Was kosten Kinder wirklich?

  • ...ist morgen Fußballhallenturnier der C-Jugend. Ich war vorhin drei Stunden in der Sporthalle und habe die Bande mit aufgebaut und die breiteren Tore. Dann noch den Getränkestand und den Aufenthaltsbereich für die Gäste.
    Ich erbitte Applaus...




    :clap2::clap2::clap2::clap2::clap2:

    Und wichtiger als Kosten, ausser hier im thread, sind, wie du ja schon geschrieben hast, natuerlich Liebe und Vertrauen.
    Mit oder ohne Coca Cola & Co.

    ;)


  • Hallo Peraldo,
    ein sehr bereichernder Beitrag.
    Nun habe ich aber weiter vorne mal laut gerechnet und Ergebnisse genannt.
    Ãœberschlägig, Fehlerquote von bis, nicht genau definierbar.
    Ich habe aber auch keine Lust alle möglichen Zettelchen hervorzukramen, um wirklich verlässliche Zahlen zu liefern. Das geht hier auch keinen etwas an. Also habe ich die Thread-Frage so interpretiert, daß verschiedene Foristen ihre Situation abschätzen und nachher mit dem Peildaumen verglichen wird. Ich wüßte sonst nicht, wie man sich der Frage nähern sollte. Anstatt aber eigene Ãœberlegungen meinen Ãœberlegungen gegenüberzustellen, werden zunächst mal meine in Frage gestellt, oder durch die Blume Vorschläge verabreicht, wie wo was zu sparen sei, sogar eine Wette wurde mir angeboten...
    Also soll hier wohl mehr oder weniger eine "unverbindliche Preisempfehlung" erarbeitet werden, die mit dem Ergebnis schließt, daß Kinder ja gar nicht so teuer sind, wie das so gerne behauptet wird.
    Dann muß man sich wirklich nicht wundern, daß das Thema ganz schnell ganz breit wird.

  • Leute, Leute - das war mir ja schon fast klar. Sobald das Thema auf den "Kostenfaktor Kind" fällt, dauert es nicht lange, bis die ersten anfangen, den Zeigefinger in die Luft zu recken und von Liebe, Freude, Erfahrungen und Lebensqualität durch Kinder zu sprechen.


    Echt? Ich war über solche Moralpredigten überrascht. Ich dachte meine Intention wäre klar gewesen..... :(

  • Wer lieber Single bleiben will warum nicht?
    Wie stehts so schön in der Bibel........:grinbig:


    Lieber ein Leben in der Wüste, als eine streitbare Frau im Haus............:grinbig::grinbig:
    Ich kann sowohl als auch.......allein, zu zweit, zu dritt oder in einer WG.......sofern.....alles seinen Rahmen, Platz und gerechte Ordnung hat.
    Meine Optionen für das Alter sind offen. Sollte ich meinen Mann überleben, so werde ich vielleicht eine WG gründen......sollte ich vor meinem Mann sterben, hat er für sich auch eine Lösung.......
    So eine Alten WG ist auch irgendwie orginell. Jeder tut, was er noch tun kann............
    Alle legen zusammen und bezahlen einen Helfer........der Gemeinschaft............Möglichkeiten auch im Alter noch Freude zu haben gibt es viele.
    Gibt genügend Häuser die schon lange lehr stehen, deswegen günstig sind und mit ein bischen Renovierung ...........geht alles.

  • Also habe ich die Thread-Frage so interpretiert, daß verschiedene Foristen ihre Situation abschätzen und nachher mit dem Peildaumen verglichen wird.


    Wie kämen die dazu? Es geht um die Frage, ob Kinder tatsächlich ein Armutsrisiko sind.


    Sucht man nämlich, findet man folgendes:

    Zitat


    "Wir haben ein Mehrfachproblem", meint Lenzen. Da sich die bildungsnahen Schichten nicht mehr reproduzierten - 48 Prozent der in den sechziger Jahren geborenen akademisch qualifizierten Frauen bleiben kinderlos -, liege der Kinderreichtum in den bildungsfernen Milieus. "Und dort wiederum ist dann das Armutsrisiko höher."
    .............
    Machen Kinder wirklich arm? Eine klare Antwort darauf gibt es nicht. Uta Meier-Gräwe, Familienwissenschaftlerin in Gießen, die ebenso wie Bertram am 7. Familienbericht der Bundesregierung mitgearbeitet hat, meint: "Es gibt Schichten mit hohen Einkommen und vielen Kindern, bei denen der Kinderreichtum keine Rolle spielt.


    http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF…Tpl~Ecommon~Sspezial.html


    Zitat

    Anstatt aber eigene Ãœberlegungen meinen Ãœberlegungen gegenüberzustellen, werden zunächst mal meine in Frage gestellt, oder durch die Blume Vorschläge verabreicht, wie wo was zu sparen sei, sogar eine Wette wurde mir angeboten...


