Zeitarbeitsunternehmen

  • Hallo Freunde,


    ich weiß, dass wir noch ein neues Forum mit einer noch begrenzten Anzahl von Usern sind. Dennoch möchte ich bereits jetzt diesen Thread über „Zeitarbeitsunternehmen“ eröffnen, um rechtzeitig Informationen für meinen Vortrag im Juni zu erhalten. Ziel des Vortrages wird es sein, im Rahmen eines politischen Stammtisches die Gäste allgemein und neutral zu informieren.


    Ich hoffe auf jede Menge Beiträge, da ich – optimistisch wie ich bin – davon ausgehe, dass auch Gäste von außen mitlesen und vielleicht ihren Beitrag leisten werden.


    Wichtig sind für mich v. a. persönliche Erfahrungen und außergewöhnliche/außerordentliche Informationen oder aber auch interessante Links. Jeder noch so kleine Hinweis oder Mitteilung wird dankbar angenommen. Allgemeines kann ich dann aus den offiziellen Homepages entnehmen.


    Wie z. B. dieser: http://www.ig-zeitarbeit.de/


    Vielen Dank schon einmal fürs Lesen und vielleicht auch mehr …

  • Haben wir nicht schon einen Thread über Sklaven der Neuzeit?


    Ich halte nichts von Zeitarbeitsfirmen. Leider bleibt vielen Menschen heutzutage nichts anderes übrig, diese Form der Arbeiter- und Angestelltenausbeutung als letzte Möglichkeit in Anspruch zu nehmen.

  • Ich vertrete - wie so oft - eine Mindermeinung, denn ich finde Zeitarbeitsfirmen vollkommen okay.


    Ich habe als Studi mehrere Sommer lang bei Zeitarbeitsfirmen gearbeitet und folgende positive Erlebnisse gehabt:


    - ich brauchte mich nirgendwo weiter "bewerben", die haben einen sofort genommen.


    - Bei meiner ersten Zeitarbeitsfirma: Montagmorgen habe ich mich bei denen vorgestellt und wollte am Mittwoch anfangen, da kam die Frage "Könnten sie nicht noch heute abend anfangen?" und die Frage war ERNST gemeint!


    - ich wurde oft genug von den Einsatzfirmen für besseres Geld abgeworben. Die gaben auch offen zu, dass sie lieber Leiharbeiter so lange austauschen, bis ein vernünftiger dabei ist, als sich mit Typen vom Arbeitsamt herumzuschlagen, die dann gar nicht erst kommen. "Wir testen die Leute aus und übernehmen dann die, mit denen wir zurechtkommen. Eine Woche Probearbeiten sagt mehr aus als jede Bewerbung!" (O-Ton Vorarbeiter)


    - die Bezahlung war zwar nur mäßig, aber mit den von mir angestrebten 6-Tage-Woche Nachtschicht kam da einiges zusammen, die Zuschläge haben sich gelohnt. Klar kann man das nicht "immer" machen und jetzt würde ich das auch nicht mehr machen, aber in Ãœberbrückungsphasen oder wenn man Geld braucht, ist das vollkommen okay.

  • Wie funktioniert so eine Zeitarbeitsfirma genau, detailliert ?


    Gibt es Unterschiede zwischen den Zeitarbeitsfirmen und ihren jeweiligen Verbänden ?


    Was verdient die Zeitarbeitsfirma und was verdient der Leiharbeiter in der Regel ?


    Was steckt hinter der Zeitarbeitsfirma für ein Hintergedanke ?


    Lohnt sich eine Zeitarbeitsfirma, aus der Sicht der Zeitarbeitsfirma und des Leiharbeiters ?


    Wieso stellen Firmen und Unternehmen nicht die Arbeitslosen ein, dann wäre doch die Zeitarbeitsfirma überflüssig oder nicht ?

  • Was steckt hinter der Zeitarbeitsfirma für ein Hintergedanke ?


    Lohnt sich eine Zeitarbeitsfirma, aus der Sicht der Zeitarbeitsfirma und des Leiharbeiters ?


