Parteien unter der Lupe - Die Grünen

  • Wievile Angst um ihre Posten und um die regierung in BW müssen grünen Spitzenpolitiker haben das sie sich so an die CDU anbiedern ?
    Der MP schon bei den Autokonzernen, der OB Palmer nun in der Flüchtlingspolitik

  • Dass eine Partei die Regierung anstrebt, ist per se nichts Böses, denn die Durchsetzung eines Programms ist in der Regierung einfacher. Wenn man also für ganz schrecklich hält, dass auch oder sogar die Grünen zumindest eine Mitbeteiligung an der Regierung anstreben, heißt das im Grunde nichts anderes, als dass man von ihr ein hehreres Verhalten einfordert, als von anderen Parteien. Warum eigentlich? Weil man sie für die Partei mit den besseren Absichten hält? Anders wäre das nicht zu erklären.


    Es ist schon ziemlich schräg von den Bürgern, die Grünen nur nach Skandalen oder Katastrophen zu wählen, sich danach wieder den Altparteien zuzuwenden, von denen man sich mehr persönliche Vorteile erhofft, und die Grünen weiter hämisch als Gutmenschen zu diffamieren... bis der nächste Meiler platzt oder sonst ein selbstgemachtes Unglück passiert. Ich hab bei den beiden letzten Bundestagswahlen die Linke gewählt, weil sie mir unterbewertet erschien, aber jetzt wähle ich aus denselben Gründen mal die Grünen, trotz Göring-Dingens.

  • Dass eine Partei die Regierung anstrebt, ist per se nichts Böses, denn die Durchsetzung eines Programms ist in der Regierung einfacher. ....


    Tja, unsere derzeitige Familienministerin trifft es ganz gut:


    Zitat

    Katarina Barley (SPD) hat sich über die Schwierigkeiten einer möglichen rot-rot-grünen Koalition geäußert: Die Grünen "haben sich eine schwarz-grüne Führung gegeben und ein rot-grünes Programm. Das passt nicht zusammen", sagte Barley der "Welt am Sonntag".

  • Enzschuldigung. Kann man einer grünen Abgeordneten überhaupt noch trauen.
    Als Grüne direkt gewäht bei der CDU gelandet.............was hat sie wohl gekostet ?


    Obwohl ich die Aufregung nicht teilen kann , die SPD hätte doch in Frühjahr Niedersachen sowieso verloren .


    Und trotzdem ist die Begründung der Skandal, wenn die Grüne wegen den Dieselskandal und der miserablen Aufarbeitung durch Weil bei VW die Regierungsfraktion verlassen hätte ok, aber aud Rache weil sie nicht wieder aufgestellt wurde !


    Das Wahlgesetz sollte verändert werde und solche Parteienwandler sollten ihe Mandat verlieren

  • Tja, unsere derzeitige Familienministerin trifft es ganz gut:


    Das passt super, je nach Wahlergebnis passt man halt was an.
    Gefällt halt nur denjenigen nicht, die die Fackel der reinen Leere herumtragen. Aber man kann ja problemlos sehen woran man ist. Bei Gelegenheit werden die Grünen mitregieren.


    Gruß
    Verbalwalze

  • Das passt super, je nach Wahlergebnis passt man halt was an.....


    Nicht verwunderlich, dass dieses opportunistische Gesocks bei breiten Wählerschichten nur noch auf Widerwillen stößt.

  • Das passt super, je nach Wahlergebnis passt man halt was an.
    Gefällt halt nur denjenigen nicht, die die Fackel der reinen Leere herumtragen. Aber man kann ja problemlos sehen woran man ist. Bei Gelegenheit werden die Grünen mitregieren.


    Gruß
    Verbalwalze


    Zur Not wechseln sie einfach mal die Partei wie die Unterwäsche.
    Wo sind den die Ideale der Grünen geblieben ? Sie waren wohl immer Wohstandsbabys, da tat ein bischen Aufstand nicht weh.

