Unser Gesundheitssystem: Fragen über Fragen

  • So viel ich weiß, ist die Zahl "120 Tausend Ärzte mit Kassenzulassung" seit vielen
    Jahren einigermaßen stabil auf dem selben Nivueau.
    Heißt das, dass jeder zweite Arzt in zwei unterschiedlichen Praxen arbeitet?
    Das würde natürlich die vielen Gemeinschaftspraxen erklären.
    Fragende Grüße
    Spiegelfechter



    Wer nicht hören will, muß googeln.:grinbig:

    Bitte mal auf den Link gehen. Dort stehen 172.000. Da sind auch die Kassenzahnärzte mit drin.

    mfg
    ZumPostwinkel

  • Wer nicht hören will, muß googeln.:grinbig:

    Bitte mal auf den Link gehen. Dort stehen 172.000. Da sind auch die Kassenzahnärzte mit drin.

    mfg
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    D.H. die Kassenzahnärzte sind in den 120 Tsd nicht enthalten?

  • D.H. die Kassenzahnärzte sind in den 120 Tsd nicht enthalten?




    1. Arztzahlen (Stand 31.12.2008)


    Anzahl der Ärzte nach Tätigkeiten:

    • 319 697 berufstätige Ärzte
    • darunter 132 613 Ärztinnen

    weitere Informationen (PDF-Datei)


    2. Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigungen (Stand 31.12.2008)


    Insgesamt haben die 17 Kassenärztlichen Vereinigungen 151 398 Mitglieder


    darunter

    • 135 388 Ärzte, davon 58 095 Hausärzte und 77 293 Fachärzte
    • 16 010 zugelassene psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

    weitere Informationen (PDF-Datei)


    3. Zahl der in Deutschland tätigen ausländischen Ärzte (Stand 31.12.2008)


    Insgesamt sind 21 784 ausländische Mediziner in Deutschland gemeldet


    darunter

    • 3 534 Niedergelassene
    • 13 207 Krankenhausärzte

    weitere Informationen (PDF-Datei)



    4. Medizinischer Nachwuchs (Stand 31.12.2007)


    Anzahl der Medizinstudenten (Humanmedizin) im ersten Fachsemester: 11 785
    weitere Informationen (PDF-Datei)

    Anzahl der Absolventen: 9.574
    weitere Informationen (PDF-Datei)

    5. Anzahl der Arztpraxen (Stand 31.12.2008)


    • Einzelpraxen: 71 262
    • Gemeinschaftspraxen: 19 152

    6. Medizinische Versorgungszentren (Stand 1. Quartal 2009)


    • Gesamtzahl der Medizinischen Versorgungszentren: 1.257
    • darin tätige Ärzte: 5.852

    weitere Informationen

    7. Arbeitszeit
    Gesamtarbeitszeit inklusive Bereitschafts- und Notdienste: 55,9 Stunden pro Woche.


    Davon entfallen

    • 32,2 Stunden auf Patientensprechstunden
    • 8,2 Stunden auf die Verwaltungsarbeit

    weitere Informationen (PDF-Datei, 230 KB, repräsentative Studie der KV Schleswig-Holstein, s. Seite 11)

    8. Altersstruktur der Vertragsärzte (Stand 31.12.2008)
    Zahl der Vertragsärzte, die 60 Jahre oder älter sind: 21 830
    weitere Informationen (PDF-Datei)

    Durchschnittsalter der Vertragsärzte: 51,7 Jahre
    weitere Informationen (PDF-Datei)


    9. Ausgaben der GKV (Stand 31.12.2008)

    • ärztliche Behandlung: 24,3 Milliarden Euro (15,1 % der GKV-Ausgaben)
    • Krankenhausbehandlung: 52,6 Milliarden Euro (32,9 % der GKV-Ausgaben)
    • Netto-Verwaltungskosten: 8,3 Milliarden Euro (5,2 % der GKV-Ausgaben)

    weitere Informationen (PDF-Dokument)

    10. Praxisgebühr
    Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen in Praxen um 10,1 Prozent zurückgegangen;
    Fälle pro Arztpraxis im dritten Quartal 2005: 1.214
    weitere Informationen (PDF-Datei, 22 KB, Studie des Zentralinstituts Berlin)


    11. Honorarentwicklung im Vergleich zu ausgewählten volkswirtschaftlichen Indikatoren
    Grafische Darstellung der Entwicklung des Honorars je Arzt im Vergleich zu den Veränderungen der beitragspflichtigen Einnahmen und des Verbraucherpreisindexes im Zeitraum 1996 bis 2004 weitere Informationen (PDF-Datei, 46 KB)
    12. Honorarentwicklung im Vergleich zum Bruttoverdienst von Angestellten
    Grafische Darstellung der Entwicklung des Honorars je Arzt im Vergleich zu den Bruttoverdiensten von Angestellten im produzierenden Gewerbe, Handel, Kredit- und Versicherungsgewerbe im Zeitraum von 1999 bis 2006

    weitere Informationen (PDF-Datei)


    http://www.kbv.de/presse/7479.html

  • Ich belebe diesen Fred, weil er der passendste Diskussionsort für die aktuelle Meldung, über die Wahrheit der Folgen des Ökonomisierungsdrucks der privatisierten Krankenhäuser, ist.


    In Hamburg, aber auch anderswo, wird dermaßen am Personal gespart, dass Notfallstationen, Unfallstationen, sich aus der Bereitschaft abmelden, neue Patienten, die dringend aufgrund von Unfällen, oder Einsätzen von Notärzten auf RTW, in ein Krankenhaus zur weiter gehenden Notfallbehandlung eingeliefert werden müssen/sollen, werden abgewiesen un auf eine Stadtrundfahrt geschickt.

    Zitat


    In Hamburg mussten kürzlich Notaufnahmen großer Krankenhäuser schließen, weil es nicht genug Ärzte und Pfleger gab. Eine Ausnahme? Nein, sagt Notfallärztin Christine Löber und schildert ihren Alltag.
    Alles lesen



    Das ist eine direkte Folge der Privatisierungen.
    Die Renditeerwartungen der "Kapitalanleger" stehen eindeutig über den Bedürfnissen der Menschen. Das ist die ganze nüchterne Wahrheit. Das ist es, wohin Provatisierungen führen. In die Sackgasse.


    Und wenn alles abgelutscht, ausgelutscht, verkommen, die Substanz hinfällig, marode und ausgelaugt ist, dann darf die Öffentliche Hand gerne wieder übernehmen und das Trümmerfeld der ehemals guten und teuer aufgebauten, auf hohem Niveau betriebenen flächendeckenden Versorgung beseitigen und die Infrastruktur wieder neu errichten.


    Vielen Dank, ihr Politiker, die ihr den Ausverkauf betrieben und damit diese Missstände überhaupt erst möglich gemacht habt!

    Einmal editiert, zuletzt von A0468 ()

  • Interessant, einen über 8 Jahre alten thread wieder hervor zu holen und zu sehen, ob sich die Prognosen bewahrheitet haben. Nein, sie haben sich nicht bewahrheitet, …


    … denn sie wurden in ihrer Düsterheit von der realen Entwicklung übertroffen.


    Ähnlich sieht es auf dem Immobilienmarkt aus, …


    … hierzu gibt es einen neuen thread.

    Einmal editiert, zuletzt von Wieben Klas ()

  • Eine Freundin von uns ist entschlossen, sich im Falle einsetzender Wehen gleich zur Feuerwehr fahren zu lassen. Hebammen gibt es nämlich auch nicht mehr.