Aktuelle Analysen zur wirtschaftlichen Lage Deutschlands

  • Komisch gell. Der Artikel (aus der FAZ) hat exakt die Leserschaft der nämlichen Zeitung im Visier. Natürlich sind sie nicht begeistert, wenn ihrem jahrelangen Credo ein paar Zahlen entgegengstellt werden. Was hast Du denn erwartet ?
    Oder: ist die Lesermeinung neuerdings Beleg gegen eine statistische Darstellung ?? :shocked:



    Das alles ist aber noch kein Grund, die Argumentation mit eben diesen Zahlen nicht in Frage zu stellen. Imho berechtigterweise. Kausalketten sind scheinbar nicht das Ding von Herrn Bernau.

    Das fängt bei Definitionen an. 1700 Euro/mtl für eine dreiköpfige Familie sind also Mittelschicht? Hallo?! Die schrammen in manchen Gegenden knapp am Wohngeld vorbei! Das ist also die neue, trransferempfangende Mittelschicht. Interessante Sicht auf die Dinge!

    Die Aufrechnung von Renten, Krankengeld der GKV und ALG1 ist ein weiteres Stück dümmlicher Zweckargumentation, oder besser: -propaganda. Die Obergrenze des SOEP ist genau so gewählt, daß sie deutlich unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt, gleichzeitig aber die höchsten Beitragszahler ausblendet. So kann man das natürlich auch machen. Wenn es tatsächlich so ist, wie der Herr Bernau zu diesem Themenbereich so schreibt, gibt es doch eine ganz einfache Lösung: Wir setzen die Beitragsbemessungsgrenze auf 1720 Euro runter und sehen mal, was passiert. Komisch nur, daß dazu genau die entgegengesetzte Diskussion läuft. Offensichtlich haben auch noch andere die Argumentation von SOEP und Herrn Bernau nicht verstanden...

    Zu Gymnasium, Theater und Musikschule sage ich mal nichts. Das ist mir einfach zu platt.

    Einmal editiert, zuletzt von Dieter59 ()

  • Immer mehr nebulöse Aussagen, zu den Kosten der rund 50 Mrd. € für die ALG II Aufstocker aus den Taschen der Steuerzahler als Lohnsubvention, schaffen immer tiefere Verwirrung.


    Aus den Bundesministerium für Arbeit wurde die Darstellung das die Solidargemeinschaft der Steuerzahler die Unternehmen durch ergänzendes ALG II (Aufstocker) bis zu 50 Milliarden Euro subventioniert sogar als hanebüchen bezeichnet. Das Arbeitsministerium bezeichnete dagegen die Behauptung als «hanebüchen und unhaltbar», der Staat könne diese Summe durch die Einführung gesetzlicher Mindestlöhne einsparen. …So sei in 2009 nur ein Viertel aller Leistungen für Aufstocker an Vollzeitbeschäftigte gezahlt worden. Mehr als jeder zweite Aufstocker gehe einer geringfügigen Beschäftigung nach und verdiene weniger als 400 Euro - der Großteil davon liege wiederum nahe bei 100 Euro….


    Wenn ich nun die Angaben des Arbeitsministeriums voraussetze, würde die Solidargemeinschaft der Steuerzahler (also die Familien der Mittelschicht) durch einen gesetzlichen Mindestlohn entlastet, denn ein Viertel der Aufstocker ist Vollzeitbeschäftigt und je nach der Höhe des gesetzlichen Mindestlohn, würden diese Aufstocker bei einer 40 Stunden Woche, aus dem Bezug des ergänzenden ALG II (Aufstocker) befreit. Auch wenn das „nur“ zu einer Einsparung von mehreren Milliarden Euro (20%) führen würde, hätte die Solidargemeinschaft der Steuerzahler und die Vollzeit- Beschäftigten im Niedriglohnbereich mehr Netto vom Brutto.


    Die Arbeitgeber argumentieren allerdings gegensätzlich sie behaupten gesetzliche Mindestlöhne würden die Arbeitsplätze im Niedriglohnbereich vernichten. Wenn ich nun die Angaben des Arbeitsministeriums zu Grunde Lege ist das nicht nachvollziehbar. Von rund 1.300.000 Personen (Aufstocker) sind nach Angaben des Arbeitsministerium nur 325.000 in Vollzeit beschäftigt, somit kann ein gesetzlicher Mindestlohn keine höhere Anzahl an Arbeitsplätzen vernichten. Denn das Arbeitsministerium führt ja weiter aus „Mehr als jeder zweite Aufstocker gehe einer geringfügigen Beschäftigung nach und verdiene weniger als 400 Euro - der Großteil davon liege wiederum nahe bei 100 Euro.“


    Das heißt gesetzliche Mindestlöhne würden die Solidargemeinschaft der Steuerzahler jedes Jahr um mehrere Milliarden Euro entlasten, wobei der Abbau von Arbeitsplätzen als äußerst gering einzuschätzen ist.


