Was ist die beste Regierungsform?

  • Wie ich an anderer Stelle bereits schrieb, vermag mich derzeit keine Partei in Deutschland zu begeistern.

    Es gibt zu wenig Ideen, Innovationen, keine Offenheit gegenüber neuen Technologien. Ich glaube, ein Grund dafür ist, dass das Parteiensystem dazu führt, dass meist relativ alte Menschen in Spitzenpositionen gelangen, die sich vorher mühsam und geduldig empordienen mussten.

    Um es gleich zu sagen, ich bin überhaupt nicht der Meinung, alte Menschen seien generell schlechtere Politiker als junge - was aber fehlt, ist eine gesunde Mischung aus jungen und alten Entscheidungsträgern, so dass unterschiedliche Kompetenzen in den verschiedenen Lebensbereichen abgerufen werden könnten.


    Aber auch abgesehen von der m. E. unvorteilhaften Bevorteilung alter Politiker (ist es nicht paradox, dass alte Menschen auf dem Arbeitsmarkt trotz hoher Qualifikation oft keine Chancen haben, während es in der Politik offenbar genau umgekehrt ist?) sehe ich mich in einem Dilemma gefangen, wenn ich erklären müsste, was für mich die beste Regierungsform darstellt.


    Der Nachteil von Diktaturen und Oligarchien liegt auf der Hand. Einige wenige gerieren sich als Halbgötter, denen das Volk gefälligst zu gehorchen hat. Die Meinungsfreiheit und die Möglichkeit, sein Leben nach eigenem Gusto zu gestalten, sind in solchen Systemen stark eingeschränkt. Meist kommt noch eine starke Indoktrinierung der Menschen dazu, so wie es jetzt z. B. in China ein obligatorisches, einzig und allein dem Gedankengut Xi JinpIngs gewidmetes Unterrichtsfach gibt.


    Als freiheitsliebender Mensch wollte ich nicht in einem System wie dem chinesischen leben müssen.


    Warum aber dann das angesprochene Dilemma? Um beim chinesischen Beispiel zu bleiben, muss ich ehrlicherweise, trotz aller Kritik zugeben, dass es partiell schlicht sehr erfolgreich ist. Nirgendwo sonst sind mehr aus armen Verhältnissen stammende Menschen schneller zu einem gewissen Wohlstand gelangt, in vielen Schlüsselbereichen schickt sich China an, Technologieführer zu werden, auch im Umweltschutz werden mittlerweile Fortschritte gemacht.

    Woran liegt das? Sind die politischen Entscheidungen einiger weniger machtbesessener, aber doch intelligenter Parteikader durchschnittlich betrachtet möglicherweise besser als die von mittels Schwarmintelligenz (oder 'Schwarmdummheit'?) gewählter westlicher Politiker? Ich will diese Frage hier nicht selbst beantworten, sondern offen lassen und stattdessen darauf eingehen, was die Gründe sein könnten, falls man sie mit "ja" beantworten müsste. ;)


    - Der erste Vorteil des chinesischen Systems (ich bleibe hier bei diesem Beispiel einer relativ gut funktionierenden Diktatur) liegt auf der Hand: Für die chinesischen Politiker ist es viel einfacher, auch unpopuläre, aber langfristig betrachtet dem Land zugute kommende Entscheidungen durchzusetzen, da ihnen in einem solchen Falle keine Abwahl droht. Diese Sicherheit, ihre Macht nicht aufs Spiel zu ersetzen, ermöglicht eine strategische, langfristige Planung, die man hierzulande nur sehr selten sieht (ein typisches Beispiel ist für mich das deutsche Hin und Her bezüglich des Ausstiegs aus der Atomenergienutzung). Selbst wenn nicht jede chinesische Entscheidung stets zwingend die richtige sein muss, denke ich hier als Schachspieler an den Satz Garry Kasparovs: "Selbst ein schlechter Plan ist besser als gar kein Plan." ;)

    (Ganz ähnlich sieht das auch beim Wettbewerb zwischen Unternehmen aus, wo europäische, an ihren Quartalsergebnissen gemessene Vorstände langfristige Strategien kurzfristigen Gewinnen opfern.)


