Aktuelle Analysen zur wirtschaftlichen Lage Deutschlands

  • […] Wenn ein Kaufhaus geleert wird, wird es nicht leer bleiben, sondern es entwickelt sich neuer gestaltbarer Raum, der neues Leben an Stelle der überkommenen und nicht länger tragfähigen Konzepte setzt. Auch das nennt man Fortschritt.

    Du scheinst lange keine Innenstadt gesehen zu haben. Tote Stadtzentren findet man en masse. Und auch die Wohnbevölkerung verspürt bisweilen das Bedürfnis, Nahrungsmittel, Kleidungsstücke oder sonstige Dinge des täglichen Bedarfs käuflich zu erwerben. Die einstigen Einkaufsstraßen also in Wohnraum umzuwidmen löst die Probleme nicht.

  • Ein Grund mehr diese überkommenen Strukturen zu überarbeiten, oder nicht?

    Ich weiß nicht recht. Die "Belebung" der vom Einzelhandel verlassenen Innenstädte mit Obdachlosen verbessert weder die Städte noch die darin doch erhoffte Lebensqualität ihrer Bewohner…

  • Wenn Dir dazu nichts anderes einfällt, wärst Du offensichtlich mit der Umsetzung dieser anstehenden Aufgabe der Umplanung und Strukturanpassung überfordert - und damit der Falsche... ;)

  • Ein Grund mehr diese überkommenen Strukturen zu überarbeiten, oder nicht?


    Die Stadt hat nie um ihrer selbst Willen existiert. Sie hat immer nur dort Erfolg gehabt, wo sie in Interaktion mit der Region rundrum beiderseits Vorteile versprach. Und genau daraus ist sie eigentlich erst entstanden. Sie lebt von Industrie, Handel, als kulturelles Zentrum. Nicht davon, dass sie nun mal da oder hipp ist. Insbesondere letzteres ist ein wenig tragfähiges oder nachhaltiges Konzept. Wenn ich in meiner Jugend ein kleines Segelflugzeug bauen wollte, musste ich zwangsläufig nach Bautzen radeln. 23 km. Oder mit dem Bus fahren, was aber ans Taschengeld ging. Ohne dass dabei der Wunsch entstanden wäre, künftig mein Leben in Bautzen zu verbringen. Das ist heute ein wenig anders, oder? Man glaubt in der Stadt leben zu können wie im Kurort, ohne auf irgendeine Annehmlichkeit zu verzichten. Nur wird das so nicht passieren. Die Auseinandersetzung Stadt - Land nimmt ja gerade erst Fahrt auf. Und einiges deutet darauf hin, dass sich politisch gewolltes, zunehmend parasitäres Selbstverständnis von Stadt immer schwerer durchsetzen lässt. Das Konzept geht schlicht nicht mehr auf - vor allem, weil es an Realität zerschellt.

  • Städte ist eine logische Folge der Besiedelung und Sesshaftigkeit. Sie sind geschichtlich gewachsen. Die Menschen habe sich um eine Burg - einen befestigten Hof - herum angesiedelt, der/die Schutz vor Marodeuren bot. Die meisten der heutigen Städte sind im Mittelalter gegründet worden, es gabt Rechte, die nur in Städten ausgeübt werden konnten. Durchaus möglich, dass sich in Zeiten der Vernetzung und Lieferdienste per Drohnen ein umgekehrter Trend durchsetzen wird. Da werden die Landbewohner vor lauter Freude nachts kaum noch schlafen können, wenn eine Stadt wie Berlin beispielsweise irgendwann drei ihrer vier Millionen Bewohner zurück in die Pampa ziehen und dort siedeln lässt..., um dort die Ruhe der Natur und die Weite des Landes zu genießen...:erol:

  • Ohne Städte keine höhere Zivilisation und deren Errungenschaften (Kunst-Musik, Technik, Medizin, Verwaltung etc.).Ansonsten schwanger mit 15 und in die Kiste mit 40- Jäger und Sammler ein wenig später.

  • Ohne Städte keine höhere Zivilisation und deren Errungenschaften (Kunst-Musik, Technik, Medizin, Verwaltung etc.).


    Niemand hat das Gegenteil behauptet, jedenfalls die Geschichte betreffend. Es ging - wieder einmal - darum, dass Menschen Entscheidungen treffen und sich dann über die folgerichtigen Ergebnisse wundern / beschweren.

  • Ohne Städte kein wirtschaftliches Wachstum.
    Die meisten, nicht die ältesten, Städte in Europa, die wir heute kennen, entstanden rund um Fabriken und Bergwerke im 19. Jahrhundert.
    Erst die Fabrik, dann die Siedlung, dann Kirche und Schule. Erst dann kam der Bürgermeister.
    Die ältesten Städte Europas gehen entweder auf einen Militärstützpunkt oder ein Kloster zurück.
    Handel braucht sichere Plätze, Speicher und Verkehrswege.

  • Ohne Städte kein wirtschaftliches Wachstum.
    Die meisten, nicht die ältesten, Städte in Europa, die wir heute kennen, entstanden rund um Fabriken und Bergwerke im 19. Jahrhundert.
    Erst die Fabrik, dann die Siedlung, dann Kirche und Schule. Erst dann kam der Bürgermeister.
    Die ältesten Städte Europas gehen entweder auf einen Militärstützpunkt oder ein Kloster zurück.
    Handel braucht sichere Plätze, Speicher und Verkehrswege.


    Waren es nicht die Burgen bzw. Herrscher um die sich die ersten Städte entwickelten?
    Dann kamen die Märkte und erst später die Fabriken.

  • Die Besiedelung begann im Neolitikum und führte zu den ersten Dörfern und Ansiedlungen, als die Menschen von den zivilisatorischen Stand der Jäger und Sammler zu Bauern wurden. Das führte zu Besitz und zu Akkumulation, zu Macht und daraus entstanden die Burgen, und bewehrten Ansiedlungen, die zunächst ja nicht das waren, was wir heute kennen, sondern befestigte Bauernhöfe. Erst sehr viel später kamen die Klöster und Kirchen als Kondensationskeime für Siedlungen dazu.
    Die meisten Städte in unseren Breiten wurden im Mittelalter gegründet, also lange vor der Industrialisierung. Bergbau und Städtebau haben nur wenige Berührungspunkte, denn dort wo Bergbau im Mittelalter betrieben wurde, gab es kaum die Möglichkeit, zur Besiedelung im Sinne einer Stadt. Bad Reichenhall, Lüneburg und ein paar Siedlungen im Erzgebirge und Harz sind ja Ausnahmen. Der Kohlebergbau kam erst viel später.
    Viel früher gab es Hafenstädte am Meer und den großen Flüssen, die Römer haben die Städte im Südwesten gebaut, lange bevor es in Gemanien Klöster und befestigte Siedlungen gab.
    Man muss auch die regionale Entwicklung unterscheiden.
    Babylon, Alexandria, Rom, Jerusalem, Damaskus, Athen, Byzanz und die vielen anderen Großsiedlungen des Altertums, entstanden lange lange bevor es eine Industrie gab. Alle diese Städte waren Ergebnis langer Entwicklung, die in den Jahrtausenden davor statt fanden, als die Menschen langsam sesshaft wurden und städtische Kultur Einzug in die zivilisatorische Entwicklung nahm.

    5 Mal editiert, zuletzt von A0468 ()

  • Nun ging es, der Threadbetitelung nach, hier nicht um die wirtschaftliche Situation […]

    […] im Neolitikum […]

    […] sondern um die heutige - deren dem Endverbraucher sichtbares Ergebnis auch im Parallelthread über das Videothensterben ein Thema ist, und das insbesondere inhabergeführten Kleinbetrieben zu schaffen macht bzw. Existenzgrundlage und Kunden entzieht. Und während uns Tag für Tag gepredigt wird, die Ãœberalterung der Gesellschaft in toto sei Schwerpunkt allen Ãœbels, mangelt es doch nicht zahlenmäßig an jüngeren Leuten, von denen allerdings wohl niemand die Nachfolge eines eingeführten Betriebs zu übernehmen bereit ist. Naja, dafür grassiert die Neueröffnung von Tätpwierungs-Studios, die neuerdings die Straßen säumen, wie vormals die Sonnenstudios.

  • Achwas..., ist ja interessant... ;)
    Wenn andere Teilnehmer einen Schlenker in die Hintergrundwissensabteilung machen, ist es Dir nicht genehm, sondern vorgeblich themenfern; wenn dagegen Deinereiner weitschweifig ins Reich der Marginalitäten abdriftet, ein angebliches Zeichen höherer Bildung...? :erol:


    Ich schätz solche, wie Deine, Selbstentlarvungen. Doch, wirklich, ich mag das - zuweilen. :hehehe:
    Und ich denke, das wird mir hin und wieder fehlen...:smilewinkgrin:

  • Das Herbstgutachten der Wirtschaftsweisen prognostizierte ja bereits eine Eintrübung der Aussichten künftiger Wirtschaftsleistung, die mittlerweile vorliegenden Zahlen zum dritten Quartal des laufenden Jahres einen leichten Rückgang, der sich wegen des Weihnachtsgeschäfts im 4. Quartel wohl nicht fortsetzen sollte, interessant ist aber, dass jetzt die aus vorgeblich umweltpolitischen Gründen ins Kriseln gebrachte Automobilindustrie als hauptsächlicher Verursacher dieser Konjunkturdelle ausgemacht wird…

  • Leider wurde uns unser Land von Verbrechern weggenommen, sie sind die "Feinen Leute" von Heute. Großbetrüger bei VW, Daimler, BMW, Deutsche Bank und wer sie alle sonst noch sind. Deren Lobbyisten schreiben die Gesetze und legalisieren auf diesem Wege ihre Taten, unsere "Volksvertreter", kommt von das Volk treten, winken gegen verdeckte Wohltaten diese Gesetze gegen den Bürger durch. Ich wundere mich über den Aufstieg von Populisten auf der Welt nicht, sie sind Ergebnis von Internet und weltweiter Vernetzung und dem Unvermögen der Eliten eine grundsätzliche Änderung im menschlichen Dasein zu verstehen: Es gibt keine echten Geheimnisse mehr, alles ist Weltweit bekannt und verfügbar für jeden der es möchte. Ergo die Maximalkontrolle des Individuum ist bereits vorhanden, jetzt geht es politisch nur noch darum wer diese auch maximal benutzen darf. Für mich ist dies lediglich an die Frage des Kapitals gekoppelt und welche grundsätzliche politische Einstellung der Kapitalbesitzer hat.
    Der ganze mediale Theaterdonner hat lediglich Unterhaltungswert und dient der subtilen Beeinflussung von Massenmeinung zum Zwecke von Wahlentscheidungsbeeinflussung, generell. Keine andere Aufgabe wird von Medienkonzernen betrieben. Nach der neuen von EU erlassenen Gesetzeslage ist es eigentlich schade wie es läuft, wundert mich allerdings mit der neuen Gesetzeslage nicht wirklich. Sie wurde genau so entwickelt um kritische Stimmen mundtot zu machen. In Zukunft können sich nur noch die großen Medienkonzerne eventuelle Rechtsstreitikeiten leisten, womit die Medienhoheit wieder in den Händen der alten bekannten liegt. Es ist zum Kotzen. Die Demokratie bleibt ob dieser Kapitalmacht in Einzelhand gnadenlos auf der Strecke, ohne wenn und aber, wer dies anders sieht ist ein Träumer.
    Ist es nicht seltsam wie oft bestellte "Gutachten" so gar nicht in der Realität materialisiert sind?
    Wofür werden sie ergo in Auftrag gegeben?
    Genau, um politisch Stimmung zu machen für diverse Interessen einzelner Dunkelmänner.
    Habe die Ehre

  • […] Es gibt keine echten Geheimnisse mehr, alles ist Weltweit bekannt und verfügbar für jeden […]

    War nicht eben in Deiner Vorrede noch davon die Rede, dass verdeckte Wohltaten die Gesetzgebung beeinflussten?

    […] Ergo die Maximalkontrolle des Individuum ist bereits vorhanden […]

    Das ist, als Konklusion aus der ersten Aussage, jetzt ein bisschen unlogisch, gell?

  • was soll sich an der wirtschaftlichen lage der deutschen gross verändert haben.?
    deutsche politiker lügen bewusst wenn sie in talkshows behaupten deutschland sei ein reiches land.
    den deutschen durchschnittsbürger können sie damit nicht meinen.der ist der ärmst in ganz europa.http://www.faz.net/aktuell/wir…im-euroraum-12142944.html
    dass es den sprichwörtlichen michel tatsächlich gibt beweist folgende umfrage.


    https://www.zeit.de/gesellscha…zufriedenheit-deutschland


    wahrscheinlich ist der deutsche michel deshalb so froh weil wir vizeweltmeister sind.
    jetzt nicht im fussball, sondern im steuern bezahlen.


    https://www.welt.de/wirtschaft…d-Abgaben-Weltspitze.html


    fazit: bei soviel dummheit trau ich deutschland tatsächlich zu dass es sich selbst abschafft.

  • Die größte Dummheit kann doch nicht mithalten, wenn die Schafe eine Alice Weidel, eine Sockenpuppe des Großkapitals, wählen und dafür verteidigen, dass sie ihre beachtlichen Bezüge verschleiert, und sich dann hinstellt und die leidenschaftliche Kümmerin für die Belange der kleinen Leute zu verkörpern vorgibt.


    Was muss man von den kognitiven Kapazitäten - oder Motiven - derjenigen halten, die das, was da offen durch die Tarnkappe blinkte, nicht sehen wollen und/oder rechtfertigen?:stupid::erol:

  • Was muss man von den kognitiven Kapazitäten - oder Motiven - derjenigen halten, die das, was da offen durch die Tarnkappe blinkte, nicht sehen wollen und/oder rechtfertigen?:stupid::erol:


    Nun ja, wenn ich mir mal die nachpolitischen Verwendungen von hochrangigen Politikern quer durch die Farbenlehre ansehe, ist das wohl kein Alleinstellungsmerkmal der AfD.