Arbeitswahn

  • Die derzeitige debatte um hartz4 geht darum, "arbeitslose in arbeit zu bringen". Seltsamerweise wird dabei so getan, also ob vollbeschäftigung mit arbeitskräftemangel herrsche und die hartzer nur zu faul sind zu arbeiten. Jetzt gibt es 6-8 millionen arbeitslose und 500.000 offene stellen. Wie soll diese rechnung aufgehen? 6-8 millionen neue stellen im öffentlichen sektor? Wie soll das bezahlt werden?
    Es ist an der zeit, zuzugeben, daß vollbeschäftigung eine ideologie geworden ist und nicht erreichbar ist. Andere konzepte sind gefragt!

  • Die derzeitige debatte um hartz4 geht darum, "arbeitslose in arbeit zu bringen". Seltsamerweise wird dabei so getan, also ob vollbeschäftigung mit arbeitskräftemangel herrsche und die hartzer nur zu faul sind zu arbeiten. Jetzt gibt es 6-8 millionen arbeitslose und 500.000 offene stellen. Wie soll diese rechnung aufgehen? 6-8 millionen neue stellen im öffentlichen sektor? Wie soll das bezahlt werden?
    Es ist an der zeit, zuzugeben, daß vollbeschäftigung eine ideologie geworden ist und nicht erreichbar ist. Andere konzepte sind gefragt!


    des Hr. Prof. Dr. Sinn zu diesem Thema macht doch deutlich: Es ist genug Arbeit vorhanden. Die Leute wollen nicht! Also müssen Zwangsmaßnahmen ergriffen werden. Blöderweise haben wir jede Menge Autobahnen.
    Nagut?! Man kann die Leute selbstverständlich dort einsetzen, wo ein Zeitarbeiter nicht hingeht.


    Du denkst falsch.


    Ein Vollbeschäftigung ist nicht erwünscht.
    Wie kann man jemanden, der eine Familie gegründet hat+ein Haus gebaut etc, besser erpressen als mit einer Kündigung?

    Einmal editiert, zuletzt von olleOlaf () aus folgendem Grund: Promille, wie immer

  • Die derzeitige debatte um hartz4 geht darum, "arbeitslose in arbeit zu bringen". Seltsamerweise wird dabei so getan, also ob vollbeschäftigung mit arbeitskräftemangel herrsche und die hartzer nur zu faul sind zu arbeiten. Jetzt gibt es 6-8 millionen arbeitslose und 500.000 offene stellen. Wie soll diese rechnung aufgehen? 6-8 millionen neue stellen im öffentlichen sektor? Wie soll das bezahlt werden?
    Es ist an der zeit, zuzugeben, daß vollbeschäftigung eine ideologie geworden ist und nicht erreichbar ist. Andere konzepte sind gefragt!



    Du hast so was von recht............



    mfg

  • des Hr. Prof. Dr. Sinn zu diesem Thema macht doch deutlich: Es ist genug Arbeit vorhanden. Die Leute wollen nicht! Also müssen Zwangsmaßnahmen ergriffen werden. Blöderweise haben wir jede Menge Autobahnen.
    Nagut?! Man kann die Leute selbstverständlich dort einsetzen, wo ein Zeitarbeiter nicht hingeht.

    Käptn ahab´s äh HWUnsinn mist HWSinn erzählt vieles unausgegorenes, im prinzip plappert er nur das nach was schon seit der groko in den schubladen des wirtschaftsministeriums liegt - zwangsarbeit. Nein, so wird das natürlich nicht genannt, es wird sozial verbrämt, die armen hilflosen und dummen hartzer wissen vor lauter "freizeit" garnichts mit sich anzufangen...:rolleyes: sie sind nur glücklich wenn sie arbeiten dürfen, und sei die arbeit noch so sinnlos. Drum kommunen, verbrennt alle besen und teilt stattdessen zahnbürsten aus, damit die armen damit die strassen "fegen" können und endlich auch glücklich sein dürfen.:mad5:


    Zitat von olleOlaf

    Du denkst falsch.


