die hässliche fratze des deutschen kapitals

  • Na, das schreibst Du so einfach. Da kann man ja gar nicht widersprechen. Aber auch hier (wie im Militärthread): mir grausts immer so ein bisschen vor diesen Weltregierungshoffnungen. Die ganze Welt: ein vielschichtiges Unternehmen.


    Außer wir organisieren das beispielsweise nach deutschem Muster, will sagen: Bund, Land, Kommune. Auf diese Weise, so meine Hoffnung, ließen sich globale Notwendigkeiten mit lokalen Besonderheiten sinnvoll in Einklang bringen.


    Eines scheint mir sicher: wenn wir weiter die Völker ausbeuten und hemmungslos endliche Ressourcen verbrauchen, werden wir scheitern.


  • von meinetwegen ca. 10 Mll. sollten überwacht werden. Besser: eingezogen. Kurz gegoogelt:
    [url=http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,540096,00.html]"Forbes"-Ranking: Weiblich und milliardenschwer - die reichsten Frauen der Welt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft[/url]
    Mit diesem Kapital können diese Leute eine Marktwirtschaft wie die der BRD durchaus zerstören.

  • [quote='Peddargh','http://politopia.de.w018f524.kasserver.com/forum/index.php?thread/&postID=75702#post75702'][/I]



    Schöner Dialog, der eigentlich alles aufzeigt.

    Und schöner Artikel - Chapeau ! :wink5:

    Die letzten Absätze sehe ich eigentlich etwas anders.
    Ich bin immer noch der Meinung, dass die freie Marktwirtschaft das kleinere Ãœbel ist.

    70 % Marktwirtschaft und 30 % Staatliche Regulierung / Kontrolle wären ungefähr mein Ideal.

    Wie ich schn sagte, die Marktwirtschaft sollte aus verantwortungsvollen Unternehmern bestehen, nicht aus anonymen Aktiengesellschaften mit bezahlten Flaschen ("MENETSCHERN"), die nur an die kurzfristige Gewinnmaximierung denken.

    Jetzt könntest du sagen: "Träum weiter Junker !"

    Da hast du vielleicht recht aber der Traum vom Sozialismus / Kommunismus ist noch utopischer - und gefährlicher.

    Unterstelle dir damit nicht solche Träume :wink5:

  • Es gibt ein Problem, dass wird auch hier von vielen in NAIVSTER Weise ignoriert. Das ist die Ãœberbevölkerung. Gäbe es nur eine Weltpopulation von ca. 2 Milliarden, wäre die ethnische und kulturelle Vielfalt auch gewährleistet und es wären genug Ressourcen für alle da. Bin aber kein Maltusianer !


    Machen wir alle reich, dann sinkt sicher die Geburtenrate und wir bewegen uns wieder auf zwei mrd. Menschen zu. Dumm nur, daß das weitgehend Greise sein werden. Am Ende so einer Entwicklung hilft auch Viagra nicht mehr. Abgesehen davon: welche der derzeit überzähligen fünf mrd. Menschen sollen wann von wem auf welche Weise stillgelegt werden? Der letzte Großversuch dieser Sorte fand in Deutschland statt, war verbrecherisch ohne Ende und ist bekanntlich total gescheitert.


    Außerdem werden auch bei zwei mrd. Menschen die Ressourcen eines Planeten irgendwann erschöpft sein, und zwar lange bevor Sol zur Nova wird oder die Milchstraße mit Andromeda kollidiert.


    Laßt uns doch ein paar Planeten besiedeln. Bei der Gelegenheit kann sich auch jede Religion einen eigenen Gestaltungsbereich aussuchen ohne dabei den jeweils anderen an Stellen zu kratzen, an denen es ihn gar nicht juckt. Und Rohstoffe gibt's dann auch satt, vielleicht sogar welche, die noch keiner auf der Erde kennt und die uns vielleicht helfen, eines Tages tatsächlich eine nachhaltige und ressourcenerhaltende Wirtschaft installiert zu haben.


    Und einen Planeten reservieren wir für Stillicho. Dann kann unser Nationalökonom beweisen, wie weit er und die seinen mit den eigenen Vorstellungen kämen. Ich wette 1:1000, daß er umfassend scheiterte.