    Wieso stellen Firmen und Unternehmen nicht die Arbeitslosen ein, dann wäre doch die Zeitarbeitsfirma überflüssig oder nicht ?


    Der Grundgedanke ist eigentlich kein reiner Kostengedanke, denn für das Unternehmen, bei dem der Zeitarbeiter arbeitet, ist das nicht billiger als jemanden befristet einzustellen. Das Problem ist eher ein Planerisches. Viele Firmen haben tageszeitliche, jahreszeitliche oder aber auch nicht vorhersehbare Auftragsspitzen, in denen sie mehr Personal brauchen. Und zwar verbindlich. Und hier liegt der Vorteil der Zeitarbeitsfirma. Eine nicht vorhersehbare Anzahl an befristet eingestellten Mitarbeitern, erfahrungsgemäß oft sogar Arbeitslose, werfen binnen weniger Tage wieder das Handtuch und bleiben zu Hause. Eine Zeitarbeitsfirma liefert bereits am nächsten Tag, manchmal sogar taggleich, Ersatz, während eine Einstellungsverfahren durch die Firma selbst meist mehrere Tage braucht. Bei Langzeitarbeitslosen machen die Firmen häufiger die Erfahrung, dass sie schnell wieder das Handtuch werfen. Sie sind deshalb eher eine Risikogruppe, jedenfalls wenn man zum Zeitpunkt X bis Y eine bestimmte Anzahl zusätzlicher Beschäftigter verbindlich braucht. Den Kunden, den man beliefert, interessieren die Gründe der Verspätung nicht wirklich, er sucht sich halt einen anderen Anbieter.

  • - die Bezahlung war zwar nur mäßig,


    Ich kenne zwar keine Zahlen, denke aber, dass es bei den meisten
    Beschäftigten in der Zeitarbeit nicht darum geht, ob sie 25 Euro
    (in normaler Anstellung) oder 20 Euro (bei ZAF) die Stunde verdienen.
    Oft ist es halt so, dass der normal im Unternehmen Beschäftigte
    15 Euro verdient, während der ZAF-Mitarbeiter nur 7 oder 8 Euro verdient.
    Ich sehe das Entlohnungsproblem durchaus. Denn in der Praxis dürfte
    es so sein, dass der Steuerzahler für die Folgen aufkommt.


  • Geht es um "höhere" Löhne, sind LA meistens nicht schlechter bezahlt. Die untere Grenze sollte uns allen Sorgen machen, da wir sie auch alle bezahlen. Haste Recht...
    Leider ist der Niedriglohn immer mehr der Normalfall. Dazu kommt es schneller, als mancher Arbeitnehmer denkt. Bei Berufsunfähigkeit (im gerlerntem Beruf) z.B braucht man sich auf Umschulungen meist keine Hoffnung mehr machen. Die Arbeitsämter sind inzwischen so "erfolgsorientiert", daß sich auch ältere AN schnell im Billiglohn wiederfinden, und das mit denselben Verpflichtungen. Natürlich bedeutet das in vielen Fällen dann staatlich gefördertes Lohndumping, und den bezahlen wir.
    Trotzdem bin ich wie Wolf nicht der Meinung, daß ZA grundsätzlich schlecht ist. (Wobei ich allerdings anmerken möchte, daß das Ausprobieren und denn einstellen zu 99% nicht zutrifft, und getrost als Märchen gesehen werden darf). Wenn mir eine ZA dabei helfen würde, Arbeit zu finden, die korrekt bezahlt wird, wäre doch alles i.O.
    In der Praxis herrschen aber in der ZA Branche Zustände, die man nur als pervers bezeichnen kann. Schuld daran ist aber die Politik, nicht die ZA Branche. Läßt man "Wirtschaftlichkeit" den absolut freien Raum, wird der zwangsläufig genutzt. Ist nun mal auch ein Gesetz.

  • Der Grundgedanke ist eigentlich kein reiner Kostengedanke, denn für das Unternehmen, bei dem der Zeitarbeiter arbeitet, ist das nicht billiger als jemanden befristet einzustellen. Das Problem ist eher ein Planerisches. Viele Firmen haben tageszeitliche, jahreszeitliche oder aber auch nicht vorhersehbare Auftragsspitzen, in denen sie mehr Personal brauchen. Und zwar verbindlich. Und hier liegt der Vorteil der Zeitarbeitsfirma. Eine nicht vorhersehbare Anzahl an befristet eingestellten Mitarbeitern, erfahrungsgemäß oft sogar Arbeitslose, werfen binnen weniger Tage wieder das Handtuch und bleiben zu Hause. Eine Zeitarbeitsfirma liefert bereits am nächsten Tag, manchmal sogar taggleich, Ersatz, während eine Einstellungsverfahren durch die Firma selbst meist mehrere Tage braucht. Bei Langzeitarbeitslosen machen die Firmen häufiger die Erfahrung, dass sie schnell wieder das Handtuch werfen. Sie sind deshalb eher eine Risikogruppe, jedenfalls wenn man zum Zeitpunkt X bis Y eine bestimmte Anzahl zusätzlicher Beschäftigter verbindlich braucht. Den Kunden, den man beliefert, interessieren die Gründe der Verspätung nicht wirklich, er sucht sich halt einen anderen Anbieter.


    an der Zeitarbeit gestört hat war:


    1. die mässige Bezahlung
    2. man weiss nicht was morgen kommt (im schlimmsten Fall Kündigung)
    3. man kann sich nicht mit dem Betrieb identifizieren und neue Freundschaften entstehen auch eher selten.
    4. man ist quasi ein lebendes Druckmittel für die Festangestellten und das kann man auch teilweise spüren
    5. man ist Mitarbeiter 2 Klasse


    Mit all dem könnte ich noch leben.Aber das ich für andere mit der eigentlichen Arbeit das Butterbrot verdiene, während die meist nur ein paar Telefongespräche tätigen, werde ich mich nie anfreunden/akzeptieren.
    Von daher werde ich nie wieder in diesem oder im nächsten Leben für eine Zeitarbeit tätig werden, egal was da kommt.Lieber verdiene ich weniger als das ich nocheinmal in meinem Leben für dritte arbeite.


  • Die Zeitarbeiter sind die ärmsten Schweine in der Firma.


  • Ich erinnere mich, wie zu Beginn meines beruflichen Weges eine Freundin einmal für 2 Jahre in die Zeitarbeit ging, weil sie ein wenig Erfahrungen in unterschiedlichen Firmen sammeln wollte, ohne sich dauernd gezielt bewerben und vorstellen zu müssen, aber auch, um die richtige Firma zu finden. Dabei akzeptierte sie befristet auch einen etwas geringeren Lohn durch die Zeitarbeit. Das war aber eine autarke, völlig frewillige Entscheidung von ihr und damals durchaus in den meisten Fällen so, zudem hat der Lohn trotzdem zum Leben gereicht. Problematisch wird Zeitarbeit aber dann, wenn der Zeitarbeiter nicht wirklich in Folge einer völlig autarken Entscheidung in dieser Situation ist und vor allem, wenn das von Dauer ist.

  • Nennen wir das Kind beim Namen: Ob es uns passt oder nicht, Zeitarbeit ist die traurige Zukunft dieses Landes und langsam aber sicher wird das Soziale aus der Marktwirtschaft verschwinden, ganz egal, wen wir wählen, denn darüber entscheidet allein die Industrie. :shocked:

  • Nennen wir das Kind beim Namen: Ob es uns passt oder nicht, Zeitarbeit ist die traurige Zukunft dieses Landes und langsam aber sicher wird das Soziale aus der Marktwirtschaft verschwinden,...


    ...was durchaus auch in den Wiedervereinigungs-Thread passt,
    denn auch das ist Folge davon.


  • 3. man kann sich nicht mit dem Betrieb identifizieren und neue Freundschaften entstehen auch eher selten.


    Das dürfte die Firmen an dieser Joboffensive auch stören, die Optimizer wissen es nur noch nicht:
    Ein Lohnsklave wird niemals die optimale Leistung abliefern, die Qualität der Produkte wird zwangsläufig schlechter werden.

