11. Januar 2016 - Connewitz

  • Sechs Jahre nach dem Angriff von mehr als 200 Neonazis auf den für seine linke Szene bekannten Leipziger Stadtteil Connewitz ziehen sich die Ermittlungen gegen 217 angeklagte Nazis weiter dahin. Erst 163, etwa 75%, sind wegen Landfriedensbruch verurteilt.

    Die Angeklagten seien "für halbherzige Geständnisse ihrer Teilnahme an dem gewalttätigen Mob zu milden Strafen" verurteilt worden. "Die Prozesse schleppen sich weiter dahin, obwohl sie sich durch die gängigen Verfahrensabsprachen massiv verkürzt haben. Es bleibt der bittere Eindruck, dass die Justiz wenig Interesse daran hat, das Kartell des Schweigens zu durchbrechen", sagt die sächsische Landtagsabgeordnete der Linken, Juliane Nagel.

    Mehr zum Thema: https://www.gmx.net/magazine/r…neonazi-prozesse-36499684

    https://de.wikipedia.org/wiki/…%C3%B6lkerungsentwicklung

    :cursing:

  • Da ich beide Ereignisse (Dez 2015 und das erwähnte im Januar) live miterlebt hab, kann ich den Frust über das Verfahren gut nachvollziehen.


    Es gibt bei solchen oder ähnlichen Fällen eine Stringenz, die man annehmen kann. Denn bei Prozessen gegen Linke wird gern und schnell der Gedankke der "Organisation" in den Vordergrund gestellt und man ermittelt gegen eine "Gruppe".


    Hingegen in Verfahren gegen Rechte gern und oft gegen Einzeltäter ermittelt wird. Manchmal, also sehr oft, werden dann Gruppen auseinander gefaselt un des geht dann nur gegen Einzeltäter.

    Auch in diesem Prozess stand von Anfang an als Marke, dass man jedem eine Individualstraftat nachweisen muß, um eine Verurteilung zu erwirken.

    Den leider waren die von der Polizei festgesetzten eben keine Linken. Genau wie im Dezember. Es waren schlicht die gleichen.


    Ich hatte ja hier im "Was macht die Stadt Leipzig" Thread was dazu eingestellt.


    mfg

  • Sechs Jahre nach dem Angriff von mehr als 200 Neonazis auf den für seine linke Szene bekannten Leipziger Stadtteil Connewitz ziehen sich die Ermittlungen gegen 217 angeklagte Nazis weiter dahin. Erst 163, etwa 75%, sind wegen Landfriedensbruch verurteilt.

    Auch wenn's OT ist: da passt es doch gut,dass in Sachsen nun ein extrem rechtslastiger AfD-Angehöriger wieder als Richter beschäftigt werden muss- so sieht's derzeit jedenfalls aus.War es nicht so,dass gerade in Sachsen die Justiz rechtsäugig einen gravierenden Sehfehler haben soll??

    Aus der Ferne wirkt es jedenfalls so.

    Kopp hoch und wenn der Hals ooch dreckig ist!

    Einmal editiert, zuletzt von Seifert ()

  • dass in Sachsen nun ein extrem rechtslastiger AfD-Angehöriger wieder als Richter beschäftigt werden muss

    Jaja....dieser böse Bub und diese bösen deutschen Gesetze.....zumindest in der Hinsicht, woll.....

    Allemagne? C'est un grand Bordel néolibéralement conservateur Merkel'scher l'empreinte


    AMERIKA......oder..... Alles was die Welt nicht braucht....oder....Spiel nicht mit den Schmuddelkindern....


    Ich bin zum Glück KEIN Europäer.....



  • Das Problem ist, dass wieder mal Straftaten verharmlost werden. Und das völlig gezielt.

  • Das kann man daraus schließen.

    Dumm war auch, dass die Bullen die überhaupt geschnappt haben. Aber wer sich nicht auskennt und in eine Sackgasse flüchtet, der ist eben selber schuld. Da konnte man leider nicht sagen, dass die entwischt sind.


    ...übrigens....

    Schon im Dezember hätte man die sauber abfischen können. Nur sind da die Einsatzkräfte 10 Min bevor die nach Connewitz gezogen sind, abgezogen. ...worden? ;)


    Eine bessere Absprache wäre hier wohl optimaler gewesen. :)


    mfg

  • Es bleibt der bittere Eindruck, dass die Justiz wenig Interesse daran hat, das Kartell des Schweigens zu durchbrechen ...

    Wenn sich der Abschaum gegenseitig die Köpfe einschlägt, ist das Interesse der Öffentlichkeit ziemlich gering.


    Nebenbei so:

    Früher waren es linke Krawallbrüder, die Polizeibeamte angegriffen haben. Heute haben diese Rolle Rechtsradikale übernommen, die mit Coronaleugnern zusammen die "Spaziergänge" veranstalten.