    Du hast einen - leicht nachvollziehbaren - Fehler gemacht und die Wette war zu einem komplett anderen Thema und gehört eigentlich nicht in diesen Thread. Ich kam gerade vom Wochenendeinkauf zurück und dachte, hey, ich könnt ja wieder mal.


    Zitat

    Also soll hier wohl mehr oder weniger eine "unverbindliche Preisempfehlung" erarbeitet werden, die mit dem Ergebnis schließt, daß Kinder ja gar nicht so teuer sind, wie das so gerne behauptet wird.


    ERs geht darum, ob sie ein ARMUTSRISIKO sind! Werden Leute mit Kindern wirklich zwangsläufig ARM? Ich denke, diese Frage ist durchaus legitim.


    Es scheint nämlich eher so zu sein, dass sich der Kinderreichtum in die SOWIESO schon armen Schichten verlagert als dass jemand, der vorher keine finanziellen Probleme haben würde, auf einmal durch zwei Kinder "arm" würde. Und das ist ein RIESENUNTERSCHIED, dem ich gerne auf den Grund gehen würde.


    Offenbar machen nämlich nicht Kinder arm, sondern Arme machen Kinder!


  • Der letzte Satz ist nicht durch den Link belegt. Damit machst du deinen ansonsten sachlichen Ansatz kaputt.
    Vor allem, dadurch, daß du in deiner Betrachtung ausläßt, daß die meisten Familien durch Arbeitslosigkeit arm werden, und durch die Kinder, die schon vor der Arbeitslosigkeit da waren, den Armutsstatus nur sehr schwer verlassen können.
    Hier mal was von der Basis...http://www.youtube.com/watch_popup?v=odyb5OKrmlg
    Sind insgesamt fünf Teile, der fünfte müßte über youtube noch mal gesucht werden.
    Der Film beschreibt das Problem aber viel komplexer. Geht in meinen Augen auch nicht anders. Man kann bei solchen Familien wie den Liesacks nicht einen Einzelaspekt der Armut herausgreifen.
    Jedenfalls trifft deine Annahme zum Ende deines Beitrags auf diese Familie nicht zu.

  • Der letzte Satz ist nicht durch den Link belegt. Damit machst du deinen ansonsten sachlichen Ansatz kaputt.


    Ähem..... ich habe EINE Quelle zitiert von den mindestens 10, die ich gestern im Vorfeld zu diesem Thread durchgelesen habe. In allen steht ungefähr ähnliches: Wachsende Kinderarmut in Deutschland liegt AUCH daran, dass gerade ärmere Schichten eine höhere Geburtenrate haben und NICHT allein daran, dass Kinder arm machen.

    Zitat


    Vor allem, dadurch, daß du in deiner Betrachtung ausläßt, daß die meisten Familien durch Arbeitslosigkeit arm werden, und durch die Kinder, die schon vor der Arbeitslosigkeit da waren, den Armutsstatus nur sehr schwer verlassen können.


    Interessanter Aspekt! Jetzt ist aber die Frage, ob ein ALLEINSTEHENDER Arbeitsloser (oder ein Paar) durch die Kinder jetzt noch irgendwie speziell schneller in die Armut abrutschen oder nicht.

    Zitat


    Jepp, schaue ich mir an, danke.


    Zitat

    Jedenfalls trifft deine Annahme zum Ende deines Beitrags auf diese Familie nicht zu.


    Ohne es gesehen zu haben: Unstrittig! Es ging mir auch eher um Tendenzen, nicht um Absolutaussagen.

  • (...)
    Ich bleibe dabei: der Single ohne Verpflichtungen zieht sich leichter am eigenen Schopf aus dem Sumpf, als der Familienpapa mit zwei, drei Kindern.


    Richtig. Und wenn der Familienpapa mit zwei, drei Kindern plötzlich unterhaltspflichtig wird, weil die Ehe den Bach runtergeht, steht er noch blöder da - ähnlich wie Alleinerziehende, deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt z.T. unterirdisch sind.


    Wie kämen die dazu? Es geht um die Frage, ob Kinder tatsächlich ein Armutsrisiko sind.