    - Der zweite Vorteil des chinesischen Systems, oder besser, das m. E. ungelöste Problem demokratischer Abstimmungen, ist die Dummheit (oder freundlicher formuliert, die Uninformiertheit bzw. Desinteressiertheit) der Massen! Ja, ich kann gut verstehen, dass ich die Anzahl der mir wohlgesinnten mit einer solchen Aussage nicht gerade ins Unendliche wachsen lasse ... aber genau da sind wir doch beim Problem der Demokratien: Wer die Wahrheit sagt (z. B. "Wählt mich, denn ich bin vieeel klüger als all ihr Trottel!"), wird nicht gewählt. :D

    OK, wer das so drastisch formuliert, wie ich im obigen Beispiel, ist entweder tatsächlich selbst nicht besonders intelligent oder will einfach nicht gewählt werden ... ;)

    Das ändert aber überhaupt nichts an meiner Meinung, dass die Mehrheit der Menschen hinsichtlich vieler in der Politik heiß diskutierter Punkte viel zu wenig Ahnung hat, um sachlich gut begründete Wahlentscheidungen treffen zu können.


    Das Dilemma ist also perfekt und lässt sich, ein wenig provokativ, wie es nun mal meine niederträchtige Art ist, kurz so zusammenfassen: Diktaturen (und Ähnliches) sind - für mich völlig inakzeptabel - Feinde der Freiheit, während Demokratien an der intrinsischen Dummheit des Menschen scheitern.

    (Immerhin gestehe ich Demokratien zu, mit wachsender Durchschnittsintelligenz bzw. -informiertheit des Bürgers, ihre Stärken ausspielen zu können.)


    Lösungsideen?


    - Die erste liegt selbstredend auf der Hand: 'Irgendwie' (aber eben wie genau?) müsste es gelingen, die breite Masse der Menschen besser zu bilden, sie zu neugierigen 'Forschern' zu machen (wie es Kinder eigentlich von Natur aus sind!), die aus eigenem Antrieb so viel wissen und verstehen wollen wie irgend möglich und sich für Politik interessieren.

    Leider stehen viele Menschen systembedingt im Arbeitsleben derart unter Druck, dass ihnen neben all dem Stress Muße, Lust und Energie fehlen, sich weiterzubilden und lebenslang dazuzulernen, sie müssen schlicht funktionieren, um zu überleben.


    - Prinzipiell finde ich die Idee 'gewichteter Wählerstimmen' interessant (was in einem blockchainbasierten Wahlsystem leicht realisierbar wäre).

    Statt Politiker und Parteien zu wählen, würden die Bürger hier einfach direkt über anstehende Projekte und Entscheidungen abstimmen. Um der Macht der Dummheit der Massen etwas entgegenzusetzen, könnten Wählerstimmen, je nach den Erfahrungen und Kenntnissen (oder z. B. auch der Nähe zum von einer Abstimmung betroffenen Ort) hinsichtlich der zur Abstimmung stehenden Sache entsprechend gewichtet sein, so dass ausgewiesene Experten ein um ein Vielfaches höheres Stimmgewicht hätten als Menschen mit wenig Ahnung vom Thema (bei fälschungssicher aber pseudonym in einer Blockchain gespeicherten Bildungsabschlusszeugnissen aller Bürger wäre es für die Wahl-KI kein Problem, das jeweilige Stimmgewicht zu berechnen).

    Eine Krankenschwester hätte dann z. B. bei einer das Gesundheitswesen betreffenden Abstimmung ein viel höheres Votegewicht als ich, Müllmänner hätten bei die Müllentsorgung betreffenden Fragen ein größeres Mitspracherecht, Polizisten bei der Bekämpfung von Kriminalität und - oh, oh, das werden einige jetzt gar nicht gerne hören, natürlich auch Virologen (Ärzte, Genetiker, ...), wenn es um Anti-Coronamaßnahmen ginge und Klimaforscher (und Physiker, Meteorologen etc. in etwas abgeschwächtem Maße), wenn ... na, ihr wisst schon ...

