschland nicht zu groß wird. Besonders, wenn sie muslimisch geprägt sind. Diverse Phänomene weisen darauf hin.

    Hälst Du es für möglich, das z.B. auch Gesellschaften wie Deutschland wieder zurück fallen in patriachalische Clanstrukturen, sagen wir durch große Umwäzungen? Oder ist das ausgeschlossen?


    Einen Rückfall in Clankulturen in Deutschland, kann es nicht geben, weil es in Deutschland nie eine Clankultur nach arabischem oder afrikanischen Vorbild gegeben hat. "Clan" ist nicht gleich "Clan".


    Es gab in Deutschland nur patriarchalische Strukturen nach einem christlich geprägten Vorbild.

    Bei den muslimischen Völkern hat das Patriarchat bis heute despotische Züge. Familienmitglieder haben sich dem Willen des Oberhauptes oder den Erwartungen der Familie zu unterwerfen. Oder es drohen drakonische Strafen. Das hat auch mit deren Religion zu tun. Zum Christentum kann man sich bekennen, oder es sein lassen. Dem Islam hat man sich widerspruchslos zu unterwerfen. Und jeder Muslim hat das Recht, von seinem Nachbarn, Familienmitglied, Freund oder Fremden jederzeit und überall diese Unterwerfung zu fordern, wenn dessen Verhalten nicht den Regeln entspricht. Wie weit dies gehen kann, kann man an den Reaktionen auf die Mohammed Karikaturen sehen.


    Wann und unter welchen Umstände schließen sich Stämme zu Nationen zusammen (idR am Anfang patriachalisch beherrscht - an der Spitze steht ein König, später womöglich ein Kaiser).

    Das ist eine Frage, die von der Anthropologie und den Sozialwissenschaften behandelt wird und sehr umfangreiche Antworten erfordert. Das kann ich nicht in ein paar Sätzen beantworten.

  • Die internationalen Abhängigkeiten sind zu groß, um sich zu isolieren. Das ist für mich ausschlaggebend.

    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

  • Fast 20 Jahre lang war die Bundeswehr im Militäreinsatz in Afghanistan. Im März 2021 stimmte der Bundestag erneut für eine Verlängerung des Mandats für diesen Einsatz. Dann kam Biden und erklärte, dass die USA sich innerhalb dieses Jahres aus Afghanistan zurückziehen würden. Das bedeutete das Ende des Bundeswehreinsatzes. Ein Einsatz, welcher der deutschen Öffentlichkeit seit 2001permanent als wichtig für uns und Afghanistan erklärt wurde. Ich kann aber naht erkennen, dass die mit diesem Einsatz verbundenen Ziele erreicht worden wären und damit bekommt die deutsche Außen-und Sicherheitspolitik für milch ein neues Glaubwürdigkeitsproblem.

    Das soll der Politik verdeutlicht werden.

    https://www.abgeordnetenwatch.…r/fragen-antworten/584686


    (Tippfehler wurden korrigiert)

  • <...>

    Vielleicht sollte man sicherheitshalber dafür sorgen, dass der Überschuss an jungen Männern in Deutschland nicht zu groß wird. Besonders, wenn sie muslimisch geprägt sind. Diverse Phänomene weisen darauf hin.

    <...>

    Leicht gesagt, es sind ja gerade die mobilen, unempfindlicheren jungen Männer, die sich immer schon und weiterhin auf den Weg machen. So auch bei den Muslimen. Aber auch bei den Kreuzzügen, die oft auch einen "Entfernungscharakter" hatten, wobei die jungen Männer nicht zu uns kamen, sondern mittels Krieg außer Landes geschafft wurden - man denke auch an den Rattenfänger von Hameln.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.