  • Das heißt gesetzliche Mindestlöhne würden die Solidargemeinschaft der Steuerzahler jedes Jahr um mehrere Milliarden Euro entlasten, wobei der Abbau von Arbeitsplätzen als äußerst gering einzuschätzen ist.


    Das würde aber nur einen Effekt auf die ca. 25% vollzeitbeschäftigten Aufstocker haben, deren staatliche Zusatzleistung meist eher gering ausfällt. Als Veranschaulichung: Jemand, der zu 5€ Stundenlohn 40 Stunden die Woche arbeitet, hätte im Monat 800€ (steuerfrei). Ich weiß nicht, ab welchem Betrag es staatliche Leistungen gibt, aber soviel könnte man da wohl nicht einsparen.


    Die anderen 75% bekommen meiner Einschätzung nach größtenteils einen angemessenen Stundenlohn, nur halt aufgrund der Arbeitsmarktsituation keine volle Stelle. Darunter fallen auch viele junge, frisch Ausgebildete (z.B. Ergotherapeuten oder Krankenschwestern/pfleger) sowie Hochschulabsolventen (z.B. Jura oder BWL), die es ohne Connections oder Einserabschluss schwer haben. Denen hilft auch ein Mindestlohn nicht.


    Trotzdem bin ich aber für die Einführung eines Mindestlohns, aber nicht aus diesen Gründen. :wink5:

  • Deutschlands konjunktureller Sommernachtstraum


    Jens Berger 16.08.2010
    Die deutsche Exportwirtschaft legt phantastische Zahlen vor, Medien und Politik feiern das "Sommermärchen". Doch ohne Lohnzuwächse droht der Aufschwung zu einem Strohfeuer zu werden


    Schon der von den Göttern bestrafte Sisyphos wusste, dass er seinen Felsbrocken nur deshalb tagaus, tagein steil bergauf schieben konnte, weil dieser stets kurz vor dem Höhepunkt wieder in die Tiefe rauschte. Auch die deutsche Wirtschaftspolitik ist eine Sisyphosarbeit. Die Konjunktur durchläuft ihren Schweinezyklus, mal geht es bergauf, mal geht es bergab - je steiler es bergauf geht, desto steiler geht es bergab und umgekehrt. Seit das Statistische Bundesamt am Freitag das Wirtschaftswachstum für das zweite Quartal des laufenden Jahres mit +2,2% beziffert hat, ist Deutschland aus dem Häuschen. Wirtschaftsminister Brüderle spricht von einem "Aufschwung XL", die Medien feiern den Superstar Deutschland, der ganz Europa abgehängt hat (die Fachwelt sieht das freilich etwas anders vgl. Trotz Rekordwachstum keine Feierlaune) und die Wirtschaftsverbände suchen bereits nach Argumenten, warum es auf keinen Fall Lohnsteigerungen geben darf.




    weiter

  • Modultitel Deutschland: Arbeitsmarkt August 2010:

    Deutscher Arbeitsmarkt eine Insel der Glückseligen in einem Meer der steigenden Arbeitslosigkeit?

    Wir hören und sehen mit Verwunderung die Arbeitsmarktdaten der Insel der Glückseligen. Wir reiben uns verwundert die Augen. Jeder siebente US-Bürger braucht Lebensmittelmarken - Ãœber 40 Millionen Bürger der USA erhalten Lebensmittel-Marken, etwa 50 Prozent mehr als vor der Rezession. Die USA geben für die gesamte Sozialhilfe rund eine halbe Billion Dollar aus. In den USA, hat sich die Lage am Arbeitsmarkt, in den letzten Monaten gegensätzlich zur der Statistik des deutschen Arbeitsmarkt entwickelt.

    Offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen im August 2010
    3.188.122 Personen wurden statistisch erfasst
    + 1.376.178 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente.

    Die Zahl der Personen in Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) wird im BA – Bericht August 2010 Seite 85) auf 318.982 beziffert.

