Lesenswerte Artikel, Kommentare Sammlung




  • "Der Mensch versucht, sehr oft vergeblich, Fehler zu beseitigen, die ohne ihn gar nicht erst entstanden wären." :erol:

  • "Der Mensch versucht, sehr oft vergeblich, Fehler zu beseitigen, die ohne ihn gar nicht erst entstanden wären." :erol:


    ich fand den Teil erschreckender


    Zitat von Zitat aus Artikel


    Es gilt im Prinzip bis heute. Doch um die Fehlerquelle Mensch noch weiter zu eliminieren, sollen die Operatoren im Kontrollraum heute gar nicht mehr nach der Ursache einer Störung forschen, sondern "symptomorientiert" vorgehen. Was den vier Meter langen Regelstab beim Eintauchen ins hoch erhitzte Wasser aufgehalten haben könnte, soll die Männer nicht interessieren. Sie sollen sich die Anlage gar nicht plastisch vorstellen, nur den Entscheidungsbaum aus dem BHB.
    Bei einem blutenden Menschen, sagt Hoffmann ohne Ironie, bedeute symptomorientiertes Vorgehen: "Nicht überlegen, warum er Blut verliert, nicht das Leck suchen, um es zu stopfen. Sondern: neues Blut hinterhergießen."
    Nirgendwo ist das Misstrauen in die menschliche Fähigkeit, Probleme zu lösen, so groß wie in der Atomindustrie.
    Nirgendwo das Vertrauen in die Automatisierung so ungebrochen. Kernkraftingenieure setzen auf mehrfache, voneinander unabhängige Sicherheitssysteme, die sich im Notfall gegenseitig ergänzen. So versuchen sie, sogar das Unwägbare zu programmieren.

  • ich fand den Teil erschreckender




    Hierzu ein "geflügeltes" Wort aus der Onkologie:

    Definition MTD = Maximal tolerable Dosis (Chemotherapie)

    > "MTD ist die Dosis, die der Therapeut aushält!" <




    :thinking-020: :sad:

    Einmal editiert, zuletzt von ZumPostwinkel ()



  • Danke für den hervorragenden Artikel.
    Habe mich lange mit dieser Problematik befasst und möchte einige Ergänzungen anmerken.
    Kurz nach der "Wende" wurde das DDR AkW Greifswald zur Schulung von Kraftwerksfahrern genutzt. Hier trafen sich Kraftwerksfahrer aus Ost und West. Hierbei stellten sich bemerkenswerte Unterschiede heraus. Während die Ost-Kraftwerksfahrer jederzeit Zugriff auf den Reaktor hatten, war das bei den Westlern erst nach einer gewissen Zeit möglich. (Wieviel Zeit weiß ich nicht mehr)
    Die Begründung war, dass bei Störfällen, alle Entscheidungen die in diesem Zeitfenster getroffen wurden, in der realen Situation zwar richtig waren, sich im Nachhinein aber als falsch herausstellten.
    Bei den Kraftwerksfahrern aus dem Osten gab es eine marxistisch/leninistische Bergründung, etwa in der Art, das der Mensch über die Maschine herrschen müsse. (Genau weiß ich es nicht mehr.)



    mfg





  • Ich bin in der Medizin nicht sehr bewandert, aber das was du da beschreibst erinnert mich stark an Grenzwerte in der Technik und im realen Leben.
    In der Strahlenschutzverordnung gibt es 2 Personengruppen, die eine sind die Normalverbraucher, die anderen sind die, die mit ionisierender Strahlung umgehen müssen.
    Für beide Gruppen gibts absolut unterschiedliche Grenzwerte hinsichtlich der Strahlenbelastung.


    Ich stellte irgendwann einmal die Frage, ob die die eine Gruppe mehr Strahlung verträgt als die andere. Nach langer Zeit hat mir ein politischer Beamter eine mich damals erschreckende Antwort gegeben.
    Die ging so:


    Selbst wenn alle Menschen die mit radioaktiver Strahlung umgehen, an Krebs erkranken würden, würde sich die Gesamtstatistik nicht signifikant ändern.