    Ein Vollbeschäftigung ist nicht erwünscht.
    Wie kann man jemanden, der eine Familie gegründet hat+ein Haus gebaut etc, besser erpressen als mit einer Kündigung?

    Mit hartz4.
    Ich wollte nur den widerspruch in der propaganda thematisieren...

  • Die derzeitige debatte um hartz4 geht darum, "arbeitslose in arbeit zu bringen". Seltsamerweise wird dabei so getan, also ob vollbeschäftigung mit arbeitskräftemangel herrsche und die hartzer nur zu faul sind zu arbeiten. Jetzt gibt es 6-8 millionen arbeitslose und 500.000 offene stellen. Wie soll diese rechnung aufgehen? 6-8 millionen neue stellen im öffentlichen sektor? Wie soll das bezahlt werden?
    Es ist an der zeit, zuzugeben, daß vollbeschäftigung eine ideologie geworden ist und nicht erreichbar ist. Andere konzepte sind gefragt!



    Man muß darauf ausführlicher eingehen.
    Aufgrund der vorgerückten Stunde gestatte mir erst einmal 2-3 Sätze.

    Was hier abgeht, ist reine Schaufensterpolitik in Richtung Divide er impera und dem Dauerwahlkampf in diesem unserem Lande geschuldet.
    Die wissen genau, daß es keine Vollbeschäftigung mehr geben kann.
    Aber die Wirtschaft braucht das Erpressungspotential für weiteren Sozialabbau.
    Der Sozialstaat soll sturmreif geschossen werden, damit sich die wundersame Geldvermehrung auf wenigen Konten wie bisher weiterentwickeln kann.
    Das nur für den Moment.


    mfg
    ZumPostwinkel



  • ....... und trifft den Kern der Sache!!


    MfG Icabaru

  • Aber objektiv gesehen gibt es weit mehr als genug Arbeit und damit sind nicht nur Industriearbeitsplätze gemeint. Es gibt zwar jede Menge arbeitswilliger Leute, aber es gibt niemand der sie für diese Arbeiten auch bezahlen will, weil diese Arbeiten bei weitem zu gemeinnützig sind und keine privaten Profit abwerfen!!
    Und für viele dieser notwendigen Arbeiten braucht man nicht nur unterqualifizierte Hilfskräfte, sondern auch Akademiker!!!


    Richtig. Deshalb lobhudelt die Politeska ja auch so sehr den privaten Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer in den verschiedensten Bereichen, ohne den hierzulande in manchen Sektoren gar nichts mehr laufen würde... weil man beim Wegfall plötzlich einen Riesenhaufen unbesetzter Arbeitsplätze hätte, die man bezahlen müsste, aber nicht bezahlen will.

  • Richtig. Deshalb lobhudelt die Politeska ja auch so sehr den privaten Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer in den verschiedensten Bereichen, ohne den hierzulande in manchen Sektoren gar nichts mehr laufen würde... weil man beim Wegfall plötzlich einen Riesenhaufen unbesetzter Arbeitsplätze hätte, die man bezahlen müsste, aber nicht bezahlen will.


    ok. ...


    darüber sind sich viele hier einig.
    wie bekommen wir es hin, dass auch diese arbeit "wertgeschätzt" wird, wie kann man sie in lohnarbeit verwandeln, einen dafür zu zahlenden preis "erzwingen" ?


    ich rede von "zwingen" weil es offensichtlich gegen diese wertvorstellung erhebliche widerstände gibt.


    gruß baku

    Einmal editiert, zuletzt von bakunicus ()


  • Viel mehr als Streik oder konsequente Verweigerung fällt mir da nicht ein. Vielleicht ein bundesweiter "Aktionsmonat ohne Ehrenamt"?
    Das Problem daran ist, daß darunter die Kleinsten und Schwächsten am meisten zu leidern haben. Genau deshalb werden die, die mit Herzblut hinter ihrem Engagement stehen, ebensowenig davon ablassen wie die, die z.B. für Ihre Kinder in Schule, Kindergarten oder Verein tätig sind.


    Das überlappt dann zwar wieder in einen anderen Threat, aber ich denke, daß genau diese Schiene uns aufzeigt, daß es wichtige Dinge gibt, die getan werden müssen, aber heute schon nicht bezahlt werden. Und da regt sich keiner wirklich drüber auf - wenn jemand, der keiner (bezahlten) geregelten Arbeit nachgeht, morgends in der Suppenküche hilft und nachmittags die Fußballjugend trainiert und sich dann abends vorm heimischen Fernseher von St.Guido als faule Sau beschimpfen lassen muß, dann hakt das Verständnis irgendwo einfach aus.


    Diese Gesellschaft definiert ihre Mitglieder viel zu sehr über den Faktor Arbeit.
    Ich arbeite momentan gute 50 Stunden die Woche, kriege von meinem Umfeld aber auch nur bedingt Verständnis zu hören - da heißt es häufig eher, man wäre ja doof, würde einem ja eh keiner danken. Oder aber, man würde selbst Jobs vernichten. Dabei stimmt beides nicht.

  • Viel mehr als Streik oder konsequente Verweigerung fällt mir da nicht ein. Vielleicht ein bundesweiter "Aktionsmonat ohne Ehrenamt"?
    Das Problem daran ist, daß darunter die Kleinsten und Schwächsten am meisten zu leidern haben. Genau deshalb werden die, die mit Herzblut hinter ihrem Engagement stehen, ebensowenig davon ablassen wie die, die z.B. für Ihre Kinder in Schule, Kindergarten oder Verein tätig sind.


    in diese richtung gehen meine gedanken auch ganz spontan.
    und genau die gleichen bedenken habe ich auch.
    die arbeit einer hausmutter/vater kann nicht einfach aus politischen gründen "bestreikt" werden.
    den ehemann/frau der/die dafür verständnis aufbringt möchte ich mal sehen ( hausarbeit ist auch ehrenamtlich )


    andererseits liegt aber genau darin auch die macht.
    das ist wie bei den lokführern.
    wenn entscheidende rädchen sich nicht drehen, steht das ganze uhrwerk still, und nicht nur ein teil der uhr.


    Das überlappt dann zwar wieder in einen anderen Threat, aber ich denke, daß genau diese Schiene uns aufzeigt, daß es wichtige Dinge gibt, die getan werden müssen, aber heute schon nicht bezahlt werden. Und da regt sich keiner wirklich drüber auf - wenn jemand, der keiner (bezahlten) geregelten Arbeit nachgeht, morgends in der Suppenküche hilft und nachmittags die Fußballjugend trainiert und sich dann abends vorm heimischen Fernseher von St.Guido als faule Sau beschimpfen lassen muß, dann hakt das Verständnis irgendwo einfach aus.


    d'accord


    Diese Gesellschaft definiert ihre Mitglieder viel zu sehr über den Faktor Arbeit.
    Ich arbeite momentan gute 50 Stunden die Woche, kriege von meinem Umfeld aber auch nur bedingt Verständnis zu hören - da heißt es häufig eher, man wäre ja doof, würde einem ja eh keiner danken. Oder aber, man würde selbst Jobs vernichten. Dabei stimmt beides nicht.


    mhh ...
    wer 50 h / woche lohnarbeiten will, der muß sich dieses recht mit hohen steuern und sozialabgaben von den arbeitslosen kaufen.
    das ist jedenfalls meine meinung, die ich für objektiv belegbar halte, unter den jetzigen umständen; auch wenn dich das verärgert.


    gruß baku

    3 Mal editiert, zuletzt von bakunicus ()

  • in diese richtung gehen meine gedanken auch ganz spontan.
    und genau die gleichen bedenken habe ich auch.
    die arbeit einer hausmutter/vater kann nicht einfach aus politischen gründen "bestreikt" werden. den ehemann/frau die dafür verständnis aufbringt möchte ich mal sehen ( hausarbeit ist auch ehrenamtlich )


    andererseits liegt aber genau darin auch die macht. das ist wie bei den lokführern.
    wenn entscheidende rädchen sich nicht drehen, steht das ganze uhrwerk still, und nicht nur ein teil der uhr.


