Parteien unter der Lupe - SPD


  • Ich könnte vielem zustimmen. Einiges ist mir zu sehr auf die eigenen Belange und die eigene Weltsicht zugeschnitten, eher ausgrenzend, als einladend, weil unsere Ansichten in wesentlichen Einschätzungen weit auseinander liegen.


    Die SPD hat nach meiner Einschätzung ein ganz generelles Problem, das sich nicht einfach durch Änderung der Schlagworte und Ãœberschriften eliminieren lässt.
    Die Spitzenkandidatin der SPD in Bayern hat es ja recht deutlich gemacht, woran sie letztlich gescheitert ist: es ist die Unglaubwürdigkeit der SPD.


    Kohnen hat es als "Skepsis" bezeichnet und sich dieses Euphemismus wohl ganz bewusst bedient, um das moderat zu adressieren. Dahinter steckt aber die Einsicht, die aber nicht alle teilen wollen, dass der SPD das Vertrauen ausgegangen ist.
    Die Wähler glauben den Genossen nichts mehr. Einige wählen vermutlich nur noch aus Tradition oder mangels echter Alternative. Aber an einen echten Zustrom, aufgrund von Zuversicht und Vertrauen in die Ehrlichkeit der Aussagen, glauben wohl nur noch diejenigen, die sich selbst belügen können.
    Das ist ein Jammer. Und der Jammer hat Gesichter. Die sind das Problem, weil die eigentlich niemand mehr sehen will, ihnen auch niemand glaubt, aber sie sich selbst immer noch nicht darüber im Klaren sind, worin das Problem tatsächlich besteht.

  • Themen für die SPD die für dieWähler*innen wichtig sind.........................Allein der Wille fehlt....


    Es ist nicht der Wille. Eine Parteiführung, die sich den Interessen des Monopolkapitals mehr verbunden fühlt als ihrer natürlichen Klientel, die seit der Gründung der SPD immer wieder in kritischen Zeiten sich zum Obrigkeitsstaat bekannt hat, Reformen zugunsten der arbeitenden Menschen immer blockiert und eher sich der Kapitalverwertung zugewandt hat, Kriege befürwortete, den Faschisten den Steigbügel hielt und die Spaltung der Linken, der progressiven Kräfte, beförderte, ist eben nicht geeignet, Politik für die Mehrheit des Volkes umzusetzen. Bernstein, Noske, Ebert - Müntefering, Clement, Schröder, dann Schulz, Scholz und Nahles, die Kontinuität des Verrats am Volk hat Tradition.

  • […] Eine Parteiführung, die sich den Interessen des Monopolkapitals mehr verbunden fühlt als ihrer natürlichen Klientel […]

    Erstens gibt es kein "Monopolkapital", Kapitalströme sind bekanntlich weltweit in ständiger Bewegung, und das bewirkt hie und da eine florierende Wirtschaft, an der zumeist auch der Produktivfaktor Arbeit partizipiert, allerdings flieht Kapital, wo Investitionen nicht lohnen…
    Die SPD, traditionell Partei der arbeitenden Bevölkerung, verliert naturgemäß in Zeiten sich eintrübender Konjunktur zunehmend an Boden - und da der weitaus größte Teil der heutigen Arbeitsplätz, die Douglas Coupland als "McJobs" titulierte, weisen eben einen spürbar niedrigeren Anteil der Arbeitnehmer sich gewerkschaftlich organisieren - oder in politischer Betätigung einen Hoffnungsschimmer vermuten.
    Die SPD droht, wie Sigmar Gabriel aktuell feststellt, in der Bedeutungslosigkeit versinken - wo bei es bezeichnend ist, dass die Ausführung eines Gedankens mit dem Worten beginnt, er sei viel zu lange in der SPD, um den Grad seiner Betroffenheit krokodilstränenartig herauszustellen, statt seinen persönlichen Beitrag zur Bedeutungsabsenkung zu erkennen…
    Mit politischen Inhalten ist halt kein Blumentopf mehr zu gewinnen, es geht eigentlich nur noch um Medienpräsenz, die genutzt wird, um zu aktuellen Anlässen mehrheitsfähige Statements abzugeben. Und so treiben die emotionalen Wellen das wankende Boot (als Allegorie des Parlamentarismus) ziellos hin und her.

  • Was ist eigentlich "Miete"? Könnte man sagen "Leihgebühr für zeitweise überlassenes Eigentum"? Dagegen ist doch nichts zu sagen, denn Leihgebühren sind üblich.[…].