  • So, nachdem die Grünen nun von allen möglichen Seiten erfolgreich runtergeschrieben worden sind (btw, gibt's eigentlich Fleisskärtchen dafür?), könnte man, bevor es ganz untergeht, zumindest ihren Werbespot beäugen. Der haut mich zwar nicht so vom Hocker, weil zu bemüht peppig, aber macht nüx. (ps Ãœbrigens hab ich schon per Briefwahl gewählt. Natürlich das Richtige!) :cornut:


  • Die Grünen haben in der Bevölkerung noch die höchsten Zustimmungswerte,
    was Kompetenz in Sachen Asyl- und Flüchtlingspolitik betrifft.


    http://www.forschungsgruppe.de/Aktuelles/Politbarometer/

    „Kompetenzen der möglichen Regierungspartner
    Beim besonders umstrittenen Thema, der Asyl- und Flüchtlingspolitik, sind die Kompetenzzuschreibungen für die vier beteiligten Parteien eines Jamaika-Bündnisses weiterhin sehr geteilt: So sagen 21 Prozent aller Befragten, dass bei diesem Thema am ehesten die CDU Positionen vertritt, die in ihrem Sinn sind, 24 Prozent sehen sich da am ehesten von den Grünen vertreten, 13 Prozent von der CSU und 12 Prozent von der FDP. 16 Prozent identifizieren sich mit keiner der von diesen Parteien vertretenen Positionen.“

  • Die Grünen haben in der Bevölkerung noch die höchsten Zustimmungswerte,
    was Kompetenz in Sachen Asyl- und Flüchtlingspolitik betrifft.



    Das sind aber auch die einzigen Gebiete, wo ich den Grünen Kompetenzen zusprechen würde...weniger dem Cem, aber eher der Mutter Theresa Göring Sowieso...
    Wobei, ich frag mich schon lange, warum die sich nicht schon längst in irgendein Krisengebiet abgesetzt hat...dort kann sie sich doch nach Herzenslust austoben....und verschont uns hier mit weiteren Forderungen...

  • [FONT=&amp]Ich kann mich erinnern, dass es bei Parteigründung neben der Geschlechtergerechtigkeit als Allerwichtigstes betrachtet wurde: Die Trennung von Amt und Mandat. Nun wird es aufgegeben bzw. gelockert, weil ein Hoffnungsträger es als Bedingung für seine Karriere innerhalb der Partei vorgibt. Das halte ich für grundfalsch. Ist die grüne Personaldecke so dünn, dass das Misstrauen vor zuviel Machtfülle, das (mir persönlich) grün sympathisch machte, als nicht mehr so wichtig hintangestellt wird?[/FONT]
    [FONT=&amp]https://info.arte.tv/de/afp/Neuigkeiten/gruene-setzen-parteitag-hannover-fort[/FONT]
    [FONT=&amp]
    Frdl. Grüße[/FONT]


    [FONT=&amp]Christiane[/FONT]

  • Die Grünen sind längst von den wesentlichen Grundlagen, die ihre Existenz seinerzeit mit begründeten, abgerückt.


    Persönlich hielt ich es immer für falsch, diese Trennungen und den Proporz zum Junktim gemacht zu haben. Organiationspolitische Ausschlusskriterien sind allenfalls geeignet auszuschließen, was lieber eingebunden und nutzbar sein sollte. Leute, die sich auf die absehbaren unerquicklichen und unproduktiven Zerreissproben nicht einlassen wollten, haben gar nicht erst den Anlauf genommen.


    Und das Ergebnis sind die schwachen Frontleute, die den Grünen mehr geschadet als genützt haben, weil sie sich eben zu leicht manipulieren lassen und wachsweich dem jeweils herrschenden Mainstream und den Lautsprechern unterordneten, was eben gerade angesagt war.
    Deshalb sind die Grünen heute die Partei, die sie sind. Man kann zu den politischen Richtungen stehen wie man will, aber von "Flügeln" "Realos" und "Fundies" kann doch heute gar nicht mehr die Rede sein.
    Die entsprechenden Wähler und Parteisoldaten sind überwiegend schon lange weg und zurück geblieben sind vorwiegend die weichgespült-konservativen Besitzstandswahrer-Wohlstandsökos, die sich eher elitär, als ökofundamentalistisch, eher konservativ, als progressiv-gesellschafttsrelevant zu erkennen geben.


