Aktuelle Analysen zur wirtschaftlichen Lage Deutschlands

  • Querschüsse hat mal wieder eine knallige Analyse abgefeuert.


    "Konsumboom?"


    Das ganze erinnert mich an die sache die vom rumänischen staatslenker CeauÈ™escu berichtet wurde: Angeblich soll er in einem besonders kaltem winter, angesichts der knappen devisen und brennstoffversorgung, den rundfunk angewiesen haben, den wetterbericht dahingehend zu manipulieren, daß die temperaturen höher als gemessen, anzugeben seien, damit die leute weniger heizen. :out::smilielol5:

  • Die Berechnung der Hartz IV Regelsätze im Detail betrachtet – 2. Die Einzelposten des ALG II Regelsatzes für Einpersonenhaushalte.

    Wie ich bereits in die Berechnung der Hartz IV Regelsätze im Detail betrachtet 1. Die Regelsatzberechnung für Einpersonenhaushalte verfasst habe. Ist meine Kritik an der Berechnung und der Höhe des ALG II Regelsatz 364 € für Erwachsene das nur noch die untersten 15 % der Haushalte berücksichtigt werden und das Haushalte mit ergänzenden Transferleistungen in die Berechnung des Regelsatzes von 364 € Berücksichtigung finden.

    Des weiteren wurden aus dem Regelsatzes von 364 € für Einpersonenhaushalte die durchschnittlichen Verbrauchsausgaben für Tabakwaren in Höhe von 11,08 Euro und 8,11 € für alkoholische Getränke als nicht als regelbedarfsrelevant gestrichen. Allerdings entfielen - nach dem Wägungsschema des allgemeinen Preisindex – rechnerisch 11,35 % für Spirituosen, die nach der allgemeinen Lebenserfahrung nicht dem Zweck der Flüssigkeitsaufnahme dienen. Es verbleiben dann von den 8,11 € noch 7,19 € für alkoholische Getränke, die durch alkoholfreie Getränke zu substituieren sind. Ausgehend von 12 Litern Flüssigkeitsbedarf wurde ein Betrag von 2,99 € für ein preisgünstiges Getränk (Mineralwasser) errechnet. Somit wurden aus den Regelsatz (Alkohol und Tabak) 19,19 € gegen 2,99 € für ein preisgünstiges Getränk (Mineralwasser) eingesetzt. (-16,20 Euro)

    Das BVerfG hat in seinem Urteil vom 9. Februar 2010 die Teilhabe an den politischen – kulturellen und sozialen Gesellschaftsleben als Bestandteil der Existenzsicherung eingefordert. Es gibt Grund zur Annahme dass die „Referenzgruppe“ des (unterstes Quintil) 20 % der nach ihrem Nettoeinkommen geschichteten Haushalte der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, auch Alkohol und Tabak konsumieren. Eine Herausnahme der Bestandteile für Alkohol und Tabak des Regelsatzes diskriminiert verfassungswidrig die Gruppe der ALG II Leistungsempfängern. Der Konsum von legalen Drogen (eine Maß Bier oder eine Flasche Wein) ist als Kulturgut ebenso Bestandteil der Lebenswirklichkeit der Bevölkerung als der gelegentliche Konsum von Tabakwaren, deshalb erachtet ich die Herausnahme der Verbrauchsausgaben für Alkohol und Tabakwaren als unzulässig weil verfassungswidrig.

    § 5 Regelbedarfsrelevante Verbrauchsausgaben der Einpersonenhaushalte

    (1) Von den Verbrauchsausgaben der Einpersonenhaushalte nach § 4 Nummer 1 sind für die Ermittlung des Regelbedarfs folgende Verbrauchsausgaben der einzelnen Abteilungen der Sonderauswertung für den Regelbedarf zu berücksichtigen (regelbedarfsrelevant):