  • Ich war 1998 kurzzeitig arbeitslos. Wenige Tage nach der Arbeitslosmeldung bekam ich einen Anruf einer Zeitarbeitsfirma, die mich per sofort einstellen wollte, allerdings nur 40% meines letzten Gehalts zahlen wollte. Ich habe natürlich abgelehnt, woraufhin mir angekündigt wurde, dass man mich als arbeitsunwillig beim Amt meldet. Machte damals aber nichts, denn es dürfte noch alles abgelehnt werden, wobei netto weniger herausgekommen wäre, als man an Arbeitslosengeld erhält.

    Noch ein paar Tage später wurde ich vom Arbeitsamt zu einer der großen Zeitarbeitsfirmen geschickt, die sich heute damit schmücken, einen "guten" Tarifvertrag zu haben. Dieses Gespräch werde ich nie vergessen. Man war sehr erstaunt, dass ich in einer Großstadt mit ÖPNV keinen PKW. Man machte zur Bedingung, dass ich mir einen PKW anschaffe, denn ich muss ja irgendwie zu den Einsatzorten kommen und die können schon mal etwas weiter draußen sein. Ich fragte, wie ich von dem angebotenen Gehalt einen PKW finanzieren soll. Das reicht nämlich kaum aus, um die nötigsten festen Kosten davon zu bestreiten. Mir wurde geraten, meine Wohnung aufzugeben und mir jemanden zu suchen, mit dem ich zusammenziehen kann. Am besten solle ich eine Partnerschaft eingehen mit jemandem eingehen, der gut verdient und den Großteil finanziert. Dann könnte ich von der angebotenen Bezahlung auch einen PKW finanzieren. Die angebotene Bezahlung war auch hier so niedrig, dass ich ohne Sanktionen ablehnen konnte, weil das Arbeitslosengeld höher war.

    Heute werde ich von den Zeitarbeitsfirmen von der Arbeit abgehalten, die mich anrufen, um mir ihre Arbeitnehmer anzubieten. Zumindest gefühlt hat in den letzten Wochen vor Jahreswechsel jede Zeitarbeitsfirma in der Umgebung deshalb abgerufen. Das Argument war jedesmal das Gleiche: Ein Zeitarbeitnehmer kostet mich pro Stunde nicht mehr, als ich einem selbst eingestellten Mitarbeiter pro Stunde zahlen würde. Meine Frage, was denn dann der Zeitarbeiter pro Stunde verdient, wurde natürlich nicht beantwortet. Statt dessen wurde auf die hohe Motivation der Zeitarbeiter hingewiesen. Da ich nicht damit hintern Berg gehalten habe, was ich von Zeitarbeit halte, wird mich wohl keine der Zeitarbeitsfirmen nochmal anrufen, um mir Mitarbeiter zu vermitteln. Hoffe ich jedenfalls.

    Von hiesigen Zeitarbeitern weiß ich, dass die Stundenlöhne so um 3,xx Euro pro Stunde in der Produktion liegen (das wird hier in der Gegend viel gebraucht) und bei 4,xx Euro für qualifizierte Büroarbeiten, eigener PKW vorausgesetzt. Allein der PKW dürfte bei Berücksichtigung aller Kosten mehr kosten, als die Zeitarbeiter brutto verdienen. Aber das macht ja nichts, die bekommen ja Hartz IV.

    Die Zeitarbeiter werden alle vom Arbeitsamt zu den Zeitarbeitsfirmen geschickt. Ohne den Zwang der Leistungskürzung würde niemand für diese Löhne arbeiten. Dazu gibt es vom Arbeitsamt noch diverse Eingliederungshilfen. Es ist wohl bei den Zeitarbeitsfirmen üblich, niemanden einzustellen, für den es keine Förderung vom Amt gibt. Die Leute werden für einen bestimmten Job eingestellt und sofort wieder entlassen, sollte der Kunde den Arbeitnehmer nicht mehr brauchen. Ãœbernahmen der Zeitarbeiter in feste Arbeitsverhältnisse seien in etwa so häufig wie der Gewinn des Lotto-Jackpots.

