die hässliche fratze des deutschen kapitals

  • "Die staatliche Politik hat sehr wohl diese Entwicklung massiv unterstützt. Sie hat mit der Verweigerung flächendeckender Mindestlöhne wie bei unseren Europartnern, mit der staatlichen Förderung eines wuchernden Niedriglohnsektors und mit ständiger Verunsicherung der Verbraucher in Bezug auf die Entwicklung der Gesundheits- und Rentensysteme erheblichen Einfluß genommen. Die Aufstockregelung bei Hartz IV hat es den Unternehmen ermöglicht, die Arbeitskosten zusätzlich zu senken und ihre Mitarbeiter auf die ergänzende staatliche Hilfe zu verweisen. Das miserable deutsche Schulsystem und die fehlende Integration der Immigranten hat ein Subproletariat auf Niedrigstlohnniveau herbeigeführt, wenn es überhaupt Arbeit findet. Die Verlagerung deutscher Jobs ins Ausland wurde staatlich durch Anrechnung der Investitionskosten bei der Steuer gefördert. Deutschland ist so zum egoistischen Pariah innerhalb der Eurozone geworden, zum unsolidarischen Ausbeuter falscher Spielregeln. Die massive Erhöhung der Mehrwertsteuer ab 2007 traf die Importe aus der Eurozone, nicht aber die Exporte dorthin.
    "


    -> Informationsportal Globalisierung - Standort Deutschland - Neoliberalismus - Rundbriefe, Joachim Jahnke


    Deshalb sind die euroländer sauer!
    Das deutsche kapital mit tatkräftiger unterstützung der neoliberalen (berater&experten-) fraktiongeriert sich seit 20 jahren als schwarzes euroloch in euroland. Die exportüberschüsse sind verluste der anderen euroländer. 2/3 der deutschen exportweltmeisterschaft geht zu lasten der nachbarn.


    Nun wird griechenland empfohlen "deutscher" zu werden, das soll der königsweg aus der krise sein - in wirklich würde dies in einer abwärtsspirale münden. Denn folgten alle euroländer dem deutschen beispiel, wäre der "wettbewerbsvorteil" dahin, die exporte sinken, der darniederliegnde hiesige binnenmarkt wäre keine hilfe. Lösung: hierzulande noch weiter die löhne senken, usw usf Das nützt niemandem, der von seinem lohn leben muss.


    Deshalb muß deutschland aus der eurozone geworfen werden und der euro abgewertet werden - oder deutschland kommt von diesem asozialen trip endlich herunter und wird europäischer!



    PS: Ekelhaft dabei ist das ignorant-nationalistische rauschen im deutschen blätterwald und die ignoranz der politiker.

    2 Mal editiert, zuletzt von ahead ()

  • RIGHT OR WRONG -MY COUNTRY !

    Wir profitieren doch von der immer noch starken Wirtschaft in unserem Lande !

  • RIGHT OR WRONG -MY COUNTRY !

    Wir profitieren doch von der immer noch starken Wirtschaft in unserem Lande !


    die Einnahmen aus Exporten bedingen Ausgaben bei denen, die importieren.
    Das wäre kein Problem, sofern es ein geschlossener Wirtschaftskreislauf wäre. Blöderweise werden permanent riesige Geldmengen entnommen.
    Zum horten, zocken etc.
    Wenn also unsere Exporte nicht mehr bezahlt werden können, stehen wir ziemlich blaß da. So wie z.Zt.
    Wichtig ist, daß der Binnenmarkt funktioniert. Soll meinen: Geld + Arbeit für alle. Und genau da scheitern regelmäßig unsere Politbarden.
    In meinen Augen ist das so gewollt.


  • ...
    Deshalb muß deutschland aus der eurozone geworfen werden und der euro abgewertet werden - oder deutschland kommt von diesem asozialen trip endlich herunter und wird europäischer!



    PS: Ekelhaft dabei ist das ignorant-nationalistische rauschen im deutschen blätterwald und die ignoranz der politiker.


    Es genügt völlig die Binnennachfrage zu erhöhen, Mindestlöhne über 8,00 Euro einzuführen und überhaupt das Lohnniveau wieder anzuheben, die Gewerkschaften zu stärken und den Niedriglohnsektor erheblich abzubauen ,damit die Nachbarn wieder besser konkurrieren können. Finde es ausgesprochen amüsant, dass das Ausland uns jetzt dazu zwingt. Nur weiter so. ^^


  • Wir profitieren doch von der immer noch starken Wirtschaft in unserem Lande !



