Cross Border Leasing

  • Ganz sicher. Ich habe leider noch keinen Link gefunden, ist schon ne Weile her.
    Auf jeden Fall keine Verträge die Privaten volle Handlungsfreiheit geben.


    Ich bin auch nicht so tief im Thema drin. Aber soweit ich weiß, ist auch ganz elementar, dass die Gemeinden meistens die Wartungs- und Instandhaltungskosten zu tragen haben.


    Auch scheint es da einen buchhalterischen "Fallstrick" oder "Vernebelungstrick" zu geben, da eine höhere Verzinsung angesetzt wird, als tatsächlich und dies so die Rendite oder die Bilanzen schönt.


    Wie gesagt, keine konkrete Quelle, da aus dem Gedächtnis geschrieben.

  • Ich bin auch nicht so tief im Thema drin. Aber soweit ich weiß, ist auch ganz elementar, dass die Gemeinden meistens die Wartungs- und Instandhaltungskosten zu tragen haben.


    Das grösste Problem, Privatisierung öffnet mehr Möglichkeiten für Korruption.

  • Das grösste Problem, Privatisierung öffnet mehr Möglichkeiten für Korruption.


    Das noch dazu :(


    Ich stehe Privatisierung sowieso skeptisch gegenüber.


    In der heutigen Zeit, da wir ausgeklügelte Computertechnik (Sotfware) haben, die sowohl logistisch, als auch sinvoll "planwirtschaftlich" simulieren, rechnen und kalkulieren kann, sehe ich kein Problem, auch staatliche Institutionen so zu steuern, dass es ökonomisch und ökologisch effektiv ist.


    Ich habe übrigens in Joachim Jahnkes Wochenbrief gelesen, dass die BRD, was Personalausgaben des Beamtenapparates betrifft erstaunlicherweise sehr weit unten in der EU-Liste rangiert.

  • In der heutigen Zeit, da wir ausgeklügelte Computertechnik (Sotfware) haben, die sowohl logistisch, als auch sinvoll "planwirtschaftlich" simulieren, rechnen und kalkulieren kann, sehe ich kein Problem, auch staatliche Institutionen so zu steuern, dass es ökonomisch und ökologisch effektiv ist.


    Es dürfte wohl das kleinste Problem sein hier Private zu beauftragen. Firmen holen ja auch oft Hilfe von aussen.

  • Das grösste Problem, Privatisierung öffnet mehr Möglichkeiten für Korruption.


    Meinst Du?
    Ich nicht, gerade im staatlichen Sektor, z.B. Landesbanken geht es ja oft noch lustiger her.


    Ob Privatisierung sinnvoll ist oder nicht, ist für mich eher eine Frage der Struktur des entsprechenden Wirtschaftssektors. Wenn die Struktur keinen Wettbewerb zulässt, dann ist der entsprechende Sektor nicht für die Privatisierung geeignet. Das sieht man dann an den Klimmzügen mit denen Wettbewerb herbeireguliert werden soll.


    Gutes Beispiel: Eisenbahn
    Die Leistungsfähigkeit eines Eisenbahnsystems wird durch die Vernetzungsqualität bestimmt und es kommt somit auf netzweite Planung an. Da ist Wettbewerb eher hinderlich, vor allem, wenn er sowieso nicht funktionieren kann. Man will ja zu einer bestimmten Zeit reisen und kann aufgrund der Streckenbelegung immer nur einen bestimmten Zug nehmen und es nützt gar nichts, wenn eine halbe Stunde später ein "besserer" fährt. Eisenbahnen sollten staatlich sein, man muss sie nur betriebswirtschaftlich führen und verhindern, dass sie sich in ein Gewerkschaftsloch verwandeln, bei dem ein Heizer auf der E-Lok mitfährt.


    Ähnlich Wasserversorgung, Stromversorgung, Post (etwas weniger), öffentliche Verkehrsinfrastruktur allgemein.


    Ansonsten können auch staatliche Unternehmen in Wettbewerbssituationen Erfolg haben, sie müssen nur genauso agieren, wie ein privates Unternehmen und das raubt der Sache ein wenig den Reiz für diejenigen, die das gerne hätten. Denn das blutlsaugende Gewerkschaftsloch wie in Großbritannien und Italien beobachtet ist reichlich suboptimal.


    Gruß
    Verbalwalze

  • Es dürfte wohl das kleinste Problem sein hier Private zu beauftragen. Firmen holen ja auch oft Hilfe von aussen.


    Ja, nur wenn es so abläuft wie hier:
    http://www.politopia.de/innenp…%B6rt-158.html#post225574
    Das Schuldenmanagement des Bundes nimmt die Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH wahr.
    ( Anm. von mir: Unerhört, derlei Dinge in "private" Hand zu geben!!!!)


    Da muss es Grenzen geben.


    Wenn ich nur daran denke, was das neue Logo des Arbeitsamtes kostete, wo lediglich die Farbe getauscht wurde.
    Oder die Software, die nicht funktioniert, ohne dass diese Fa. mW. in Regress genommen wurde.

  • Wenn ich nur daran denke, was das neue Logo des Arbeitsamtes kostete, wo lediglich die Farbe getauscht wurde.
    Oder die Software, die nicht funktioniert, ohne dass diese Fa. mW. in Regress genommen wurde.


    Bei Vergabe von Aufträgen an Private scheint ein seriöses Kontrollorgan zu fehlen. Ich denke nur an den Wohnblock wo meine Mutter wohnt, nur Murks. Ich weiss nicht wer die Endabnahme gemacht hat.

  • Bei Vergabe von Aufträgen an Private scheint ein seriöses Kontrollorgan zu fehlen. Ich denke nur an den Wohnblock wo meine Mutter wohnt, nur Murks. Ich weiss nicht wer die Endabnahme gemacht hat.


    Tja, da kommt die öff. Ausschreibung ins Spiel und hierbei wieder die leeren Geldbeutel, oder Verwandtschaftsverhältnisse der Entscheidungsträger ;)

  • Tja, da kommt die öff. Ausschreibung ins Spiel und hierbei wieder die leeren Geldbeutel, oder Verwandtschaftsverhältnisse der Entscheidungsträger ;)


    Ich dachte eher an eine Qualitätskontrolle. Das was Ôffentliche sich so auf`s Auge drücken lassen ist unter aller Sau. Für den Bau wo meine Mutter wohnt hätten einige Handwerker keinen Euro bekommen. Mich würde mal interessieren wieviel hier für die Abnahme geschmiert wurde. Am besten wären wohl vorher unbekannte, nicht regionale Sachverständiger.

  • Ich dachte eher an eine Qualitätskontrolle. Das was Ôffentliche sich so auf`s Auge drücken lassen ist unter aller Sau. Für den Bau wo meine Mutter wohnt hätten einige Handwerker keinen Euro bekommen. Mich würde mal interessieren wieviel hier für die Abnahme geschmiert wurde. Am besten wären wohl vorher unbekannte, nicht regionale Sachverständiger.


    Das Prob ist, dass Aufträge EU weit ausgeschrieben werden müssen.
    Entscheiden tut es aber die zust. Behörde
    Dass läuft dann so:
    Entscheidungsträger kennt Fa. (Kumpel v. Kumpel) die den Auftrag brauchen könnte.


    In der Ausschreibung werden dann Positionen aufgelistet, die den Preis hochtreiben. Der Kumpel bekommt aber gesagt, dass Postition X nach Auftragsvergabe aber wieder wegfällt, da dies gar nicht vorgeshehen ist.


    Kumpel erstellt dann ein Angebot, das am günstigsten ist und erhält den Zuschlag. Hinterher wird offiziell Position X aus dem Auftrag weggenommen, Preis ein bisschen nach unten angepasst und er verdient dennoch mehr, als ohne Postion x ohnehin eingeplant war.


    Zumindest hat mir das Icabaru so erklärt und dem vertraue ich blind.


  • Zumindest hat mir das Icabaru so erklärt und dem vertraue ich blind.


    So ungefähr stelle ich mir das vor. Positionen müssen ja nicht gleich gestrichen werden,
    aber die Qualität etwas schlechter.

  • So ungefähr stelle ich mir das vor. Positionen müssen ja nicht gleich gestrichen werden,
    aber die Qualität etwas schlechter.


    Da böte sich das 4-6 Augen Prinzip an, oder anonymisierte Bewerbungen auf Ausschreibungen und in vielen anderen Bereichen, wo es um Aufträge der Privatwirtschaft geht.


    In Sachen Gutachten müssten eben mehrere Gutachten eingeholt werden.

  • Bei Vergabe von Aufträgen an Private scheint ein seriöses Kontrollorgan zu fehlen. Ich denke nur an den Wohnblock wo meine Mutter wohnt, nur Murks. Ich weiss nicht wer die Endabnahme gemacht hat.


    Wer oder was ist derzeit bei uns denn seriöses Kontrollorgan? Die Regierung ( Exekutive) ist bereits nicht mehr in der Lage, die ihr aufgetragenen Kontrollpflichten zu erfüllen ( letzter Skandal: Dioxinverseuchtes Tierfutter ). Die Firmen behaupten von sich, sich selbst zu kontrollieren. Dies ist eigentlich ein Witz. Effektive und wirkungsvolle Kontrollen spielen sich ganz anders ab, wie bei uns! Und an eine Änderung der völlig unzureichenden Kontrollmechanismen denkt kein Politiker lautstark nach.

  • Hier habe ich einen Bericht gesehen wo die Stadt fast gar nichts besitzt. Alles wurde an Private verkauft und die Stadt mietet oder least, sogar das Rathaus.
    Dort soll es sehr gut funktionieren.


    Solange die Auslastung genau gleichbleibt, nichts umgebaut werden muss und es keine Probleme bei der Instandhaltung gibt funktioniert sowas ja auch theoretisch. Vielleicht geht sowas ja in einem überschaubaren Kaff mit einbetonierten Bevölkerungsstrukturen, aber selbst wenn: Der Gewinn wird nur einmal ausgezahlt, die Risiken bleiben aber über Jahre.


    10-15 Jahre nach eines CBL-Vertragsabschlusses zu behaupten, es funktioniert alles bestens, ist ziemlicher Hafenkäse. Erst wenn der Leasingvertrag ausläuft und am Ende ein Plus in der Bilanz steht könnte man so etwas sagen. Auch die Folgen und Risiken schlichter Privatisierungen sind oftmals erst viele Jahre später spürbar, von daher komme ich leider nicht umhin, die Aussagekraft des von Dir gesehen Berichts anzuzweifeln. ;)