Produkte aus der Region

  • Einem Hofkauf ist nichts entgegenzusetzen.Sicher der beste Weg wenn man ländlich wohnt. Was machen aber ist mit den Menschen, die in der Stadt wohnen?



    ... stehe dem konzept freundlich-skeptisch gegenüber. denn wenn jeder mit dem eigenen wagen zum hofladen fährt, ist der umwelteffekt hinüber. das sind leicht mal 40-50km hin und zurück. dann doch lieber einmal den lkw voll machen und vom hofladen die ware in die stadt transportieren. das wäre sinnvoll. die meisten hofläden liefern übrigens nach hause oder zu zentralen lagerstellen oder zu wochenmärkten etc....
    mal nachfragen und/oder anregen. da ist noch spielraum für verbesserungen.


    das andere,mit dem X5 zum hofladen fahren und einen auf öko machen, ist schnickschnack und persifliert die idee geradezu...:banghead:

    Einmal editiert, zuletzt von A0468 () aus folgendem Grund: tppfrlr krrigirrt ;-)

  • ... stehe dem konzept freundlich-skeptisch gegenüber. wenn jeder mit dem eigenen wagen zum hofladen fährt, ist der umwelteffekt hinüber. das sind leicht mal 40-50km hin und zurück. dann doch liebenr einmal den lkw voll machen und vom hofladen die ware in die stadt transportieren. das wäre sinnvoll. die meisten hofläden liefern übrigens nach hause oder zu zentralen lagerstellen oder zu wochenmärkten etc....
    mal bachfragen und/oder anregen. da ist noch spielraum für verbesserungen.


    das andere,mit dem X5 zum hofladen fahren und einen auf öko machen, ist schnickschnack und persifliert meine idee geradezu...:banghead:


    doch schon so. Zentrale Lager haben wir genügend.
    Nein, Hauslieferung ist sinnvoll.
    Schreibt ein Logistiker mit ohne Auto, aber alle FS-Klassen.

  • ... stehe dem konzept freundlich-skeptisch gegenüber. wenn jeder mit dem eigenen wagen zum hofladen fährt, ist der umwelteffekt hinüber. das sind leicht mal 40-50km hin und zurück. dann doch liebenr einmal den lkw voll machen und vom hofladen die ware in die stadt transportieren. das wäre sinnvoll. die meisten hofläden liefern übrigens nach hause oder zu zentralen lagerstellen oder zu wochenmärkten etc....
    mal bachfragen und/oder anregen. da ist noch spielraum für verbesserungen.


    das andere,mit dem X5 zum hofladen fahren und einen auf öko machen, ist schnickschnack und persifliert meine idee geradezu...:banghead:


    Das Hauptgeschäft der Höfe sind wohl Wochenendtouristen. Tagsüber wohl Leute auf der Durchreise die mal kurz anhalten.
    Wein kaufe ich heute noch direkt vom Erzeuger. So was kauft man nicht im Laden.


    P.S: Bauernfrauen. Meine Lebensgefährtin war auf dem Hof um 5 KG Kartoffeln zu kaufen.
    Kommentar, " Mädel, ich bin kein Feinkostladen hier. Entweder Du nimmst einen 1/2 Zentner oder Du lässt es bleiben".:biggrin:
    Die Frau war ein Phänomen. Leute die nur mal schauen wollten kauften soviel das der Kofferraum nicht mehr zu ging. Für solche Fälle hatte sie Schnurr zum zubinden bereit.
    Guter Kunde war die Polizei. Der Bauernsohn parkte grundsätzlich verkehrt und bezahlte seine Knöllchen nicht. Um es zu vereinfachen kassierte die Polizei gleich bei der Mutter.
    20 DM Knöllchen und für 50 DM kaufen. Der Sohn sagte immer, ich verdiene mein Geld mit Falschparken.:sifone:

  • ... stehe dem konzept freundlich-skeptisch gegenüber. denn wenn jeder mit dem eigenen wagen zum hofladen fährt, ist der umwelteffekt hinüber. das sind leicht mal 40-50km hin und zurück. dann doch lieber einmal den lkw voll machen und vom hofladen die ware in die stadt transportieren. das wäre sinnvoll. die meisten hofläden liefern übrigens nach hause oder zu zentralen lagerstellen oder zu wochenmärkten etc....
    mal nachfragen und/oder anregen. da ist noch spielraum für verbesserungen.

    das andere,mit dem X5 zum hofladen fahren und einen auf öko machen, ist schnickschnack und persifliert die idee geradezu...:banghead:




    Genauso sollte meine Frage auch verstanden werden.
    Von hier aus werden die Waren (s.o. unter Regionalmarke) in die städtischen Geschäfte transportiert. Ich habe schon Regionalwaren aus meinem Gebiet im KaDeWe Berlin entdeckt.

  • Ich hatte das Glück Landwirtschaft als Kunden zu haben, auch Weinbau. Kaufen musste ich sehr wenig. An manchen Tagen hatte ich soviel im KD-Wagen das ich das Zeugs bei Freunden verteilen musste.
    Zur Freude des Kindergartens hatte ich auch die "Mohrenkopf"-Fabrik. Nach dem Kundendienst gab es oft 200-300 Mohrenköpfe.
    So hatte ich noch das Hxrxbo-Lager mit Lakritz und Gummibärchen und die Fabrik für Cxpri-Sonne.
    Der Arbeitsplatz meiner Freundin, sprich die Kinder, waren mit Süssigkeiten und Trinken gut versorgt.
    In dem Lager eines Lebensmitteldiscounters gab es auch jede Woche ein grosses "Fresspaket".
    Praktisch musste in der Saison nur Fleisch, Wurst und Brot gekauft werden. Auf dem Schlachthof hatte ich nur einmal im Jahr Service.
    Devise der Service-Techniker war viele Teile aus dem Auto zu verkaufen und Abends trotzdem mehr im Auto zu haben wie Morgens.:biggrin:

  • Zinsen und Spekulationen waren ja auch nicht die Ursprungsgedanken beim Geld. Es sollte den Handel nur vereinfachen.
    Also zurück zu den Wurzeln?


    Warum nicht?
    Es scheint beides allerdings auch nebeneinander zu funktionieren, die hochspekulative, zins- und zinseszinsgeile neben der regionalen, zinsungebundenen Finanzwirtschaft, was wohl dafür spricht, daß erstere sich selbst in weltumspannende Krisen treibt, wohingegen das bei der zweiten vom Konzept her gar nicht möglich ist.

  • ... stehe dem konzept freundlich-skeptisch gegenüber. denn wenn jeder mit dem eigenen wagen zum hofladen fährt, ist der umwelteffekt hinüber. das sind leicht mal 40-50km hin und zurück. dann doch lieber einmal den lkw voll machen und vom hofladen die ware in die stadt transportieren. das wäre sinnvoll. die meisten hofläden liefern übrigens nach hause oder zu zentralen lagerstellen oder zu wochenmärkten etc....
    mal nachfragen und/oder anregen. da ist noch spielraum für verbesserungen.

    das andere,mit dem X5 zum hofladen fahren und einen auf öko machen, ist schnickschnack und persifliert die idee geradezu...:banghead:




    Leider konnte ich heute morgen nicht ausführlicher antworten, ich arbeite an Feiertagen und hatte somit wenig Zeit.

    Natürlich macht es wenig Sinn, wenn Hinz und Kunz aufs Land fährt um die täglichen Kartoffel einzuholen. Sicher haben wir hier an den Wochenenden bzw. den Feiertagen massenhaft Touristen, die sich auch mit solchen Waren eindecken. Diese Leute kommen aber nicht gezielt um hier zu kaufen, sondern um ein schönes Wochenende zu erleben.
    Wir hier -und ich kann hier nur aus unserer Sicht sprechen- vermarketen diese Sachen wie ich schon in meinem letzten post dargelegt habe. Nur so kann man den Handel hierzulande etwas verändern.
    Ich habe mir nochmals #1 durchgelesen. Dort steht etwas über Förderung.
    Fördern kann man das, wenn man sich die Märkte erschließt.
    Gefördert wird dieses Projekt aber auch durch das Ministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. Gefördert werden dort beispielhafte Projekte zur nachhaltigen ländlichen Entwicklung. Es hatten sich 200 Regionen beworbe, leider wurden aber nur 18 ausgewählt.
    Die Vorteile des Ganzen sind

    -Stärkung einer ganzen Region und ihrer Betriebe
    -geprüfte Qualität nach strengen Richtlinien
    -umfassende Kriterienkataloge für jedes einzelne Produkt
    -Kooperation der verschiedenen Anbieter bei Erzeugung,Verarbeitung und Vermarkt.
    -Regelmässige Kontrolle in allen Herstellungsphasen
    -Verbraucherschutz durch Qualität, Transparenz und Natürlichkeit
    -Schaffung eines neuen Identitätsbewusstseins
    -klar nachvollziehbare Herkunft aus der entspr. Region.


    Gern würde ich Produkte vorstellen. Leider ist mir dies nicht möglich, da ich selbst in einem der produzierenden Betriebe bzw. im Vertrieb aushelfe. Es könnte mir sonst falsch ausgelegt werden. Möchte aber trotzdem den mir möglichen Beitrag weiter zu diesem Thema beitragen, da es mir persönlich sehr am Herzen liegt.

  • (...)


    Gern würde ich Produkte vorstellen. Leider ist mir dies nicht möglich, da ich selbst in einem der produzierenden Betriebe bzw. im Vertrieb aushelfe. Es könnte mir sonst falsch ausgelegt werden. Möchte aber trotzdem den mir möglichen Beitrag weiter zu diesem Thema beitragen, da es mir persönlich sehr am Herzen liegt.



    .. lass es raus, das ist der sinn der sache hier. wenn es gut ist, passt es rein.
    habe ich ja auch gemacht. wenn sich jemand daran stören sollte, wird der/die sich schon melden.


    :welcome:

  • Einige Produkte kann ich hier vorstellen.
    In einem anderen Thread (ich glaube es war Fair Trade) habe ich gelesen, ob denn Möbel aus Holz sein müssten.

    Ist alles möglich.
    Ohne lange Transportwege findet das in der Region gewachsene Holz zum qualifizierten Tischler -von dem es auf anspruchsvolle Weise zu Möbeln weiterverarbeitet wird. Alle Möbel aus unserer Region sind aus Massivholz und zudem ausschließlich mit wasserlöslichen Lacken, Ölen und Wachsen behandelt. Die Möbel selbst genießen Geschmacksmusterschutz und dürfen nur von autorisierten Betrieben hergestellt werden.
    Es wird typisch regionales Design an moderne Ansprüche angepasst. Diese Möbel finden Einsatz im Wohnbereich, aber auch in Gastronomie und Hotellerie.


    Obst und Säfte

    Gerade auch die Streuobstwiesen sind ein landschaftsbildprägender Bestandteil der hiesigen Kulturlandschaft und stellen eine extensive, die natürlichen Ressourcen schonende Landnutzung dar. Insbesondere hochstämmige Streuobstbestände zählen zu den artenreichsten Lebensräumen.
    Um den Erhalt der Streuobstwiesen durch Nutzung und Pflege ökonomisch tragfähig zu gestalten, ist der Aufbau und die Vermarktung einer vielfältigen Produktpalette unerlässlich.

    Bio Käse

    Für die Liebhaber eines kräftigen Käsegenusses bietet der Ziegenkäse den typisch markanten Geschmack eines traditionsreichen Milcherzeugnisses, zusammen mit der Sicherheit garantierter Herkunft und artgerechter Haltung. Aber auch an die Verarbeitung der Milch werden hohe Ansprüche gestellt, jeder Schritt von der Rohmilch bis zum fertigen Käse in den ausgesuchten Erzeugerbetrieben unterliegt strengen Qualitätskriterien.

    Wurt und Premium Schinken

    ..werden nach regionaltypischem Verfahren erzeugt. Ihnen gemein ist nicht nur die zeitintensive Herstellung sondern auch die Verwendung hochwertiger Zutaten und der Verzicht auf Farbstoffe, Emulgatoren u.ä.
    Typisch ist auch die garantierte Herkunft des Fleisches, das dabei verwender wird. Geburt und Aufzucht und Haltung der Tiere erfolgen in der Region. Das ´Futter unterliegt strengen Vorschriften und stammt zum überwiegenden Teil aus der Region.
    Die artgerechte Haltung und die Schlachtung nach kurzen Transportwegen verstehen sich von selbst. Diese und viele weitere Vorschriften werden ständig kontrolliert.

  • Kommen wir zu den konkreten Empfehlungen.


    Ein Handwerksbetrieb, mit dem ich gute Erfahrungen gemacht habe, ist dieser hier:


    Massschuhe - Schuhe nach Maß handgefertigt - Maßschuhe aus Berlin


    Leider sind die Schuhe aus Österreich aber erstens sind sie absolut bezahlbar UND sie sind nicht in Kinderarbeit irgendwo in Asien hergestellt. Die Qualität ist großartig und die Beratung professionell. Jedesmal, wenn ich in den Laden komme, ist er voll. :smile:

  • Produkte aus der Region, oder auch "Support your local Scene" ist ein guter Trend.


    Globaler Handel ist ein Segen, wie logische Entwicklung.
    Doch durch bekannte Auswüchse zu einer potentiellen Bedrohung für den erreichten Lebensstandard geworden, ja zu einer Bedrohung des Menschen an sich, wie für hunderte anderer Lebensformen.