  • Ums kurz zu machen: für Parlamentarier und Minister maximal zwei Amtsperioden,gleiches gilt für Parteifuktionäre.Denkbar wäre auch 'ne Quote: x % über 65,y % unter 30.Entsprechend auch Quotierung Männlein/Weiblein.

    Aber: welches Klübchen ist bereit,das mal in die Praxis umzusetzen???

    Bei der Begrenzung der Amtszeit wäre eine "Verberuflichung" politischer Ämter eher schwierig.

  • Ich finde Demokratie ganz gut, meine Freundin stand (ohne Sieg) bei der Bundestagswahl als Direktkandidatin (1. Stimme) zur Wahl. Wüsste auch nicht direkt etwas zu ändern. Vielleicht wie genannt 2 Amtszeiten. Ich könnte mich mit vielen Gesellschaftsformen anfreunden. China, Russland - Iran, England, Nordkorea oder auch "Stämme" in Afrika. Kommt auf die Menschen dort oder hier an.

    Für meine Kinder bleibe ich da offen voll und ganz, auch bei politischen Parteien!

    Mehr Transparenz braucht es in DE allgemein gegen Lobbyismus. :thumbup:

    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

  • Ich lebe in einer parlamentarischen Monarchie. Da gibt es eigentlich nicht viel zu meckern. Wenigstens wechseln die Staatsoberhaeupter nicht so oft. Soviele ehemalige Staatsoberhaeupter die ihr ganzes Leben ihre Bezuege weiter bezahlt bekommen natuerlich auch nicht.

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • Ums kurz zu machen: für Parlamentarier und Minister maximal zwei Amtsperioden,gleiches gilt für Parteifuktionäre.Denkbar wäre auch 'ne Quote: x % über 65,y % unter 30.Entsprechend auch Quotierung Männlein/Weiblein.

    Aber: welches Klübchen ist bereit,das mal in die Praxis umzusetzen???

    Bei der Begrenzung der Amtszeit wäre eine "Verberuflichung" politischer Ämter eher schwierig.

    Die Absicht ist zweifellos gut, allerdings bin ich persönlich kein Freund von Quotenregelungen - lieber wäre mir ein durchlässigeres System, dass auch Politneulingen Chancen auf verantwortungsvolle Posten böte.

    Abgesehen davon hoffe ich ohnehin, dass in mittelfristiger Zukunft keine Parteien und Berufspolitiker mehr benötigt werden.

  • Ich finde Demokratie ganz gut ...

    Gut ... aber wie beantwortest du die Frage, wer durchschnittlich bessere Entscheidungen trifft: die mittels Schwarmintelligenz (oder Schwarmdummheit?) des Volkes und mit Hilfe parteiinterner Mechanismen an die Regierung gewählten Politiker westlicher Demokratien oder die zwar diktatorischen, aber bestimmt nicht dummen Kader Chinas? Welches System wird sich durchsetzen? Gibt es Möglichkeiten, das (auch aufgrund der Hoffnung auf Wiederwahl) aufkurzfristige Erfolge ausgerichtete hiesige System zu verbessern?

  • Ums kurz zu machen: für Parlamentarier und Minister maximal zwei Amtsperioden,gleiches gilt für Parteifuktionäre.Denkbar wäre auch 'ne Quote: x % über 65,y % unter 30.Entsprechend auch Quotierung Männlein/Weiblein.

    Aber: welches Klübchen ist bereit,das mal in die Praxis umzusetzen???

    Bei der Begrenzung der Amtszeit wäre eine "Verberuflichung" politischer Ämter eher schwierig.

    Das ist das Hauptproblem: der Berufspolitiker!, möglichst schon vor der vollendeten Berufsausbildung oder dem abgeschlossem Studium ins Parlament gewählt, ohne Lebens-und Berufserfahrung, um dann Entscheidungen zu treffen, die eine Nation und darüber hinaus beeinflussen! Das zweite Problem stellen Leute dar, die im Parlament seit Jahrzehnten sitzen und von den Entwicklungen keinen Schimmer mehr haben, weil sie die Prägungen ihrer Jugend nie überwunden haben und nur einzig am Erhalt des einträglichen Postens interessiert sind! Das dritte Problem sind die Wähler, die politisch unzureichend gebildet sind und immer älter werden, somit sich mit einem Wahlangebot zufrieden geben, das völlig unbefriedigend ist, weil sich die Kandidaten nur aus einem völlig unzureichenden Teil des Volkes (weniger als 1%) rekrutieren und somit nie die talentiertesten Fachleute für den Job sein können!:evil::evil::evil::!:

  • Ich lebe in einer parlamentarischen Monarchie. Da gibt es eigentlich nicht viel zu meckern. Wenigstens wechseln die Staatsoberhaeupter nicht so oft. Soviele ehemalige Staatsoberhaeupter die ihr ganzes Leben ihre Bezuege weiter bezahlt bekommen natuerlich auch nicht.

    Hä?


    In einer konstitutionellen Monarchie bekommt der Monarch, die Thronfolgerin und deren Kinder (Thronfolger) einen Unterhalt zugesprochen.

  • Hä?


    In einer konstitutionellen Monarchie bekommt der Monarch, die Thronfolgerin und deren Kinder (Thronfolger) einen Unterhalt zugesprochen.

    Wenn die Aufgabe des Staatsoberhauptes vernünftig ausgeübt wird, ist eine Vergütung der Tätigkeit und ausgeübten Funktionen auch gerechtfertigt!

  • Wenn die Aufgabe des Staatsoberhauptes vernünftig ausgeübt wird, ist eine Vergütung der Tätigkeit und ausgeübten Funktionen auch gerechtfertigt!

    Warum sollte ein Staatsoberhaupt auch umsonst arbeiten. Unser Staatsoberhaupt sollte allerdings nach seiner Amtszeit eine Pension entsprechend der höchsten Pensionsansprüche eines Beamten erhalten und keine weiteren Sondervergütungen wie ein Büro etc.

  • Warum sollte ein Staatsoberhaupt auch umsonst arbeiten. Unser Staatsoberhaupt sollte allerdings nach seiner Amtszeit eine Pension entsprechend der höchsten Pensionsansprüche eines Beamten erhalten und keine weiteren Sondervergütungen wie ein Büro etc.

    Warum sollte eigentlich nicht jeder Mensch vom Staat die gleiche Standardrente erhalten? Ich finde es ja völlig in Ordnung, dass Menschen unterschiedlich viel verdienen, aber warum sollten sie unterschiedlich viel erhalten, wenn sie nicht arbeiten?

    Würde der Staat bei der Rente für Reiche sparen, würden Ressourcen frei, die möglicherweise ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle erlaubten (das dann wiederum auch zugleich später die oben angesprochene Standardrente für alle wäre - womit, toller Nebeneffekt, enorm viel Bürokratie wegfiele).

  • Würde der Staat bei der Rente für Reiche sparen, würden Ressourcen frei, die möglicherweise ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle erlaubten (das dann wiederum auch zugleich später die oben angesprochene Standardrente für alle wäre - womit, toller Nebeneffekt, enorm viel Bürokratie wegfiele).

    Bedingungsloses Grundeinkommen....auch für Reiche wie Quandt,Flick oder Albrecht??

    Ahem,da hab ich irgendwie 'n Frosch im Hals.

  • Bedingungsloses Grundeinkommen....auch für Reiche wie Quandt,Flick oder Albrecht??

    Ahem,da hab ich irgendwie 'n Frosch im Hals.

    Ich nicht. Wer > 5000 Euro pro Tag verdient, der merkte gar nicht, ob noch 1000 pro Monat dazu kämen.

    (Ich würde das Bürgergeld vielleicht einfach spenden.)


    Die Anzahl derart reicher Menschen ist jedoch so gering, dass sie kaum ins Gewicht fielen.


    Der bürokratische Aufwand jedoch, zu entscheiden, wer genau zu reich ist, um das Grundeinkommen zu erhalten, kostete wieder viele Beteiligte viel Lebenszeit und wäre teurer als das Geld, das man dadurch einsparen würde, das Bürgergeld ein paar wenigen Superreichen vorzuenthalten. Dann kämen wieder die mir wohlbekannten Fragebögen, aus welchem Holz die Treppe im Haus sei und ob teuere Gemälde an den Wänden hingen etc. etc., um das Vermögen der Leute besser abschätzen zu können, also letztlich ein massives Eindringen in die Privatsphäre der Menschen.