    Nach letzten Angaben im Berichtsmonat März 2010, erhielten 385.000 Arbeitslose keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung. (BA Bericht Juli 2010 Seite 20 – BA im BA Bericht August 2010 ist diese Zahl nicht auffindbar)

    ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen
    August 2010 == 4.564.300 betroffene Personen
    (zuzüglich der Arbeitslosen die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung erhalten)

    BA Bericht August 2010 Seite 51 Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit 4.257.082
    Personen Unterbeschäftigungsquote 10,0 %


    Nach den jüngsten Angaben wurden im März 2010 an 830.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. (BA Bericht August 2010 Seite 9)

    Leistungsempfänger 3):
    ALG I 933.400;
    ALG II 4.892.162;
    Sozialgeld 1.812.932 (ohne Sozialhilfe SGB XII) BA Bericht August 2010 Seite 51
    3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.
    Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) verharrt mitten im „Arbeitsmarktwunder“ weiterhin auf höchsten Niveau die Statistik der BA weist 7.638.494 Personen im Leistungsbezug von Arbeitslosengeld I; Arbeitslosengeld II und Sozialgeld aus.


    Auswirkung der Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente auf die Messung der Arbeitslosigkeit BA Bericht Juli 2010 Seite 13 (Im BA Bericht August ist diese Erklärung nicht auffindbar

    ….Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen zu berücksichtigen.

    Im BA Arbeitsmarktbericht August 2010 wurden in Deutschland statistisch wieder weniger Arbeitslose gezählt, das ist die niedrigste Zahl der Arbeitslosen in einen August seit x Jahren.

    Allerdings ist die Definition von Arbeitslosigkeit in Deutschland zahlenfreundlich ausgerichtet.

    Erwerbsfähige Hilfebedürftige, die nach Vollendung des 58. Lebensjahres mindestens für die Dauer von zwölf Monaten Leis-tungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen haben, gelten nach § 53a Abs. 2 SGB II dann nicht als arbeitslos, wenn ihnen in diesem Zeitraum keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten werden konnte. (BA – Bericht August 2010 Seite 38)

    BA Bericht August 2010 Seite 46

    Folgende arbeitsmarktpolitische Instrumente werden aktuell in die Entlastungsrechnung der BA einbezogen:
    - Vollzeitäquivalent der Kurzarbeit: Zahl der Kurzarbeiter mal durchschnittlichem Arbeitszeitausfall,
    - Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes: Arbeitsgelegenheiten, ABM, Beschäftigungszuschuss
    - berufliche Weiterbildung (einschl. Reha), Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen (einschl. Reha; Restabwicklung), Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
    - Vorruhestandsähnliche Regelungen: Inanspruchnahme des § 428 SGB III im Rechtskreis SGB III (Restabwicklung), Perso-nen in geförderter Altersteilzeit, Regelung des § 53 a Abs. 2 SGB II
    - Förderung der Selbständigkeit: Gründungszuschuss, Einstiegsgeld Variante Selbständigkeit und Existenzgründungszu-schuss (Ich-AG; Restabwicklung).
    Außerdem werden Personen, die arbeitsunfähig sind und Arbeitslosengeld auf Basis des §
    126 SGB III beziehen, zur Unterbeschäftigung gezählt.

    Der BA - Arbeitsmarktstatistik suggeriert für den deutschen Arbeitsmarkt weiterhin eine Insel der Glückseligkeit. Die Arbeitslosenstatistik der BA verzeichnet die übliche Entwicklung am Arbeitsmarkt.. Bei sorgfältiger Betrachtung des BA Monatsbericht fällt allerdings auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb abermals die Frage, wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder - wie zuletzt in Griechenland - geschätzt? Vor allem stellt sich die Frage, woher kommt trotz „boomenden Arbeitsmarkt“ das exorbitant hohe Finanzdefizit der BA und der exorbitant hohe Anstieg der Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) bei den Kommunen?

    Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

    Es handelt sich abermals um ein Paradoxon einerseits spricht der Staatsjournalismus vom „Jobwunder“ immerhin ist die Zahl der Arbeitslosen von rund 5 Millionen 2005 auf rund 3 Millionen 2010 gesungen anderseits Seit der Einführung von Hartz IV sind die Unterkunftskosten deutlich angestiegen: von 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf voraussichtlich elf Milliarden Euro in diesem Jahr.

    Laut BA Schätzungen/Hochrechnungen befanden sich im Monat August *1,38 Mio. Personen (*vorläufig und hochgerechnet) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.BA - Bericht August 2010 Seite 6 Darunter sind nach BA Hochrechnungen/Schätzung 318.982 Personen - BA Bericht August 2010 Seite 85 in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II Wobei von einer Untererfassung auszugehen ist, 3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010 [Januar bis Juni, Datenstand Juni 2010 - vorläufige Werte] nur ca. 72 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst. Wie viele Personen in den fehlenden 28 % gefördert werden, wäre reine Spekulation. (BA Bericht August Seite 85 Fußnote 3)

    Vor allem im Bereich der Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) ist eine erhebliche Untererfassung zu vermuten. Hinweis BA Bericht August 2010 Seite 85 Am aktuellen Rand werden die Daten aufgrund von Erfahrungswerten hoch gerechnet. 7) Vergleiche mit Vorjahresergebnissen sind nicht sinnvoll, da rückwirkend ab BM Jan 2010 die Datenbasis und das Messkonzept zur Auswertung von eingelösten VGS (bewilligt 1. Rate) umgestellt und die statistischen Ergebnisse revidiert wurden.


    Umstellung der Statistik der gemeldeten Arbeitsstellen

    Quelle der Daten: (ACHTUNG, Neue Internetadresse (URL) der Statistik der Bundesagentur für Arbeit Startseite - statistik.arbeitsagentur.de
    Quelle der Daten August 2010
    http://statistik.arbeitsagentu…/Monatsbericht-201008.pdf

    Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik die vielfach auf Schätzungen und Hochrechnungen der BA beruht?

    Die Zahl der offiziell registrieren Arbeitslosen bleibt auf niedrigen Niveau die Finanzlage der BA und der Kommunen bleibt angespannt, viele Arbeitslose/Arbeitssuchende werden weiterhin in den „Vierschiebebahnhöfen“ – arbeitsmarktpolitische Instrumente und Kurzarbeit sowie in der von der Ministerin angestrebten Ausweitung der steuerfinanzierten Bürgerarbeit, verborgen.

    Erstellt von Sybilla am 31.08.10 11 Uhr 00
    Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden

  • Der „Erfolg“ von Hartz IV und der gefühlte Jobboom resultiert vor allem in der Ausweitung des Niedrigstlohnsegment des Arbeitsmarktes, alleine die Zahl der Minijobber in Privathaushalten ist seit 2007 um rund 50 Prozent gestiegen. ... Im Bereich der gewerblichen Minijobs gab es im zweiten Quartal dieses Jahres 6,8 Millionen Beschäftigte. Im Bezug auf ergänzende ALG II Leistungen (1,4 Millionen Personen) wird immer wieder behauptet das diese nur selten länger als 1 Jahr bezahlt würden. Dazu sollte man wissen das jede Unterbrechung des Minijobs auch eine Unterbrechung der ergänzenden ALG II Leistungen bedeutet. Im konkreten kann das zum Beispiel so sein, dass eine Familie eine Haushaltshilfe nur von September bis Juli beschäftigt im Ferienmonat August ist der Minijob der Haushaltshilfe und der Bezug des ergänzenden ALG II unterbrochen. Das „Urlaubsgeld“ der Haushaltshilfe zahlt das Jobcenter ebenso die ergänzenden ALG II Leistungen der Minijob Haushaltshilfe, also die Solidargemeinschaft der Steuerzahler. Das der „Beschäftigungsboom“ am Arbeitsmarkt 6,8 Millionen Beschäftigte in gewerblichen Minijobs beinhaltet, ist zumindest für mich nicht überraschend.

  • In den letzten Jahren entwickelte sich der Einzelhandelsumsatz in der Tendenz negativ, diese tendenziell negative Entwicklung der Einzelhandelsumsätze, stand meistens im Widerspruch zur der von der GfK ermittelten Kauflaune der Konsumenten.


    Diese kognitive Dissonanz wurde nun durch „methodischen Verbesserungen“ bei der Erfassung des Einzelhandelsumsatzes aufgehoben (Was nicht passt wird passend gemacht)


    Zitat

    Hier wird deutlich das durch die „methodischen Verbesserungen“ die Statistik der Einzelhandelsumsätze förmlich in die Höhe katapultiert werden. Und das ohne das ein Konsument einen Euro mehr für den Konsum ausgegeben hat.


    Und endlich passen die Umfragen der Gfk zum Konsumklima der Konsumenten zu den Einzelhandelsumsätzen die durch das statistisches Bundesamt aufgrund „„methodischen Verbesserungen“ ermittelt werden, zusammen.


    Pressemitteilung Nr.304 vom 01.09.2010 Einzelhandelsumsatz im Juli 2010 real um 0,8% gestiegen


    Das ist der Beweis der Aufschwung hat den Konsumenten erreicht.
    Darauf ein dreifaches:
    Hipp Hipp --- Hurra
    Hipp Hipp --- Hurra
    Hipp Hipp --- Hurra


    Frei nach dem Pipi Langstrumpf Prinzip … Ich mach' mir die Welt wie sie mir gefällt.

    Einmal editiert, zuletzt von Sybilla ()

  • Müntefehring hat doch letztens geheiratet.
    Glückwünsch an das junge Paar.
    Seine Mätresse ist somit bestens versorgt.

    In der DDR hätte das junge Paar sogar sofort einen zinslosen Kredit von 5000 Mark bekommen. :wink5:

  • In der DDR hätte das junge Paar sogar sofort einen zinslosen Kredit von 5000 Mark bekommen. :wink5:


    Von Hänschen Eichel sagt man, er hätte als Finanzminister
    von rot-grün ausdrücklich verboten, dass Kanzler und
    Außenminister dasselbe Transportmittel benutzen,
    wenn es auf Dienstreise ging.
    Bei einem Unglück hätte der Staat 9 Witwenrenten finanzieren müssen.
    :smilielol5:

  • Nicht alle Deutschen sind Nazis, nicht alle Türken sind Islamisten und so sind auch nicht alle Hartz IV Empfänger faul!
    Aber es lebe das Vorurteil...:rolleyes:


  • Das eventuell, mal rein theoretisch, nur hypothetisch, die GfK vorher Recht gehabt hat und nur mal angedacht die neue Statistik realistischer ist, ist natürlich völlig ausgeschlossen ...


    Ich arbeite zufällig in der Industrie und ich weiß aus erster Hand, dass es mehr Aufträge gibt und Leute eingestellt werden, aber das halluziniere ich wahrscheinlich, denn es geht uns ja immer schlechter, Schlechter, SCHLECHTER, S C H L E C H T E R - keine Widerrrede.


    Gruß
    Verbalwalze


  • Liebe TM, die +5€ sind nach allem was ich gelesen und gesehen habe, die Endsumme, inklusive eventueller Tabakabzüge. Und das ist tatsächlich nicht viel. Aber kein Grund, auch noch eine Senkung herbei zu fabulieren.
    Ich kann auch nicht verstehen, liebe TM, wie man sich über seine selbst ausgedachten "Tatsachen" wundern kann - aber man kann.


    Gruß
    Verbalwalze

  • Die Arbeitsulla rechtfertigt diese Er(höhung)niedrigung mit den vielen Menschen, die mit niedrigen Einkommen ihr Auskommen haben.
    Wieder werden die etwas weniger armen Schweine gegen die ganz armen Schweine in Stellung gebracht....
    Ãœbel, ganz übel.....

    Immerhin gezielte Politik. Die allererste dieser Regierung. Nach Sarrazin und seinen faschistischen Thesen darf nun mit staatlich geschürtem Neid die eine Hälfte eines vorsätzlich verarmten Volkes sich über die andere Hälfte aufregen. Das gibt der Regierung Zeit, neue Gesetze zu erfinden, mit denen sie das Volk auch um den letzten Rest seines Geldes bringen kann. Sozialistische Gleichmacherei auf unterstem Niveau in der letzten Phase eines Raubtierkapitalismus. Ziemlich gefickt eingeschädelt. :smile:

  • so sieht der aufschwung©®™ laut einer umfarge der gewerkschaften an dem sich 5000 betriebsräte beteiligten wirklich aus:


    "[...] Die überwiegende Anzahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze ist prekärer Art. 43% der Neueinstellungen geschehen über Leiharbeit, weitere 42% sind befristete Jobs. Nur ganze 15% der neu geschaffenen Stellen sind unbefristet. 66% der befragten Betriebe nutzen Leiharbeit. 1/3 dieser Betriebe hat einen gleichbleibenden Leiharbeiteranteil seit 2008. Ein weiteres Drittel hat die Leiharbeit sogar noch ausgeweitet. [...]"


    -> Telepolis pnews: Leiharbeit steigt trotz Aufschwung deutlich an


    die devise "sozial" ist für unternehmer und/oder kapitalbesitzer was im niedriglohnsektor arbeit schafft gilt ungebrochen!