    Die deutsche Wettberbsfähigkeit sichert deutsche Arbeitsplätze. Langfristig freilich soll eine Außenwirtschaftbilanz ausgeglichen sein.

  • Es genügt völlig die Binnennachfrage zu erhöhen, Mindestlöhne über 8,00 Euro einzuführen und überhaupt das Lohnniveau wieder anzuheben, die Gewerkschaften zu stärken und den Niedriglohnsektor erheblich abzubauen ,damit die Nachbarn wieder besser konkurrieren können. Finde es ausgesprochen amüsant, dass das Ausland uns jetzt dazu zwingt. Nur weiter so.



    Die wollen uns, ihrer Konkurrenz einen Arm auf den Rücken binden, nachdem wir uns eben erst durch Hartz 4 entfesselt haben.
    "Es ist absurd, daß wir schwächer werden sollen, damit die Schwäche der Franzosen nicht auffällt." hab ich eben so nebenbei von einem Redner im Bundestag gehört.

    Einmal editiert, zuletzt von Stillicho ()

  • Die wollen uns, ihrer Konkurrenz einen Arm auf den Rücken binden, nachdem wir uns eben erst durch Hartz 4 entfesselt haben.
    "Es ist absurd, daß wir schwächer werden sollen, damit die Schwäche der Franzosen nicht auffällt." hab ich eben so nebenbei von einem Redner im Bundestag gehört.



    Immerhin bekommen sie ja dafür auch genug Munition geliefert. Nicht nur von Heiner Flassbeck. Und schließlich ist ja auch etwas drann. Was nützt es "uns" die Nachbarn nieder zu konkurrieren ? Wenn wir das geschafft haben, können diese unsere Waren nicht mehr bezahlen. Wovon denn ? Und damit beißt sich die Katze exporttechnisch in den Schwanz.

  • Immerhin bekommen sie ja dafür auch genug Munition geliefert. Nicht nur von Heiner Flassbeck. Und schließlich ist ja auch etwas drann. Was nützt es "uns" die Nachbarn nieder zu konkurrieren ? Wenn wir das geschafft haben, können diese unsere Waren nicht mehr bezahlen. Wovon denn ? Und damit beißt sich die Katze exporttechnisch in den Schwanz.



    Die Bäume wachsen schon nicht in den Himmel für uns. Sie werden genötigt sein nachzuziehen. Das war alles schon bei der Einführung des Euro bekannt. Ohne den sauren Apfel Hartz 4 und die damit verbundene Entblockierung des Arbeitsmarktes hätten wir heute 6 Mio Arbeitslose und wären in der gleichen Lage wie Frankreich. Die Gesetze der Ökonomie lassen sich eben nicht überlisten. Ihre Mühlen malen langsam, malen aber schrecklich klein.

  • Immerhin bekommen sie ja dafür auch genug Munition geliefert. Nicht nur von Heiner Flassbeck.



    Ein übriggebliebener keynesianischer Kreislaufspengler. "On the long run wie all are dead."
    Langfristig muß solide gewirtschaftet werden. Ein- und Ausgaben müssen im Lot bleiben. Nur was gespart wird, kann auch investiert werden. Alles andere (z.B Zwangssparen per Inflation) bringt den ganzen Allokationsmechanismus durcheinander und führt zu den erlebten Konvulsionenen.

  • Ein übriggebliebener keynesianischer Kreislaufspengler. "On the long run wie all are dead."
    Langfristig muß solide gewirtschaftet werden. Ein- und Ausgaben müssen im Lot bleiben. Nur was gespart wird, kann auch investiert werden. Alles andere (z.B Zwangssparen per Inflation) bringt den ganzen Allokationsmechanismus durcheinander und führt zu den erlebten Konvulsionenen.


    Ich glaube die Kreislaufspengler haben gerade wieder gewaltig Zulauf und die Schonzeit für die Gleichgewichtsgestörten hat ein Ende..*gg

  • Die Bäume wachsen schon nicht in den Himmel für uns. Sie werden genötigt sein nachzuziehen. Das war alles schon bei der Einführung des Euro bekannt. Ohne den sauren Apfel Hartz 4 und die damit verbundene Entblockierung des Arbeitsmarktes hätten wir heute 6 Mio Arbeitslose und wären in der gleichen Lage wie Frankreich. Die Gesetze der Ökonomie lassen sich eben nicht überlisten. Ihre Mühlen malen langsam, malen aber schrecklich klein.


    Ich bin mir da ganz und gar nicht so sicher wie Du, ob wir ohne Hartz 4 sechs Millionen Arbeitslose hätten, aber zugegebenermaßen bin ich kein Ökonom, ich habe inzwischen nur vieles gelesen. Das schlimme an den Wirtschaftswissenschaftlern ist, dass sie immer nur im nachhinein die Dinge erklären können und die einzelnen Theorien immer nur hergenommen werden, wenn sie gerade mal zur Situation passen. So kann man das mit den sechs Millionen Arbeitslosen nur glauben - oder auch nicht.


    Irgendwie ist es doch logisch, dass die Handelspartner sich angleichen müssen, sonst ist der eine irgendwann nur am produzieren und der andere am konsumieren, bis ihm die Knete ausgeht. Wenn das auch noch auf der Basis des Dollar geschieht sieht der Produzierende dabei gar nicht so gut aus, weil durch den Dollarverfall die Werte die er produziert immer schön vernichtet werden. Hätte er also nicht langfristig sogar mehr davon, wenn er die Werte ein bisschen mehr selbst konsumiert ? Wäre das nicht nachhaltiger ?

  • Ich bin mir da ganz und gar nicht so sicher wie Du, ob wir ohne Hartz 4 sechs Millionen Arbeitslose hätten, aber zugegebenermaßen bin ich kein Ökonom, ich habe inzwischen nur vieles gelesen. Das schlimme an den Wirtschaftswissenschaftlern ist, dass sie immer nur im nachhinein die Dinge erklären können und die einzelnen Theorien immer nur hergenommen werden, wenn sie gerade mal zur Situation passen. So kann man das mit den sechs Millionen Arbeitslosen nur glauben - oder auch nicht.


    Irgendwie ist es doch logisch, dass die Handelspartner sich angleichen müssen, sonst ist der eine irgendwann nur am produzieren und der andere am konsumieren, bis ihm die Knete ausgeht. Wenn das auch noch auf der Basis des Dollar geschieht sieht der Produzierende dabei gar nicht so gut aus, weil durch den Dollarverfall die Werte die er produziert immer schön vernichtet werden. Hätte er also nicht langfristig sogar mehr davon, wenn er die Werte ein bisschen mehr selbst konsumiert ? Wäre das nicht nachhaltiger ?




    Seit wann ist "Wirtschaft" eine Wissenschaft? :biggrin:
    Selbst der Nobelpreis wurde dieser sog. Wissenschaft angepasst.
    Ansonsten d'accord. :thumbsup:


    mfg

  • Die Bäume wachsen schon nicht in den Himmel für uns. Sie werden genötigt sein nachzuziehen. Das war alles schon bei der Einführung des Euro bekannt. Ohne den sauren Apfel Hartz 4 und die damit verbundene Entblockierung des Arbeitsmarktes hätten wir heute 6 Mio Arbeitslose und wären in der gleichen Lage wie Frankreich. Die Gesetze der Ökonomie lassen sich eben nicht überlisten. Ihre Mühlen malen langsam, malen aber schrecklich klein.



    Wen ich mir das Thema dieses Threads ansehe, die griechische Wirtschaftskrise, die Schwellenländer, die auch was vom EU-Kuchen abhaben wollen, dann sehe ich schwarz für die EU.

    Die Eu wird immer mehr versuchen, die Wirtschaft zu steuern und zu regulieren.
    Es läuft auf eine riesige Planwirtschaft hinaus.

    FINIS GERMANIAE

  • RIGHT OR WRONG -MY COUNTRY !

    Wir profitieren doch von der immer noch starken Wirtschaft in unserem Lande !



    Right: Your country
    Wrong: Was ich jeden Tag aufs neue darueber erfahre.

    Frage: Wer ist dieses WIR das von einer starken Wirtschaft profitiert?

    Du bist okay Jörg, das kann ich aus der Entfernung sehen.
    Aber du entschuldigst zuviel vom Gemauschel der Politik und Wirtschaft weil es dich einfach nicht erreicht hat.
    My country is right or wrong, da passt kein Blatt Papier dazwischen.
    Und wenn es wrong ist, dann sage ich das, auch wenn es mich persoenlich nicht betrifft.

    Du bist zu nett zu deinem country; :whip:

    :brazil:


  • ein guter freund ist der, der einem die wahrheit sagt.
    ein schlechter freund ist der, der einem nach dem mund redet.


    lg baku

  • Die Gesetze der Ökonomie lassen sich eben nicht überlisten. Ihre Mühlen malen langsam, malen aber schrecklich klein.