    Industrie, Märkte in sich ständig übertreffenden Dimensionen haben das "Handwerk" in weiten Teilen abgelöst. Das bildet sich in unserem Haushalt, unserem Umfeld ab.
    Ãœberspitzt dargestellt: Kaum eine Famillie ohne Ikea-Möbel, ohne Arbeitslosen.


    Treibstoff für diese Lebensart ist das Öl, Herz die dahinter stehende, daran verdienende Industrie.
    Ausgehendes Öl ist also ein starker Indikator für den Gedanken der Veränderung.
    Erster, naheliegenster Gedanke, bei der Ãœberlegung, wie man sich vom Öl weniger abhängig macht, ist der Verzicht, gefolgt vom Ersatz oder andersrum.


    Elektrofahrzeuge, alternative Antriebe sind eine Chance brauchen aber noch eine Zeit der Entwicklung, durch eine sträfliche Unterbewertung der vergangenen Jahrzehnte, bis sie den weltweiten Warenverkehr leisten können. Ähnlich stellt es sich für den Individualverkehr dar.


    Warum also in Singapore hergestellte, von Phillipinen verschiffte, von Schweden verkaufte "gespritzte" Halbmondlampen kaufen, für die man kilometerweit durch die Pampa fahren muß, wenn es in der Nachbarschaft den begabten Bastler gibt, der eine schönere Lampe zum kleineren Preis und ohne globalen Wahnsinn herstellt?
    Das gilt natürlich umso mehr für den Neuseeländischen Appel, der hier den Obstbauern das Fürchten lehrt.
    Ähnlich wie unser "Müll" in anderen Ländern Geschäftsgrundlagen und Existenzen zerstört.


    Ich walze dies alles nochmal so breit aus, weil dieses Transportproblem eines der grundlegensten unserer Zeit ist.
    "Produkte aus der eigenen Region" stellt hier einen Ansatz dar, der, in seiner konsequenten Umsetzung, revolutionäre Umbrüche ermöglicht, sogar erzwingt.


    Vielleicht besinnt sich der arbeitslose Bäcker seines Berufes, ärgert sich nicht weiter darüber, dass ihn die Großbäckerei in der Nachbarstadt nicht mehr anstellen mag, um ihn für einen Hungerlohn arbeiten zu lassen, und sucht sich einen Ofen.
    Auf so einer Suche kann sich einiges "richten".
    Beispielsweise das "Gemeinschaftsgefühl" (um das Böse Wort "Solidarität" zu vermeiden)
    Gerade in Dörfern feiert der "Dorfofen" Renaissance.
    Das lässt sich in vielen Bereichen, Umfeldern und Dimensionen denken.
    An anderer Stelle habe ich schon auf das Guerilla-Gardening hingewiesen, welches dem eher urbanen Menschen Ideen liefert, sich ein wenig von Abhängigkeiten zu befreien, in dem er brachliegende Flächen seiner Stadt nutzt, um beispielsweise Gemüsegärten anzulegen. Geht auch in New York!
    Und das muß auf die Ernährung nicht reduziert sein.
    Jeder Mensch kann etwas, dass er beitragen kann, und wenn es das nach getaner Arbeit ausfegen der Werkstatt ist, weil´s zu mehr nicht reicht.


    Sicher ist, das die Qualität jeglichen Produktes so eine Steigerung erfahren würde.
    Kommen wir zum Preis, solcher Produkte, und damit zum am schwersten zu durchbrechenden Dogma dieser Wirtschaft.
    Es muß der "richtige" daran verdienen um legal zu sein.


    Die interessante Frage ist also:
    Läßt sich eine regionale (Frei)Wirtschaft mit nationalen europäischen, globalen Gesetzen Regeln?
    Ja, muß man dergleichen überhaupt regeln? Wir erinnern uns: Der Markt wird´s schon richten.
    Anders als auf dem internationalen Börsenparkett habe ich auf dem Wochenmarkt dabei aber kaum Bedenken.

  • ... ein anschauliches beispiel für die zerstörerische wirkung von monopolistischen anbietern und ketten.
    dieses beispiel steht stellvetretend für die vielen kleinen kämpfe der (noch) unabhängigen einzel- und fachhändler. als verbraucher ist es eben doch sehr wichtig, welches geschäft betreten und mit umsatz gestärkt wird...


    Buchmarkt


    Druckmethoden


    Die Buchhandelskette Thalia bedrängte mit rüden Mitteln einen kleinen Familienbetrieb in Österreich. Ein Lehrstück über eine hartumkämpfte Branche.


    weiter


    (ich setze den beitrag auch im thread "servicewüste deutschland")

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