Was kosten Kinder wirklich?

  • Das Kind, was ich meine, ist jetzt 24, studiert und hat vor drei Monaten eine eigene Wohnung bezogen und ich musste meine Freundin trösten, die sich plötzlich sehr alt fühlte. Außerdem hatte Familie im Osten immer schon einen höheren Stellenwert, wenn ich mir allein die kaputte Familie meines Westberliner Onkels ansehe, der zwei von drei Kinder ins Heim gesteckt hat.

  • Außerdem hatte Familie im Osten immer schon einen höheren Stellenwert, wenn ich mir allein die kaputte Familie meines Westberliner Onkels ansehe, der zwei von drei Kinder ins Heim gesteckt hat.


    Ich weiß nicht, ob man dies so verallgemeinern kann. Ich denke damit tust du einigen Menschen Unrecht.

    Einmal editiert, zuletzt von chartierkr ()

  • Es ist primär die Aufgabe der Eltern, für ihre Kinder in jeglicher Hinsicht zu sorgen.
    Eine Gesellschaft, welche die Pflicht für unsere Kinder zu sorgen, zunehmend beim
    Staat angesiedelt sieht, darf nicht überrascht sein, wenn der Geldgeber sich auch
    zunehmend in die privaten (und erzieherischen) Angelegenheiten der Familien einmischt.
    Die DDR war ein gutes Beispiel dafür, ist für mich deshalb nicht wirklich ein Vorbild.
    Der Staat hat m.E. nur die Pfllicht einzugreifen, wenn Verwahrlosung, Gewalt usw. im Spiel sind.


  • Außerdem hatte Familie im Osten immer schon einen höheren Stellenwert, wenn ich mir allein die kaputte Familie meines Westberliner Onkels ansehe, der zwei von drei Kinder ins Heim gesteckt hat.


    Kindesmisshandlung ist im Osten genauso verbreitet wie im Westen. Dafür führt der Osten ganz klar bei Kindestötungen.
    Also nicht ins Heim, sondern in die Tiefkühltruhe?


    Kindermorde

  • Kindesmisshandlung ist im Osten genauso verbreitet wie im Westen. Dafür führt der Osten ganz klar bei Kindestötungen.
    Also nicht ins Heim, sondern in die Tiefkühltruhe?


    Kindermorde

    Ich rede von der Zeit vor 30 Jahren und da gab es das in diesem Ausmaß nicht. Weder im Westen noch im Osten.

  • Ich rede von der Zeit vor 30 Jahren und da gab es das in diesem Ausmaß nicht. Weder im Westen noch im Osten.


    Würde man Kindesmisshandlungen und -tötungen in Deutschland in einer Grafik
    ab 1945 darstellen, dann wäre das eine Linie, die von links oben nach rechts unten
    geht.
    Würde man die öffentliche Aufmerksamkeit für dieses Thema grafisch darstellen,
    dann ginge die Kurve von links unten nach rechts oben.

  • Kinder ?

    Zeit, Geld, Liebe, Fürsorge, Nerven, Geduld, Unterweisung und lebenslange Sorgen.
    Mit etwas Glück kann man dann auf seinem Sterbebett als Vater oder Mutter sagen:

    * Ich habe nicht umsonst geboren, ich habe nicht umsonst gezeugt*

  • Würde man Kindesmisshandlungen und -tötungen in Deutschland in einer Grafik
    ab 1945 darstellen, dann wäre das eine Linie, die von links oben nach rechts unten
    geht.
    Würde man die öffentliche Aufmerksamkeit für dieses Thema grafisch darstellen,
    dann ginge die Kurve von links unten nach rechts oben.


    Früher war es "normale" Erziehung. Stockschläge des Lehrers z.B. wurden nicht als Misshandlung angesehen, sondern als normale erzieherische Massnahme.

  • Früher war es "normale" Erziehung. Stockschläge des Lehrers z.B. wurden nicht als Misshandlung angesehen, sondern als normale erzieherische Massnahme.


    Richtig. Deshalb wurde vieles, was heute von der Öffentlichkeit z.B. in Bezug auf die Zustände in staatlichen oder kirchlichen Internaten angeprangert wird, damals gar nicht so gesehen wie heute.

  • Richtig. Deshalb wurde vieles, was heute von der Öffentlichkeit z.B. in Bezug auf die Zustände in staatlichen oder kirchlichen Internaten angeprangert wird, damals gar nicht so gesehen wie heute.


    Stimmt, großteils, aber auch damals gab's Ausnahmen. Meinhof beispielsweise hat solche Zustände dokumentiert. Aber angesichts ihrer Radikalisierung geriet das rasch in Vergessenheit, wurde verdrängt und marginalisiert.


    Bambule (Fernsehspiel) – Wikipedia

  • Stimmt, großteils, aber auch damals gab's Ausnahmen. Meinhof beispielsweise hat solche Zustände dokumentiert. Aber angesichts ihrer Radikalisierung geriet das rasch in Vergessenheit, wurde verdrängt und marginalisiert.


    Bambule (Fernsehspiel) – Wikipedia


    Diese Zustände brauchte man nicht gross zu dokumentieren, sie waren allgemein bekannt.
    Aktuell wurde dann in verschiedenen Kreisen genau das Gegenteil, die antiautoritäre Erziehung.

  • Das kannst du generell für Süd-Europa sagen. Wie immer: die Mitte ist mir lieber.


    Was ich damit sagen wollte:
    Die Diskussionen in Deutschland sollten eher in den Mittelpunkt stellen,
    wie schön es ist, seine Kinder aufwachsen zu sehen und, dass es eine
    Bereicherung für das Leben ist, wie kaum etwas anderes.
    Die Familien- und Kinderdebatte ist mir hier zu trist und wird nur als
    Vehikel der allgemeinen Umverteilungsdebatten missbraucht.