    Seien wir ehrlich, im Grunde wissen wir das doch. Grenzwerte regeln die Anzahl der volkswirtschaftlich vertretbaren Toten pro tausend Einwohner, man braucht sich nur die Diskussion Pro/contra Tempolimit anzuschauen.



    mfg:cornut:

  • Hallelujah!


    geschrieben am 25. Februar 2010 von Spiegelfechter
    Man stelle sich einmal vor, die Polizei würde den schwer angetrunken Papst am Steuer eines profanen Automobils anhalten. In Hannover! Unvorstellbar! Nirgendwo sonst wird der Unterschied zwischen den beiden großen christlichen Kirchen offenbarer, als bei der Affäre um die zurückgetretene EKD-Vorsitzende Bischöfin Margot Käßmann. Auf der einen Seite der unfehlbare Papst – ein greiser Mann, Bayer, konservativ, moralisch unantastbar. Auf der anderen Seite die Bischöfin – Frau, progressiv, geschieden, moralisch angreifbar. Wenn es einen Gott nach dem Bild der Christen geben sollte und er Sinn für Humor hat, so würde er sich sicherlich himmlich amüsieren. Ein alter Mann in Rom, der den Fels gibt, auf dem die Christen ihre Kirche aufbauten und von sich behauptet, er sei Gottes Stellvertreter auf Erden, und eine Frau, die Wasser predigt, Wein trinkt und nun – da ihre Verfehlungen ans Licht der Öffentlichkeit kamen – sogar zurücktritt. Welch göttliches Spektakel!.......................




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  • Die seltsamen „Bevölkerungs-Prognosen“ des Statistischen Bundesamtes.




    Verantwortlich: Albrecht Müller


    Am 23.2. übermittelte das ZDF-heutejournal absolut treuherzig die neuesten Bevölkerungsprognosen des Statistischen Bundesamtes. Man gewann den Eindruck, die wissen bis hinter das Komma, wie vielen Menschen in 50 Jahren im Osten oder im Westen leben werden. Ich dachte, die Quelle dieses Abenteuers sei das ZDF. Eine Täuschung. Das Statistische Bundesamt kann es nicht lassen. Dazu ein Beitrag des NachDenkSeiten-Freundes Gerd Bosbach. Albrecht Müller..............





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  • Aram A.: Zu links für einen Pass



    INTEGRATION Ein 20-jähriger Abiturient mit syrischen Eltern ist in der SDAJ. Niedersachsens Innenministerium (CDU) und das SPD-regierte Hannover wollen ihn nicht einbürgern


    VON STEFAN REINECKE
    Aram A. ist 20 Jahre alt und ein Beispiel, wie perfekt Integration manchmal funktioniert. Im Jahr 2000 kam er mit seinen Eltern nach Deutschland. Sie flohen vor den Drohungen des syrischen Geheimdienstes gegen seinen Vater, der in der KP und im Komitee für Menschenrechte organisiert war. Aram war damals elf Jahre alt und konnte kein Deutsch.....



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  • ich sehe mit erstaunen, du liesst die nachdenkdenkseiten. 10 punkte fuer dich

  • Interessanter Artikel zum Thema Griechenland und Krise




    GEAB N°42 ist angekommen! 2. Quartal 2010: Massive Verschärfung der umfassenden weltweiten Krise – Verstärkung der fünf negativen Grundtendenzen




    - Pressemitteilung des GEAB vom 16. Februar 2010 -






    Nach unserer Auffassung sind die tausenden Milliarden, die die Staaten aufgewandt haben, um « durch die Krise zu kommen » verpufft. Diese riesigen Summen vermochten lediglich, den Ablauf der umfassenden weltweiten Krise ein paar Monate zu hemmen. Von dieser Politik wird jedoch nur ein Ergebnis von Dauer bleiben: Nunmehr sind auch die Staaten in den von den Finanzmärkten erzeugten Strudel geraten, der sie in die Pleite reißen wird...............



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    Einmal editiert, zuletzt von schlabund ()

  • Die hässliche Fratze der Globalisierung


    die Wirtschaftskrise kann auch im kleinen, ziemlich grausam sein..


    Der Konkurs kommt nach China


    Wang Xinxin erklärt das Konkursrecht von China..
    Da China anfangs noch sehr chaotisch war, und recht nur begrenzt durchsetzbar, lernen sie es nun kennen..


    Britische Tea Party auf dem Weg


    nach den USA kommt nun die Tea Party bewegung auch nach GB!
    Eigentlich hatte ich ehr überlegt, dass unter Skurille Meldungen zu bringen, aber dann doch anders entschieden ;)

  • Tea Time in Amerika


    Naomi Wolf, hinterfragt die Tea party, zeigt auf, dass da durchaus Potential ist, und man sich mit ihnen durchaus inhaltlich auseinander setzen sollte.
    Interessante Analyse..


    Konterrevolution in der Kartellpolitik?


    Xavier Vives hinterfragt, wie die Kartellpolitik im Rahmen der Krise ausgeheblt wurde, und nun Dinge möglich sind, die zuvor niemand gedacht hätte.
    Dabei soll doch eigentlich grade Kartellpolitik dieses verhindern...


    Ein Außenwirtschaftlicher Stabilitätspakt für Europa


    Dieser Beitrag ist zwar schon fast ein halbes jahr alt, aber grade in anbetracht der jüngsten Geschehnisse in Folge der Euro/Griechenlandproblematik wieder brandtaktuell..
    Er zeigt auch gut auf, dass in der zeit nichts geschehen ist, was die Sache verbessern könnte..

  • Die Gesundheitskostenbombe tickt

    geschrieben am 27. Februar 2010 von Spiegelfechter
    Eine geheim gehaltene Studie bringt brisante Details zu den Kosten und der Sicherheit des privaten Krankenkassensystems zum Vorschein. Für die Kopfpauschale ist dies wohl das sichere Aus
    Es gibt Briefe, die hätte man am liebsten gar nicht erst geöffnet. Für Rainer Brüderle zählt sicherlich ein Brief des Institutes für Gesundheits- und Sozialversicherung (IGES) zu dieser Kategorie. Sein Vorvorgänger Michael Glos hatte die Berliner Sozialforscher mit einer [extern] Studie beauftragt, die die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Kosten und Beiträge des privaten Krankenversicherungssystems erforschen sollte. Was die Forscher unter Federführung des Wirtschaftsweisen Bert Rürup herausfanden, bedeutet für Brüderle und seine Partei jedoch nichts Gutes. Kein Wunder, dass Brüderle die Studie in seinem Giftschrank verwahrt – nun ist sie aber dank eines Whistleblowers über Wikileaks ans Licht der Öffentlichkeit geraten.

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  • Hier sprichst Du ein besonders wichtiges Thema an.
    Bei "Riester" und "Rürup" hat die Versicherungswirtschaft über ihre Mitarbeiter in den Ministerien die Privaten über staatliche Ansparmodelle in Stellung gebracht. Ãœber die Risiken (siehe Finanz- und Bankenkrise) wurden und werden die Menschen nicht oder nur unzureichend aufgeklärt.

    Ähnlich verhält es sich bei der Krankenversicherung. Die massiven Leistungskürzungen in der GKV (Zahnersatz, Sehhilfen, Prothetik, Heilmittel, Zuzahlungen) wären nicht durchsetzbar gewesen ohne das Angebot der Zusatzversicherungen durch die Privaten. Also eine schleichende Entsolidarisierung im Solidarsystem. Die Arbeitgeber und die Versicherungswirtschaft profitieren davon maximal.

    Letztendlich zeigt dies überdeutlich, was ein unkontrollierter Lobbyismus alles anrichten kann. Sowas nennt sich externer Sachverstand. Für wen, ist doch wohl klar.

    Wir laufen im Gesundheitswesen und in der Alterssicherung auf eine Katastrophe zu.
    Sachverstand war nie gefragt, schließlich handelt es sich hier um Korruption, nicht mehr und nicht weniger.

    Die Versicherten, Kranken und Rentner bleiben auf der Strecke.


    mfg
    ZumPostwinkel




  • Gut, dass du in diesem Zusammenhang noch einmal Rister-Rürup ansprichst.
    Es geht um den flächendeckenden Rückbau der Sozialsysteme. Man kann gar nicht oft genug darauf hinweisen. In diesem Zusammenhang noch einmal den Film

    Rentenangst


    mfg




  • Danke für den Link.

    Diesen Film sollte sich wirklich jede(r) anschauen.

  • In Tschetschenien werden Eltern, die am Geburtstag von Prophet Mohammed Familienzuwachs bekommen, von der Regierung dafür mit dreißigtausend Rubel, umgerechnet etwa tausend Dollar, belohnt. Voraussetzung für den Erhalt der Prämie ist allerdings, dass neugeborene Jungen den Namen Mohammed erhalten und Mädchen nach der Mutter des Propheten, Aminat, seinen Gattinnen Aischa oder Chadischat oder nach seinen Töchtern Fatima, Rukiat oder Umm-Kulsum benannt werden.


    Geburtstagskinder des Propheten