    Richtig: Der Mietvertrag vereinbart die kostenpflichtige Ãœberlassung von Eigentum an den Vertragspartner (Mieter). Du merkt hoffentlich, wie absurd Dein Anschlusssatz also ist:

    […] Das Problem ist nicht die Miete, sondern grundsätzlich das Eigentum von Grund und Boden überhaupt.

    Gäbe es kein Eigentumsrecht an an Grund und Boden, gäbe es folglich auch nicht die Möglichkeit, Mietwohnungen bereitzustellen - und zur Miete zu wohnen ist schließlich die einzige Möglichkeit für ja jene Personen, denen das Eigenkapital bzw. die Kreditwürdigkeit fehlt, selbst Wohneigentum zu erwerben, in einem festen Gebäude Unterschlupf zu finden… gäbe es kein Grundeigentum, und jeglicher Boden wäre frei nutzbares Gemeingut, hätten wir eine nomadische Gesellschaft - und die nachbarschaftlichen Streitigkeiten (etwa beim Aufstellen von Zelten auf der Acker- oder Weidefläche desjenigen, der sich bereits irgendwo niedergelassen hat) würden letztlich in einem Blutbad enden…

  • .......................Mit politischen Inhalten ist halt kein Blumentopf mehr zu gewinnen, .....


    Vielleicht schaust Du Dir mal die Definition von Politik an. Es gibt weder ideologiefreie, noch politikfreie Räume. Sobald eine größere Gruppe von Menschen zusammenlebt, geht es um Politik und um Interessen, die verfolgt werden.

  • Mach dir nix draus...der Fred heißt "Parteien unter der Lupe" und die SPD kann man unter der Lupe doch schon gar nicht mehr erkennen....

  • Mach dir nix draus...der Fred heißt "Parteien unter der Lupe" und die SPD kann man unter der Lupe doch schon gar nicht mehr erkennen....


    Besonders wenn es um inhaltliche Substanz geht,
    dann verkrümeln sich nicht wenige Nasen in den Nano-Bereich... :$:


    Zum Beispiel MdB Chaudia Noll (SPD):


    Die tummelt sich seit 2017 im Bundestag, scheint da aber eher nur als brave blasse Mitläuferin in der SPD-Fraktion zu fungieren. Als solche scheint sie es nicht nötig zu haben Fragen, welche Ihr auf der Frageplattform " abgordnetenwatch" gestellt werden, zu beantworten. Auf dieses Manko spreche ich die Dame am 11.Januar 2019 an:



    https://www.abgeordnetenwatch.…uestion/2019-01-11/308936


    Ich muss davon ausgehen, dass Frau Noll auch diese Frage so schamlos wie die anderen davor an Ihre Adresse gestellten 10 Fragen aussitzen wird. Um da anderweitig ein wenig Druck aufbauen zu können, habe ich Ihre Facebook-Seite besucht:


    https://www.facebook.com/ClaudiaMollSPD


    Eine klassisch belanglose Politiker-FB-Repräsentation, in der neben bunten Bildchen,
    putzigen Slogans und ein wenig Vereins, Partei- und Verbändetrallala wenig zu finden ist,
    was nur irgendwie an Politik erinnern könnte. :(


    Ich habe da mal versucht folgende Anfrage auf der Seite zu hinterlassen:




    Beiträge auf diese Seite werden moderiert, erscheinen also erst nach der Freigabe durch den Administrator. Es braucht m.E. wenig hellseherische Fähigkeiten um an einer solchen Freischaltung zu zweifeln. Mal sehen was da kommt.


    Sollte die Freischaltung verweigert werden, werde ich natürlich ein wenig bei Frau Noll nachhaken.
    Ein bisschen Beweismaterial habe ich schon mal fürsorglich gesammelt. :smilewinkgrin:






    https://de.share-your-photo.com/fd4bb45fbd

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  • Viel helfen könnte der SPD, wenn man mal ein bisschen in sich geht und zum Beispiel Sigmar Gabriel das Mikro wegnimmt.