    Sucht man nämlich, findet man folgendes:


    http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~ED59378C222444209A92E3EC46B698F2F~ATpl~Ecommon~Sspezial.html


    Den Link hatte ich auch schon gefunden, mir stach da aber was ganz anderes ins Auge, was der Vollständigkeit halber dazu gehört:


    Zitat

    "Daß Kinderreichtum ein Armutsrisiko darstellt, gilt vor allem für einen Typus von Familien", sagt der Berliner Erziehungswissenschaftler und Präsident der Freien Universität, Dieter Lenzen. "Und das sind die Alleinerziehenden." Diese Gruppe werde immer größer. Der Grund für deren hohes Armutsrisiko: "Die Alleinerziehenden, bei denen es sich vor allem um Frauen handelt, haben schon wegen der fehlenden Betreuung für ihre Kinder kaum Möglichkeiten, sich weiterzuqualifizieren, um dann in höhere Einkommensklassen zu gelangen und ihr Armutsrisiko zu reduzieren", sagt Lenzen.

    Kurze Anmerkung: es geht noch viel simpler. Selbst Ausbildung (plus Studium) schützt nicht unbedingt vor Arbeitslosigkeit, wenn der Arbeitsgeber nicht mitspielt und flexible Arbeitszeitmodelle, Zeitkonten o.ä. anbietet. Und: längst nicht jeder Job läßt sich per Telearbeit von daheim erledigen.


    Zitat

    Alleinerziehende befinden sich, so steht es im Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, in den unteren Einkommensschichten. Fast drei Viertel von ihnen haben weniger als 2200 Euro im Monat. Wie chancenlos ausgerechnet die steigende Gruppe der Alleinerziehenden ist, zeigt zudem Hartz IV: Wer allein Kinder erzieht, gilt von vornherein auf dem Arbeitsmarkt als nicht vermittelbar.

    Letzteres ist vielsagend, nicht wahr? Ein Glück, dass ich nicht von Hartz IV leben muss; die Whg ist abbezahlt und laufende Kosten halten sich in Grenzen


    Zitat von Wolf

    ERs geht darum, ob sie ein ARMUTSRISIKO sind! Werden Leute mit Kindern wirklich zwangsläufig ARM? Ich denke, diese Frage ist durchaus legitim. (...)


    (...)Jetzt ist aber die Frage, ob ein ALLEINSTEHENDER Arbeitsloser (oder ein Paar) durch die Kinder jetzt noch irgendwie speziell schneller in die Armut abrutschen oder nicht.


    Wolf... entschuldige, aber ich finde Deine Fragen furchtbar trocken und akademisch. Aber ich versuche sie jetzt mal genau so dröge zu beantworten: Nein, Leute mit Kindern werden m.E. nicht zwangsläufig, aber tendenziell schneller arm. Und dieses Risiko schnellt mit Sicherheit durch Trennung, Scheidung sowie Unterhaltszahlungen einerseits und/oder beruflich erzwungenes Kürzertreten andererseits oder gar Jobverlust kräftig hoch.

    2 Mal editiert, zuletzt von Firtina () aus folgendem Grund: auf Wunsch des Users editiert.

  • Ähem..... ich habe EINE Quelle zitiert von den mindestens 10, die ich gestern im Vorfeld zu diesem Thread durchgelesen habe. In allen steht ungefähr ähnliches: Wachsende Kinderarmut in Deutschland liegt AUCH daran, dass gerade ärmere Schichten eine höhere Geburtenrate haben und NICHT allein daran, dass Kinder arm machen.

    Dazu brauche ich aber die Links. Ich möchte gerne das lesen, was als Grundlage dieses Strangs dienen soll. Auch möchte ich wissen, wer für die Texte, die du gelesen hast, verantwortlich ist. Da bin ich in allen Fragen sehr mißtrauisch.
    Nichtsdestoweniger gehört all das zu einer umfassenden Recherche und es wäre wirklich großartig, wenn wir alle an diesem Ergebnis teilhaben dürften.

    Zitat


    Interessanter Aspekt! Jetzt ist aber die Frage, ob ein ALLEINSTEHENDER Arbeitsloser (oder ein Paar) durch die Kinder jetzt noch irgendwie speziell schneller in die Armut abrutschen oder nicht.

    Die Beantwortung fällt doch wohl leicht. Natürlich:Ja. Tendentiell auf jeden Fall.
    Und hier unterscheiden wir uns wohl wieder. Für mich ist das kein Grund, Arbeitslosen Kinderlosigkeit zu verordnen. Gerade auch dann nicht, wenn man zu anderen Themen nicht müde wird, uns den demographischen Faktor unter die Nase zu reiben.

  • Wolf... entschuldige, aber ich finde Deine Fragen furchtbar trocken und akademisch.


    :) Ich hoffe, es schockiert Dich nicht, wenn ich auch versuche genau so zu sein, nicht "akademisch" sondern "problemlösungsorientiert". Das ist nun einmal die Seite meines Berufs, die ich mit am meisten mag. Oft genug werden Projekte, in die verdammt viel Herzblut gesteckt wurde, gecancelt, weil sie nicht zielführend sind. Emotionen sind bei solchen Beurteilungen absolut fehl am Platz. Wer sich emotional zu sehr in (ganz allgemein formuliert) "Projekte" involviert, macht automatisch Fehler.


    Aus genau diesem Grund dürfen Ärzte ja keine Familienangehörigen behandeln.


    Je nach Quelle sagt man in den Wissenschaften auch entweder "emotionslos und vorurteilsfrei" oder "leidenschaftslos und vorurteilsfrei" dazu. So und NUR so sollen Bestandsaufnahmen gemacht werden, um richtige Entscheidungen treffen zu können.

  • Dazu brauche ich aber die Links. Ich möchte gerne das lesen, was als Grundlage dieses Strangs dienen soll. Auch möchte ich wissen, wer für die Texte, die du gelesen hast, verantwortlich ist. Da bin ich in allen Fragen sehr mißtrauisch.


    Das Thema hat mich interessiert, ich habe in der jüngeren Vergangenheit Kollegen im eigenen Umfeld angesprochen, gestern Abend gegoogelt und ich habe es zur Diskussion gestellt. Komplett ergebnisoffen. Es geht mir auch nicht darum, sich gegenseitig Artikel um die Ohren zu hauen (die kann ich selber lesen), ich wollte die Erfahrungen von den Leuten hier im Forum haben, die selber Kinder haben.


    Dies ist mir auch - so denke ich - geglückt. Für meinen Teil bin ich mit der Diskussion recht zufrieden.


    Zitat

    Nichtsdestoweniger gehört all das zu einer umfassenden Recherche und es wäre wirklich großartig, wenn wir alle an diesem Ergebnis teilhaben dürften.

    Wir "recherchieren" hier alle. Googeln kannst Du doch auch alleine. Eure Erfahrungen hingegen standen bis gestern nicht einfach so einsehbar im Netz.


    Zitat

    Die Beantwortung fällt doch wohl leicht. Natürlich:Ja.

    Hmmm..... ich bin auf ein anderes Ergebnis gekommen. :think:


    Zitat

    Und hier unterscheiden wir uns wohl wieder. Für mich ist das kein Grund, Arbeitslosen Kinderlosigkeit zu verordnen.

    Wo soll ich das gemacht haben? :oha:


    Zitat

    Gerade auch dann nicht, wenn man zu anderen Themen nicht müde wird, uns den demographischen Faktor unter die Nase zu reiben.

    Eben!

  • :) Ich hoffe, es schockiert Dich nicht, wenn ich auch versuche genau so zu sein, nicht "akademisch" sondern "problemlösungsorientiert". Das ist nun einmal die Seite meines Berufs, die ich mit am meisten mag. Oft genug werden Projekte, in die verdammt viel Herzblut gesteckt wurde, gecancelt, weil sie nicht zielführend sind. Emotionen sind bei solchen Beurteilungen absolut fehl am Platz. Wer sich emotional zu sehr in (ganz allgemein formuliert) "Projekte" involviert, macht automatisch Fehler.


    Aus genau diesem Grund dürfen Ärzte ja keine Familienangehörigen behandeln.(...)


    Schon klar. ;-) Und stell' Dir vor: genau diese vergleichsweise "kühle" Seite meines eigenen Berufes schätze ich auch mit am meisten. Aber sobald man Kinder hat, ändert sich verdammt viel, Wolf: und zwar am höchstpersönlichen Weltbild! Die Maßstäbe ändern und verschieben sich, und zwar komplett. Ich werde Dir meine tendenziell ganzheitlicheren Betrachtungsweisen gewiss nicht aufdrängen, i wo, aber lass mich Dir versichern: Kinder sind in erster und letzter Linie Herzenssache! Deswegen wirst Du mit Eltern auch nie "objektiv" diskutieren können, dafür hängen zu viele Emotionen daran, sei es einem selbst nun bewusst oder nicht. Um es mit Barbara Sichtermann zu sagen: Ãœber Kinderkriegen zu reden ist etwa so, als würde man ein Erdbeben im fernen China bei der Morgenlektüre der Tageszeitung zur Kenntnis nehmen - Kinder zu haben bedeutet, höchstens noch den Türrahmen als Schutz über sich zu wissen, weil plötzlich das eigene Haus bebt. :)


    ps Es gibt irgendeine bescheuerte Theorie von Kindern als "langfristigen Konsumgütern", die habe ich zwar grad verdrängt, aber für Kopfgeburten taugt sie durchaus - und findet sich im Zweifel bei Google.