    Mmh... stimmt wohl. Mir fehlt nur gerade gedanklich einfach der Hebel, den man ansetzen müsste, um tatsächlich einen bundesweiten Generalstreik aller "Ehrenamtlichen" zu initiieren...


    Zitat

    mhh ...wer 50 h / woche arbeiten will, der muß sich dieses recht mit hohen steuern und sozialabgaben von den arbeitslosen kaufen.
    das ist jedenfalls meine meinung, die ich für objektiv belegbar halte, unter den jetzigen umständen; auch wenn dich das verärgert.


    Verärgern ist das falsche Wort. Faktisch gehts hier gerade einfach nicht anders, weil die Firma in einem Boom steckt, der allerdings einen temporären Charakter hat. Da wird nicht wirklich netto eine neue Stelle übrig bleiben, wenn der Boom sich legt. Andererseits ist das Thema fachlich wie rechtlich sehr speziell - und da findet man auf dem Arbeitsmarkt auch nicht mal eben so passendes Personal.
    Also sehen wir halt zu, daß wir das alles mit dem Stammpersonal gestemmt bekommen, auch wenns momentan halt viel Arbeit bedeutet.


    Gerade jetzt finde ich aber St.Guidos Auftritte besonders amüsant. Wenn sich Herr Supertoll hinstellt und daherschwadroniert, daß sich Leistung wieder lohnen muß, daß die Leistungsträger mehr Netto vom Brutto brauchen, dann werfe ich einen Blick auf meine Gehaltsabrechnung und kann mir ein schiefes Grinsen mit nachgeworfenem "Ja nee, is' klar" nicht verkneifen - mit Leistungsträgern meint der doch ohnehin nicht diejenigen, die mit ihrer Hände ehrlicher Arbeit ihr Brot verdienen. :rolleyes:

  • Faktisch gehts hier gerade einfach nicht anders


    faktisch kann man auch mehr leute einstellen, oder ?


    besser der staat zahlt dem arbeitgeber dafür eine art "aufwandsentschädigung", für gestiegene verwaltungskosten und infrastruktur, als dass er sittenwidrige löhne mit ergänzenden sozialleistungen (aufstocker) für den arbeitsmarkt attraktiv macht.


    gruß baku

  • Faktisch gehts hier gerade einfach nicht anders


    faktisch kann man auch mehr leute einstellen, oder ?


    Hier bei uns im Speziellen gerade absolut nicht möglich. Prinzipiell stimme ich aber durchaus zu - wenn es einem Unternehmen planungstechnisch und finanziell denn auch möglich ist. Es gibt halt im wahren Leben immer wieder Unwägbarkeiten, die man nicht so ohne weiteres "gedeckelt" bekommt.
    Faktisch wäre hier die einzige sinnige Antwort Zeitarbeit gewesen, aber da findet man hier überhaupt nicht die Leute, die wir hier gebrauchen könnten. Der Bedarf an Informatikern lässt sich hier z.B. nicht mit Personaldienstleistern befriedigen. Du könntest 5000 Lottolos-Callcenter-Burnoutfälle rekrutieren, aber sowas wäre hier absolut geschäftsschädigend...


    Zitat

    besser der staat zahlt dem arbeitgeber dafür eine art "aufwandsentschädigung", für gestiegene verwaltungskosten und infrastruktur, als dass er sittenwidrige löhne mit ergänzenden sozialleistungen (aufstocker) für den arbeitsmarkt attraktiv macht.

    Zitat

    Zitat


    Naja, ist halt auch eine Art von Subvention. Das setzt voraus, daß man auch von einer langfristig gleichbleibenden Geschäftslage ausgeht.
    Ansonsten würde man entweder "Ãœberbrücker-Zeitarbeit" finanzieren, die Boomspitzen bei Unternehmen abdeckt, oder man würde dauerhafte Arbeitsplätze gegenfinanzieren, die in der Wirtschaft aber nicht dauerhaft gebraucht würden...
    ...das erinnert mich dann an die alten Bilder aus dem kommunistischen Rumänien, wo sieben Verkäuferinnen einen völlig leeren Supermarkt verwalten, der nur einmal die Woche mit ein, zwei Paletten Ware beschickt wurde.

  • Mmh... stimmt wohl. Mir fehlt nur gerade gedanklich einfach der Hebel, den man ansetzen müsste, um tatsächlich einen bundesweiten Generalstreik aller "Ehrenamtlichen" zu initiieren...


    mir auch, und "hebel" im sinne von kraftdynamischen proportionen ist ebenso genau das richtige wort.


    ich bin noch ratlos.
    das problem ist erkannt, aber die lösung liegt nicht auf der hand.


    baku, der dilettantische dichter ohne lichter ...


  • Naja, ist halt auch eine Art von Subvention. Das setzt voraus, daß man auch von einer langfristig gleichbleibenden Geschäftslage ausgeht.
    Ansonsten würde man entweder "Ãœberbrücker-Zeitarbeit" finanzieren, die Boomspitzen bei Unternehmen abdeckt, oder man würde dauerhafte Arbeitsplätze gegenfinanzieren, die in der Wirtschaft aber nicht dauerhaft gebraucht würden...
    ...das erinnert mich dann an die alten Bilder aus dem kommunistischen Rumänien, wo sieben Verkäuferinnen einen völlig leeren Supermarkt verwalten, der nur einmal die Woche mit ein, zwei Paletten Ware beschickt wurde.


    ergänzende leistungen nach SGB II wirken auch wie eine subvention, nur in die falsche richtung.
    mein vorschlag stellt ganz andere weichen ...

  • (Hervorhebungen durch mich)


    In diesen beiden Worten liegt Problem wie Lösung: Wertschätzung und Zwang.


    Die Wertschätzung haben wir in die Hände eines wirtschaftlichen Systems gelegt.
    Den Zwang, oder besser, dass Recht zur Ausübung, legten wir in die Hände unserer Politiker.


    An diesem Punkt der Entwicklung, Menschen werden zur Arbeit gezwungen, wird deutlich, dass auf der einen Seite der Gesellschaft, eine Schicht steht, die beinahe
    Rechtlos, als Pool geringqualifizierter, oder schlimmer als Parasiten "gehalten" wird.
    Demgegenüber steht eine kleine Zahl von Profiteuren, die sich die Erfolge Deutschlands bezahlen lassen.


    Arbeitslosigkeit wird hart bestraft.
    Man vergleiche mal übliche Bewährungsauflagen mit den Verhaltensmaßregeln für Hartz-IV-Empfänger.


    Neben diesen ca 10%igen Teil der Bevölkerung ohne Arbeit, haben wir den großen produktiven Teil der Bevölkerung. Arbeitende Menschen.
    Und auch diese sind Zwängen unterworfen, die direkt mit ihrem Arbeitsplatz zu tun haben, und sich dementsprechend auswirken.
    Familienväter wissen, wie schwierig es geworden ist, eine Familie zu ernähren.
    Unter einer geschickten "Führung" der Emanzipation, neben den "ganz normalen" wirtschaftlichen Zwängen, ist das selbst den mittlerweile hart arbeitenden Müttern klar geworden.
    Auch hier also: wenig "Wertschätzung"
    Wie dem auch sei; den Menschen im Land wird allmählich klar, dass Hartz-IV zu einer Bestrafung geworden ist, die auch sie schneller als geglaubt ereilen kann.
    Das auch Sie bald aufgenommen werden in den Kreis der Menschen, die nicht arbeiten.


    Wie auch immer deutlicher wird, dass der gemeine Hartz-IV-Empfänger nicht der Jogginghosentragende, Biertrinkende, Kinder schlagende Sozialversager ist, zu dem er gemacht wurde, um ihn öffentlich anerkannt bestrafen zu können.
    Jedem über 40 in Deutschland ist klar, dass sein Job nicht sicher ist.
    Und um der Bestrafung zu entgehen, ist man zu vielen Einbußen bereit.
    Wie weit diese Einbußen gehen wird klar, wenn man in finanziellen Regionen angekommen ist, die ein "Aufstocken" (zum Existenzminimum!) nötig machen.


    Die Freuden derer, die von diesem "Wirtschaftssystem" ganz wunderprächtig leben,
    will ich hier nicht näher ausführen, kenne sie auch nur aus der Peripherie.


    In diesem Spiel aus Wirtschaft und Gesellschaft, die gegensätzliche Standpunkte eingenommen haben, wird nun die Politik wichtig, die die Regeln für diesen "Gesellschaftskampf" vorgibt und deren Durchsetzung überwacht.
    Da nun, in den vergangenen beiden Jahrzehnten, deutlich wurde, dass der Zwang zwar ein probates Mittel darstellt die Produktivität zu erhöhen, also gut für die Wirtschaft ist,
    hat sich ebenso herausgestellt, dass dieser Zwang sich nicht förderlich für eine Gesellschaft herausstellt. Finanziell nicht, Zwischenmenschlich nicht.
    Kurz: Ein Irrweg. (ein teuerer, wie sich für ein Land, dass so stark auf Innovation, also auf Bildung angewiesen ist, wie Deutschland)
    Aber eben nur teuer für eine Gesellschaft.
    Nicht für jene die ihre elitären Bezüge mit Quartalszahlen erklären.
    Die haben in jedem Quartal soviel, das die Wirtschaft jederzeit zusammenbrechen könnte.
    Das "Nach mir die Sinnflut" ist für diese "vorfinanziert"...


    Komme ich zur Lösung:
    Zwang
    Und zwar zur Solidarität!
    Wertschätzung
    Und zwar für jeden einzelnen, arbeitet er/sie nun oder nicht.


    Ein Aufgabe für unsere Politiker. Dafür werden sie bezahlt (von uns den Bürgern)
    Allerdings werden diese darüber hinaus auch aus der Wirtschaft bezahlt.
    Ein deutliches Indiz dafür, dass die Konzepte zur Abwehr von Arbeitslosigkeit seit Jahrzehnten so gehandhabt werden, wie sie gehandhabt werden, ohne dass dabei irgendwelche Erfolge zu erkennen wären.
    Und Nein! Hunderttausende in Kurzarbeit, in "Weiterbildungen", in Praktika, in Aufstockerjjobs, etc. zu schicken hat zwar die Statistiken geschönt, nicht aber die Umstände für die betroffenen Arbeiter verbessert...(für einige wenige derweil wurden die Umstände besser)


    Es ist das "Versagen" der Politiker, die in diesem Land zu Politikverdrossenheit führt.
    Was aber, wenn das "Versagen" gar keines ist?


    Dann erklärt sich vieles...


  • Wie auch immer deutlicher wird, dass der gemeine Hartz-IV-Empfänger nicht der Jogginghosentragende, Biertrinkende, ...... Sozialversager ist, zu dem er gemacht wurde, um ihn öffentlich anerkannt bestrafen zu können.


    doch, der bin ich ...
    strafe ist dennoch überflüßig.


    gruß baku

  • Von wegen! Auf die Knie, Pursche! :whip:


    jogginghosen außerhalb von sportplätzen sind bequem und schick, saufen und kiffen tue ich auch gerne, ebenso wie die "arbeitende" bevölkerung.


    so what ?


    gruß baku