    Abteilung 1 (Nahrungsmittel, alkoholfreie Getränke): 128,46 Euro
    Abteilung 3 (Bekleidung und Schuhe): 30,40 Euro
    Abteilung 4 (Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung): 30,24 Euro
    Abteilung 5 (Innenausstattung, Haushaltsgeräte und -gegenstände): 27,41Euro
    Abteilung 6 (Gesundheitspflege): 15,55 Euro
    Abteilung 7 (Verkehr): 22,78 Euro
    Abteilung 8 (Nachrichtenübermittlung): 31,96 Euro
    Abteilung 9 (Freizeit, Unterhaltung, Kultur): 39,96 Euro
    Abteilung 10 (Bildung): 1,39 Euro
    Abteilung 11 (Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen): 7,16 Euro
    Abteilung 12 (Andere Waren und Dienstleistungen): 26,50 Euro

    Das der Posten der Verbrauchsausgaben für Bildung mit monatlich 1,39 € bewertet wird, ist meiner Meinung nach schlicht und einfach Hohn und Spott gegenüber den Personen im ALG II Leistungsbezug. Auch die Praxisgebühr, in der Gesundheitspflege Abteilung 6 im Posten 42 sind Praxisgebühren in Höhe von 2,64 € pro Monat vorgesehen, ist nicht ausreichend. In einem Quartal stehen einen Erwachsen ALG II Leistungsempfänger mithin 7,92 € für 10 € Praxisgebühr für einen Arztbesuch/Zahnarztbesuch zur Verfügung. Auch der Besuch von Kulturveranstaltungen als kulturelle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben (BVerfG – Urteil) ist in der Abteilung 9 Posten 60
    mit 4,52 € für einen Besuch von Kulturveranstaltungen bzw. –einrichtungen als völlig unzureichend zu bewerten.

    Ich glaube diese wenigen Beispiele sind ausreichend, bei Interesse kann jeder hier Seite 19 -34 nachlesen, welche Bagatellbeträge den einzelnen Posten der Abteilungen zugeordnet werden.

    Bei detaillierter Betrachtung der Regelsatzaufschlüsselung wird sehr deutlich, das die Vorgabe des BVerfG das, die ALG II Regelsätze die grundrechtliche Garantie das gesamten Existenzminimum, sowohl die physische Existenz des Menschen, also Nahrung, Kleidung, Hausrat, Unterkunft, Heizung, Hygiene und Gesundheit (…), als auch die Sicherung der Möglichkeit zur Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen und zu einem Mindestmaß an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben umfassen müssen, durch die Erhöhung der ALG II Regelsätze für Erwachsene um 5 € auf 364 € nicht erfüllt sind.

    Auch das wird noch einmal vom BVerfG zu prüfen und zu korrigieren sein.

  • Abteilung 10 (Bildung): 1,39 Euro


    Ein Zeichen dafür, das Deutschland und seine Bevölkerung noch dümmer wird. :out:


    Eigentlich sollte die Sparte Bildung die größte Sparte sein, aber wem sage ich das, macht weiter so ihr lieben Politiker. :out: :out:

  • Ein Zeichen dafür, das Deutschland und seine Bevölkerung noch dümmer wird. :out:


    Eigentlich sollte die Sparte Bildung die größte Sparte sein, aber wem sage ich das, macht weiter so ihr lieben Politiker. :out: :out:


    Hier im Forum gibt es aber so einige, wenn ich mich recht erinnere, die die Meinung vertreten, das jeder für seine Bildung selbst aufzukommen hat.


    Wenn notwendig, dann sogar mittels eines Kredites!


    Fragt sich halt nur, wer einer armen Hartz 4 Familie diesen einräumt....:smilielol5:

  • vom "XXL-Aufschwung".


    Also geht es dem Land doch richtig gut, oder?


    Und wir Hartzer haben doch da auch was von:


    Billigjobs werden wieder die Annoncenseiten der Zeitungen und die Webseiten der Jobcenter überfluten....
    von den 5€ will ich mal absehen, hähähä


    Frei macht, was Armut...äh Arbeit schafft.....:smilielol5:

    Einmal editiert, zuletzt von techniker1 ()


  • ja brüderle hat dabei vergessen das das konjunkturprogramm der chinesen uns geholfen hat immer schön in die eigene tasche lügen :confused:


  • Ich greif das mal auf, um den Versuch zu unternehmen, die Ausgaben der sogenannten Referenzhaushalte zu sichten.
    Angefangen mit der Selters-Abteilung 01 muß man sich schon die Mühe machen, den Text dazu zu lesen, um die Substitution "Aqua minerale gegen Schampus" zurückzurechnen auf die Referenzhaushalte.
    Wenn ich das richtig verstehe, dann werden hier einmal alkoholische Getränke per se ausgeschlossen, wobei aber vorab der vormalige Anteil von 8,11€ um 11,35% gekürzt wird, weil dieser Anteil nicht zur Flüssigkeitsaufnahme dient, sozusagen nicht Mineralwasser ersetzt, sondern ausschließlich zur Stimulierung und für den Rausch benutzt wird. Ich erkläre das mal so, weil die Erklärung im Text darauf hinausläuft, ist nur noch bescheuerter formuliert.
    Man argumentiert also den Rausch aus dem Bedarf heraus und nachdem man dem faulen Hartzer das Recht auf einen Rausch abgesprochen hat, kann man ihm den Alk auch gleich ganz streichen.
    Die Referenzhaushalte geben demnach 8,11€ mehr aus abzüglich der ermittelten 2,99€ für die Mineralwassersubstitution der Hartzer, macht 5,12€.
    (Besonderes Schmankerl in dem Text ist da der Hinweis auf die besonders preisgünstigen Diskounter, die das Mineralwasser so billig verkaufen, daß der Hartzer eigentlich mit 1,52€ klarkommen müßte=die Beteiligten an Produktion und Verkauf dieses Mineralwassers sind wahrscheinlich selbst allesamt Aufstocker und Praktikanten, wie sonst kommt ein solcher Spottpreis zustande)


    Kommen wir zu den Zigaretten:
    11,08€ ersatzlos gestrichen, also liebe ALG einser, ihr habt genau ein Jahr Zeit, euch das Qualmen abzugewöhnen.


    Die kommenden Abteilungen weisen zunächst eine 100-ige Regelsatzrelevanz aus bis dann wieder in Abteilung 11 (Beherbergungs-und Gaststättendienstleistungen) der Rotstift kreist.
    Hier verzeichnet der Referenzhaushalt ein Plus von 17,96€ auf seiner Seite.


    Schmuck ist ebenfalls nix für das faule Pack, macht minus 1,22€


    Sonstige Dienstleistunngen nochmal minus2,19€


    Die zusätzlichen 1,34€ für Vereinsmitgliedschaften etc lasse ich einfach weg, weil die zugehörige Referenzgröße gar nicht erst erwähnt wird. Mir ist auch absolut schleierhaft, wie man mit 1,34€ eine Vereinsmitgliedschaft aufrecht erhalten sollte.


    Jetzt aber kommts:


    Die Referenzhaushalte kommen also mit 364€ zzgl der von mir kursiv gekennzeichneten Beträge allmonatlich aus. Also mit 37,57€ mehr, das wären dann 400€ und ein paar kleine.


    Die Neuberechnung ist also deshalb so mager ausgefallen, weil die Grundlage der Berechnung schon nicht stimmt.

  • Deutschland: Arbeitsmarkt September 2010:

    Ist der deutsche Arbeitsmarkt eine Insel der Glückseligen in einem Meer der steigenden oder hohen Arbeitslosigkeit in Europa und den USA?

    Wir hören und sehen mit Verwunderung die Arbeitsmarktdaten der Insel der Glückseligen. Wir reiben uns verwundert die Augen. Jeder siebente US-Bürger braucht Lebensmittelmarken - Ãœber 40 Millionen Bürger der USA erhalten Lebensmittel-Marken, etwa 50 Prozent mehr als vor der Rezession. Die USA geben für die gesamte Sozialhilfe rund eine halbe Billion Dollar aus. In den USA, hat sich die Lage am Arbeitsmarkt, in den letzten Monaten gegensätzlich zur der Statistik des deutschen Arbeitsmarkt entwickelt.

    Offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen im September 2010
    3.031.354 Personen wurden statistisch erfasst
    + 1.430.234 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente. (August 2010 1.376.178 Personen)

    Die Zahl der Personen in Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) wird im BA – Bericht September 2010 Seite 81) auf 324.238 beziffert.( Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010 [Januar bis Juni, Datenstand Juni 2010 - vorläufige Werte] nur ca. 72 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.)

    Außer den Leistungsempfängern gab es im Mai noch 375.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsiche-rung bezogen. (BA Bericht September 2010 Seite 18)

    ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen
    September 2010 == 4.461.588 betroffene Personen
    (zuzüglich der Arbeitslosen die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung erhalten)

    7) Vergleiche mit Vorjahresergebnissen sind nicht sinnvoll, da rückwirkend ab BM Jan 2010 die Datenbasis und das Messkonzept zur Auswertung von eingelösten VGS (bewilligt 1. Rate) umgestellt und die statistischen Ergebnisse revidiert wurden. (BA Bericht September 2010 Seite 81)


    BA Bericht September 2010 Seite 49 Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit 4.131.157
    Personen Unterbeschäftigungsquote 9,7 %


    Nach Angaben der BA wurden im März 2010 an 874.346 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. (Ab April 2010 vorläufig hochgerechnete Daten auf Basis von Abrechnungslisten) Nach den jüngsten vorläufigen hochgerechneten Daten waren im Juli 288.000 Arbeitnehmer in konjunkturell bedingter Kurzarbeit nach § 170 SGB III (BA Bericht September 2010 Seite 9 )

    Leistungsempfänger 3):
    ALG I 865.663;
    ALG II 4.832.440;
    Sozialgeld 1.799.582 (ohne Sozialhilfe SGB XII) BA Bericht September 2010 Seite 49 3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.
    Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) verharrt mitten im „Arbeitsmarktwunder“ weiterhin auf höchsten Niveau die Statistik der BA weist 7.497.685 Personen im Leistungsbezug von Arbeitslosengeld I; Arbeitslosengeld II und Sozialgeld aus.


    5.Statistische Hinweise zur Arbeitsmarktpolitik - Auswirkung der Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente auf die Messung der Arbeitslosigkeit BA Bericht September 2010 Seite 44

    Auszug aus dem BA Bericht Juli 2010:
    ….Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen zu berücksichtigen.

    Im BA Arbeitsmarktbericht September 2010 wurden in Deutschland statistisch wieder weniger Arbeitslose gezählt, das ist die niedrigste Zahl der Arbeitslosen in einen September seit x Jahren.

    Allerdings ist die Definition von Arbeitslosigkeit in Deutschland zahlenfreundlich ausgerichtet.

    Erwerbsfähige Hilfebedürftige, die nach Vollendung des 58. Lebensjahres mindestens für die Dauer von zwölf Monaten Leis-tungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen haben, gelten nach § 53a Abs. 2 SGB II dann nicht als arbeitslos, wenn ihnen in diesem Zeitraum keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten werden konnte. (BA – Bericht September 2010 Seite 65)

    BA Bericht September 2010 Seite 44

    Folgende arbeitsmarktpolitische Instrumente werden aktuell in die Entlastungsrechnung der BA einbezogen:
    - Vollzeitäquivalent der Kurzarbeit: Zahl der Kurzarbeiter mal durchschnittlichem Arbeitszeitausfall,
    - Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes: Arbeitsgelegenheiten, ABM, Beschäftigungszuschuss
    - berufliche Weiterbildung (einschl. Reha), Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen (einschl. Reha; Restabwicklung), Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
    - Vorruhestandsähnliche Regelungen: Inanspruchnahme des § 428 SGB III im Rechtskreis SGB III (Restabwicklung), Perso-nen in geförderter Altersteilzeit, Regelung des § 53 a Abs. 2 SGB II
    - Förderung der Selbständigkeit: Gründungszuschuss, Einstiegsgeld Variante Selbständigkeit und Existenzgründungszu-schuss (Ich-AG; Restabwicklung).
    Außerdem werden Personen, die arbeitsunfähig sind und Arbeitslosengeld auf Basis des §
    126 SGB III beziehen, zur Unterbeschäftigung gezählt.

    Der BA - Arbeitsmarktstatistik suggeriert für den deutschen Arbeitsmarkt weiterhin eine Insel der Glückseligkeit. Die Arbeitslosenstatistik der BA verzeichnet die übliche Entwicklung am Arbeitsmarkt.. Bei sorgfältiger Betrachtung des BA Monatsbericht fällt allerdings auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb abermals die Frage, wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder - wie zuletzt in Griechenland - geschätzt? Vor allem stellt sich die Frage, woher kommt trotz „boomenden Arbeitsmarkt“ das exorbitant hohe Finanzdefizit der BA und der exorbitant hohe Anstieg der Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) bei den Kommunen?

    Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

    Es handelt sich abermals um ein Paradoxon einerseits spricht der Staatsjournalismus vom „Jobwunder“ immerhin ist die Zahl der Arbeitslosen von rund 5 Millionen 2005 auf rund 3 Millionen 2010 gesungen anderseits Seit der Einführung von Hartz IV sind die Unterkunftskosten deutlich angestiegen: von 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf voraussichtlich elf Milliarden Euro in diesem Jahr.

    Das Geschäft mit der Armut und den Armen

    Ein Euro Jobs oder Bürgerarbeit oder Pflegehelfer das Geschäft mit der Armut der Armen blüht wie selten zuvor.Mittlerweile tauchen in den Medien immer mehr Beispiele dubioser Sozialfirmen auf, zumeist gemeinnützige GmbHs. Für die Anbieter eröffnen sich viele Chancen, besonders lukrative Strukturen aufzubauen.

    Dienstmaserati und Traumrendite - Vom neuen Profitstreben in der Sozialarbeit

    Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument

    Audio - Podcast

    Zitat

    Die aktuelle Forderung von Frau Merkel "Pflege statt Hartz IV" ist ein weiteres Mosaiksteinschen, einer Gedanken-Welt in der Kinder von Hartz IV Familien mit (Bildungs)Chipkarten und Pflegebedürftige mit Hartz IV Leistungsempfänger versorgt werden sollen.

    Bei objektiver Betrachtung scheinen die neoliberalen Wahnideen der Obrigkeit anhand der Leistung/Nutzen Rechnung des Humankapitals ( der Bürger) immer deutlicher durch.


    Umstellung der Statistik der gemeldeten Arbeitsstellen

    Quelle der Daten: Neue Internetadresse
    Statistik der Bundesagentur für Arbeit Startseite - statistik.arbeitsagentur.de
    Quelle der Daten September 2010
    http://statistik.arbeitsagentu…/Monatsbericht-201009.pdf

    Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik die vielfach auf Schätzungen und Hochrechnungen der BA beruht?

    Die Zahl der offiziell registrieren Arbeitslosen bleibt auf niedrigen Niveau die Finanzlage der BA und der Kommunen bleibt angespannt, viele Arbeitslose/Arbeitssuchende werden weiterhin in den „Vierschiebebahnhöfen“ – arbeitsmarktpolitische Instrumente und Kurzarbeit sowie in der von der Ministerin angestrebten Ausweitung der steuerfinanzierten Bürgerarbeit, verborgen.

    Erstellt von Sybilla am 30.09.10 12 Uhr 00
    Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden


  • OK, ich halte dagegen, bis einschließlich März 2011, = Q1/2011 gibt es keinen Wirtschaftsabschwung, d.h. Minuswachstum.
    Dein heißer Winter fällt aus.


    Ich finde es überhaupt faszinierend, wie hier verzweifelt versucht wird, den Aufschwung zu ignorieren.
    Die Krise ist vorbei.
    Ihr müsst auf die nächste Krise warten und die kommt auch, denn das ist nun einmal systemimmanent. Wenn es keine W-Rezession gibt, sondern einen normalen Vollzyklus, ist die Wende dann nahe, wenn von Politikern Haushaltsüberschüsse geplant sind und davon gelabert wird, "Boom & Bust" würde es nicht mehr geben.


    Ich kann ja verstehen, dass ihr Lefties langsam ungeduldigt werdet, denn 162 Jahre nach dem Kommunistischen Manifest von Karl Marx läuft der Laden immer noch, aber Eure Zeit kommt noch (mein voller Ernst), kann aber immer noch ein wenig dauern - darauf ein Snickers.


    Gruß
    Verbalwalze


  • Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) verharrt mitten im „Arbeitsmarktwunder“ weiterhin auf höchsten Niveau die Statistik der BA weist 7.497.685 Personen im Leistungsbezug von Arbeitslosengeld I; Arbeitslosengeld II und Sozialgeld aus.


    Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) verharrt weiterhin bei rund 8 Millionen Personen (7.882.147)


    Seltsame Auffassung von "verharren", ich arbeite mal mit den


    7.882.147 (Mai 2010) - 7.497.685 (September 2010) = 384.462
    Das sind 4,8% weniger Sozialtransferabhängige in nur 4 Monaten. Natürlich ohne sainsonale Effekte, ich weiß auch nicht wie sich die hier auswirken würden.


    Wenn es so weitergeht ...


    Gruß
    Verbalwalze

  • OK, ich halte dagegen, bis einschließlich März 2011, = Q1/2011 gibt es keinen Wirtschaftsabschwung, d.h. Minuswachstum.
    Dein heißer Winter fällt aus.


    Bei einer Abwertungsspirale, und ansätzen von Protektionismus ist das aber eine heikle Wette.


    Zitat

    Ich finde es überhaupt faszinierend, wie hier verzweifelt versucht wird, den Aufschwung zu ignorieren.
    Die Krise ist vorbei.
    Ihr müsst auf die nächste Krise warten und die kommt auch, denn das ist nun einmal systemimmanent. Wenn es keine W-Rezession gibt, sondern einen normalen Vollzyklus, ist die Wende dann nahe, wenn von Politikern Haushaltsüberschüsse geplant sind und davon gelabert wird, "Boom & Bust" würde es nicht mehr geben.

    Wir sind in einem W-Zyklus..
    Wer glaubt, dass die globale Nachfrage normal weiter geht, wenn die Banken unterkapitalisiert (Irland durfte grade die nächste bank verstaatlichen, und die HRE, also die Bad-bank, baut grade eine Bad-Bank auf, die ebenfalls nochmal 182 Mrd Euro an Bad-assets auslagert) sind, sich Staaten einen Währungskriege vertiefen, und die Staaten ihre Defizite zurückfragen, hat das alles Folgen für die globale nachfrage.
    Die Immobilienpreisen haben die Konsolidierung noch nicht abgeschlossen, und weitere Immobilienblasen, geht grade die Luft aus..
    RTÉ News: Morning Ireland
    Telepolis pnews: Irlands Bankenrettung wird immer teurer
    Building Consents Issued: August 2010 - Statistics New Zealand
    Neuseelands Baugenehmigungen um 17,8% abgeschmiert; Exporte auf 9-Monats-Tief | Wirtschaftsfacts


    Zitat

    Ich kann ja verstehen, dass ihr Lefties langsam ungeduldigt werdet, denn 162 Jahre nach dem Kommunistischen Manifest von Karl Marx läuft der Laden immer noch, aber Eure Zeit kommt noch (mein voller Ernst), kann aber immer noch ein wenig dauern - darauf ein Snickers.


    Gruß
    Verbalwalze

    Und was hat es bitte mit lefties zu tun, wenn man auf die Risiken hinweist, die grade gekonnt ignoriert werden?
    Es wäre mir übrigens neu, dass ich Links wäre, aber egal.. so kleingeistig bin ich schon lange nicht mehr..


    PS:
    Kleiner nachschlag..
    http://www.querschuesse.de/gewinn-vs-investition/

    Einmal editiert, zuletzt von Adran ()

  • ....aber Eure Zeit kommt noch (mein voller Ernst), kann aber immer noch ein wenig dauern - darauf ein Snickers.


    Gruß
    Verbalwalze


    Und? Was geschieht dann in "unserer Zeit"?
    All das, worauf die "Lefties" und noch einige andere jetzt schon hinweisen?
    Jetzt,
    sag ich mal so vor mich her,
    ist meine Zeit,
    quasi heute.
    Manchmal wünsche ich mir deinen freien Umgang mit der Ignore-Funktion des Alltags, meistens aber nicht.
    Und Snickers mag ich auch nicht.


  • Vielen Dank für den Hinweis. Ich hoffe das Du nicht die alljährliche und saisonbedingte Verbesserung am Arbeitsmarkt als alljährliches "Jobwunder" verkaufen möchtest.
    Das die Entlastung des Arbeitsmarktes nach den tiefsten Einbruch des BIP höher als in Referenzjahren ausfällt, ist logisch aber kein Wunder. Auffällig ist das die Zahl der Leistungsempfänger im September 2010 um rund 83 % über den Niveau von September 2004 liegt.


    Leistungsempfänger April 2010: 8.036.892 Personen
    Leistungsempfänger April 2004: 4.319.000 Personen


    Das ist ein Zuwachs von 3.717.892 Personen oder rund 86 %


    Leistungsempfänger September 2010: 7.497.685 Personen
    Leistungsempfänger September 2004: 4.093.000 Personen


    Das ist ein Zuwachs von 3.404 685 Personen oder rund 83 %


    Nach der tiefsten Krise der deutsch Wirtschaft seit 1949 sank die Zahl der Leistungsempfänger im Aufschwung xxl von April - September um 6,7 & (Jobwunder)


    Im Regeljahr 2004 sank die Zahl der Leistungsempfänger von April - September um 5,2 %. In 2008 im gleichen Zeitraum um 5,6 %.


    Allerdings wurde diese Entwicklung 2004 als desaströs bezeichnet. Sozialreformen waren die Folge die 2005 in das ALG II - Hartz IV mündeten.


    Fakt ist und bleibt das im September 2010 3.404 685 Personen mehr Leistungsempfänger gezählt werden. Worin siehst Du den Erfolg von Hartz IV des Aufschwung xxl oder ein Jobwunder ?



    Quelle der Zahlen
    Monatsberichte - statistik.arbeitsagentur.de


  • Die Zahlen für 2004 weisen im Statistischen Bundesamt eine durchschnittliche reine Arbeitslosigkeit von ca. 4,381 Mio aus - ohne ...
    die von Dir so gerne eingerechneten sonstigen Leistungsempfänger und Personen in Ãœbergangsmaßnahmen. damit habe ich nun zwei Optionen
    (1) Du hast dich im Eifer des Gefechts schwer geirrt und eine Bananenstatistik :banana75: zusammengestellt, da es irgendwie wohl nicht ganz vergleichbar ist, eine reine Arbeitslosenstatistik mit der Gesamtzahl der Leistungsempfänger zu vergleichen.
    In diesem Fall rate ich Dir, Deine Forschungen sorgfältiger zu betreiben, da sonst ein schlechtes Licht auf Deine sonstigen Beiträge geworfen wird.


    (2) Du hast versucht, Dir mit Falschinformationen einen billigen Vorteil zu verschaffen, in diesem Fall solltest Du Dir mehr Mühe beim Mogeln geben.


    Mein besonderer Dank geht an bisher vier Armleuchter, die wirklich jeden Statistikmüll(er) bedenkenlos schlucken.


    Gruß
    Verbalwalze

  • leugnen gern die Realität, sofern erkannt.


    Wollen wir darüber nicht noch einmal nachdenken, wer hier genau die Realität ein klein wenig verbogen hat?


    Der techniker1 erhält von mir den fünften Statistikmüllschlucker-Slot.


    Gruß
    Verbalwalze

  • ....


    Mein besonderer Dank geht an bisher vier Armleuchter, die wirklich jeden Statistikmüll(er) bedenkenlos schlucken.


    Gruß
    Verbalwalze


    Aus deiner Tastatur ist das ja geradezu eine Auszeichnung.
    Da muß ich schnell mal nachlegen.