Parteien unter der Lupe - Die Grünen

  • Also lasst uns mal mit den Grünen weitermachen ?


    Was sind die Hauptkritikpunkte der "Grünen-Gegner"?
    Was sind die Hauptkriterien für die "Grünen-Befürworter"?


    Parteiprogramm zum Anhören


    Die Partei bietet mehre Möglichkeiten, sich das Programm in versch. Versionen anzuzeigen. (Das finde ich wirklich sehr vorbildlich und nachahmenswert!)
    Darum hier die Auswahlseite zum Programm: BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN Bundespartei - Programm


    TM, die sich auf eine neue Runde freut und auf rege Beteiligung hofft

    Einmal editiert, zuletzt von That's me ()

  • für die grünen :


    - ökologisch/ökonomische zukunftsvision
    - gutes personal ( künast, özdemir, trittin )
    - für bürgergeld
    - für höhere H IV sätze
    - kompetent im verbraucherschutz
    - kompetent in verkehrsfragen
    - kompetent in länder und kommunenfinanzen
    - kompetent in menschenrechten und bürgerrechten
    - gute basisarbeit
    - wenig filz


    gegen die grünen :


    - beliebigkeit der positionen
    - verrat an den fundis
    - verrat an konsequentem pazifismus
    - wenig kompetenz in wirtschaftsfragen ( aktuell griechenland )



    bakunicus

  • Für mich sind die Grünen zurzeit das kleinere Ãœbel. Etwas positiveres kann man im Moment über keine Partei sagen.

  • Wow, super @ bacunikus !


    Wenn Argumente so toll in Pro und Contra gegliedert, und kurz und bündig sind, wird die ganze Sache sehr übersichtlich und man hat bereits eine Liste, die man dann in der Diskussion näher beleuchten und abklappern kann.


    Zudem kann ich besser mitschreiben, was ich zuvor versäumte ;-)


    TM, die Protokollführerin

  • Ich habe zu den Grünen eine durchaus positive Meinung, denn mich hat es schwer beeindruckt, wie sie seit 1980 die westdeutsche Politik auf den Kopf stellten. Ich persönlich bin ein großer Fan von Fischer, Künast und ganz persönlich von Hans-Christian Ströbele, den ich am 4. November 1989 auf der Millionendemo auf dem Alexanderplatz mit einem kaputten Bein mithumpelte, getroffen und gesprochen habe. Ein sehr kluger, gerader und charismatischer Charakter und einer der glaubwürdigsten Politiker überhaupt. Also eine Ausnahme. Er hat sich nicht gebeugt und nicht verändert, obwohl er nun etliche Jahre mit einem Direktmandat aus meinem Stadtbezirk in den Bundestag gewählt wurde. Es bräuchte mehr Menschen wie ihn und die Politik hätte eine Chance!

  • gegen die grünen :


    - beliebigkeit der positionen
    - verrat an den fundis
    - verrat an konsequentem pazifismus
    - wenig kompetenz in wirtschaftsfragen ( aktuell griechenland )


    :iagree:


    Damit sind sie für mich disqualifiziert. Und wenn ich mir die heutigen "grünen Milieus" so anschaue, ach je... sie stehen mit beiden Füßen fest im Spießertum.

  • :iagree:


    Damit sind sie für mich disqualifiziert. Und wenn ich mir die heutigen "grünen Milieus" so anschaue, ach je... sie stehen mit beiden Füßen fest im Spießertum.

    Stimmt irgendwo, auch wenn das eben nicht für alle Grünen gilt. Ströbele war gegen jeden Kriegseinsatz und fährt noch immer mit dem Fahrrad in den Bundestag. Früher oder später passt sich jede Partei da an und es sind die Einzelnen, die noch den Ideen der Gründer treu sind.

  • An den GrünInnen finde ich nicht mehr viel positives. Vielleicht noch das ökologische Element, aber ich habe auch da meine Zweifel. Den Anspruch sozial, basisdemokratisch und gewaltfrei zu sein nehme ich ihnen jedenfalls nicht mehr ab. Den Ehrgeiz der männlichen GrünInnen sich öffentlich selbst zu entmannen, fand ich schon immer zum würgen - wobei der Witz des Ganzen ja Macho Fischer als Boss war, nach dessen Pfeife auch die Feministinnen tanzten. Immerhin würde ich aber nicht so weit gehen, sie mit der FDP gleichzusetzen, was ja viele tun. Da ist mir Grün als Korrektiv in einer Koalition wesentlich lieber.

