Gehaltssteigung in Unternehmen

  • Wieviel mehr darf/soll ein Vorstandsvorsitzender verdienen als ein Angestellter.


    Als einfaches Denkmodell schlage ich einen Faktor pro Hierarchiestufe vor. Großunternehmen haben ca. log10(Mitarbeiter) Hierarchiestufen.
    Bei 100.000 Mitarbeitern sind das z.B. 6 Hierarchiestufen.


    In Bayern verdient ein technischer Angestellter der höchsten Besoldungsstufe ERA 12B 4545€/Monat oder 54.450€/Jahr
    http://www.igmetall.de/cps/rde…metall_xcms_143363__2.pdf


    Als Faktor würde ich 1,4 bis 2 akzeptieren, was aber einen gewaltigen Unterschied macht, wie man gleich sehen wird.


    1,4^6 = 8
    2,0^5 = 64


    Der Vorstandsvorsitzende könnte also zwischen 436.320€/Jahr 3.490.560€/Jahr verdienen.


    Um eine sinnvolle Diskussionsgrundlage zu legen entscheide ich mich für eine etwas kompliziertere Lösung (eine lineare Steigerung des Faktors über die Hierarchie


    1,4 x 1,52 x 1,64 x 1,76 x 1,88 x 2, 0 = 23,1, das Tarif-Jahresgehalt für einen Vorstandsvorsitzenden beträgt dann 1.252.350€/Jahr


    Eventuelle kollektive Erfolgsbeteiligungen sollten dann gehaltsproportional ausgeschüttet werden und natürlich sollte auch ein Vorstandsvorsitzender einen individuellen Bonus erhalten können, der aber nicht hinter verschlossenen Türen vom Aufsichtsrat, sondern öffentlich von der Hauptversammlung beschlossen werden sollte - als Einmalzahlung.


    Die Faktoren 8 bis 64 sind als mein Toleranzband zu verstehen, darüber und darunter wird es unfair, die 23 bildet sozusagen den Mittelwert.


    Was würdet ihr den Vorstandsvorsitzenden gönnen.


    Gruß
    Verbalwalze

  • Die Spanne von 400.000 € zu 4.000 000 € kann ich akzeptieren.

    Es sollte auch noch über den Verantwortungsfaktor diskutiert werden.

    Beispiel (aus meiner Branche):

    Piloten und Fluglotsen tragen ein immenses Risiko für Menschenleben, dergleichen auch Ärzte und Rettungssanitäter.

    Feuerwehrleute und Polizisten setzen ihr Leben und ihre Gesundheit ein.
    Was wiegt schwerer? wenn ein Börsenmarkler kurz eine Million für sein Bankinstitut verliert, oder der Arzt, der aus Erschöpfung und mangelnder Konzentration einem Patienten das falsche Mittel spritzt, oder eine Ãœberdosis ?

    Ein AV, der sein Unternehmen gut führt, Umsatz macht und Arbeitsplätze erhält, sollte auch dafür entsprechend bezahlt werden.

  • mir ist es wurscht was ein ackermann verdient,aber ich möchte das auch ein hilfsarbeiter soviel verdient das er anständig leben kann.
    ich finde das der spitzensteuersatz angehoben werden sollte ab einem bestimmten jahreseinkommen.das kindergeld sollte komplett abgeschafft werden, wenn man dem nicht zustimmt,sollten es wenigstens die gutverdienenden,die nicht darauf angewiesen sind,nicht mehr erhalten.aber dazu habe ich mich in einem anderen fred ja schon ausführlicher geäussert.

  • ich möchte das auch ein hilfsarbeiter soviel verdient das er anständig leben kann.


    Was ist "anständig". Quzantifizieren bitte.


    Zitat

    ich finde das der spitzensteuersatz angehoben werden sollte ab einem bestimmten jahreseinkommen.


    Was für ein unsinniger Satz, der von Unkenntnis wirklich nur so strotzt. Der SPITZENsteuersatz wird natürlich erst ab einem BESTIMMTEN Jahreseinkommen erhoben. Derzeit liegt er bei 42%. Wie hoch hättest Du ihn gerne und warum?

    Zitat


    das kindergeld sollte komplett abgeschafft werden, wenn man dem nicht zustimmt,sollten es wenigstens die gutverdienenden,die nicht darauf angewiesen sind,nicht mehr erhalten.


    Gutverdiener bekommen gar kein Kindergeld sondern lediglich Steuerfreibeträge! Nicht einmal das weißt Du!


    Zitat

    aber dazu habe ich mich in einem anderen fred ja schon ausführlicher geäussert.


    Ja, genauso falsch.




  • Selbstverständlich bekommen Gutverdiener Kindergeld...................



    greetz



    PS: könnte jetzt hinzufügen: Nicht einmal .................

    2 Mal editiert, zuletzt von schlabund ()

  • Selbstverständlich bekommen Gutverdiener Kindergeld...................

    Ja sicher, denn wenn sie gut verdienende Kinder mit hohem Taschengeld und eigenem Chauffeur für deren Bentley haben, muss das Geld ja irgendwoher kommen. :smile:

  • Selbstverständlich bekommen Gutverdiener Kindergeld...................




    Ich hatte es woanders schonmal ausführlich dargelegt:

    Kindergeld wird für jedes Kind, dass seinen Wohnsitz im Inland hat an denjenigen gezahlt, bei dem das Kind lebt.

    Dies ist völlig unabhängig vom jeweiligen Einkommen.

    Der Unterschied besteht darin, dass Besserverdiener oder vermögende Eltern das Geld für ihre Kinder anlegen können, während Geringverdiener meistenteils dazu gezwungen sind das Kind davon zu kleiden, bzw. Lernmittel oder Schulfahrten u.ä. davon zu finanzieren!

  • So pauschal kann man das auch nicht sagen.


    Kein Kindergeld für Hartz IV-Empfänger? | Neues aus Westsibirien


    und


    Lehrerverband fordert Kindergeld-Krzung fr dicke Kinder - Ernhrung bei GMX

  • Eigentlich bekommen sie ja Kindergeld, es wird nur auf die Leistungen angerechnet.

    Und damit ist es wieder weg!



    ..........im Endeffekt also kein Kindergeld.....die Wege deutscher Bürokraten........ den Rest schenk ich mir


    greetz:mad2:

  • Was ist "anständig". Quzantifizieren bitte.[...].


    Die mittelschicht verdient lt aktueller DIW-studie zwischen knapp 900 und 1800 €/monat....

  • Ich hatte es woanders schonmal ausführlich dargelegt:

    Kindergeld wird für jedes Kind, dass seinen Wohnsitz im Inland hat an denjenigen gezahlt, bei dem das Kind lebt.

    Dies ist völlig unabhängig vom jeweiligen Einkommen.


    Dann verstehe ich folgenden Paragraphen nicht:


    Aus Wiki:


    Zitat

    Das Finanzamt prüft im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung von Amts wegen, ob der Abzug der Freibeträge günstiger ist als der Anspruch auf das Kindergeld (Günstigerprüfung). Ergibt sich aus der Günstigerprüfung, dass der kindbedingte Steuervorteil aufgrund des Freibetrages höher ist als das Kindergeld, so wird dem Steuerpflichtigen dieser überschießende Betrag ausgezahlt. Im umgekehrten Fall bleibt es beim Kindergeld.


    Das ist kein Kindergeld, sondern ein eingetragener Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte, wie ich ihn z.B. wegen doppelter Haushaltsführung und Familienheimfahrten ebenfalls habe. Das ist aber kein "Pendlergeld" oder "Haushaltszuschuss", sondern eben ein simpler Freibetrag.


    Oder verstehe ich da etwas falsch? :shocked:

  • Und? Was soll mir das in diesem Zusammenhang sagen? :confused::confused::confused:


    war nur mal so ein anhaltspunkt zur quantifizierung... je nachdem wo in der mittelschicht sich der hilfsarbeiter befindet, wenn überhaupt, benötigt er noch anständig zusätzliche staatliche hilfe. :wink5:

  • ..........im Endeffekt also kein Kindergeld.....die Wege deutscher Bürokraten........ den Rest schenk ich mir


    greetz:mad2:



    Sorry Leute, Gehaltssteigerung in Unternehmen - Kindergeld?????


    Ihr verwirrt mich, jetzt ist mein ganzer Kommentar im Eimer....

  • Aha,



    Zitat:


    "Dabei wird in Fällen, in denen der Steuerpflichtige ein Wahlrecht hat, vom Finanzamt eine Ãœberprüfung durchgeführt, mit welcher der möglichen Varianten der Steuerpflichtige besser gestellt ist. Diese Variante ist dann bei der Festlegung der Steuer zugrunde zu legen."




    merkst du eigentlich noch was? Kopfschüttel:shocked:




  • Zum einen geht es hier um die Besteuerung, zum anderen ist doch auch hier ein Anspruch auf Kindergeld. (.....ansonsten bleibt es beim Kindergeld!)

  • war nur mal so ein anhaltspunkt zur quantifizierung... je nachdem wo in der mittelschicht sich der hilfsarbeiter befindet, wenn überhaupt, benötigt er noch anständig zusätzliche staatliche hilfe. :wink5:


    Wo ziehen wir dann die Grenze zwischen Unter- und Mittelschicht?