  • Ich erinnere mich, wie zu Beginn meines beruflichen Weges eine Freundin einmal für 2 Jahre in die Zeitarbeit ging, weil sie ein wenig Erfahrungen in unterschiedlichen Firmen sammeln wollte, ohne sich dauernd gezielt bewerben und vorstellen zu müssen, aber auch, um die richtige Firma zu finden. Dabei akzeptierte sie befristet auch einen etwas geringeren Lohn durch die Zeitarbeit. Das war aber eine autarke, völlig frewillige Entscheidung von ihr und damals durchaus in den meisten Fällen so, zudem hat der Lohn trotzdem zum Leben gereicht. Problematisch wird Zeitarbeit aber dann, wenn der Zeitarbeiter nicht wirklich in Folge einer völlig autarken Entscheidung in dieser Situation ist und vor allem, wenn das von Dauer ist.



    Ich habe vor 10 Jahren auch mal über eine Zeitarbeiterfirma für Arbeit beworben. Mein Vorteil war jedoch, das ich vorher schon in vielen verschiedenen Berufen gearbeitet habe. Die längste Zeit die ich in einer Firma gearbeitet habe, war zu meiner Jugendzeit. Sie betrug fast 5 Jahre und das war der härteste Job den ich gemacht habe.
    Danach verweilte ich nicht lange sondern wechselte oft aus eigenem Antrieb.
    Dadurch konnte die Zeitarbeiterfirma ein sehr großes Spektrum für mich bieten.
    Büroarbeit hatte ich beruflich noch nie gemacht und somit bewarb ich mich in dieser Sparte.
    Bekam auch prompt eine Arbeit zu gewiesen bei der Firma in Nürnberg, die die gelben Seiten gestaltet.
    War ne tolle Zeit, habe so einges gelernt und mich unter anderem auch kaputt lachen können. Zusammen mit der Frau, die heute meine beste Freundin ist.
    Wir sind zwar 18 Jahre vom Alter auseinander tut aber keinen Abruch.
    Aber um wieder darauf zurück zu kommen. Damals waren die Zeitarbeiterfirmen noch etwas anderes als sie heute sind.
    Doch das zeichnete sich schon ab.
    Kurzum, durch diesen Job den ich dann geschmissen habe ( Gelbe Seiten ) habe ich ein Angebot von eben dieser Zeitarbeiterfirma bekommen, doch bei IHNEN einzusteigen und mein Job wäre gewesen, die Leute bei mir vorsprechen lassen, sie rastern und dann in die entsprechenden Jobs zu vermitteln......
    Tja ich hätte echt viel Geld verdienen können ( ca. 5 bis 6000 DM ).
    Sehr verlockend, wo ich doch nicht mal eine Lehre gemacht habe, im üblichen Sinne..lolol.............
    Und das mit einem Hauptschulzeugnis......ohne Abschluss.....
    So viel zur Elite.
    Doch ich wollte diesen Job nicht, denn es hätte bedeutet das ich kaum noch Zeit für meine Familie gehabt hätte, auch wäre es zwingend gewesen nach Feierabend mit den Mitarbeitern und den Chefs noch Essen zu gehen um weiteres zu besprechen.......
    Der Preis war mir zu hoch, für das Geld das ich bekommen hätte ( damals hätte ich das sogar sehr dringend gebraucht ) .
    Meine Prioritäten habe ich mir schon lange gesetzt und für Geld tue ich nicht alles. Der Job hätte mich enorm gereizt........das wäre etwas gewesen was mir gelegen wäre.....
    und ich bin mir sicher ich hätte großen Erfolg gehabt in der Talentsuche egal was einer an Zeugnissen mitbringt..........
    So viel von mir dazu........
    Ich hoffe dem Themensteller wird ein sehr guter Vortrag einfallen, der so richtig rein knallt.........
    Also legt los Leute.........das war meine Erfahrung.:love-politopia::love-politopia::love-politopia::love-politopia::love-politopia::love-politopia::love-politopia:

  • Geht es um "höhere" Löhne, sind LA meistens nicht schlechter bezahlt. Die untere Grenze sollte uns allen Sorgen machen, da wir sie auch alle bezahlen. Haste Recht...
    Leider ist der Niedriglohn immer mehr der Normalfall.