    Die Gesetze der Ökonomie...
    Wer hat die geschrieben?
    Kurz, stillicho, welcher "Gesetzgeber" hat sich dieses Kartenhaus erdacht, das auf jaehrlichem Wachstum bei limitierten Resourcen basiert?
    Die Gesetze der Ökonomie...
    Stand da nicht auch einmal Tauschhandel im Grundgesetz???
    Wurde danach aus praktischen Gruenden das "Gesetz" nicht geaendert?

    Aber heute ist alles final festgeschrieben, im Gesetz????!!!
    Was du mir hier erzaehlen willst, ist dass da ein Zug fuehrerlos auf die Endstation zurast. Sorry, als zahlender Gast kann ich das nicht als gegeben hinnehmen.
    :cornut:

    PS: off topic: Ich habe easy gebeten uns einen SchachRaum einzurichten.
    Dich moechte ich dort mit allem Respekt als Ersten treffen.
    Relaxt, all in good time - und no computer! Nur wir hier. Freue mich schon darauf einen Ästheten und Literaten am Brett zu treffe. Bis dann also :reddevil:

  • Die Gesetze der Ökonomie...
    Wer hat die geschrieben?
    Kurz, stillicho, welcher "Gesetzgeber" hat sich dieses Kartenhaus erdacht, das auf jaehrlichem Wachstum bei limitierten Resourcen basiert?
    Die Gesetze der Ökonomie...
    :reddevil:



    Das sind die gleichen Leute, die vorgeben, dass "Ökonomie" eine Wissenschaft ist..........

    Eine Lachnummer...


    mfg

  • die Einnahmen aus Exporten bedingen Ausgaben bei denen, die importieren.
    Das wäre kein Problem, sofern es ein geschlossener Wirtschaftskreislauf wäre. Blöderweise werden permanent riesige Geldmengen entnommen.
    Zum horten, zocken etc.
    Wenn also unsere Exporte nicht mehr bezahlt werden können, stehen wir ziemlich blaß da. So wie z.Zt.
    Wichtig ist, daß der Binnenmarkt funktioniert. Soll meinen: Geld + Arbeit für alle. Und genau da scheitern regelmäßig unsere Politbarden.
    In meinen Augen ist das so gewollt.


    Man stünde hier nicht nur blaß da, sondern müsste auch, um ein auseinderbrechen der eurozone zu verhindern, mit steuergeldern eingreifen - s. griechenland.
    Man subventioniert quasi die exportfirmen für exporte in die in not geratenen länder (bsp export nach griechenland ca 8 mrd importe aus griechenland ca 2 mrd - mit der sparpolitik zementiert man hier die katastrophalen verhältnisse mit steuereinnahmen hierzulande - wie war das nochmal mit dem steuernsenken bei der fdp????)

  • Die deutsche Wettberbsfähigkeit sichert deutsche Arbeitsplätze. Langfristig freilich soll eine Außenwirtschaftbilanz ausgeglichen sein.


    Sichert sie wirklich "deutsche" arbeitsplätze? Oder doch eher chinesische?


  • Die Bäume wachsen schon nicht in den Himmel für uns. Sie werden genötigt sein nachzuziehen. Das war alles schon bei der Einführung des Euro bekannt. Ohne den sauren Apfel Hartz 4 und die damit verbundene Entblockierung des Arbeitsmarktes hätten wir heute 6 Mio Arbeitslose und wären in der gleichen Lage wie Frankreich. Die Gesetze der Ökonomie lassen sich eben nicht überlisten. Ihre Mühlen malen langsam, malen aber schrecklich klein.


    Heute gibt es hierzulande annähernd 6 mio arbeitslose:
    Nach den "gesetzen" der ökonomie ist es allerdings kaum erstrebenswert, diejenigen, denen man die eigenen waren verkaufen möchte, ebenfalls in die sparfalle zu zwingen - wer soll die schönen hierzulande billig produzierten waren im ausland erstehen, wenn dort die löhne sinken wie hier? Diese lägen dann hier auf halde, und wenn die halde voll ist, gibts vielleicht noch kurzarbeitergeld um die statistik zu schönen und dann steigt die arbeitslosigkeit.
    Oder man subventioniert den lohn einerseits und den profit andererseits aus steuermitteln um noch billiger zu werden als die schon billiger gewordenen nachbarn, denn der wettbewerb und der export ist was glücklich macht. Fragt sich was eine derartige subventionierte wirtschaft denn noch mit der hochgelobten "freien marktwirtschaft" zu tun hat?