Entwicklung einer menschenwürdigen Wirtschaft

  • Acaloth, achte bitte darauf, dass wenn ich manche Tugenden nicht als gemeinsamen Wert ansehe, diese trotzdem anstrebe. So auch bei Pünktlichkeit. Ich bin persönlich penibel pünktlich, allerdings liegt dies nicht jedem im Blut. Es gibt Gegenden in der Welt, in der Pünktlichkeit nicht so viel Wert geschätzt wird. Die leben auch glücklich.

    Dazu fällt mir spontan das spanische "mañana" ein, was sowohl morgen oder auch später bedeuten kann. Für Deutsche eine recht unbrauchbare Aussage, obwohl einige Handwerker danach zu leben scheinen. Ich persönlich finde Pünktlichkeit wichtig, denn man nennt sie nicht umsonst die Höflichkeit der Könige.
    Ich könnte mich weiter über gute Eigenschaften auslassen, aber ich habe wohl zu wenig davon, denn irgendwie ist das nicht mein Thema. Wenn ich es nämlich richtig machen würde, wäre ich wieder wegen Beleidigung dran. ;)

  • Wenn ich es nämlich richtig machen würde, wäre ich wieder wegen Beleidigung dran. ;)


    Musst du denn zwingend beleidigen oder geht es auch anders? Versuch's doch einfach mal!

  • Musst du denn zwingend beleidigen oder geht es auch anders? Versuch's doch einfach mal!

    Ich habe im Internet die Erfahrung gemacht, dass da die Beleidigung immer im Auge des Betrachters liegt und weniger der des Schreibers, aber ich habe keine Lust auf Abenteuer, denn im Netz sprechen einfach zu wenig noch meine Sprache. :)

  • Ich habe im Internet die Erfahrung gemacht, dass da die Beleidigung immer im Auge des Betrachters liegt und weniger der des Schreibers, aber ich habe keine Lust auf Abenteuer, denn im Netz sprechen einfach zu wenig noch meine Sprache. :)


    Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn ich persönlich Beleidigungen nicht pflege und Polemik bis auf's Minimum reduziere, dass ich dadurch mehr Gehör von meinem Gegenüber bekomme. Zudem lerne ich dadurch viel mehr von meinem Gegenüber und kann viel besser eine Selbstreflexion betreiben. Ist das nicht erstrebenswert?

  • Zitat von Acaloth
    ICh denke es ist hier angebracht eine von mir schon vor recht langer Zeit angedachte Idee zu postulieren. Nämlich die einen ganz ganz grossen Thread zu machen mit dem Titel "Wenn wir die Regierung wären was dann" bei dem man sich auf die realen Zahlen stützt soweit als möglich und dann einfach versucht seine eigenen Ziele festzumachen und eine Art "Regierungsprogramm" Politopias zu erstellen.



    Da mir das wichtig ist und auch eure Meinung dazu, poste ich nochmal, da ich die Erfahrung machte, das Posts am Ende einer Seite etwas untergehen.


    ....ist doch eine diskutable Alternative für alle denen mein Vorschlag zu kompliziert ist. Strukturieren kann man da auch ebenso.
    Was meinen die anderen dazu?


    MfG Icabaru

  • Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn ich persönlich Beleidigungen nicht pflege und Polemik bis auf's Minimum reduziere, dass ich dadurch mehr Gehör von meinem Gegenüber bekomme. Zudem lerne ich dadurch viel mehr von meinem Gegenüber und kann viel besser eine Selbstreflexion betreiben. Ist das nicht erstrebenswert?

    Nicht unbedingt, denn wer mich nicht so nimmt, wie ich bin und rede, den brauche ich auch nicht. :)

  • ....ist doch eine diskutable Alternative für alle denen mein Vorschlag zu kompliziert ist. Strukturieren kann man da auch ebenso.
    Was meinen die anderen dazu?


    MfG Icabaru


    Ich hoffe soetwas passiert hier...
    Allerdings gab und gibt es dazu schon einige Anläufe:


    Von mir:
    1. http://www.politopia.de/teestu…olitopias.html#post108975 (gründlich in die Hose gegangen)


    2. http://www.politopia.de/politi…al-gesetze.html#post83174 (auch ein Griff ins Klo


    3. http://www.politopia.de/kultur…erbesserer.html#post60911 (sollte ich vielleicht häufige "uppen"...)


    Und auch von anderen:
    1. http://www.politopia.de/innenp…s-subjekt.html#post139454


    Und noch einige wenige mehr, die ich gerade zu faul bin zu suchen...


    Aber gerade in letzterem sollte sich einiges von Wert finden lassen.

  • Meinst du diese Tugenden? Ich muss zugeben, dass ich mit einigen nicht einverstanden bin, ohne, dass sie noch weiter definiert wurden. Und ich kann mir gut vorstellen, dass sehr viele Menschen manche Tugenden nicht als erstrebenswert ansehen. Möchtest du diese jetzt ausschließen?



    Zudem wird man bei der Definition nicht auf einen Nenner kommen!


    ... das man nicht alle diese Tugenden übernehmen sollte und erlaube mir die welche ich konkret ablehnen würde hervorzuheben:


    Zitat Acaloth


    Aufrichtigkeit
    Bescheidenheit (muss aber definiert werden worin bescheiden, es gibt aber auch dinge wo Bescheidenheit nicht unbedingt angebracht ist z.B. bei den Ideen die hier entwickelt werden sollen)
    Fleiß
    Gehorsam (nein, würde ich durch Anstand ersetzen)
    Geradlinigkeit (nein, würde ich mit Aufrichtigkeit ersetzen)
    Gerechtigkeitssinn (nein, es gibt zu viele subjektive Definitionen von Gerechtigkeit. Würde diese Tugend durch Respekt des anerkannten Rechtes ersetzen, das es in objektiber Form allerdings noch(?) nicht gibt)
    Gottesfurcht bei religiöser Toleranz (sachlich objektiv inakzeptabel)
    Härte, gegen sich mehr noch als gegen andere
    Mut
    Ordnungssinn
    Pflichtbewusstsein
    Pünktlichkeit
    Redlichkeit? (Sehr fragwürdig, weil nicht konkret definierbar)
    Selbstverleugnung (Auf keinem Fall!)
    Sparsamkeit
    Tapferkeit (Auch nicht, weil preussisch im kriegerischen Sinne definiert)
    Treue
    Unbestechlichkeit
    Unterordnung (nein, weil hier die Unterordnung unter Menschen nicht unter das Gesetz gemeint ist)
    Zurückhaltung („Mehr sein als scheinen!“ und nur in diesem Sinne!)
    Zuverlässigkeit


    Bleiben 12 von 21 Tugenden die für mich akzeptabel sind. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, das Acaloth die einzelen Tugenden anders definiert. Mal abwarten was da kommt?


    MfG Icabaru


  • Vielleicht sind wir beide gerade dabei uns als Don Quichotte 2 und 3 zu profilieren.
    Was solls??


    MfG Icabaru


  • hier -> http://www.politopia.de/groups/fortschritt-jetzt.html gibt es auch noch einen kleinen fundus...

  • Vielleicht sind wir beide gerade dabei uns als Don Quichotte 2 und 3 zu profilieren.
    Was solls??


    MfG Icabaru

    Kicher...
    Aber das ficht mich auch nicht an.
    Zudem: Es werden ja immer mehr die begreifen, dass unsere "Riesen",
    zu mehr in der Lage sind, als nur Mehl zu mahlen...



    Zitat von ahead

    hier -> http://www.politopia.de/groups/fortschritt-jetzt.html gibt es auch noch einen kleinen fundus...

    Der Fundus ist in der Tat ein kleiner.
    Aber es ist sicherlich eine gute Idee, diesen ein wenig aufzublasen.


  • hihihi auf den Link war ja in der Shoutbox auch keiner angesprungen :smilewinkgrin:
    Aber hab da noch eine Ergänzung..
    das Interview mit einem der beiden Authoren der Studie/Buches..
    Mehr Gleichheit ist besser für alle
    Ansonsten schlicht das Buch lesen..
    [ame='http://www.amazon.de/Spirit-Level-Equality-Societies-Stronger/dp/1608190366/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1280485863&sr=8-2']The Spirit Level: Why Greater Equality Makes Societies Stronger[/ame]


  • Gerechtigkeitssinn (nein, es gibt zu viele subjektive Definitionen von Gerechtigkeit. Würde diese Tugend durch Respekt des anerkannten Rechtes ersetzen, das es in objektiber Form allerdings noch(?) nicht gibt)


    Gerechtigkeitssinn meint ja nicht das er das Recht ersetzt, viel eher ist damit gemeint intuitiv zu wissen was richtig und falsch ist zumindest in bestimmten Punkten.
    Das denke ich lässt sich durchaus vertreten.



    Redlichkeit? (Sehr fragwürdig, weil nicht konkret definierbar)


    Redlichkeit heisst soviel wie ehrlichkeit.



    Selbstverleugnung (Auf keinem Fall!)


    Doch halte ich für wichtig, man muss wissen wann eigene Wünsche und interessen unwichtig sind und es auch mal schaffen die gemeinschaft des Staates als wichtiger anzunehmen als eigene Befindlichkeiten.
    Wenn man das machen würde, hätten wir viele Probleme die wir haben nicht.



    Tapferkeit (Auch nicht, weil preussisch im kriegerischen Sinne definiert)


    Halte ich sogar für eine der wichtigsten, welchen Wert hat eine Demokratie für die man nicht bereit ist zu kämpfen ?
    Tapferkeit hat auch mit Selbstverleugnung ein stück weit zu tun und mit der bereitschaft sich selbst dem wohlergehen von etwas grösserem unter zu ordnen.


    Was uns vor allem fehlt (was etwas mit Selbstverleugnung zu tun hat) ist eine Idee für die wir arbeiten. Eine grössere Sache als nur der eigene Reichtum und selbstverwirklichugn fehlen uns.
    `

    Einmal editiert, zuletzt von Acaloth ()

  • Nachdem die Chefredakteure der Medien bereits zu Beginn der der Finanzkrise im Kanzleramt "gebrieft" wurden welche Berichterstattung von der Regierung gewünscht ist, wiederholte sich dieser Vorgang dem vernehmen nach am 30.06.2010 | Angela Merkel bittet deutsche Chefredakteure zum Gespräch das würde die Jubelmeldungen in den Medien nachvollziehbar erklären. Das die Realität am Arbeitsmarkt und in der Binnenwirtschaft eine andere ist, ist natürlich vielen politischen Beobachtern und Bürgern bewußt. Viele Personen die aus der Statistik der Arbeitslosen verschwunden sind wurden eventuell in die "Firma Wenck ;)" vermittelt die diesen "Jobboom" oder auch das "Jobwunder" und den "Aufschwung" ermöglicht hat. Mit den Phantasienamen "Firma Wenck" die ich für "Jobboom, Jobwunder, Aufschwung" setze, meine ich, dass diese Art der gleich-klingenden unreal positiv eingeforderten Berichterstattung als letzte Hoffnung der neoliberalen Obrigkeit auf die erfolgreiche Verteidigung ihrer radikalfundamental marktkapitalistischen Ideologie gesehen werden kann.


  • Ich bin nach wie vor ein Freund davon, die Wirtschaft zu demokratisieren. Mitbestimmung sollte nicht nur ein lästiger Appendix an den Verhandlungstischen sein, in Form von Betriebsräten oder sich selbst erniedrigenden Gewerkschaften, sondern eine Form der "breiten" Entscheidung, ohne Tiefe zu verlieren. Das gelingt aber nicht allein durch Mitbestimmung von Arbeitnehmern, sondern vor allem durch deren Beteiligung am Unternehmesgewinn und -verlust.
    Die größte Herausforderung dabei ist in meinen Augen die Art, wie der Prozeß der (teilhabenden) Mitbestimmung organisiert werden sollte.

  • .... habe mir nur erlaubt ihn zu kopieren und hier zu posten.


    Die politischen Phänomene der BRD und ihre Kausalität.



    Selbst wer sich allein auf die politischen Entwicklungen innerhalb der BRD und das, was sich dort seit der
    Zusammenlegung von Ur-BRD und DDR so getan hat, konzentriert, der wird kaum mehr sehen als eine
    zunehmend unverständlicher werdende Aneinanderreihung von Ereignissen, die in sich nicht zu erklären,
    also phänomenal sind. Schon das Anfangsereignis dieses mittlerweile über 12 (8. Mai 2003) Jahre
    andauernden phänomenalen Zeitabschnitts, die sogenannte "Wiedervereinigung", war selbst das erste
    Phänomen.


    (...)


    Dazu kann sich jeder sein eigens Urteil bilden!


    MfG Icabaru


    Okey, ich verlinke ihn. Bin gespannt auf die Reaktionen!!!
    http://widerhall.de/55wh-brd.htm
    Vor allem auf die Antwort der vielen "aufrechten Demokraten"!!

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