  • Ich glaube die Kreislaufspengler haben gerade wieder gewaltig Zulauf und die Schonzeit für die Gleichgewichtsgestörten hat ein Ende..*gg



    Notgedrungen, es handelt sich um eine Ausnahme und Notstandsökonomie. Das hat man lange Zeit vergessen und gemeint, man könne Keynes auf jeden Wald und Wiesenabschwung anwenden, als Entschuldigung und Ausrede für das süße Rauschgift überhöhter Staatsausgaben. Jetzt, wo man defizit spending richtig nötig hätte, sind die Instrumente stumpf geworden. Die Effekte werden durch Ängste vor Staatsbankrotten und inflationärer Entschuldungen konterkariert.

  • Ich bin mir da ganz und gar nicht so sicher wie Du, ob wir ohne Hartz 4 sechs Millionen Arbeitslose hätten, aber zugegebenermaßen bin ich kein Ökonom, ich habe inzwischen nur vieles gelesen. Das schlimme an den Wirtschaftswissenschaftlern ist, dass sie immer nur im nachhinein die Dinge erklären können und die einzelnen Theorien immer nur hergenommen werden, wenn sie gerade mal zur Situation passen.



    Man kann mehr erklären, als du vielleicht für möglich hältst. Dazu muß man freilich rechtzeitig genug Informationen haben, um die Lage richtig einschätzen zu können. Weil aber aus Informationsvorsprüngen große Vermögen gemacht werden können, sind gewöhnlich alle relevanten Informationen immer erst nach dem Spiel verfügbar.
    Immerhin habe ich im Sommer 07 alle meine Aktien (u.a. Hypo real Estate) mit Gewinn verkauft und bin in diesem Frühjahr bei niedrigen Kursen wiedereingestiegen. Als Ökonom konnte ich mir immerhin aus den wenigen Informationsbausteinen damals ein einigermaßen zutreffendes Bild dahingehend machen, daß es ratsam sei, sich von Aktiien zu trennen

    Einmal editiert, zuletzt von Stillicho ()


  • Und einen Planeten reservieren wir für Stillicho. Dann kann unser Nationalökonom beweisen, wie weit er und die seinen mit den eigenen Vorstellungen kämen. Ich wette 1:1000, daß er umfassend scheiterte.




    Besiedlung des Weltalls mit vereinter Kraftanstrengung aller Erdlinge, da gebe ich dir Recht, wäre machbar. Als alter SF -Enthusiast bin ich dabei !

    Obige Wette: Ich halte dagegen :wink5:

  • 1. Angst vor einer "Weltregierung"
    Das hieß bisher Globalisierung und war das Allzweckheilmittel für die internationale Wirtschaft.

    Also die Basics sollte man schon auseinanderhalten. In diesem Fall zwischen regierung und Unternehmen.


    Seit dem wissen wir (Arbeiter) dass wir mit Löhnen in China, Taiwan, Indien etc. konkurieren müssen. Und auch wenn es durch billiges Öl, Kinderarbeit, und anderer Faktoren kostengünstiger ist ein paar Turnschuhe in China produzieren zu lassen, die daraus erzielten Mehreinnahmen wirkten sich nicht auf den Preis von Sportpuschen aus.

    Was denkst Du eigentlich, warum die hier "Sportpuschen" für 20/30 € kaufen kannst ? Ein absurder Preis.
    Hier angefertigte Schuehe kosten regelmässig mehr als 100 € / Paar.

    Man hat also gut an der Globalisierung verdient.

    Wenn man daran nicht verdienen würde, würde sie garantiert nicht stattfinden. Warum auch ?

    Es wird gerne behauptet, dass die Globalisierung den "Wohlstand" auch in die armen Länder getragen hätte. (Die Qualität dieses Wohlstands sollte an anderer Stelle diskutiert werden...) Doch genau das sorgt dafür, dass sich Arbeit auch in diesen Ländern die Sklaverei, Kinderarbeit, etc. betreiben entwickeln wird.

    Wenn es in einem Land möglich ist, Kinder arbeiten zu lassen, dann auch ohne Globalisierung.
    Auf vielfachen Druck gibt es ja bereits einige Unternhemen, die darauf achten (fair trade), aber es beisst sich natürlich teilweise mit der ebenfalls erhobenen Forderung, nicht in die inneren Angelegeheiten fremder Staaten / Kulturen einzugreifen (=Imperialismus).