    "Den Menschen passe dies nicht: 'Dass der, der 30 Jahre gearbeitet hat, am Ende genauso viel kriegt, wie der Balalaikaspieler in der Fußgängerzone.'"


    https://www.saechsische.de/nah…chtige-mitte-5020514.html


    Das war Sigmars Analyse zur Agenda 2010. Möglicherweise ist aber der Balalaikaspieler in der Fußgängerzone ein Vollwaise oder er hat selbst 10 Jahre in unwürdigen Jobs zugebracht, bis er nach Deutschland in die Fußgängerzone durfte. Sozusagen ein sozialer Aufstieg im globalen Kontext.
    Diese Aussage ist nicht versöhnend gegenüber Arbeitnehmern im SGBII-Bezug, ich verstehe sie als abwertend gegenüber Menschen, deren Schicksal Herrn Gabriel genauso egal ist, wie das des "Hartzers".
    Und solange dort solche Töne gespuckt werden, kann man der SPD auch nicht glauben, dass hier ein Umdenken in der Sozialpolitik stattfinden würde.

  • Wir könnten die Sache ja mal andersrum aufzäumen...


    Entspricht es dem mehrheitlichem Gerechtigkeitsempfinden, das derjenige, der 30 oder mehr Jahre gearbeitet hat am Ende das gleiche kriegt wie der Balalaikaspieler aus der Fußgängerzone?


    Wobei nach meinem Empfinden der Mehrheit erst einmal aus der Erziehung heraus scheißegal ist, wo der Balalaikaspieler herkommt und ob er eine schwierige Kindheit, keine Schul- oder Berufsbildung oder Vollwaise war...

  • Viel helfen könnte der SPD, wenn man mal ein bisschen in sich geht und zum Beispiel Sigmar Gabriel das Mikro wegnimmt.


    Da kann man fast jedem in der SPD das Mikro wegnehmen. :)


    Oder das auch bleiben lassen und ganz einfach die Pseduo-Sozen ihrem verdienten Schicksal als sterbender Schwan bzw. sterbende "lame duck" überlassen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis diese seit Schröders unsinnigen Treiben nutzlos gewordene Partei im Lokus der Historie entschwindet.


    Dass dumme Gabriel-Gebabbel, dass es denjenigen, die 30 Jahre gearbeitet haben, nicht schmecken dürfte, wenn sie am Ende genauso viel kriegen wie der Balalaikaspieler in der Fußgängerzone, das ist es nicht wert gehört zu werden. Das einzige was da helfen würde wäre eine Politik, die beiden Gruppen, den Balalaikaspielern wie den arbeitenden Menschen etwas nutzen würde, aber daran ist bei dieser EU und dieser Scheiß-SPD nicht zu denken.



    Diese Aussage ist nicht versöhnend gegenüber Arbeitnehmern im SGBII-Bezug, ich verstehe sie als abwertend gegenüber Menschen, deren Schicksal Herrn Gabriel genauso egal ist, wie das des "Hartzers". Und solange dort solche Töne gespuckt werden, kann man der SPD auch nicht glauben, dass hier ein Umdenken in der Sozialpolitik stattfinden würde.


    Diese Scheiß-SPD verrät seit 20 Jahren alle Menschen aus Mittel-und Unterschicht, seitdem ihr schmieriger Ex-Juso Chef Schröder als "Genosse der Bosse" die SPD komplett auf den Kurs als billige Systemhure gebracht hat. 20 Jahre sind eine lange Zeit, de facto können alle Nasen über 30 bei der SPD, die diesen miesen Sündenfall mind. 10 Jahre mitgemacht haben,als untauglich für eine Reform der SPD angesehen wird. Auch die Jusos mit Kühnert als Chef haben daran bis jetzt nichts ändern können und werden daran nichts ändern. Wenn die SPD das erste mal bei einer Wahl die 5% Hürde verpasst, gebe ich dem Forum einen Sekt aus.

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  • Entspricht es dem mehrheitlichem Gerechtigkeitsempfinden, das derjenige, der 30 oder mehr Jahre gearbeitet hat am Ende das gleiche kriegt wie der Balalaikaspieler aus der Fußgängerzone?


    Wobei nach meinem Empfinden der Mehrheit erst einmal aus der Erziehung heraus scheißegal ist, wo der Balalaikaspieler herkommt und ob er eine schwierige Kindheit, keine Schul- oder Berufsbildung oder Vollwaise war...



    Auf dieses kleinbürgerliche (Nicht) denken setzen doch solche Vögel wie Gabriel & Co. Anstatt dass die gesellschaftlichen Verlierer endlich einmal darauf achten würden, wer bzw. wessen Politik ihnen solche Probleme bereitet, sich untereinander solidarisieren um dann nach "oben" hin den Verursachern ihrer Probleme den Kampf anzusagen wie das z.B. die gelben Jungs in Frankreich machen, pieseln sich die deutschen Gartenzwerge untereinander an und lassen sich schicksalsergeben schön weiter von "oben" bescheißen.