    Das ist eigentlich ein Widerspruch, was du da schreibst.


    Niedriglöhne werden verstärkt zum Normalfal, da stimme ich dir zu, aber gerade die Leiharbeit wird missbraucht, um die Leiharbeit außerhalb der regulären Tarife im Lohn zu dumpen. Dieser Missstand kann auch nicht damit entschuldigt werden, dass inzwischen generell die Löhne gedrückt werden.



    Trotzdem bin ich wie Wolf nicht der Meinung, daß ZA grundsätzlich schlecht ist. (Wobei ich allerdings anmerken möchte, daß das Ausprobieren und denn einstellen zu 99% nicht zutrifft, und getrost als Märchen gesehen werden darf). Wenn mir eine ZA dabei helfen würde, Arbeit zu finden, die korrekt bezahlt wird, wäre doch alles i.O.
    In der Praxis herrschen aber in der ZA Branche Zustände, die man nur als pervers bezeichnen kann. Schuld daran ist aber die Politik, nicht die ZA Branche. Läßt man "Wirtschaftlichkeit" den absolut freien Raum, wird der zwangsläufig genutzt. Ist nun mal auch ein Gesetz.


    Um Spitzen zu überbrücken kann Leiharbeit sicher sinnvoll, aber nur für diesen Fall. Und auch da muss dann gelten, dass für die gleiche Arbeit der Leiharbeiter den gleichen Lohn wie der Festangestellte bekommt.


    Dass die Zeitarbeitsfirma dann auch noch auf ihre Kosten kommen will, versteht sich, unterm Schnitt dürfte dann bei fairer Entlohnung der Zeitarbeiter die Firma, die seinen Dienst anfordert, in der Stunde erst einmal teurer kommen, aber da müssen ihr die dann damit verbundenen Vorteile wie der flexible und schnelle Einsatz wert sein.


    Genau das ist aber immer seltener der Fall und aus den ursprünglichen temporären Einsätzen sind oft reguläre Einsätze für eine Firma zum Dumpimglohn geworden, so dass Zeitarbeit allgemein in Verruf gekommen ist. Hier müssen Gesetze her, um dem Lohndumping Einhalt zu gebieten.

  • Naja, ZA an sich finde ich nicht verwerflich, wenn es anders geregelt wäre. So sollte es verboten sein Stellen mehr als 2 Jahre hintereinander mit Zeitarbeitern zu besetzen.

    Des weiteren sollte es so geregelt sein das die Lohnuntergrenze von Zeitarbeitern nicht mehr als 25% unter denen liegt die ein Festangestellter für die selbe Stelle bekommt.

    So würde man erreichen das wirklich nur Engpässe in der Personalsituation mit Zeitarbeitern besetzt werden und die Frist von 2 Jahren reicht völlig aus um festzustellen welchen Bedarf der Betrieb wirklich hat. Im Notfall kann man als Personalchef ja auch von Anfang an befristete Arbeitsstellen anbieten.

    Generell finde ich eine Lohnuntergrenze für Zeitarbeit von 7,50€-8,00€ für angebracht. Ansonsten ist die 25% Forderung denke ich ziemlich fair.

    So haben beide Seiten etwas davon. Arbeit lohnt sich und die Firmen haben motivierte Mitarbeiter, denn sie wissen, werde ich in 2 Jahren noch gebraucht und bin gut werde ich wohl diese Stelle fest bekommen.

  • ... thread Titel Zeitarbeitsunternehmen, meine Meinung dazu, nach den Bankstern die 2. größten Schmarotzer, die rum laufen in der Neuzeit, ich glaube das nennt man auch moderne Sklaverei, wenn ich mich nicht irre. :seeya: