Skurrile Meldungen, unfreiwilliger Humor und dergleichen mehr...

  • […] ist natürlich viel Wirbel verursacht worden, als seien die Ernährungsgewohnheiten andersglübiger Konferenzteilnehmer nicht berüclsichtigt worden. Dabei war doch für jeden das Passende aufgetischt! Das Ganze wird natürlich ein Nachspiel haben, schließlich darf Muslimen schon der Anblick blutwurstessender abendländischer Mitmenschen fortan nicht mehr zugemutet werden…

  • Die Skurrilität dürfte dann vermutlich im Umstand zu suchen sein, wie ungehobelt und tollpatschig sich ein ministerialer Gastgeber gegenüber den kulturellen Eigenheiten von Menschen und deren religiösen Empfindlichkeiten und Sitten verhält...
    Auch das unbeholfen wirkende Unverständnis gegenüber dem, was in entsprechend zivilisierten Kreisen als Normalität angesehen wird, nimmt übrigens zuweilen ein skurriles Ausmaß an, :substi:

  • […] Auch das unbeholfen wirkende Unverständnis gegenüber dem, was in entsprechend zivilisierten Kreisen als Normalität angesehen wird, nimmt übrigens zuweilen ein skurriles Ausmaß an, :substi:

    Keineswegs, denn Herr Seehofer war ja nicht zu Gast in einem muslimischen Land, in dem er sich an die dortigen Gepflogenheiten hätten anpassen müssen. Im Grund ist dem Ausrichter des Buffets das Bundesverdienstkreuz zu überreichen, weil den muslimischen Teilnehmern gezeigt wurde, dass diese "Anpassung" nicht immer nur einseitig verlangt oder erwartet werden kann.

  • Wollen wir hoffen, dass sich das Ungeschick Deiner Lesart in diplomatischen Kreisen nicht weiter verbreitet.

  • So lange in einigen muslimischen Ländern von unseren weiblichen Regierungsmitgliedern erwartet wird, sich bei ihrem Besuch ein Tuch über den Kopf zu hängen, kann man gerne AUCH Blutwurst auf ein deutsches Büffet packen, wenn es dort Alternativen für muslimische Gäste gibt.

  • Ich bin in der Hinsicht nicht gut auf dem Laufenden, zugegeben. Wo mussten sich Angela Merkel und die weiblichen Teilnehmer der Entourage zuletzt mit Kopftuch zeigen, um Amt und Aufgaben bei Staatsbesuchen in muslimischen Ländern nachgehen zu können? Falls das eine übliche Prozedur ist, wird es doch wohl ein paar Bilder geben, die solche Auftritte verewigt haben.

  • Ich bin in der Hinsicht nicht gut auf dem Laufenden, zugegeben. […]

    Es stimmt, dass unsere Bundeskanzlering beim Staatsbesuch in Saudi Arabien (schon wegen der Pressefotografen) kein Kopftuch getragen hat - ebensowenig wie Ursula von der Leyen beim Truppenbesuch im Nahen Osten - was die hiesige Presse sogleich als besonders mutige Aktion herausgestellt hat…
    Gewöhnlichen Touristinnen wäre allerdings nicht anzuraten, diesem Beispiel zu folgen.

    Einmal editiert, zuletzt von I'm a Substitute () aus folgendem Grund: ein "r" gegen ein "s" ausgetauscht

  • Das heisst also, deutsche Politikerinnen werden nicht gezwungen, sich den lokalen Gepflogenheiten anzupassen. Punkt. Den Punkt können wir also streichen.


    Nun gut, jeder wie er meint.
    Ich würde nicht so agieren, dass ich Gästen vor den Kopf stoße, indem ich Gerichte serviere, die in den Heimatländern der geladenen Gästen bekanntlich zuwider sind, den Gästen somit vor den Kopf stoßen, oder religiöse Tabus brechen, nur um zu demonstrieren, dass ich darauf pfeife.
    Denn letztlich geht es nur um diese Symbolik.


    Nichts wäre einfacher, als mit entsprechendem Fingerspitzengefühl zu planen und darauf zu verzichten, einen Affront überhaupt erst entstehen zu lassen.
    Im Umkehrschluss muss unterstellt werden, dass bereits in der Vorbereitung der Menüplanung der Affront gezielt platziert wurde, denn die Köche, und das Service-Personal für entsprechende Veranstaltungen, sind nicht nur erfahren und geübt darin, sich entsprechend bereits in der Eventplanung auf die Gäste einzustellen - wie die Eventmanager bei der Platzbelegung erc. - sondern es gehört auch zum guten Ton und zeigt das Niveau des Hauses, inwieweit diese individuellen und kulturellen Feinheiten Berücksichtigung finden. Das sollte eigentlich unstrittig dazu gehören, wenn entsprechende Veranstaltungen ausgerichtet werden.
    Und so ist es für gewöhnlich auch, wenn nicht bewusst anders, oder auf diesem Niveau verblüffend ungeschickt, agiert wird.
    Ich gehe allerdings angesichts der Sach- und Gemengelage von einer gezielten Provokation aus, was auch erklärt, warum insbesondere dieses Detail gleich in den Gazetten seinen Widerhall gefunden hat. Da hat jemand ein Häufchen gesetzt und dafür gesorgt, dass sogleich alle wissen, wie es riecht und schmeckt.

  • Doch, von der Leyen hat mal zu meinm Ärger Kopftuch getragen und andere, niedrigere Landesvertreterinnen auch. Ich kann´s aber nicht mehr belegen, vielleicht kann der Substi das googeln.

  • Das Kopftuch ist übrigens auch der Wahre Grund für den Brexit - aber :psst: nicht weiter sagen.
    Die Brexiteers wollen der Queen zukünftig die Demütigung ständigen Kopftuchtragens im eigenen Empire ersparen - das ist das wahre Motiv. Verständlich, wo doch so viele Muslime aus dem Commondings mit Europa nach England strömen...
    Die Queen sieht ganz deprimiert, verhärmt und unterdrückt aus, unter dem vermaledeiten Tuch...

  • Das hat mit dem Brexit nix zu tun, sondern mit den indischen Muslimen, die als Angehörige der ehemaligen Kronkolonie in großen Scharen England bevölkern. Die werden sogar die Brexiteers nicht mehr los und wollen das auch gar nicht ernsthaft, denn wenn man irgendwo, in einem Laden oder Restaurant, einem Krankenhaus oder einer Behörde, einen berechtigten Wunsch äußert, ist es der indischstämmige Manager, der ihn erfüllt. Diesem für das reibungslo - äh, Funktionieren der Gesellschaft unverzichtbare Bevölkerungsteil erweist die Königin ihre Dankbarkeit mit dem Tragen mehr oder weniger kleidsamen Kopftüchern.

  • Wie zartfühlend das us-amerikanische Schulwesen mit den ach so sensiblen Kinderseelen ist… eine Lehrerin hat's ihren Job gekostet, ihren Erstklässlern die bittere Wahrheit des wirklichen Lebens zu verkünden. Man darf schon jetzt gespannt sein, in welcher Jahrgangsstufe den Schülern und Schülerinnen künftig mitgeteilt werden darf, dass der Weihnachtsmann nur Maskerade ist.

  • Öffentlich zu verkünden, […]

    […] dass der Weihnachtsmann nur Maskerade ist […]

    […] scheint in der Freien Welt gar nicht gern gehört zu werden. Wenn's kein social media fake ist, worauf die Frankfurter Rundschau hereingefallen ist, wirft das jetzt aber ein denkbar schlechtes Licht auf die Werte des Westens.