Aktuelle Analysen zur wirtschaftlichen Lage Deutschlands

  • Aber diese anderen verkaufen sich ja auch nicht ausdrücklich als "Alternative" zum Status quo gegenüber den eigenen Wählern und der angesprochenen Klientel, als diejenigen, die vorgeben mit genau diesen Unarten aufräumen zu wollen ...
    Die Beliebigkeit und der geschmeidige Positionswechsel, sobald es um den eigenen Vorteil geht, macht die Sache doch gleich um einiges pikanter. :erol:


    Was aber diejenigen, die das alles ohnehin nur als Alibi und Ausrede verwenden, offenbar kaum interessiert. Und das ist dann doch wieder eine eher deutliche Aussage... was von all dem Gerede, von "der Alternative", zu halten ist.

    6 Mal editiert, zuletzt von A0468 ()

  • […] bei soviel dummheit trau ich deutschland tatsächlich zu dass es sich selbst abschafft.

    Oh, ein Sarrazin-Fanboy? Wenn öffentlich verkündet wird, dass Deutschland ein reiches Land sei, bezieht sich das auf die Höhe des BIP und des damit verbundenen rechnerischen pro-Kopf-Einkommens, dessen statistische Größenordnung zugleich das Steuersäckel prächtig füllt.
    Die Ungleichverteilung von Einkommen und Vermögen lässt diesen "Reichtum" bei Otto Normalbürger auf ein bescheideneres Maß zusammenschrumpeln, aber dennoch dürfte, wer hierzulande an der Armutsgrenze lebt, weniger in Not sein, als seine Leidensgenossen etwa in den USA, in Mexico oder gar in Bangla Desh, Somalia oder Eritrea.


    Und genau diese Zweischneidigkeit der Betrachtung der Armutsproblematik hat die hiesige "Diskussion" über Jahre hinweg in zwei recht verfeindete Lager gespalten - nämlich in die Position derjenigen, die da eine beachtliche Verteilungsmasse nur Angleichung der Lebensverhältnisse der Einwohner dieses Landes sehen, und die Position derjenigen, die eine Armutsproblematik hierzulande nicht wahrhaben wollen, weil die fast täglichen Fernsehbilder aus Hungerregionen oder Katastrophengebieten eine anschaulichere "Qualität" menschlichen Leidens zeigen.


    Die vielbeklagte Steuerlast wird in zahlreichen anderen Ländern/Gesellschaften (etwa in Skandinavien) klaglos hingenommen. Hierzulande ist der Sozialneid stärker ausgeprägt - gegenüber den Beamten, gegenüber Spitzenverdienern, paradoxerweise sogar gegenüber den Ärmsten der Gesellschaft, wenn sie denn arbeitslos, arbeitsunfähig, alt oder krank sind - oder gar einen Migrationshintergrund aufweisen…

  • Nun ja, wenn ich mir mal die nachpolitischen Verwendungen von hochrangigen Politikern quer durch die Farbenlehre ansehe, ist das wohl kein Alleinstellungsmerkmal der AfD.

    Das ist schon richtig, aber wo liegt das Problem, wenn jemand, dessen politische Karriere vor Erreichen des Ruhestandsalters endet, in eine wirtschaftliche Tätigkeit zurückkehrt? Das entspricht doch gerade dem Wesen der Demokratie, und der Forderung, dass im Parlament ein möglichst repräsentativ breitgestreuter Bevölkerungsquerschnitt vertreten sein sollte, also ein Plenum, das sich aus den unterschiedlichsten sozialen Gruppen mit ebenso unterschiedlichem beruflichen Hintergrund zusammensetzt.
    Landwirte, Hausfrauen, Beamte, Kaufleute, Juristen, Unternehmer, Handwerk und Facharbeiter sollten also vertreten sein, und selbst wenn Juristen und Lehrer überproportional vertreten sind, ist diese Mischung bislang gewährleistet.

  • Das ist schon richtig, aber wo liegt das Problem, wenn jemand, dessen politische Karriere vor Erreichen des Ruhestandsalters endet, in eine wirtschaftliche Tätigkeit zurückkehrt?


    Man kann nach nirgendwo zurückkehren, wo man vorher nicht war. Gazprom, DB-AG, Energieversorger und Versicherungs- Aufsichtsräte, gutdotierte Posten von der Atlantikbrücke vermittelt etc. für Leute ohne abgeschlossene Fachausbildung und solche, die noch nicht einen Monat in der Wirtschaft gearbeitet haben. Teilweise direkt und unverblümt in den Unternehmen, die vorher von den politischen Entscheidungen profitiert haben. Diese Posten gibt es ja nicht umsonst, sondern als Belohnung für geleistete Gefallen oder in der Erwartung, deren Netzwerke nutzen zu können. Und die auf der Basis getroffenen politischen Entscheidungen sehen dann auch entsprechend aus.