  • Genau genommen ist für mich keine Partei wählbar, aber irgendeiner muss man am Ende dann doch seine Stimme geben, oder man lässt es ganz. Was mich bei den Grünen stört(e) ist
    a) die ideologische Zwanghaftigkeit zu meinen, man müsste immer einen bestimmten Prozentsatz an weiblichen Führungskräften in der Parteispitze haben, unabhängig davon, wer im Einzelnen nun am meisten geeignet wäre (das stört mich auch bei den Linken)
    b) die ideologische Zwanghaftigkeit, mit der sie am Pazifismus hingen und die Aggressivität (verbale Gewalt), mit der sie ihn öffentlich vetraten und auch die Selbstverständlichkeit, mit der sie diese Ideologie kurze Zeit nach ihrer ersten Regierungsbeteiligung faktisch über Bord warfen. Es war nicht nur fatal, sondern folgerichtig, dass gerade die Grünen Teil der ersten deutschen Regierung nach dem 2. Weltkrieg waren, die deutsche Soldaten in den Krieg schickten, und das nur wenige Monate nach deren erster Machtübernahme.
    c) die Selbstverständlichkeit, mit der die Grünen einerseits die Schrödersche Agendapolitik mit machten, um anderseits nach ihrer Abwahl so zu tun, als hätten sie damit überhaupt nichts zu tun.

    Einmal editiert, zuletzt von Spiegelfechter ()


  • ich mag nur einen grünen, und das ist der ströbele

  • die grünen sind im laufe der zeit zu einer art fdp mutiert.


    Soweit würde ich nicht gehen, aber es stimmt schon: Grün sein definiert sich mehr und mehr über die Dicke des Portemoines. :rolleyes:


    Habe mal das Wahlprogramm überflogen:


    Green New Deal
    Zu meinem Erschrecken lehnt sich das tatsächlich an Roosevelts "New Deal" in den 30ern an, dabei ist eigentlich längst belegt, dass es nicht der "New Deal" war, der die Wirtschaft aus der Krise holte, sondern der amerikanische WKII-Eintritt. :rolleyes:


    -Innerhalb von 4 Jahren 1 Million Jobs in Zukunftsbereichen
    -Mindestlohn 7,50
    -Weniger Abgaben für Geringverdiener
    -Umweltfreundliches Verhalten belohnen, umweltschädliche Subventionen beenden
    -Einfacheres und gerechteres Steuersystem, keine Steuersenkung auf Pump
    -Erneuerbare Enegien fördern statt Atom, Kohle, Öl
    -Schnellstmöglicher Atomausstieg
    -Konsequenterer Emissionshandel
    -Auswirkungen des Klimawandel auf ein erträgliches Maß reduzieren
    -Tempolimit auf Autobahnen
    -Erhöhung des ALGII auf 420€
    -Eine Bürgerversicherung für alle
    -Bildungssoli zur Finanzierung besserer Bildung
    -Ganztagsschulen für alle
    -Abschaffung der Studiengebühren
    -Ausreichende und gute Kindergärten
    -Essen und Felder ohne Gentechnik
    -Faire Energiepreise durch Schaffung eines Marktwächters
    -Bio- und Ökolandbau weiter boomen lassen
    -Artenvielfalt
    -Wasser, Boden, Luft schützen
    -Artgerechte Tierhaltung und Tierschutz
    -Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung, Datenschutz ins GG
    -Islam integrieren und gleichstellen
    -Schwulen und Lesben mit Heteros gleichstellen
    -Schutz für Flüchtlinge, weniger Abschottung
    -Gegen Einschränkung der Versammlungsfreiheit für effektive Mittel gegen Polizeiwillkür
    -Mehr Volksbegehren und Volksentscheide
    -Wahlrecht ab 16 Jahren und für Migranten bei Kommunalwahlen
    -Einheitliches Rentensystem in Ost und West
    -Gleichstellung von Frau und Mann im Arbeitsmarkt (inkl. Frauenquote)
    -Freies Internet ohne Ãœberwachung und Filter
    -Stärkung der Verbraucherrechte im Internet
    -Freie und innovative Software, OpenSource fördern
    -Flächendeckender Breitbandausbau ohne Monopole
    -Globale Abrüstung, atomwaffenfreie Welt, Ächtung von Streumunition
    -Neue Afghanistanstrategie, ziviler Aufbau, statt militärische Aktionen
    -Abschaffung der Wehrpflicht
    -Stärkung der UNO, Abwertung der G8 und G20
    -"Kyoto-Plus"-Abkommen (Halbierung der Treibhausgasemissionen bis 2050)
    -Stärkung der EU, für Beitrittsverhandlungen mit Kroatien und Türkei


    Leider bleibt oftmals unklar, wie sie ihre Ziele erreichen wollen. Rein inhaltlich ließe sich das sperrige Programm (224 Seiten) auf etwa ein Zehntel kürzen. Viele ausschweifende Passagen darüber, was sie alles nicht machen wollen und etliche schwammige Floskeln hätten sie besser weglassen sollen.:wink5:

  • Mmmh, die Grünen scheinen nicht wirklich zu polarisieren.


