Bettina Gaus über das moralische und das politische Urteil

  • Aber das ist ja genau die Crux. Bettina Gaus, ich sage es mal überspitzt kommt ja aus einem Milljö wo genau solche Wortsprache, dieser Duktus, genau soetewas ( ich mein jetzt die Reaktion auf das Gedicht seitens der Studierendenvertretung.. ) nicht .. unbekannt.. ist, sprich des Links Liberalen, der TAZ

    und eben nicht der FAZ, NZZ.

    Und unter diesem Licht....

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind

  • Klar hast Du jedes Recht darauf, aber ich nenne das auch Verplempern von Zeit. Immerhin ist es interessant, wie vielen Menschen es wichtig ist, was andere Menschen denken und wie sie sich zum "anderen ICH" verhalten.


    Seine Meinung sagen und darauf insistieren, dass diese ernst genommen wird soll ein Verplempern von Zeit sein?

  • Seine Meinung sagen und darauf insistieren, dass diese ernst genommen wird soll ein Verplempern von Zeit sein?

    Seine Meinung zu sagen ist ok. Darauf zu bestehen, dass sie ernstgenommen wird, ist überheblich. Man muss schon den anderen überlassen, was sie ernstnehmen oder was nicht, man kann allerdings argumentativ dafür werben, dass sie ernstgenommen wird. Das Wort insistieren ist völlig fehl am Platz.

    Wäre es anders, müsste jeder ausnahmslos jede Meinung ernstnehmen.

         



    Höflichkeit ist wie ein Luftkissen - scheinbar ist nichts drin, aber es mildert die Stöße.

  • Seine Meinung zu sagen ist ok. Darauf zu bestehen, dass sie ernstgenommen wird, ist überheblich. Man muss schon den anderen überlassen, was sie ernstnehmen oder was nicht, man kann allerdings argumentativ dafür werben, dass sie ernstgenommen wird. Das Wort insistieren ist völlig fehl am Platz.

    Wäre es anders, müsste jeder ausnahmslos jede Meinung ernstnehmen.

    Nun, um mal wieder den Bogen zum Threadthema zu spannen, haben wir aber nicht irgendwelche Einzelmeinungen sondern es wird versucht durch den Druck in der Öffentlichkeit deren Meinung als allgemeingültiger Kompass, als moralisch besseres nicht nur darzustellen sondern auch zu implementieren.


    Beispiele gibt es doch genug wo eben Kunst dadurch neu interpretiert wird bzw. werden soll ( besagtes Gedicht an der Uni, "sexistische" Bilder und Darstellungen des 19 Jhrdt. werden mal probehalber abgehängt..), Menschen ( JK Rowling u.a. ) oder sogar Uniprofs werden aufgrund Ihrer Meinung, seien Sie noch so moderat oder sogar in einem wissenschaftlichen Diskurs diffamiert und teils ziehen Sie sich genervt zurück, andere durch diesen Druck, Sie hätten die "falsche Hautfarbe" ( Übersetzer von "The Hill we climb", weiße Historiker z.Th. Afrikanismus... ) die Legitimität Ihrer Profession diskredtiert.

    Noch weiter, wenn man Kritik an den zur Wissenschaft erhobenen Aktivisten der "Gender Studies" übt bzw. dort einen anderen Standpunkt einnimmt.


    Also, geht soetwas im öffentlichen Diskurs schon seit geraumer Zeit wesentlich weiter als das "eine Meinung zu haben".

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind

  • Hilfe!!!!


    Hier sind Beiträge durcheinandergeraten. In den falschen Fred. Keine Ahnung, warum.

    Moderatorischer Hinweis: Dann mal einen Vorschlag wohin und danach da weiter... weil sonst das Janze hier zu Off-topic gerät.


    P.S.: Da munter weiter fabuliert wurde kann das jetzt im Pott weiterbetrieben werden.

    Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind