Kinderwunsch bei Homo - Ehen O.K?

  • Als ich diesen Artikel über Jens Spahn und seinem Ehemann las, kam ich richtig ins Grübeln:


    Zitat

    Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) liebt Bayern, Erbsensuppe, seinen Mann und denkt über eigene Kinder nach, erzählt er im BUNTE-Gespräch.

    https://www.bunte.de/stars/sta…ir-waren-gute-eltern.html


    Zuerst war ich angeekelt, weil ich konservativ erzogen wurde und das Verständnis von traditioneller Ehe von Mann und Frau als selbstverständlich hielt. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr Fragen werden in mir laut. Schätze ich etwa die Natur falsch ein? Ist das natürlich? Bei weiblichen Homo - Ehen könnte ich mir diesen Kinderwunsch eher vorstellen. Aber bei gleichgeschlechtlichen Männer - Ehen? Wie werden die adoptierten Kinder im Kindergarten und Schule gegenüber Gleichaltrigen reagieren, wenn sie nach ihrer Mutter gefragt werden? Meine Frage nun: Dient das dem Kindeswohl? Wie weit sollte die Toleranz gehen?

  • Für mich hat das befremdlich geklungen als ich das zum ersten mal hörte. Ist es eigentlich immer noch. Das muss aber nicht heissen, dass homosexuelle nicht dazu in der Lage sind, Kinder zu erziehen. Egal ob FF oder MM. Deshalb ein klares ja zur Adoption.

  • Auch ich bin da hin- und hergerissen, aber mehr gefühls-, als verstandesmäßig. Ich kenne zwei Männerpaare, die Kinder adoptiert haben, und das geht anscheinend sehr gut. "Gegen die Natur" ist so eine Sache, denn die Natur ist vielfältiger als man denkt.


    Bei Hagenbeck gibt es ein männliches Pinguin-Paar, dem die Betreuer immer die Eier anvertrauen, die von anderen Pinguin-Paaren vernachlässigt werden. Und die brüten sie zuverlässig und liebevoll aus. Ich finde das sensationell, über diesen Fall haben wir ja hier auch schon mal gesprochen.

    Die Frage ist, ob das eine reine Zoo-Situation ist, oder ob das in der freien Natur auch vorkommen würde.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.