    Meine Haltung zur Partei:
    Für mich derzeit nicht wählbar, da ich dem Ökowahn sehr misstrauisch gegenüberstehe. Es gibt nach wie vor keine Belege dafür, dass der Klimawandel durch den Menschen entstanden ist. Dafür gibt es etliche unseriöse Wissenschaftler und Lobbyisten auf beiden Seiten, die ihre Daten manipulieren. Solange ich mir da nicht sicher bin, kann ich keine Partei wählen, die inflationär "Klimakiller" (das Wort an sich ist schon ein Witz) an allen Ecken wähnen. Der Umweltgipfel letztes Jahr war einzig von wirtschaftlichen Interessen geprägt und den Deutschen geht es weniger um die Umwelt, als um die Umwelttechnik, die sie gerne exportieren möchten. Sollte sich am Ende herausstellen, dass alles nur Schabernack ist, wäre die Umweltbranche nicht weniger schwachsinnig als die Finanzbranche.


    Atomaustieg, Mindestlohn, Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung, Abschaffung der Studiengebühren, Kommunalwahlrecht für Migranten, Gleichstellung des Islam und freies, unüberwachtes Internet sind hingegen gute Punkte, finde ich.


    Aber solange sie sich ihren Kardinalfehler, den Afghanistankriegseintritt und weitere Unterstützung der Mandatsverlängerungen nicht ausgeräumt haben muss ich an ihrer pazifistischen Einstellung zweifeln und ihnen Sturheit unterstellen. Hätten sie wenigstens den Fehler eingestanden und den Abzug gefordert wäre es vielleicht noch akzeptabel, aber davon steht nix im Programm.

  • Wenn ich da mal korrigieren darf? Den Grünen kann man den Krieg im Kosovo vorhalten, was schon verwerflich genug war. In Afghanistan haben Fischer und Schröder lediglich einen Aufbau und Hilfseinsatz ins Leben gerufen, was sich dann als recht dumm erwies, weil Merkel mit der Entsendung von Jagdfliegern des Typs Tornado und Kampfeinheiten über Nacht einen echten Krieg lostreten konnte, der bis heute anhält.


  • gegen die grünen :


    - verrat an konsequentem pazifismus


    "Kriegstreiber" passt besser! Schicken die Bundeswehr ohne vernünftige - dem Einsatz entsprechende - Mittel und ohne entsprechende Ausbildung in einen out-of-area-Einsatz....einfach mal so! Nachdem man sie vorher abschaffen wollte!


    Typisch links! Links blinken und ultrarechts abbiegen!

  • "Kriegstreiber" passt besser! Schicken die Bundeswehr ohne vernünftige - dem Einsatz entsprechende - Mittel und ohne entsprechende Ausbildung in einen out-of-area-Einsatz....einfach mal so! Nachdem man sie vorher abschaffen wollte!


    Typisch links! Links blinken und ultrarechts abbiegen!


    da gebe ich dir ausnahmsweise mal recht, wer haette das gedacht

  • "Kriegstreiber" passt besser! Schicken die Bundeswehr ohne vernünftige - dem Einsatz entsprechende - Mittel und ohne entsprechende Ausbildung in einen out-of-area-Einsatz....einfach mal so! Nachdem man sie vorher abschaffen wollte!


    Typisch links! Links blinken und ultrarechts abbiegen!

    Na was ein Glück, dass die Union ihren Friedensengel Merkel hat. Wäre es 2003 nach dem Friedensengel Tausendschön gegangen, kämen heute die Leichensäcke auch aus dem Irak. Aber es gibt ja dank ihr schöne neue Kreuze:


  • Na was ein Glück, dass die Union ihren Friedensengel Merkel hat. Wäre es 2003 nach dem Friedensengel Tausendschön gegangen, kämen heute die Leichensäcke auch aus dem Irak. Aber es gibt ja dank ihr schöne neue Kreuze:



    nur die linke ist gegen auslandseinsaetze der bundeswehr, die andern sind alle gleich

  • so und nun noch mal was richtig gemeines.
    kein einziger deutscher soldat ist in afghanistan um die deutsche freiheit zu verteidigen, nein, so verdient man sich ein neues auto, die einsaetze sind freiwillig und werden gut bezahlt

  • so und nun noch mal was richtig gemeines.
    kein einziger deutscher soldat ist in afghanistan um die deutsche freiheit zu verteidigen, nein, so verdient man sich ein neues auto, die einsaetze sind freiwillig und werden gut bezahlt

    Alles Patrioten, die für rund 17 000 Euro für das Quartal auch mal im Ausland Krieg spielen. Arbeitslosigkeit und Niedriglöhne in Deutschland machen diese Abenteuer möglich.