    Das gehört von Gesetzes wegen abgeschafft. Ohne wenn und aber.

  • Man kann nach nirgendwo zurückkehren, wo man vorher nicht war. […]

    Gerhard Schröder war, bevor er Bundeskanzler geworden ist, doch als Anwalt tätig - und auch Rechtsanwälte werden (bisweilen im Angestelltenverhältnis) in Wirtschaftsunternehmen benötigt. Das Wort "Rückkehr" (von der zeitweiligen politischen Laufbahn in den zuvor ausgeübten Beruf) erzwingt ja nicht die Rückkehr an denselben Arbeitsplatz. Mal ganz davon zu schweigen, dass die während der politischen Tätigkeit/Amtsausübung geknüpften Kontakte auch für Unternehmen nützlich sein können.

    […] Das gehört von Gesetzes wegen abgeschafft. […]

    Das ist schwerlich möglich und widerspräche doch sehr einigen Grundwerten, auf denen Demokratie doch basiert.
    Regelungen, wie Du sie Dir da gerade vorzustellen scheinst, verhinderten doch um so wirksamer, dass gewöhnliche Bürger sich überhaupt noch in Parteien engagierten - wenn die Ãœbernahme eines politischen Amtes eine definitive berufliche Sackgasse darstellte, sofern der auf seinem Listenplatz kandidierende Bürger nicht everybody's darling ist, sondern nach ein, zwei Legislaturperioden sich nach einer neuen Herausforderung umschauen muss…

  • Dergleichen Regeln gibt es für "normale" Beamte seit geraumer Zeit. Vermutlich aus gutem Grund. Diese Regeln wurden eingeführt, um Korruption zu verhindern und sie werden relativ hart durchgesetzt. Zu Recht.


    Nun mögen Beamte und Abgeordnete nicht gleichgesetzt werden können, natürlich nicht. Aber es kann nicht sein, dass der BT ein Sprungbrett zur Durchsetzung eigener finanzieller Interessen ist. Es geht dabei ja auch nicht um den Landwirt, der natürlich auf Grund seiner beruflichen Erfahrungen Entscheidungen mittragen wird oder auch nicht. Der ist danach halt wieder Landwirt, so what? Vielleicht ist er bekannter als vorher, auch so what… Das ist aber etwas anderes, als ein Rentenmodell einzubringen, das durchgesetzt bekommen und dann dort im Vorstand der begünstigten Firma zu verschwinden. Das ist, was wir in anderen Ländern als hochgradige Korruption bezeichnen.

  • Angesichts der trotz des medienpräsenten "Wirtschaftswunders 2.0" zunehmenden Zahl der unterstützungsbedürftigen Bürger, die Leistungen nach Hartz IV oder auch "Grundsicherung" beziehen. Die politische Stimmung im Lande hat die Wahlergebnisse ebenfalls auf eine recht schiefe Ebene gebracht, und so - Politik ist schließlich Werberummel für Versprechungen einer glücklicheren Zukunft - lautet das Motto der SPD mittlerweile, Hartz IV hinter sich lassen zu wollen, jetzt steht also die Umbenennung in "Bürgergeld" bevor, muss allerdings erst noch die Hürde ihrer parlamentarischen Durchsetzbarkeit überwinden. Irgendwie darf man aber schon jetzt ahnen, dass von den kühnen Plänen wieder einige Abstriche von Verhandlungsrunde zu Verhandlungsrunde vorgenommen werden müssen, weil's ja doch mit höheren Kosten verbunden wäre, großzügiger sein zu wollen, und im Grunde wird der erste Schritt für jenes Bürgergeld sein, externe Berater zu Rate zu ziehen und eine neue Behörde zu dessen Gewährung und Auszahlung aufzubauen…

    Einmal editiert, zuletzt von I'm a Substitute () aus folgendem Grund: Berichtigung Satzbau bzw. Grammatik

  • [...] lautet das Motto der SPD mittlerweile, Hartz IV hinter sich lassen zu wollen, jetzt steht also die Umbenennung in "Bürgergeld" bevor [...]


    Ich las in dem Artikel: Das Gespenst HartzIV - da musst ich leider daran denken:


    https://www.gegen-hartz.de/ren…mung-aus-dem-fenster-8788
    Die Verzweiflung war offenbar groß: Bei der Zwangsräumung einer Wohnung hat sich eine 70-jährige Frau aus Porta Westfalica aus dem Fenster ihrer Wohnung gestürzt.


    :smilie_engel_027:

  • […] Bei der Zwangsräumung einer Wohnung hat sich eine 70-jährige Frau aus Porta Westfalica aus dem Fenster ihrer Wohnung gestürzt. […]

    Das ist ja eine verständliche Reaktion - allerdings wird eine 70-jährige Frau wohl kaum ALG II beziehen, sondern Rente, und wenn die nicht ausreicht, die Mietkosten zu begleichen, hätte ihr sicher offen gestanden, eine zusätzliche bzw. ergänzende Unterstützung beim Sozialamt zu beantragen.
    Leider fällt es manchen, insbesondere älteren Leuten, schwer, sich dieser als Blamage empfundenen Bedürftigkeit zu stellen. Ganz zu schweigen davon, dass Behördengänge je nach gesundheitlichem Allgemeinzustand für manchen (am Lebensabend verarmten Menschen) ebenfalls eine Belastung darstellen.

  • https://www.gegen-hartz.de/new…igen-die-Umschulung-09877


    Fleissiges Kerlchen...
    Der betroffene Leistungsbezieher findet nach langjähriger Arbeitslosigkeit selbstständig eine Festanstellung. Um diese antreten zu können, wird eine Umschulung benötigt. Das Jobcenter verwehrt ihm die Maßnahme, da er an Ãœbergewicht leidet.


    Zitat

    Der Antragsteller sei aufgrund seines Ãœbergewichtes nicht in der Lage einen Vollzeitjob auszuführen. Acht Stunden am Tag einer sitzenden Tätigkeit nachzugehen sei für ihn nicht machbar.

  • Die vielbeklagte Steuerlast wird in zahlreichen anderen Ländern/Gesellschaften (etwa in Skandinavien) klaglos hingenommen. Hierzulande ist der Sozialneid stärker ausgeprägt - gegenüber den Beamten, gegenüber Spitzenverdienern, paradoxerweise sogar gegenüber den Ärmsten der Gesellschaft, wenn sie denn arbeitslos, arbeitsunfähig, alt oder krank sind - oder gar einen Migrationshintergrund aufweisen…


    jahrelang hat man uns weismachen wollen, und manche tun das heute noch,siehe Substitute, dass die skandinavier
    extrem hohe steuern haben. ganz bestimmt höher als in deutschland.
    heute weiß man dass die skandinavier eine niedrigere steuerlast zu tragen haben als deutsche.
    in zeiten des worldwidenet fliegen solche lügen eben auf.


    die vielbeklagte steuerlast wird wahrscheinlich in skandinavien klaglos hingenommen weil sie eben gar nicht so hoch ist.
    jaaaa, wir sind wieder wer, vizeweltmeister.
    zwar nur im steuern bezahlen. aber mit deutschen gutmenschentum gepaart mit europahörigkeit kriegen wir das ganz bestimmt
    demnächst hin und werden STEUERWELTMEISTER.

  • Erzähle doch bitte im Detail, wie hoch die Steuern wo sind, und wovon genau du schreibst.
    Dann können wir selbst sehen und entscheiden, wer hier welche Lüge erzählt hat, bzw. erzählt.

  • […] die vielbeklagte steuerlast wird wahrscheinlich in skandinavien klaglos hingenommen weil sie eben gar nicht so hoch ist. […]

    In Zeiten des Internet steht es jedem Bürger frei, sich selbst zu informieren - und die vor elf Jahren im SPIEGEL veröffentlichte OECD-Vergleichsrechnung bezieht sich ja schließlich nur auf die direkten Abzüge, nicht auf die ebenfalls zu berücksichtigenden Verbrauchssteuern, die der Arbeitnehmer ja ebenfalls zu tragen hat…

  • Frankreich gilt als der neue „kranke Mann“ in Europa. Wenn das Land wieder wettbewerbsfähiger werden will, müsse es nachholen, was Deutschland mit seiner Agenda 2010 und den Hartz-Reformen vorgemacht hat. Diese Sichtweise ist weit verbreitet, auch unter Ökonomen. Doch sie hat nichts mit der Realität zu tun. In einer aktuellen Analyse zeigen Forscher des IMK, was die wahren Gründe dafür sind, dass sich Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Deutschland derzeit in guter Verfassung befinden: Entscheidend sind nicht die „markt­orientierten Strukturreformen“ von Anfang der 2000er-Jahre, sondern die Maßnahmen im Zuge der Finanzkrise. [...]


    Wen es interessiert, einfach anklicken und lesen!
    https://www.boeckler.de/117052_117058.htm#

  • Erzähle doch bitte im Detail, wie hoch die Steuern wo sind, und wovon genau du schreibst.
    Dann können wir selbst sehen und entscheiden, wer hier welche Lüge erzählt hat, bzw. erzählt.


    ann scroll mal etwas zurück,ich hab genügend links eingestellt
    d