Was Deutschland vom Euro hat

  • Was Deutschland vom Euro hat


    Der Euro steckt in einer tiefen Krise. Aber wie stünde Deutschland da, würde es noch die Mark geben? Einiges spricht dafür, dass die Einheitswährung der Wirtschaft hilft.


    In der gegenwärtigen Euro-Krise sehen sich die Kritiker von einst bestätigt: Hätten wir doch nur unsere D-Mark behalten, sagen viele jetzt unverhohlen – dann ginge es uns nun besser. Andere bestreiten das vehement und behaupten, Deutschland und seine Wirtschaft seien der größte Nutznießer aller Euroländer. Kürzlich meinte Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), auf ZEIT ONLINE sogar: "Der Euro ist der Vater des deutschen Exportwunders."


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    Das ist ein vierseitiger Artikel, der sehr interessant ist. Was meint ihr? Wäre die deutsche Wirtschaft in einer schlechteren Lage wenn es den Euro nicht gegeben hätte?
    Das Bauchgefühl sagt einem immer "damals mit der Mark, war alles billiger", wenn man da aber Vergleiche heranzieht, haben sich zwar manche Dinge in der Tat verteuert, umgekehrt ist jedoch auch so einiges billiger geworden.


    Denkt ihr das Deutschland ohne den Euro besser gefahren wäre?


  • ich kann nur für mich sprechen, ich habe weniger kaufkraft seit der einführung des euros

  • Ich denke nein.
    Die Krise hat alle hart getroffen, nur denke ich, das wenn die Deutschen noch die D-Mark gehabt hätten, es eventuell zu viel härteren Auswirkungen durch Kursschwankungen gekommen wäre.
    Der Euro wird von vielen Staaten getragen und ist deswegen in meinen Augen weit stabiler als es eine einzelne Währung sein könnte.


    Das alles durch den Euro teurer geworden ist, liegt an einem klaren Versagen der Politiker in den betreffenden nationen, denn diese verabsäumten es das zu verhindern durch klare gesetzliche Vorlagen, oder sanktionierten derartige Preispolitik zumindest nicht.

  • Ich denke nein.
    Die Krise hat alle hart getroffen, nur denke ich, das wenn die Deutschen noch die D-Mark gehabt hätten, es eventuell zu viel härteren Auswirkungen durch Kursschwankungen gekommen wäre.
    Der Euro wird von vielen Staaten getragen und ist deswegen in meinen Augen weit stabiler als es eine einzelne Währung sein könnte.


    Das alles durch den Euro teurer geworden ist, liegt an einem klaren Versagen der Politiker in den betreffenden nationen, denn diese verabsäumten es das zu verhindern durch klare gesetzliche Vorlagen, oder sanktionierten derartige Preispolitik zumindest nicht.


    viele staaten sind nur in der eurozone, weil deutschland dabei ist.

  • viele staaten sind nur in der eurozone, weil deutschland dabei ist.


    Das mag ja sein, aber die Stabilität des Euros hängt nicht alleine an Deutschland, sondern auch an Frankreich, den BeNeLux staaten, Österreich usw. an den meisten der "reicheren" Länder.

  • Ich denke nein.
    Die Krise hat alle hart getroffen, [...]


    Ich glaube da sitzt du einer Fehlinformation auf.
    [url=http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,695137,00.html]Währungskrise: Wem der Euro-Verfall nutzt - und wem er schadet - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft[/url]
    Im Bezug auf den €uro.


    Im Bezug auf die Krise, ich vermute du meinst damit die geplatzte "Immobilienblasenkrise",
    Sind auch längst alle nicht hart getroffen worden.
    Ganz im Gegenteil!
    Einige der dafür verantwortlichen Großbanken haben hervorragend daran verdient.


    Doch egal welche der Krisen nun angesprochen ist.
    Im Resultat erleben wir immer wiedr das gleiche: Umverteilung. In immer die gleiche Richtung.

  • sags mir:seeya:sag mir was du denkst:lol:


    Rapunzel, das frage ich dich doch. Oder möchtest du es nicht preisgeben?
    Ich bin nur ein dummer Holländer, der von dir aufgeklärt werden möchte.

  • Deutschland oder besser das deutsche Volk hat rein gar nichts vom Euro, wenn es nicht 12 Monate im Jahr im europäischen Ausland unterwegs ist. Ich hab das Thema schon 2005 unter DM oder Euro abgehandelt und meine negative Einstellung zur Kunstwährung hat sich nicht verändert, weil ich jetzt noch weniger davon habe!