    Die Globalisierung verlangt also zwingend nach einer Weltwirtschaftsordnung.

    Blanke Behauptung. Sie verlangt nach Instrumenten, gegensätzliche Gepflogenheiten in Einklang zu bringen (Zahlung, Vertrag). "Zwingend" ist im Handel erstmal gar nichts. Es hängt von den Ordnungen innerhalb der beteuiligten Länder ab.
    Um es zu vereinfachen, kann man ein (Rechts-)System darübersetzen.

    Genau an diesem Punkt verschwindet das Wortkonstrukt "Globalisierung".
    Eine Wirtschaft die die Welt ausbeutet, das ganze Globalisierung nennt, ist also vollkommen in Ordnung. Der Ruf aber nach einer globalisierten Wirtschaftsregelung aber ist Teufelswerk.

    Auch zu pauschal. Einerseits wollen international operierende Unternehmen (natürlich) möglichst wenig Beschränkungen. Andererseits wollen sie einfache übernationale Rechtssysteme (ähnlich einem Abschaffen der Visumpflicht, als Vergleich).
    Um eine "Ausbeutung" kommt man bei Deiner Definition, dass jedwedes geldverdienen am internationalen Handel Ausbeutung ist, nicht herum. Soweit es Naturschätze betrifft kommt man überhaupt nicht drum herum.

  • Die Bäume wachsen schon nicht in den Himmel für uns. Sie werden genötigt sein nachzuziehen. Das war alles schon bei der Einführung des Euro bekannt. Ohne den sauren Apfel Hartz 4 und die damit verbundene Entblockierung des Arbeitsmarktes hätten wir heute 6 Mio Arbeitslose und wären in der gleichen Lage wie Frankreich. Die Gesetze der Ökonomie lassen sich eben nicht überlisten. Ihre Mühlen malen langsam, malen aber schrecklich klein.


    Wir haben weit mehr als sechs mio Arbeitslose!!! Wären die Statistiken ehrlich, könntest Du es nachlesen, so mußte halt mal nachdenken, und zwar ohne Lehrbuch.

    Kurz: H4 hat da gar nichts mit zu tun. H4 spaltet die Gesellschaft*, fördert absolutistische Strukturen und ist eines der kontraproduktivsten Instrumente überhaupt. Die Nummer mit der Würde lasse ich mal aus an dieser Stelle.


    Die Gesetze der Ökonomie sind menschengemacht. Ergo kann man sie neu definieren. Totale Markttransparenz beispielsweise herrscht doch auch nicht, ein wichtiges Postulat der ökonomischen Gesetze. Sag doch mal was dazu bitte.


    *: Divide et impera. Seit Jahrtausenden ein probates Mittel der Mächtigen. Allerdings braucht es dazu die Stillichos, denn es muß umgesetzt werden.
    :yikes:

  • Man kann mehr erklären, als du vielleicht für möglich hältst. Dazu muß man freilich rechtzeitig genug Informationen haben, um die Lage richtig einschätzen zu können. Weil aber Informationsvorsprünge der geistige Stoff sind, aus dem große Vermögen gemacht werden können, sind gewöhnlich alle relevanten Informationen immer erst nach dem Spiel verfügbar.
    Immerhin habe ich im Sommer 07 alle meine Aktien (u.a. Hypo real Estate) mit Gewinn verkauft und bin in diesem Frühjahr bei niedrigen Kursen wiedereingestiegen. Als Ökonom konnte ich mir immerhin aus den wenigen Informationsbausteinen damals ein einigermaßen zutreffendes Bild dahingehend machen, daß es ratsam sei, sich von Aktiien zu trennen


    1) Sämtliche wirklich großen Vermögen stammen aus kriminellen Handlungen (Quelle: BBC). Mit Informationsvorsprüngen hat das - so wichtig sie sind - nichts zu tun.


    2) Oh Stillicho mein Held. Du wußtest also schon im Sommer 2007 was nur die ganz ganz oben erahnen konnten und was erst 2008/2009 hochkochte? Da lachen ja die Hühner. Zeig doch mal Deine Aktienabrechnungen. Bis dahin glaube ich Dir kein Wort.

  • Besiedlung des Weltalls mit vereinter Kraftanstrengung aller Erdlinge, da gebe ich dir Recht, wäre machbar. Als alter SF -Enthusiast bin ich dabei !
    Obige Wette: Ich halte dagegen :wink5:


    Du würdest verlieren, weil Stillicho jedwede soziale Intelligenz fehlt. Er ist Anhänger derer, die meinen, man könne das Leben in Programmzeilen und Lehrsätzen abbilden. Entsprechend gesichert das Scheitern.


    Ich erhöhe auf 1:10.000
    :peace2:


  • Mit meinen Äusserungen stelle ich mich häufig in die Ecke Sozialismus/Kommunismus.
    Ein Vorwurf mit dem ich leben kann.


    Um es einmal deutlich zu machen:
    Ich bin kein Gegner der freien Marktwirtschaft.
    Ich bin kein Gegner des Geldes.
    Doch aber ein glühender Kämpfer gegen den Wahnsinn, der diesem System inne wohnt.


    Und der ist gekennzeichnet durch: Korruption und Kriminalität.
    Deswegen sage ich nicht: Wir brauchen mehr Kontrolle!
    Ich sage: Wir brauchen eine funktionierende


    Wir haben nicht zu wenig Gesetze, sondern zu viele.
    Das kann man sich in jedem gerichtlichen Wirtschaftsprozeß ansehen.
    (Abgesehen von einer Unfairneß gerade in diesem Bereich. So ist dieses Recht in der Lage einen Menschen vor das wirtschaftliche Aus zu stellen wegen einer "geklauten" Maultasche, eines Leergutbons, wegen des aufladen eines Telefons, andererseits darf sich ein Mann wie Middelhoff weiterhin zur Leistungselite zählen)


    Ich halte die (soziale) freie Marktwirtschaft für so gut, dass es ein Exportschlager werden könnte, der die Rolle Deutschlands als innovativer Vorreiter festigen könnte.


    Den einzigsten (folgenschweren) Fehler in dieser unseren sozialen Marktwirtschaft sehe ich im Fehlen des sozialen. Wie im Fehlen von Politikern, die wirklich unabhängig zum Wohle des Volkes agieren/regieren.


    Hier müssen wir etwas anders machen! Und zwar zwingend! Geht es mittlerweile doch tatsächlich um das Ãœberleben der Menschheit.
    Legen wir dies in die Hände derer die am Tod so fabelhaft verdienen, und machen uns vor als hätten wir das selbst so gewählt, haben wir uns verkauft...
    Nur für was?
    Für die Freude die durch Arbeit entsteht?


    Ich fordere eine Politik, die sich am Menschen orientiert, und zwar an allen!
    Wirtschaft sollte hier nur einen Aspekt darstellen.
    Lebensqualität wird nicht am Anhäufen von wirtschaftlichen Gütern gemessen!


    Hier wäre für mich tatsächlich auch ein Konstrukt Sozialismus/Kommunismus denkbar.
    Allerdings anders als der realexistierende Kommunismus wie wir ihn aus der Sowjetunion, der DDR oder aus China(Kicher), etc. kennen.


    Eine Weltregierung könnte hier eine Menge bringen.
    Das allermeiste allerdings muß sich regional vollziehen...
    Nein, es muß individuell ein Umdenken stattfinden:
    Was aber heißt, das Begriffe wie Sozial, Kommunistisch nicht weiter als Schimpfworte begriffen werden sollten, sondern eher im Wortsinne.


    Es ist eben eine globale Welt, ein Boot in der wir alle Passagiere sind.
    Solidarität ist zu Schwach, Konkurenz zu stark.
    Das muß sich in den Köpfen der Menschen ändern.
    Dies wird ein jahrzehntelanger Prozess!
    Der aber unumgänglich ist, wollen wir als Art bestehen.


    Begreift man die Welt als Boot in dem wir alle hocken, so verwende ich eine Metapher:
    Wir sind die Passagiere der Titanic, die den Eisberg sehen.
    Die Gefahr vor Augen lassen wir uns von dem Kapitän in den Tanzsaal bitten, weil dort Gratissekt angeboten wird.
    Und das weil der Kapitän den festen Glauben hat, ein unsinkbares Schiff zu lenken.
    Ein Irrtum dem der Kapitän unterliegt, weil er vom Besuch im Tanzsaal so besoffen ist, das er tatsächlich glaubt, dass der Stahl des Schiffs fester ist als der Berg aus Eis.
    Tja, und nun rennen wir nun alle gierig in den Tanzsaal und prügeln uns um die Sektflaschen.
    Wird das Eis schmelzen bevor die Titanic auftrifft?
    Oder wäre es nicht intelligenter am Steuerrad zu drehen, um dem Unglück auszuweichen?
    Es scheint als wäre es das nicht!
    Das muß mit der Versicherungssumme zusammenhängen, die sich die Reeder schon vorm Auslaufen der Titanic haben ausbezahlen lassen.


    Kurzum: Ein gerüttelt Maß Gier in den Köpfen der Menschen muß durch ein ebenso gerüttelt Maß Solidarität ersetzt werden.
    Und das geht nicht von Heute auf Morgen.
    Vor allem nicht, wenn wir immer mehr Passagiere der Titanic in die Kesselräume schicken um noch schneller dem Eisberg zu zeigen wo Barthel den Most holt.

  • Du würdest verlieren, weil Stillicho jedwede soziale Intelligenz fehlt. Er ist Anhänger derer, die meinen, man könne das Leben in Programmzeilen und Lehrsätzen abbilden. Entsprechend gesichert das Scheitern.

    Ich erhöhe auf 1:10.000
    :peace2:



    Das ist aber eine Unterstellung. Theorie und Praxis sind zwei paar Schuhe, das weiß Stillicho auch. Es gibt immer den X-Faktor oder MURPHYs Gesetz.

    Nur , mit der Theoretischen Unterfütterung ist man in der Lage, auf unvorhergesehene Schwierigkeiten besser zu reagieren.

  • Das ist aber eine Unterstellung. Theorie und Praxis sind zwei paar Schuhe, das weiß Stillicho auch. Es gibt immer den X-Faktor oder MURPHYs Gesetz.

    Nur , mit der Theoretischen Unterfütterung ist man in der Lage, auf unvorhergesehene Schwierigkeiten besser zu reagieren.


    und man sollte wissen, was bei unseren Vorfahren falsch gelaufen ist.
    Diese sattsam bekannten Sprüche wie "römische Dekadenz" sind eher kontraproduktiv.
    Dieser Außenpolitiker hat sich selbst beschrieben.

    Einmal editiert, zuletzt von olleOlaf () aus folgendem Grund: Jörg Junker ärgern

  • Kämpfer gegen den Wahnsinn, der diesem System inne wohnt.
    Und der ist gekennzeichnet durch: Korruption und Kriminalität.
    Deswegen sage ich nicht: Wir brauchen mehr Kontrolle!

    Das ist nur ein einziger der Punkte, wo Kontrollbedürfnis einerseits und der allgemeine Wunsch nach (auch informationeller) Selbstbestimmung andererseits immer wieder ins Gehege kommen.


    Der Wunsch nach totaler Kontrolle ist ja auch uralt.

  • Also die Basics sollte man schon auseinanderhalten. In diesem Fall zwischen regierung und Unternehmen.

    Das genau diese "Basics" zu einem Ding verschwimmen beklage ich ja!


    Was denkst Du eigentlich, warum die hier "Sportpuschen" für 20/30 € kaufen kannst ? Ein absurder Preis.
    Hier angefertigte Schuehe kosten regelmässig mehr als 100 € / Paar.

    Nein, Nike, Adidas, Puma, etc. sie alle lassen in Billiglohnländern produzieren, das hat am Preis für die Treter hier nichts geändert. Geändert hat sich lediglich die Zahl derer, die In D Sportschuhe produzieren. Das sind die Premiummarken, die sich ihren Status eben auch bezahlen lassen(Werbung kostet!) Die Billigtreter für 20-30 €uronen verzichten auf diese Werbung, verzichten auf Qualität und werden hier von Leuten gekauft, die ihren Job hier verloren haben und sich ordentliche Treter nicht mehr leisten können.
    Und auch das wird dem Konsumenten angelastet.(Geiz ist geil)
    Nur das es kein Geiz ist...




