Aktiengesellschaft, Betrachtung eines Firmenkonstruktes

  • Sollten wir diesen Thread dann Deiner Meinung nach als erledigt betrachten?!

    Es wäre ja auch möglich, dass nach Heranziehen der benötigten Informationen sich eine geeignet Diskussion ergibt. Vielleicht hast Du aber auch das Anliegen von Durch Blick (Threaderöffner) missverstanden.


    Nee, ich habe sein Anliegen schon sehr gut verstanden, bin mir aber mittlerweile nicht mehr sicher, ob hier auch kritisches zu dem Thema willkommen ist....

  • Nee, ich habe sein Anliegen schon sehr gut verstanden, bin mir aber mittlerweile nicht mehr sicher, ob hier auch kritisches zu dem Thema willkommen ist....




    Darauf sollte dann Durch Blick Dir eine Antwort erteilen.


  • ...die in diesem Zusammenhang nicht wirklich stören.

    Auch wenn veröffentlicht wird wer größere Aktienanteile kauf´t, kann nicht verhindert werden dass der das tut, es sei denn hierdurch wird eine marktbeherrschende Stellung erzielt.

  • ...die in diesem Zusammenhang nicht wirklich stören.

    Auch wenn veröffentlicht wird wer größere Aktienanteile kauf´t, kann nicht verhindert werden dass der das tut, es sei denn hierdurch wird eine marktbeherrschende Stellung erzielt.



    Bei grösseren Unternehmen (meines Wissens über 500 Mio. p.a.) kann aber das Bundeskartellamt den Zusammenschluss untersagen, wenn bei dem neu entstehenden Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung zu erwarten ist.
    Eine Zusammenschlusskontrolle durch das Bundeskartellamt hat eigentlich prinzipiell zu erfolgen.

    Ein weiterer Riegel (bei kleineren Unternehmen) ist liegt ja auch in der Ausgabe der Vorzugsaktien. Diese dürfen höchstens bis zum Gesamtnennbetrag der anderen Aktien ausgegeben werden.
    Das hat allerdings auch den Grund weil sie (deshalb Vorzugs-Aktien) bei der Verteilung des Gewinns bevorrechtigt sind (Dividende).

  • Nee, ich habe sein Anliegen schon sehr gut verstanden, bin mir aber mittlerweile nicht mehr sicher, ob hier auch kritisches zu dem Thema willkommen ist....


    Sachlich kritisches ist immer willkommen. Also z.B. aus diesen oder jenen rechtlichen Gründen ist dies oder jenes möglich, würde man die Rechtsbasis in punkt xy dahingend verändern, dann..............


    In dieser Art sehe ich eine sachliche Diskussion vor allen Dingen da der Katalog ja vorgegeben ist:
    * Warum und zu welchem Zweck wurde das Firmenkonstrukt AG von welchem Unternehmen als erstes entwickelt.
    *Welche rechtlich bedingten Firmeneigenschaften sind aus sozialer marktwirtschaftlicher Sicht positiv und welche negativ zu Bewerten.
    *Wie lassen sich Monopole genau definieren und verhindern.
    *Sind feindliche oder freundliche Ãœbernahmen zu Gestatten oder zu Unterbinden.
    *Ab welcher Größenordnung sind Aktiengesellschaften als demokratiegefährdend einzustufen.
    *Welche rechtlichen Änderungen währen nötig um den Einfluß von durch Aktiengesellschaften gesponsorten Lobbygruppen auf die Politik einzudämmen.


    Und dann fällt so etwas bei mir halt unter getrolle, sorry:



    Mehr bräuchte man zu diesem Thema ja eigentlich auch nicht erörtern, das trifft den Nagel 100%ig auf den Kopf....:thumbsup: __________________
    Schlagfertig ist jede Antwort, die so klug ist, dass der Leser wünscht, er hätte sie gegeben.


    Les McCann / Layers
    WHITE NOISE / An Electric Storm


    :banghead:

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  • Vorteil ist:
    Kein Eigner wird für kapitale Fehlentscheiden zur Rechenschaft gezogen, das nickelt der Steuerzahler.
    Man kann Kapital einsammeln + versemmeln.
    Ab einer gewissen Größe kann man problemlos Regierungen erpressen.
    Schöne Sache.



    Mehr bräuchte man zu diesem Thema ja eigentlich auch nicht erörtern, das trifft den Nagel 100%ig auf den Kopf....:thumbsup:


    Ja - Interessant zb. will man sich mal schlau machen: Wem gehört eigentlich 'BP'!? - deren zukunftgewandtes, gewinnorientiertes Machen und Tun, natürlich eigentlich nur zu unser aller Wohl und Nutzen, mal gerade den Golf von Mexiko mit Roh-Öl abfüllt - So stösst man natürlich nicht auf Personen oder Familien, sondern wiederum auf Aktien notierte Grossbanken/JP Morgen, oder Finanzunternehmen wie BlackRock Inc., Legal & General Group plc usw...


    Versucht man sich dann mal zb. am Beispiel von der 'BlackRock Inc.' bzgl. deren Anteilseignern weiter schlau zu machen und klickt sich auf und durch verschiedene Web.-Seiten dieses Unternehmens so erfährt man zb. Interessantes über deren Finanzvolumen von über 2700 Milliarden Doller und ihrem tollen Motto: 'Von Heute nach Morgen - Eine Welt voller Möglichkeiten', über den Gang ihres Börsenkurses und das letztlich die Hauptanteilseigner von BlackRock Inc., natürlich immer neben einem gewissen, sogenannten Streubesitz, wiederum AGs wie die Grossbank Merrill Lynch oder der PNC Financial Services sind...usw. usf.


    Ãœber einem mir bekannten Ex-Börsianer, ist es mir sicher möglich, aufgrund seines grösseren Einblicks und seiner 'Insider Informationsquellen' letztlich auf die paar dutzend Grosskapitaleigner zu stossen, die dahinter stehen und denn Hauptteil des 'Shareholder Value' kassieren, oder gegebenenfalls auch Verluste ertragen müssen; ist mir aber grad nicht wirklich wichtig genug um diese Aktion zu bringen...


    Sind letztlich sowieso meist immer die üblichen Verdächtigen. Einzusehen auf den Listen der 500 reichsten Erdenbürger, oder der 300 reichsten Deutschen, Engländer, Amerikaner, Russen usw...:samepng:


    Bzgl. den Verlusten, wie jetzt zb. bei 'BP', bleibt noch anzumerken. Normalerweise haben ebend XXL-Superreiche Grosskapitaleigner, anders wie die meisten, vielen tausend Kleinanleger, die unter 'Streubesitz' geführt werden (zu denen ich mich auch schonmal zählen durfte :lol: ), zwei-, dreistellige Millionen oder gar Milliardenbeträge zur freien, langfristigen Verfügung und können, so der Staat, also der Steuerzahler, bei starken Verlusten/ einer Krise wirklich ausnahmsweise mal nicht einspringen sollte, auf Schwankungen mit grossen 'Zeitfenstern' abwartend reagieren und desweiteren die teils komplexen Besitzverflechtungen strategisch für sich nutzen.:hurray:


    Aufjedenfall ist durch dieses strukturelle Verschleierungsgeflecht, eine gewisse Anonymität der 'Neofeudalen Besitzer' dieser Welt, gegenüber berechtigten Ansprüchen und Zorn seitens der 'dummen Masse' / wir halt, über 90%, die wir im Konstrukt vom Shareholder Value und ZinsesZins unseren setig steigenden Teil abzuführen haben, gegeben.


    Die Matrix ist wirklich genial eingefädelt!


    Zumal viele noch denken, sie sind Frei! :lol:


    'Der Freiheit, der ihr folgt, ist die Freiheit des Geldes, was ihr niemals haben werdet.'


  • Also sollte dies jetzt hier eine 'Volkshochschulveranstaltung' werden!?:banana75:


    Ja dann viel Spass bei diesem öden Unterfangen! :biggrin:

  • Theoretisch sind Aktien eine Möglichkeit um das Produktivvermögen breit zu streuen.
    Damit wäre das ja eine gute Erfindung. Dann ist das Hauptziel sich mittels Dividente an den Gewinnen zu beteiligen. Allerdings ist die Dividente beim Aktienkauf gar nicht mehr das entscheidende Motiv. Vielmehr geht es den Anliegern um die Spekulation auf steigende Kurse. Die Kurse werden aber unter anderem von Gerüchten, gezielt plazierten Informationen und durch das Handeln großer Anleger manipuliert. Sie bilden daher nicht den Wert des Unternehmens ab. So können gesunde Firmen zerstört werden und windige Branchen boomen kurzfristig.


    Was mir ebenfalls nicht gefällt, ist die Fixierung auf Quartalsberichte. Eine Firma muss sich daher auf kurzfristige Ziele konzentrieren. Manager verdienen nur diese unsäglichen Summen, wenn sie kurzfristig Erfolge einfahren. Wenn es nicht anders geht, dann halt durch Entlassungen. Im Gegensatz dazu hat ein Familienunternehmen die Möglichkeit Projekte mit langem Vorlauf in Angriff zu nehmen, Hauptsache schwarze Zahlen. Sie sind frei von dem Zwang ständige Gewinnsteigerungen vorweisen zu müssen. Sie können auch mal ihr Personal in schlechten Zeiten halten. Dass sie nicht immer so handeln, ist mir bekannt, aber es gibt diese Unternehmen.


    Die Verantwortung einer AG besteht nur gegenüber den Aktionären, nicht gegenüber dem Personal, dem Staat, und auch nicht gegenüber der Umwelt. Manager handeln also entsprechend. Haften müssen sie ja auch nicht. Es gilt, hohe Abfindung kassieren und ab zum nächsten Konzern

  • ...Die Verantwortung einer AG besteht nur gegenüber den Aktionären, nicht gegenüber dem Personal, dem Staat, und auch nicht gegenüber der Umwelt. Manager handeln also entsprechend. Haften müssen sie ja auch nicht. Es gilt, hohe Abfindung kassieren und ab zum nächsten Konzern



    Das ist nicht richtig, die AG hat verantwortung gegenüber ihren Angestellten. Das andere ist das Problem von hochbezahlten angestellten Führungskräften. Diese hat nicht nur die AG. Diese sind in erste Linie Ihrem Arbeitgeber verpflichtet.


  • Verantwortung gegenüber der Umwelt kann man durch entsprechende Gesetze den Ignoranten notfalls mit Zwang einbleuen, bei Zuwiderhandlungen mit exorbitanten Geldstrafen oder mit Knast.
    Und wenn ein Unternehmen oder eine Bank in den Keller gefahren wurde, gibt es auch keine Abfindungen oder Boni, sondern höchstens Klagen und Gefängnis.


    Aber dafür müsste sich nicht an den AG's etwas ändern, hier ist der Staat permanent gefordert.
    Dafür müsste aber von Regierungsseite eine andere Konstellation herrschen, denn wer mir heute verklickern will, wir würden in einem Rechtsstaat leben, will mich allerhöchstens für dumm verkaufen.
    Und wer so dumm ist, und echt noch an das Rechtsstaatmärchen glaubt, der ist warscheinlich in Wonderworld besser aufgehoben als in Deutschland.

  • Aktiengesellschaft – Wikipedia


    Da steht auch drin, das die Gründung einer AG von Rechts wegen erfolgt, ohne das es, wie früher, einer staatlichen Genehmigung bedarf.


    Wenn man jetzt hingehen würde, und per Gesetz wieder die staatliche Genehmigungspflicht einführen würde, kann man natürlich auch die Spielregeln in einer AG vorher festlegen, sodaß es zu diesen Auswüchsen, wie sie sich eingebürgert haben, gar nicht mehr kommen kann, wenn man es clever anstellt.

  • Aktiengesellschaft – Wikipedia

    Da steht auch drin, das die Gründung einer AG von Rechts wegen erfolgt, ohne das es, wie früher, einer staatlichen Genehmigung bedarf.

    Wenn man jetzt hingehen würde, und per Gesetz wieder die staatliche Genehmigungspflicht einführen würde, kann man natürlich auch die Spielregeln in einer AG vorher festlegen, sodaß es zu diesen Auswüchsen, wie sie sich eingebürgert haben, gar nicht mehr kommen kann, wenn man es clever anstellt.




    Wohl haben wir nicht mehr den gleichen Staat wie früher.

  • Wohl haben wir nicht mehr den gleichen Staat wie früher.


    Korruptionsverfahren: Daimler kauft sich aus der Affäre - Aktien - FOCUS Online
    https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/VW-Korruptionsaffäre
    Korruption: Zugriff im Dunkelfeld | Online | ZEIT ONLINE
    Ausgerechnet in der BRD sind keine Gelder geflossen? Das Problem des Vorteilnehmers ist dessen Erpreßbarkeit bis in die nächste Steinzeit.
    Anders sind einige verabschiedete Gesetze nicht zu erklären.
    Trotzdem bin ich der Meinung, daß eine AG eine durchaus gute Sache ist, um für geplante Projekte Finanzmittel zu realisieren.
    Leider hat sich das Kapital verselbstständigt.
    Wenn sich derzeit einige Großaktionäre beim Frühstück absprechen, haben diese Herrschaften machts ihrer Finanzen die Möglichkeit, jeden Staat dieses Planeten zu zerlegen.
    Mehr wollte ich mit meiner Trollpost nicht ausdrücken.
    Nachtrag:
    [url=http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,665093,00.html]C-Klasse-Verlagerung: Daimler winken satte US-Subventionen - manager-magazin.de - Unternehmen[/url]
    Zukunft des Leipziger Siemens-Werks bis 2011 gesichert - Golem.de
    Sozialhilfe für Großaktionäre.

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  • Ich glaube, der frühere Wirtschaftsminister und FDP Chef Otto Graf Lambsdorff war wohl 1982 der Letzte, der noch richtig rechtskräftig verurteilt wurde. Das macht ihn zwar nicht besser, aber alles was danach kam, hatte noch viel weniger Haltung und sich aus allen Prozessen rausgekauft und Ackermann, der sich von Mutti feiern ließ, ist da wohl Bandenchef gewesen!