  • Rapunzel, das frage ich dich doch. Oder möchtest du es nicht preisgeben?
    Ich bin nur ein dummer Holländer, der von dir aufgeklärt werden möchte.


    wenn deutschland aus der eurozone austreten würden, was sie ja NICHT DÃœRFEN, wäre der euro nichts mehr wert.mehr sage ich nicht mehr dazu

  • Der EURO hat Deutschland als wirtschaftsstarkes und sehr exportorientiertes Land Vorteile gebracht.

    Profitiert hat davon in erster Linie die exportorientierte Wirtschaft. Die breite Bevölkerung zwar auch, aber weniger als erstere.

    Weniger profitiert haben eher schwache Volkswirtschaften, die die Anpassungsperiode und die EU-Subventionen nicht vernünftig zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit genutzt haben.

  • Deutschland oder besser das deutsche Volk hat rein gar nichts vom Euro, wenn es nicht 12 Monate im Jahr im europäischen Ausland unterwegs ist.



    Die exportorientierte Wirtschaft profitiert vom Euro. Der Urlauber in den Mittelmeerländern, deren Währung früher immer nachgegeben hat, hat das Nachsehen. Welcher Normalverdiener kann sich im früheren Billigland Italien noch einen Urlaub leisten?
    "Nun reich mir Stab und Ordenskleid der fahrenden Scholaren!
    Ich will zur schönen Sommerszeit in's Land der Franken fahren." V.von Scheffel

    ........denn da ist es inzwischen billiger als in Italien.

  • Die exportorientierte Wirtschaft profitiert vom Euro. Der Urlauber in den Mittelmeerländern, deren Währung früher immer nachgegeben hat, hat das Nachsehen. Welcher Normalverdiener kann sich im früheren Billigland Italien noch einen Urlaub leisten?
    "Nun reich mir Stab und Ordenskleid der fahrenden Scholaren!
    Ich will zur schönen Sommerszeit in's Land der Franken fahren." V.von Scheffel

    ........denn da ist es inzwischen billiger als in Italien.

    Ach ja, die Wirtschaft.
    Ich sprach vom Volk. Dein zitierter Victor von Scheffel ist seit 1886 tot und hätte heute auch eine andere Meinung vom Reisen. Es wäre der Sache dienlich, wenn du in der Gegenwart argumentieren könntest, in der sich die Preise für bestimmte Reisen seit 2005 schlicht verdoppelt haben!

  • Ach ja, die Wirtschaft.
    Ich sprach vom Volk. Dein zitierter Victor von Scheffel ist seit 1886 tot und hätte heute auch eine andere Meinung vom Reisen. Es wäre der Sache dienlich, wenn du in der Gegenwart argumentieren könntest, in der sich die Preise für bestimmte Reisen seit 2005 schlicht verdoppelt haben!



    Ist doch meine Rede und daß das in Franken nicht der Fall ist!

  • Der EURO hat Deutschland als wirtschaftsstarkes und sehr exportorientiertes Land Vorteile gebracht.

    Profitiert hat davon in erster Linie die exportorientierte Wirtschaft. Die breite Bevölkerung zwar auch, aber weniger als erstere.

    Weniger profitiert haben eher schwache Volkswirtschaften, die die Anpassungsperiode und die EU-Subventionen nicht vernünftig zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit genutzt haben.


    Seit etwa 1998 haben wir in Deutschland eine Exportwirtschaftspolitik betrieben. Durch ständige Lohnzurückhaltung wurde die Exportwirtschaft aufgeblasen auf Kosten der Binnenkonjunktur.


    Durch den daraus resultierenden Konsumrückgang des größten Volks der EU leiden die Exporte der anderen EU-Länder. Im Gegenzug werden die deutschen Waren immer günstiger und konkurrenzfähiger.


    Die Löhne in allen anderen EU-Ländern sind stetig gestiegen. Die starke Binnenkonjunktur der anderen EU-Staaten stärkten wiederum unsere Exportwirtschaft.


    Nun die erste Frage: Was haben die meisten deutschen Durchschnittsverdiener von der starken Exportwirtschaft? Richtig! Stagnation, sogar Abwertung der Kaufkraft.


    Zweite Frage: Ist die deutsche Wirtschaftspolitik EURO- und EU-dienlich? Klares Nein von mir! Die deutsche Wirtschaftpolitik hat die EURO-Krise begünstig.

  • Die Löhne in allen anderen EU-Ländern sind stetig gestiegen.



    Und das ist wohl eine Art Naturgesetz, das von uns Deutschen gefälligst zu beachten und mitzumachen ist?