    Wenn man daran nicht verdienen würde, würde sie garantiert nicht stattfinden. Warum auch ?

    Eben! Es ist das Maß des Verdienstes! Es ist richtig, dass die Globalisierung gut für die Schwellenländer, arme Länder sein kann. Sie arbeiten billiger als wir hier, was viele Faktoren hat.
    Noch ist der Verdienst durch die Globalisierung exorbitant. Aber sie gleicht die Welt eben auch an. Und dieser Prozess muß, im Sinne der Gewinnmargen so langsam ablaufen wie irgend möglich. Am besten gar nicht! Eine dritte Welt die liefert, eine erste Welt die konsumiert. Das muß aufhören und es wird aufhören! So oder so!




    Wenn es in einem Land möglich ist, Kinder arbeiten zu lassen, dann auch ohne Globalisierung.
    Auf vielfachen Druck gibt es ja bereits einige Unternhemen, die darauf achten (fair trade), aber es beisst sich natürlich teilweise mit der ebenfalls erhobenen Forderung, nicht in die inneren Angelegeheiten fremder Staaten / Kulturen einzugreifen (=Imperialismus).

    In einer globalisierten Welt sollte Kinderarbeit ausgemerzt sein! Eine einfache, vollkommen nachvollziehbare Forderung. Ausser Kraft gesetzt durch innere Angelegenheiten fremder Staaten?...
    Der Markt könnte hier ja entscheiden! Als Deutscher kaufe ich dann eben nicht mehr aus Ländern, die mit Kinderarbeit/Sklaverei arbeiten. Das funktioniert aber nur solange wie man sich diese Marktmacht leisten kann. Funktioniert aber nicht!
    Denn der Sklave, das Kind produziert die Schlappen nunmal billiger. Deshalb verlieren wir unseren Job und können uns eben nur noch die Latschen der Billiglohnländer leisten



    Blanke Behauptung. Sie verlangt nach Instrumenten, gegensätzliche Gepflogenheiten in Einklang zu bringen (Zahlung, Vertrag). "Zwingend" ist im Handel erstmal gar nichts. Es hängt von den Ordnungen innerhalb der beteuiligten Länder ab.
    Um es zu vereinfachen, kann man ein (Rechts-)System darübersetzen.


    Blanke Behauptung??? Ich behaupte die Globalisierung braucht zwingend ein Regulativ!
    Wirtschaft generell braucht dieses Regulativ. Lassen wir sie (weiter)machen wie bisher, sind die Folgen absehbar. Es sind nämlich ein paar Menschen dabei den Planeten zu verhökern. Umweltprobleme weisen deutlich daraufhin, wie gefährlich das ist.
    Und damit meine ich das Ãœberleben der Menschheit. Frei von jeglichen wirtschaftlichen Gedanken. Und auch die sollten stark genug sein, gerade im Hinblick auf die Schulden die wir unseren Kindern hinterlassen, um ein Umdenken als zwingend zu betrachten.


    Auch zu pauschal. Einerseits wollen international operierende Unternehmen (natürlich) möglichst wenig Beschränkungen. Andererseits wollen sie einfache übernationale Rechtssysteme (ähnlich einem Abschaffen der Visumpflicht, als Vergleich).
    Um eine "Ausbeutung" kommt man bei Deiner Definition, dass jedwedes geldverdienen am internationalen Handel Ausbeutung ist, nicht herum. Soweit es Naturschätze betrifft kommt man überhaupt nicht drum herum.

    Macht euch die Erde Untertan.
    Das hätten wir jetzt ja nun im ausreichendem Maße geschafft.
    Finden wir aber nicht zu einem nachhaltigen wirtschaften, mit den uns gegebenen Ressourcen, beuten wir diese weiter auf Teufel komm raus aus, wird die technologische Entwicklung das nicht mehr kompensieren können.
    Kurz: Wir sägen an dem Ast auf dem wir sitzen...

  • Das ist nur ein einziger der Punkte, wo Kontrollbedürfnis einerseits und der allgemeine Wunsch nach (auch informationeller) Selbstbestimmung andererseits immer wieder ins Gehege kommen.


    Der Wunsch nach totaler Kontrolle ist ja auch uralt.