    Wenn die Reichen dann später nur eine Standardrente bekämen, wie von mir vorgeschlagen, hätte der Staat doch nochmals gespart.

  • Wenn die Reichen dann später nur eine Standardrente bekämen, wie von mir vorgeschlagen, hätte der Staat doch nochmals gespart.

    Die meisten Reichen haben mehrere Einnahmequellen, die auch noch weiterlaufen wenn, man in's Rentenalter kommt. Die nicht so reichen der Reichen haben eine private Rentenversichrung.

    Merkt euch dies:

    https://www.dictionary.com/browse/whataboutism

    Whataboutism ist eine Gesprächstaktik, bei der eine Person auf ein Argument oder einen Angriff reagiert, indem sie das Thema wechselt, um sich auf das Fehlverhalten anderer zu konzentrieren, was impliziert, dass jede Kritik ungültig ist, weil niemand völlig schuldlos ist.


    Wer's kapiert hat, wird den Fehler nicht mehr machen. :)

  • Hä?


    In einer konstitutionellen Monarchie bekommt der Monarch, die Thronfolgerin und deren Kinder (Thronfolger) einen Unterhalt zugesprochen.

    Nur werden die Monarchen nicht alle paar Jahre gewechselt.

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • Genau, dann spricht doch nichts gegen eine Standardrente für alle: Der Staat würde sparen, die Reichen hätten dennoch genug.

    Eine Mindestrente, ja. Nur eine Standardrente? Gerecht kann das nicht sein.

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)

  • Eine Mindestrente sollte es geben. Und die Rentenversicherung sollte freiwillig sein. Wer nix eingezahlt hat, bekommt dann nur die Mindestrente.

    Merkt euch dies:

    https://www.dictionary.com/browse/whataboutism

    Whataboutism ist eine Gesprächstaktik, bei der eine Person auf ein Argument oder einen Angriff reagiert, indem sie das Thema wechselt, um sich auf das Fehlverhalten anderer zu konzentrieren, was impliziert, dass jede Kritik ungültig ist, weil niemand völlig schuldlos ist.


    Wer's kapiert hat, wird den Fehler nicht mehr machen. :)

  • Eine Mindestrente, ja. Nur eine Standardrente? Gerecht kann das nicht sein.

    Warum nicht? Warum sollten Reiche für's nichts (mehr) Tun mehr bekommen als Arme?


    Ich würde sie stattdessen von einer kompliziert zu ermittelnden Vermögensteuer und anderem bürokratischem Kram befreien, so dass weder Arm noch Reich Grund zur Beschwerde hätte und der deutlich schlankere Staat gaaanz viele Verwaltungskosten einsparte. ;)


    Genau genommen wäre ja die von mir so bezeichnete "Standardrente" gar keine Rente, sondern nichts anderes als ein im Alter weiterhin ausgezahltes bedingungsloses Grundeinkommen. Eine Rente im herkömmlichen Sinne und die vielen anderen derzeit selektiv gemäß Gießkannenprinzip in der Bevölkerung verteilten Zuwendungen gäbe es dann - allesamt - nicht mehr. Ich vermute, zahlreiche Bürokratiefetischisten würden innert kürzester Zeit in Depressionen verfallen, wenn ich an die Macht käme - ihr wisst also, was es unter allen Umständen zu verhindern gilt! :D


    Grundsätzlich stelle ich in vielen Fällen die Kunst der Einfachheit über das Streben nach absoluter Gerechtigkeit, welches letztlich ihr Ziel ohnehin nie erreicht, aber dem Bürger Unmengen an bürokratischer Mühsal aufbürdet.

  • Warum nicht? Warum sollten Reiche für's nichts (mehr) Tun mehr bekommen als Arme?

    Warum sollten Faulenzer genauso viel bekommen wie Fleissige? Deshalb eine Grundrente +.

    "Unsere Antwort ist mehr Demokratie, mehr Offenheit und mehr Humanitaet" ( J. Stoltenberg nach den Terroranschlaegen)