    Dass sich jemand nun hin stellt und sagt: wenn ihr mich wollt, dann nur zu meinen Bedingungen, ist zunächst einmal legitim.
    Dass die Partei das nun mitträgt, bildet die erforderliche Einsicht in die Notwendigkeit ab, denn die Grünen drohen in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden, nachdem nun sogar die Industriekapitäne deren ehemals revolutionäre Öko-Konzepte als unabdingbare Voraussetzung für die Zukunftsgestaltung in Zeiten des Klimawandels - und natürlich auch als lukrative Geschäftsfelder - für sich entdeckt haben.


    Die Grünen haben ihre potenziell Guten auf dem Altar der Proporz-Prinzipien geopfert und sich mit der zweiten oder dritten Garde aufgestellt, sich das schön geredet und lieber die Wähler als zu unreif für die Erkenntnis der Wichtigkeit der Grünen bezeichnet, wenn die Nichtstrahler nicht genug strahlen konnten, um Anziehungskraft zu entwickeln, als zu erkennen, dass das Personal mehr abschreckend als vertrauensbildend daher kam.

    Heute werden die Grünen auch von Teilen der eher konservativen Besserverdienenden gewählt, sogar in BW, der Hochburg der Autoindustrie, siehe Kretschmer -, die Angst um die Zukunft in Zeiten des Klimawandels haben. Das bedeutet aber auch, dass die eigentliche Basis der Grünen kein Profil mehr hat, die Grünen austauschbar geworden sind.
    Und diejenigen, die diese Entwicklung ermöglicht haben waren die Grünen mit Doppelspitze, Proporz und Co. selbst. Das Auftreten der "Gesichter" der Grünen hat das Profil der Grünen geprägt. Ursache und Wirkung sehe ich da.


    Wohin die Reise geht, hängt immer von den Personen ab, die sich hinstellen und andere mitreissen können, oder nicht, überzeugen, oder Zweifel wecken.
    Wer an jeder Weggabelung ein Grundsatzpalaver abhält und Entscheidungen an Gremien delegiert, die wiederum Ausschüsse brauchen, die Expertenrat einholen und das Ganze in basisdeokratische Grundsatzentscheidungen zurück fließen lassen, braucht für den Weg mehr Zeit, als Proviant (Geduld) vorhanden ist.


    Man wählt Anführer doch nicht, um ihnen anschließend Hand- und Fußfesseln anzulegen und ihnen in die Redemanuskripte die Texte zu schreiben, die die dann am Faden hängend aufsagen dürfen... ;)


    Wer Zugpferde braucht, muss die auch das machen lassen, was sie können.
    Und wer das grundlegende Problem der bestehenden Strukturen erkennt, kommt zu den richtigen Schlussfolgerungen. :narren102::narren113:

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  • Und das Ergebnis sind die schwachen Frontleute, die den Grünen mehr geschadet als genützt haben, weil sie sich eben zu leicht manipulieren lassen und wachsweich dem jeweils herrschenden Mainstream und den Lautsprechern unterordneten, was eben gerade angesagt war.
    Deshalb sind die Grünen heute die Partei, die sie sind. Man kann zu den politischen Richtungen stehen wie man will, aber von "Flügeln" "Realos" und "Fundies" kann doch heute gar nicht mehr die Rede sein.
    Die entsprechenden Wähler und Parteisoldaten sind überwiegend schon lange weg und zurück geblieben sind vorwiegend die weichgespült-konservativen Besitzstandswahrer-Wohlstandsökos, die sich eher elitär, als ökofundamentalistisch, eher konservativ, als progressiv-gesellschafttsrelevant zu erkennen geben.


    Es setzen sich eben auf lange Sicht die flexibelsten, kompromissbereitesten Leute durch, die sich Gedanken um ihre persönliche Karriere machen. Aus Realos wurden Egalos und für Fundis, die man sich als Gewissen und Markenbotschafter der Partei lange Zeit gehalten und bei der Postenvergabe berücksichtigt hat, ist inzwischen gar kein Platz mehr.


    Die meisten der heutigen führenden Grünenpolitiker könnten genauso gut in einer der anderen großen Parteien zu Hause sein, die sich mittlerweile genauso entflügelt haben. Das gilt auch für Herrn Habeck, der für meinen Geschmack viel zu hochgejubelt wird, insbesondere von SZ und Zeit, die sich sogar dazu hinreißen ließen nach seiner Wahl in die Parteispitze zu orakeln, die Grünen seien auf dem Weg zur Volkspartei und würden in Kürze die SPD beerben. Ich kann das irgendwie nicht erkennen.