    Um Kontrolle geht es mir gar nicht!
    Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Kontrolle, Regelungen hier nicht wirklich greifen.
    Selbstkontrolle wäre hier vielleicht ein besseres Mittel.
    Ein Umdenken eben!
    Weg von der Gier, hin zur Solidarität.
    Ein zugegeben utopischer Gedanke, aber eben ein zwingender.
    Denn: Unsere auf Konkurenz gebaute Gesellschafft wird nicht durch Konkurenz belebt, sondern getötet. Das mag man sich als deutscher Verwaltungsfachangestellter nicht vorstellen, als chinesischer Bergarbeiter wird aber schnell deutlich wie tödlich diese Gier sein kann. Individuell betrachtet. Gesamtwirtschaftlich wird aus diesem Denken beispielsweise ein Krieg im Irak, der sich ja auf gar keinen Fall um das irakische Öl dreht....

  • Und auch das wird dem Konsumenten angelastet.(Geiz ist geil)
    Nur das es kein Geiz ist....

    Es ist Geiz (meine Meinung). Allerdings war das eine Werbekampagne, keine Unterstellung oder Anlastung.

    Eine dritte Welt die liefert, eine erste Welt die konsumiert. Das muß aufhören und es wird aufhören! So oder so!

    Das ist wirklich Quark. Gerade den globalisierten Unternehmen ist es gleichgültig, in welcher "Welt" konsumiert wird, also wo die Produkte verkauft werden. Deshalb spricht man ja von "erschliessen der Märkte".

    In einer globalisierten Welt sollte Kinderarbeit ausgemerzt sein! Eine einfache, vollkommen nachvollziehbare Forderung. Ausser Kraft gesetzt durch innere Angelegenheiten fremder Staaten?...

    Also ich bin sehr für fair - trade. Allerdings dient es vor allem der Beruhigung des hiesigen sozialen Gewissens.
    zu glauben, dass man damit irgendetwas "ausmerzt" ist wirklich arg romantisch. dazu müsste man schon massiv in die Gesellschaften eingreifen, was sich wiederum mit dem genauso beschworenen Selbstbestimmungsrecht beisst.

    Der Markt könnte hier ja entscheiden! Als Deutscher kaufe ich dann eben nicht mehr aus Ländern, die mit Kinderarbeit/Sklaverei arbeiten. Das funktioniert aber nur solange wie man sich diese Marktmacht leisten kann. Funktioniert aber nicht!

    Wie gesagt, wer will, knn das bereits. Aber "Geiz ist geil" gilt auch hier.

    Denn der Sklave, das Kind produziert die Schlappen nunmal billiger. Deshalb verlieren wir unseren Job und können uns eben nur noch die Latschen der Billiglohnländer leisten

    Zu diesen Zusammenhängen habe ich mal was bei der Hartz IV Debatte geschrieben, was aber (natürlich) auch übergangen wurde, weil die Leute lieber ihre Stereotypen predigen.

    Ich behaupte die Globalisierung braucht zwingend ein Regulativ!

    Welches genau ? Man muss das ja dann mit zum Beispiel Chinesen und Indern absprechen. Oder wie soll es sonst gelöst werden ?

    Finden wir aber nicht zu einem nachhaltigen wirtschaften, mit den uns gegebenen Ressourcen, beuten wir diese weiter auf Teufel komm raus aus, wird die technologische Entwicklung das nicht mehr kompensieren können.
    Kurz: Wir sägen an dem Ast auf dem wir sitzen...

    Sagen, nicht nur, DIE GRÃœNEN seit dreissig Jahren.

  • Also wie jetzt ???


    Und der ist gekennzeichnet durch: Korruption und Kriminalität.
    Deswegen sage ich nicht: Wir brauchen mehr Kontrolle!
    I.


    Um Kontrolle geht es mir gar nicht!
    Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Kontrolle, Regelungen hier nicht wirklich greifen.

  • Also wie jetzt ???


    Zitat von Peddargh


    Und der ist gekennzeichnet durch: Korruption und Kriminalität.
    Deswegen sage ich nicht: Wir brauchen mehr Kontrolle!


    Zitat von Peddargh

    Um Kontrolle geht es mir gar nicht!
    Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Kontrolle, Regelungen hier nicht wirklich greifen.

    Ich habe mal meinerseits markiert, wo ich das Verständnisproblem vermute...