  • Nochmal auf Breitband geschaltet:
    Ich waere ohne die Kleine auch nicht reicher.
    Sie hat mich allerdings bereichert.

    :think:

  • Richtig. Und wenn der Familienpapa mit zwei, drei Kindern plötzlich unterhaltspflichtig wird, weil die Ehe den Bach runtergeht, steht er noch blöder da - ähnlich wie Alleinerziehende, deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt z.T. unterirdisch sind.


    Ja, da sprichst du einen weiteren guten Punkt an. Wobei auch die - wenn sie die Kinder zugesprochen bekommt - dann mit X Kindern alleinerziehende Mutter ja zunächst einmal voll im Regen steht. Als alleinerziehende Person einen Job zu finden, der dann womöglich auch noch mit den Kinderbetreuungsmöglichkeiten koordinierbar ist, gehört zu den sieben seltensten Wundern der Berliner Republik.


    In sofern passt die Schlussfolgerung schon: nicht Kinder machen arm, sondern die Lebensumstände. Und da kippt man mit Kindern durchaus schneller in einen kritischen Bereich als ohne. Wobei ja auch der kritische Bereich eine individuelle Frage sein mag.


    Wie sich Kinder nun finanziell auf den einzelnen auswirken, ist wiederum eine absolut individuelle Sache.

  • Die ganzen "ganzheitlichen Betrachtungen" die in akademische Vielschreiberei ausarten in Ehren, aber ich packe Probleme gerne einzeln an. Es geht mir tatsächlich um die allseitsbekante Behauptung, Kinder wären ein "Armutsrisiko". Ich möchte wissen, was da dran ist.


    Das hat mit unserer Definition von Armut zu tun, die eine sehr formalistische ist.
    Armut ist bei uns in etwa identisch mit dem Beziehen von Hartz IV.
    Deshalb sind die allermeisten Kinder, die unter das formale Armutskriterium fallen,
    im Hartz IV Bezug.
    Die eine Frage ist jetzt, ob Familien erst durch Kinder Hartz IV Empfänger
    werden? Die Frage, die sich dann anschließt, ist die, warum Menschen Kinder in
    die Welt setzen, wenn sie dadurch abhängig von Sozialleistungen werden?
    Will man mit "Armutsrisiko" einen Opferstatus der Eltern zementieren,
    wird die Diskussion fragwürdig.

  • Kinder kosten Liebe und wenn sie jung sind, ein paar Nerven. Wer dabei an Geld denkt, der sollte keine Kinder haben.

  • Kinder kosten Liebe und wenn sie jung sind, ein paar Nerven. Wer dabei an Geld denkt, der sollte keine Kinder haben.


    die habe ich bekommen ,von meiner alten dame .:clap::love-politopia:

  • die habe ich bekommen ,von meiner alten dame .:clap::love-politopia:

    Dabei hab ich nicht einmal ein eigenes Kind, sondern nur meine Freundin, aber von der Geburt, dem ersten Zahn, bis zu ihrer Abifeier war ich dabei. :)

  • Kinder kosten Liebe und wenn sie jung sind, ein paar Nerven. Wer dabei an Geld denkt, der sollte keine Kinder haben.


    Solange die Öffentlichkeit aber Kinder fast ausschließlich in ökonomischer Sicht
    diskutiert, kann man darauf auch eingehen.
    Der eigentlich wesentliche Unterschied zwischen Frankreich und Deutschland ist in
    dieser Beziehung, dass die Franzosen eher darüber reden, was ihnen durch Kinder
    geschenkt wird als was sie kosten, während in Deutschland überwiegend darüber
    diskutiert wird, dass sie zu viel kosten und wer das bezahlen soll.
    Die Farbe, die das Wort Kinder/Familie in Frankreich hat, ist gelb,
    in Deutschland grau.


  • Das kannst du generell für Süd-Europa sagen. Wie immer: die Mitte ist mir lieber.